Thema: Mo-Loch

  1. #1
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    Mo-Loch

    .

    Mo-Loch


    Trotz
    zieht die
    Schneide kurz,
    ruckartig, fast
    zu infernalisch
    inszeniert und hitzig
    entlang Deiner kratzigen
    Fotze. Entzückt sitz' ich
    auf zerklüfteter Knospe,
    schiele Dein entrücktes
    Antlitz spöttisch rotzend an,
    als ich plötzlich Deine
    Zitzen spreize und scharfe
    Zacken den zarten Kropf
    zerpflücken. Verspritzend spuckt
    Dein Mo-Loch fetzige
    Pfützen in spitzen Strahlen
    und spuckend kotze ich
    in den zerfetzten Rachen.
    Schwitzend focht ich die Schlacht,
    um kampflos verruchtem Krieg
    zu strotzen, doch
    Sehnsucht ritzt Dir
    nicht Deinen Rumpf,
    also wuchte
    und wichse ich
    Dir pflichtstrotzend
    den Pflock ins Maul –
    in Deinem Wund-
    Wasser siechend.

    .

  2. #2
    IngoRaup ist offline und immer schön in Bewegung bleiben >>>
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    Das Opfertum textlich darzustellen gelingt nur beschränkt, weil so manche Wortverbindungen abtoßend wirken. Elemente aus der Dramaturgie des neunzehnten Jahrhunders werden hier mit "neudummgeiler" Schrumpfumgangssprache kombiniert. Was sollen die Leser oder die Leserin aus diesem Text entnehmen?
    Wo liegen die Gründe für solcherlei Handlungen?

    In diesem Sinne möchte ich betonen, das Begriffe aus dem verächtlichen Gassenjargon fast immer zu einer Abwertung in der Beurteilung eines Textes oder seines Autors führen werden. (Dieses sollten sich, unabhängig vom vorliegenden Text, die gesamten "Fickfotz-Schreiber" ernsthaft merken.)

    Lieber Tyrfing,
    leider erfreust Du mich nicht mit dieser Abhandlung, auch wenn es nicht Deine Absicht war, zu erfreuen.

    Grüße von Ingo

    Jargon ist feine Würze,
    die nur brilliert in Kürze.

  3. #3
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    Hallo Ingo!

    Entschuldige bitte mein Schweigen, ich hatte jedoch kaum noch mit einem Kommentar zu diesem Text gerechnet. Entsprechend selten schaute ich hier rein.

    Zitat Zitat von IngoRaup
    Das Opfertum textlich darzustellen gelingt nur beschränkt, weil so manche Wortverbindungen abtoßend wirken.
    Eine Opfertumsdarstellung liegt wohl kaum im Sinne des Textes. Gerade letzterer Aspekt Deines Satzes schneidet das Textanliegen eher an.

    Zitat Zitat von IngoRaup
    Elemente aus der Dramaturgie des neunzehnten Jahrhunders werden hier mit "neudummgeiler" Schrumpfumgangssprache kombiniert.
    Textbelege?

    Zitat Zitat von IngoRaup
    Was sollen die Leser oder die Leserin aus diesem Text entnehmen?
    Das, was sie heraus lesen können. Was das genau ist, weiß ich nicht. Der Text steht für sich und ist autonom.

    Zitat Zitat von IngoRaup
    Wo liegen die Gründe für solcherlei Handlungen?
    Das steht im Text.

    Zitat Zitat von IngoRaup
    In diesem Sinne möchte ich betonen, das Begriffe aus dem verächtlichen Gassenjargon fast immer zu einer Abwertung in der Beurteilung eines Textes oder seines Autors führen werden.
    Wer hat Dir solch ein Gas beigebracht?
    Wer kann – aufgrund seiner Sprachkompetenz – ernsthaft behaupten, "Gassenjargon" (Du meinst wohl eine Art der Umgangssprache, die hier allerdings faktisch keine Rolle spielt.) wäre verächtlich? Gerade aus sprachlichen und sprachwissenschatlichen Aspekten heraus sind derlei Sprachzeugnisse besonders interessant und verdienen ein Mehr an Aufmerksamkeit, um möglichst unvoreingenommen untersucht zu werden.

    Dass ein bestimmter Stil zur Abwertung eines Textes oder sogar des Autors führen soll, zeugt von Ignoranz und Unwissen vonseiten des Rezipienten. Büchners Woyzeck ist in hessischer Umgangssprache verfasst. Mindert dies die Qualität des Textes?
    Mozart schrieb dereinst einen Kanon, der "Leck mir den A[rsch] recht schon" betitelt wird und zum fein säuberlichen Auslecken des Anus auffordert, bis dieser schön sauber ist. Sagt das etwas über das Können eines Mozart aus?
    Derlei Beispiele gibt es etliche.

    Es ist schade, dass Du über bloßes Lamentieren bezüglich des Wortmaterials nicht hinaus kommst. Das spricht nicht für Dich.
    Sofern Du in nächster Zeit einen Funken Kompetenz erworben hast, darfst Du mir gern antworten.


    Es grüßt
    Tyrfing

  4. #4
    IngoRaup ist offline und immer schön in Bewegung bleiben >>>
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    Hallo Tyrfing,

    ich brauche sicher nicht erklären was Gassenjargon ist. Jeder hat eine andere Empfindung für guten Geschmack, vielmehr für Ästhetik. Allgemein gesehen erfüllen Jargonworte, zur richtigen Zeit dosiert eingesetzt, auch sicher ihren Zweck.

