1. #1
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    Monolog eines Poeten beim Lesen von herben Kritiken

    Was sie, mich anzuschleimen, riefen,
    dass sie bei meinen Reimen schliefen
    und wenn ich neue Reime schlage,
    ich niemals aus dem Schleime rage!

    Ihr Schreiberling´, in dreisten Mengen,
    sollt ihr euch um mich Meister drängen,
    und vor mir flach, ihr Wanzen, liegen
    ich werde dann die Lanzen wiegen!

    Will wägen und bemüht scharf denken,
    ob ich dem Mob die Gunst darf schenken,
    denn wer in meine Werke sticht,
    dem fehlet ja die Stärke! Wicht!

    Den kann ich doch nicht wild ermorden,
    und so, ein wenig milder ´worden,
    werd´ ich sie wohl erheben lassen,
    auch wenn sie mich im Leben hassen!

  2. #2
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    Hallo Raphael,
    das sind schon recht gute Schüttler. Den unsauberen in Strophe 2 könnte man noch wegbringen:

    Ihr Kritiker in dreisten Mengen,
    die mich mit Schmäh am meisten drängen,
    sollt vor mir flach wie Wanzen liegen.
    ....
    Beste Grüße,
    P.
    Geändert von parlevio (03.12.2009 um 11:34 Uhr)

  3. #3
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    Hallo P!

    Hoppla, den habe ich wirklich übersehen, danke für deine Aufmerksamkeit!

    Grüße Raphael

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