Ein Krieger er durchstreift die Nacht,
lautlos und besonnen hält er wacht.
Die Nacht, so herrlich lau,
wenig gibt sie preis, fast alles ist grau.
Des Dämons Sinne sind entfacht
er sieht des Kriegers Wacht
sieht ihn am wärmend´ Feuer stehen
hört ihn zu seinen Göttern flehen
auf das sie schützen seine Rast
vor Arg und Bosheit ihn bewahren
mit ihm teilen seine Last
aufgehäuft in all den Jahren
Oh Krieger, ich denke du weißt,
daß Krieger sein Dämon sein heißt.
Denn ohne seine blinde Wut,
würde verlöschen die Kriegerglut.
So lebt der Krieger in Symbose,
hart die vom Schicksal gezogenen Lose.
Dennoch will er nie etwas anderes sein,
und trotz des Dämons ist sein Herz rein.
Doch in Nächten die lau und warm erscheinen...
fängt selbst des Dämons Krieger an zu weinen...
Gedanken führen ihn weit weg und fort...
zu einem für ihn unbekannten Ort...
In jenen Nächtenwird die Sehnsucht groß...
und auch der Haß auf das Schicksals Los...
gerne würde er entfliehen...
und für immer in den Frieden ziehen.
Doch das kann er nicht und dieses Wissen,
belastet schwer sein Gewissen.
Er muß sein, was er immer schon war,
ein Krieger, jetzt und immerdar.
Ein Bild, es steigt in ihm empor,
aus tiefer Erinnerung dringt es hervor.
Er sieht es jede Nacht, er sieht es immer wieder,
ein unschuldiges Wesen, er streckt es nieder.
Bis zu dieser schwarzen Nacht,
immer nur "Gutes" hat vollbracht.
Ihre Liebe für dieses Monster, sie war so groß,
der Kriger, er versetzte beiden den Todesstoß.
Es war die reinste Eifersucht,
er schwang sein Schwert mit voller Wucht.
Doch nun, wo sie dort reglos liegt,
er sich ein letztes Mal an sie schmiegt.
Und der Tag, er dämmert herauf,
und das Licht die Schatten zu haschen sucht.
Und das Schicksal nimmt seinen Lauf,
auf daß der Herrscher seinen Diener ruft.
So muß der Dämonnun denn weichen dem gleißendem Tageslichte,
die Sonne sich brennend in des starken Kriegers Seele,
der Krieger nun nach der Sonne sich richte,
ein Schrei entringt sich aus seiner heiser´ Kehle.
Und die Nacht nun traure` er ,
den Tag willkommen er heißt,
so bricht er schweren Herzens auf
sein Weg weist in die Berge
beschwerlich ist der Dinge Lauf.
Das Felsmassiv macht ihn zum Zwerge.
Was wird der Tag ihm bringen?
Doch hilft kein Jammern und kein Klagen
Stück für Stück des Wegs bezwingen
dorthin, wo des Dämons Heimstadt Türme ragen.
Er weiß, daß er sich stellen muß
dem letzten aller Kämpfe
und so setzt er Fuß vor Fuß
nicht achtnd Schmerz und Krämpfe
Schon bald spürt er den Schmerz nicht mehr,
hört das jubelnde, dämonische Heer.
Und während er sein Haupt erhebt,
die Erde leicht vibrierend bebt.
Dann kann er sehen, was sein Auge fühlt,
und was er sieht, sein Herz unterkühlt.
Jetzt gibt es kein Zurück, keine Schmerzen mehr,
er verschwindet im dämonischen Heer.
Das Haupt voller Wunden,
den Körper voll Schweiß,
trinkt er das Blut seiner Feinde
und die Wut lodert heiß.
Und es fallen die Köpfe
und es heult die Nacht
denn die Glücklosen sterben
nur der Starke hat Macht.
Und so taumelt er weiter,
kann vor Schwäche kaum stehn.
Kann nur tote Leiber,
kein Lebzeichen sehn.
Und der blassbleiche Mond,
der am Himmel dort ist,
schaut hinab auf den Krieger,
der einsam nun ist.
Ja, der Sieg war sein Ziel
doch hoch war der Preis
denn er ließ ihn vergessen,
was Liebe heißt.
Und so wird er besungen
landein und landaus
und doch kehrt er nie heim,
denn er hat kein Zuhaus
und am Abend des Lebens
keine Träne ihr seht
wenn der letzte der Krieger
aus dem Leben nun geht.
Doch was hat ihn zum Krieger auserkoren?
Als ganz normaler Mensch ward´ er geboren.
Ändern kann er diesen Zustand nie
denn Mächte gibts nur in der Phantasie.
Hat sich gedacht: " Ich zeig es allen"
Weiß nun als selbsternannter Krieger zu gefallen.
Auserkoren war er schon vor seiner Geburt,
es war klar, was aus ihm wurd.
Geboren als Stern unter vielen,
als Kind unter Kindern spielen.
Ganz langsam und stetig reift,
ein Krieger, der nach Sternen greift.