1. #1
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    Der Magieranwärter

    Kaum ist schon der Alte fort,
    es im Besenschrank rumort.
    ich öffne ihn und stelle fest,
    dass er sich nicht mehr schließen lässt.
    In ihm allein ein Besen steht,
    der aus dem Schranke nun auch geht.
    Ich schlage auf das Zauberbuch
    und suche einen Zauberspruch.

    Zurückschicken will ich den Besen,
    nur leider kann ich noch nicht lesen!
    Schon rennt der Besen hin zum Fluss.
    "Lieber Besen, jetzt ist Schluss!"
    Doch der Besen hört mich nicht,
    das macht mich ziemlich ärgerlich.
    Der ganze Boden ist schon nass
    und dem Besen macht das Spaß!
    Zum Flusse hin, wieder zurück,
    das Wasser steigt nun Stück für Stück.

    In letzter Not greif´ ich ein Beil,
    renn zum Besen, wie ein Pfeil.
    "So Besen, jetzt wird gemetzelt!"
    Und schon fliegen hier die Fetzen.
    Aus einem Besen werden vier,
    oh ja, so gefällt es mir!
    Doch oh nein, was ist denn das?
    Alle Stücke rennen zum Nass!
    In ihren Eimern ist wieder Wasser,
    in der Gruft wirds nass und nasser.
    Der Besen teuflisch weitermacht,
    so hab ich mir das nicht gedacht!

    Doch endlich, puh, des Meisters Schritt,
    der ist in solchen Dingen fit.
    Ein paar Worte, eins, zwei, drei
    schon ist der ganze Spuk vorbei!
    Geändert von dailyknödel (14.02.2010 um 12:37 Uhr)
    Mehr von dem Stoff?
    Gibt's nur auf meiner Seite!
    Schaut auf meinem Profil!

    PS: Copyright auf alles von mir, ist doch klar, oder?

  2. #2
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    Hi dailyknödel,

    also mir gefällt dein Gedicht wirklich gut. Schöne Reime und die Wortwahl ist auch gelungen. Ein Verbesserungsvorschlag: "Der Besen teuflisch weiterlacht" da würde ich eher "weitermacht" draus machen, weil vorher noch nicht die Rede davon war, dass der Besen lacht. Warum sollte er also weiter lachen.

    Zum Inhalt. Ein Magieanwärter, der den wasserholenden Besen nicht aufhalten kann. Das kommt mir irgendwie bekannt vor Gegen Goethe kannst du natürlich nicht ankommen, aber ich finde deine Version gar nicht übel. Nur du hättest vielleicht noch ein paar persönliche Anpassungen vornehmen können, um dich vom Zauberlehrling zu unterscheiden.
    Weiter so!

    Schöne Grüße,
    Nat

  3. #3
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    Danke für die Kritik!
    Die kleine Veränderung habe ich sofort vorgenommen, da sie mir auch gut gefällt. Warum bin ich nicht selbst drauf gekommen?

  4. #4
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    Hallo dailyknödel

    da hast du dich unerschrocken von der Geschichte "Der Zauberlehrling" bedient. Eine wunderbare Version davon ist auf dem Zeichentrickklassiker von Walt Disney zu finden: FANTASIA. Ohne Worte, aber symbolschwer und nur mit klassischer Musik quasi als Soundtrack dramaturgisiert. Kennst du dies?

    Als Adaption dieses Themas ist mir dein Gedicht aber zu wenig "eigen" und als geklaute Nacherzählung viel zu eindimensional. Schade. Da könntest du so viel mehr daraus machen!
    Auch metrisch ist es recht holprig aufgebaut und die Reime sind mitunder ziemlich unrein, bzw. oberflächlich (gemetzelt - Fetzen; nicht - ärgerlich).

    goldlaub

  5. #5
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    ja, fantasia kenn' ich
    ich glaube da shaben wir mal in der schule gesehen
    Ich denk mal wenn noch häufiger so eine ähnliche kritik kommt, setz ich mich nochmal dran, an eine Version 2.0
    Aber danke, ich freu mich über Ehrlichkeit

  6. #6
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    Hallo dailyknödel,

    nehme Dich mal beim Worte - wegen Deiner Kritik-Genuss-Süchtigkeit ))

    Bin mal im Folgenden an Dein Gedicht unter dem Aspekt - geordnete Satzstruktur(Thema Verb-Verschiebungen - Inversionen) und Lese-Rhythmus rangegangen.

    Dabei gehen natürlich End-Reim Strukturen flöten - klar.
    Habe im Folgenden auch nicht den Inhalt betrachtet - eben nur mal das Formale.

    Guck doch mal :


    Der Magieranwärter


    Kaum ist der Alte fort,
    rumort’s im Besenschrank.
    Ich öffne ihn und stelle fest,
    dass er sich nicht mehr schließen lässt.
    In ihm steht ganz allein ein Besen,
    der aus dem Schranke nun auch geht.
    Ich guck gleich mal ins Zauberbuch
    und suche einen Zauberspruch.

    Zurück will ich den Besen schicken,
    nur leider kann ich noch nicht lesen!
    Schon rennt der Besen hin zum Fluss.
    "Lieber Besen, jetzt ist Schluss!"
    Doch der Besen hört mich nicht,
    das macht mich ziemlich ärgerlich.
    Der ganze Boden ist schon nass
    und dem Besen macht das Spaß!
    Zum Flusse hin, zurück gleich wieder,
    steigt das Wasser Stück für Stück.

    In letzter Not greif´ ich ein Beil,
    renn zum Besen wie ein Pfeil. .....<= ohne Komma !
    "So Besen, ohne Metzeln gehts jetzt nicht!"
    Und Fetzen fliegen schon umher
    .
    Aus einem Besen werden vier,
    oh ja, so gefällt es mir!
    Doch oh nein, was ist denn das?
    Alle Stücke rennen gleich zum Nass!
    In ihren Eimern ist nun wieder Wasser,
    und in der Gruft wirds nass und nasser.
    Der Besen, teuflisch wie er ist, macht einfach weiter!
    So
    hab ich mir das nicht gedacht!

    Zum Glück hör ich des Meisters Schritt,
    und weiß genau, wie fit er ist.
    Sogleich spricht er
    paar Worte, Eins, Zwei, Drei
    schon ist der ganze Spuk vorbei!

    Passieren zu viele Inversionen und Holperer, dann bleibt man oft in diesen Unebenheiten stecken - und der Inhalt wird für den Leser leider sekundär - meine Meinung ))

    So, dailyknödel - dies seien mal meine Ideen zu Deinem Magier-Stück )

    habe hier gerne mitgemacht,

    und wieder ein Tschüss, Dochtel

    --
    Streichholz am Docht, Vorsicht ...

  7. #7
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    okay, registriert, auf "Lernliste" aufgenommen, bedankt, Sucht gestillt
    ich komm leider noch nicht so ganz damit zurecht, odentliche Sätze UND gute Reime in ein Gedicht zu bringen, arbeite aber dran...

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