    In Deinem autonomen Gedicht ist jedoch eine Handlung zwischen mindestens zwei Personen beschrieben, die ich zuerst für einen Opferritus hielt. Da Moloch getrennt wurde, wirkt die Handlung auf mich eben noch abstoßender.

    Der Inhalt ist eben doch wichtig. Ich übernehme immer die Verantwortung für meine Texte und selbst im unrealistischen Gruseler``Das dritte Mädchen`` habe ich mir die Wortwahl genau überlegt.

    Deswegen ist ein Text ja auch nicht alleine ins Forum geschwebt, natürlich ganz autonom. Inhalte in Gedichten oder Geschichten sagen eher etwas über die Verwendung von Wortgefügen und letztlich auch über die Gedankenwelt ihrer Autoren aus. Der Leser wird genau gucken, wer Was warum geschrieben hat. Das wird sich bei aller Freiheit auch nicht vermeiden lassen können. Dass ein Autor immer ganz unabhängig zu betrachten ist, ist zwar Wunschdenken bleibt aber stets ein Märchen. (Deswegen gehen mir oftmals die Problemgeschichten diverser Schriftsteller auf die Nerven, die sich bewusst an ihren Problemen gesund schreiben und den Leser letztlich damit im Unterbewusstsein belasten. Solches könnte man auf Teile der Jammermusikbranche z.B. mit dem ewig anklagenden Stumpfgerappe oder auf die belastende Dramatik mancher Filme erweitern.
    Richtig! "Nicht kaufen oder konsumieren."

    Da Du ja selbst nicht weißt, was aus Deinem Text herausgelesen werden kann, hat es wenig Sinn, hier eine große Diskussion zu eröffnen. Weil ich auch nicht zur Anussauberleck-Fraktion gehöre, verabschiede ich mich jetzt aus dieser Gewaltdarstellung Mo-Loch. So ein Moloch!

    Gruß von Ingo

  5. #5
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    Hallo Ingo!

    Zitat Zitat von IngoRaup
    ich brauche sicher nicht erklären was Gassenjargon ist. Jeder hat eine andere Empfindung für guten Geschmack, vielmehr für Ästhetik. Allgemein gesehen erfüllen Jargonworte, zur richtigen Zeit dosiert eingesetzt, auch sicher ihren Zweck.
    Blabla, Phrasendrescherei.
    Was wolltest Du aussagen? Zeigst Du es auch am Text?

    Zitat Zitat von IngoRaup
    In Deinem autonomen Gedicht ist jedoch eine Handlung zwischen mindestens zwei Personen beschrieben, die ich zuerst für einen Opferritus hielt. Da Moloch getrennt wurde, wirkt die Handlung auf mich eben noch abstoßender.
    Warum ist das so? Kannst Du Deine Ausführungen etwas mehr untermauern?
    Wenn Dich das Werk abstoßen konnte und der Text u. a. dies bezwecken möchte, so freut ihn wenigstens das.

    Zitat Zitat von IngoRaup
    Der Inhalt ist eben doch wichtig.
    Habe ich das Gegenteil behauptet?
    Ich tendiere persönlich eher zu einem "weder noch".

    Zitat Zitat von IngoRaup
    Ich übernehme immer die Verantwortung für meine Texte [...].
    Du magst dies vielleicht so handhaben, deshalb muss es aber nicht jeder, denn Literatur ist mehr, als nur der Schreiber, der dahinter stehen mag.

    Zitat Zitat von IngoRaup
    Inhalte in Gedichten oder Geschichten sagen [...] letztlich auch über die Gedankenwelt ihrer Autoren aus.
    Eben nicht.

    Zitat Zitat von IngoRaup
    Der Leser wird genau gucken, wer Was warum geschrieben hat.
    Der Leser? So so.
    Du aber anscheinend nicht.

    Zitat Zitat von IngoRaup
    Dass ein Autor immer ganz unabhängig zu betrachten ist, ist zwar Wunschdenken bleibt aber stets ein Märchen.
    Das sagte ich auch nicht.
    Texte entwickeln allerdings unabhängig vom Autoren eine Eigendynamik, die außerhalb des Einflussbereiches des Autoren liegt.

    Zitat Zitat von IngoRaup
    Da Du ja selbst nicht weißt, was aus Deinem Text herausgelesen werden kann, hat es wenig Sinn, hier eine große Diskussion zu eröffnen.
    Ei ei ei, das ist harter Tobak.
    Also, von vorne: Ich weiß, was der Text mir sagt, ich weiß aber nicht, was der Text anderen Lesern sagt. Jeder interpretiert anders, sind Worte anders konnotiert et cetera.


    Deine Ausführungen zeigen mir, dass Du den Text gelesen hast und ihn aufgrund seiner Wortwahl als unangemessen empfandst. Tiefer gehen Deine Komentare nicht.
    Es wäre schön gewesen – zumindest für mich – wenn Du Dich etwas mehr mit den Formalien auseinandergesetzt hättest und versuchen würdest, zu interpretieren. Aber das ist von Dir wohl zu viel verlangt. Entschuldige.


    Grüße
    Tyrfing

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