1. #1
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    So sanft wie Seide


    Rosa Brille:

    Hi Frauke, na alles supi alles fein?
    Ich lade dich heute zum feiern ein.


    Frauke Bauer:

    Hallo Rosa, mein Tag verlief eher trabend.
    Was verschafft mir den die Ehre heute Abend?


    Rosa Brille:

    Ich habe heute mein Arbeitszeugnis vom Chef bekommen.
    What a feeling - Ich bin jetzt noch ganz benommen.


    Ich lese es dir einfach mal vor...



    Frau Rosa Brille, geboren am 29. März 1987 von 2006 bis 2009 tätig im Chemielabor.

    Ihre Aufgaben waren bis heute:

    Kaffee kochen
    kopieren gehen
    Blätter lochen
    Ablage durchsehen

    Alles sachen, die Sie erfreute.

    Sie war stets bemüht ihre übertragenen Aufgaben zu erledigen.
    Dabei war Sie stets pünktlich, um es mal auf den Punkt zu bringen.
    Besonders Montags bestach Sie durch Ihre Geselligkeit.
    Das Betriebsklima beflügelte Sie durch Ihre Redseligkeit.
    Ihr Einfühlungsvermögen bei Problemen anderer Mitarbeiter
    brachte uns, auch durch Ihre unzähligen Verbesserungsvorschläge, weiter.

    Wir haben uns von Frau Brille einvernehmlich getrennt.

    Mit freundlichen Grüßen

    Herr Verpennt...


    Leider ist jetzt nach der Lehre schluss.
    Ich mir jetzt einen neuen Job suchen muss.
    Aber bei diesem Zeugnis wird mir nicht bange.
    Damit stehen die Arbeitgeber bei mir Schlange.

    Frauke Bauer:

    Dein Chef ist aber ein Chameur...
    Das hört sich ja so an, als würde man sich mit Seide den Arsch abwischen.
    Das ist wirklich ein Grund zum Feiern. Also lass uns nachher einen zischen.


    "Freidenkeralarm"

  2. #2
    n.eurofighter Guest
    Hallo Florian L,
    das Thema find ich gut, die Umsetzung nicht ganz so dolle...
    ich hätte hier lieber eine realistische Beschreibung eines Arbeitszeugnisses gelesen,- so wie es Arbeitgeber tatsächlich anwenden, um nachhaltig alle Wege zu verbauen,
    ( das es sowas gibt, weiß ich weil meine verstorbene Freundin damals fast ihren Arbeitgeber wegen eines einzigen Satzes verklagt hätte...wenn er ihn nicht rausgenommen hätte...)
    Ich glaube du solltest Forschung betreiben, wie ein richtiges mieses aussieht...



    lieben Gruß
    n.eurofighter

  3. #3
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    Guten Morgen n. eurofighter,

    in erster Linie tut mir das mit deiner Freundin leid...


    Du wirst lachen... Ich habe nachgeforscht.

    Ein ähnliches Zeugnis wurde schon mal ausgestellt und ich glaube,
    dass es mieser gar nicht mehr werden kann .

    übertragene Aufgaben => zeigte keine Eigeninitiative

    stets pünktlich => erwähnen von Grundvoraussetzungen sind tötlich / sonst war er/sie eine Niete

    stets bemüht => zu doof für alles

    gesellig => war häufig betrunken

    redselig => Plaudertasche

    Einfühlungsvermögen bei Problemen anderer Mitarbeiter => immer wenn er/sie betrunken war

    Verbesserungsvorschläge => hatte stets etwas zu meckern

    einvernehmlich getrennt => wir hätten ihn/sie so oder so entlassen


    In einen Punkt gebe ich dir (zwar ungerne) recht... das Gedicht liest sich wirklich nicht flüssig...
    Aber für mein ersten geschrieben Dialog in Gedichtsform so lala .

    P.S. Heute habe ich das neue Bistro an der Zeche Ewald besucht
    (nicht schlecht).

    Mit freundlichen Grüßen

    Flo
    Geändert von Florian L. (04.07.2009 um 01:02 Uhr)
    "Freidenkeralarm"

  4. #4
    n.eurofighter Guest
    Hallo Florian L,
    kann ich fast nicht glauben, denn meistens sehen Arbeitszeugnisse eher sachlich nüchtern aus, die fiesen Spitzfindigkeiten sind für den Arbeitnehmer nicht so offensichtlich zu erkennen...dachte ich bisher...
    Ich hoffe jetzt mal mich nicht zu weit aus dem Fenster zu lehnen wenn ich hier ein halbwegs gutes als Beispiel anführe...

    Frau Orakel verfügt über die notwendigen Fachkenntnisse und eine gute fachliche Befähigung. Die ihr übertragenen Aufgaben hat sie stets zu unserer Zufriedenheit erledigt.
    Frau Orakel versah ihren Dienst stets ehrlich, fleissig und pünktlich. Ihr Verhalten gegenüber Vorgesetzten , Kollegen und Kolleginnen war immer korrekt.
    Frau Orakel scheidet mit dem heutigen Tag auf eigenen Wunsch aus unserem Haus aus.
    Für die Zukunft wünschen wir ihr alles Gute.


    Das Gespräch in deinem Text würde ich so lassen, doch Mittig zentriert das Gesamtzeugnis etwas sachlicher schreiben,



    lieben Gruß
    n.eurofighter

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