Seite 1 von 2 12 Letzte
  1. #1
    Registriert seit
    Sep 2008
    Beiträge
    460

    The End - To Jim Morrison

    Zur besseren Lesbarkeit:
    Die Teile aus dem Song "The End" sind rot gedruckt,
    ergänzende Teile aus anderen Songs erscheinen in blau,
    das Gedicht ist wie ein Lied im Viervierteltakt (meistens vierhebige Jamben),
    einige Teile sind im "Dreivierteltakt" (Daktylen) und erscheinen kursiv.
    Die "Erzählzeit" des Gedichts ist Frühling 1972.
    Den Originaltext (lyrics) von The End findet Ihr im Internet.
    Es lohnt auch, Jim Morrisons The End in YouTube zu sehen




    Jim Morrison,
    you died in 1971
    at the age of 27,
    but you will live forever
    and this is for you


    The End

    This is the end,
    beautiful friend, the end,
    of our elaborate plans, the end,


    The End,
    berühmter Song,
    faszinierend,
    unvergeßlich.
    The Doors,
    Jim Morrison,
    seine Stimme,
    männlich tief,
    einzigartig,
    betörend.
    Sie tönt in mir,
    singt dieses Lied,
    das ich kenne
    wie kein anderes,
    singt es mir
    unaufhörlich,
    unabweisbar,
    begleitet mich
    auf meinem Weg.

    Du bist tot, Jim Morrison,
    seit bald schon einem Jahr,
    doch tief in mir bist du lebendig,
    und bleibst es alle Zeit.
    Mein großer ferner Bruder,
    du warst nur wenig älter,
    sechs Jahre ungefähr.

    Gestorben in Paris,
    nur 27 Jahre,
    geheimnisvoll dein Tod.
    Krepiert in einer Wanne,
    wie einst Marat, der Jakobiner;
    ihn traf das Messer einer Frau.
    Wer gab dir Gift? Man wird’s nie wissen,
    kein Arzt verfolgte den Verdacht,
    im Totenschein steht: Herzversagen.

    … how pale and wanton thrillful
    Comes death in a strange hour
    Unannounced, unplanned for
    like a scaring over-friendly guest

    Und nun auf diesem schweren Weg,
    quält immerfort mich diese Frage,
    wie es wohl wäre,
    mit einem Male
    tot zu sein?
    Wär alles dann
    nicht leicht und einfach?
    Kein Leid mehr,
    keine Angst?
    Und dann, wer weiß,
    Jim Morrison,
    vielleicht wär ich
    dann nah bei dir?

    Death makes angels of us all
    and gives us wings
    Where we had shoulders

    Jim, du bist nun Orpheus
    und singst im stillen Reich der Schatten,
    doch warst du Orpheus lange schon
    zuvor auf unsrer Welt hienieden,
    warst Leben unter halben Toten,
    warst Geist bei Menschen ohne Blut,
    die morgens stumpf zur Arbeit hasten,
    sich ganz im Tagewerk verlieren
    und abends, müde, selbstvergessen,
    träge ausgestreckt im Sessel,
    die Unterhaltungssendung sehen.

    WAKE UP ! WAKE UP !

    … of everything that stands, the end,
    no safety or surprise, the end,


    Auf dem Weg zu dir noch immer,
    liebste schöne Freundin,
    bin ich, um dir bald kundzutun,
    daß unsere Liebe nicht mehr ist.
    Alles, Liebstes, ist zu Ende:
    Zukunftsträume, frohes Lachen,
    kleine Gaben ohne Anlaß,
    alles.

    Vergangen die Zeiten der Unschuld,
    des Glücks am heiteren Sonntag,
    gemächlich schaufelt das Tretboot
    auf sonnenbeschienenem Fluß.
    Majestätische Schwäne, die Häupter
    erhoben, begleiten das Boot,
    und an rostroter Mauer blüht wild
    aus der Fuge die einsame Rose;
    ich hätte sie nicht pflücken sollen,
    vielleicht kommt sie deshalb nicht wieder?

    I’ll never look into your eyes again ….

    Es gibt kein Wiedersehen für uns,
    Liebes, Kleines, Schönes,
    denn unser Abschied ist für immer.

    U-Bahnhaltestelle Dornbusch,
    dort ist unser Rendezvous.
    Viel lieber hätt’ ich dir geschrieben,
    in wohlgesetzten schönen Worten,
    warum es nun zuende ist,
    doch sollte ich’s dir besser sagen,
    ganz ungeschminkt ins Angesicht,
    so sagtest du am Telefon.

    Ich wollte nicht in ein Café,
    das Mädchen mit der weißen Schürze
    bringt lächelnd Kuchen und Kaffee,
    dann lieber doch im Untergrund,
    dort ist es nicht gemütlich.

    Jim, Genie der Rock-Musik,
    wer außer dir ist Dichter, Sänger,
    Komponist und Schauspieler zumal?
    Dein Angesicht ist göttlich,
    und so ist deine Stimme.
    Du bist Apoll-Dionysos :
    apollinisch die Gestalt,
    dionysisch deine Seele.

    Apollinisch nennt Nietzsche
    den Ursprung der Dichtung,
    der Lichtgott Apoll schenkt uns
    Bilder im Traum,
    und der Dichter vernimmt sie
    und hegt sie im Herzen,
    und gibt im Gedicht ihnen
    Sprache und Form.

    So schien mir dein Bild auf dem Feste des Freundes
    seit langem vertraut, und dennoch, – wie Zauber! –
    ich war wie gebannt: – so schön dein Gesicht,
    so ernst deine Miene, so dicht deine Wimpern;
    dein seidiges Haar floß schwarz auf die Schultern;
    und ich fand keine Ruhe, bis endlich der Freund
    ein Wort mit dir sprach und wir vor dem Schultor
    uns trafen. Doch dann, schöner Traum, was kam dann?

    Zermürbender Kampf eines Sisyphos gegen die Leere.
    Gepflegte Gespräche mit Mutter bei Tee und Gebäck.
    Inständiges Bitten voll Demut um zwei Stunden Ausgang.
    Voll froher Erwartung war anfangs mein Kommen,
    nach schaler Enttäuschung schmeckte der Abschied.

    Ride the highway West baby
    Ride the snake
    To the lake
    The ancient lake


    Im Westen liegt der Ozean,
    the ancient lake, Pazifikküste.
    Der Highway, Jim, für dich so nah!
    Mir dehnt sich siebenhundert Meilen
    die Straße zum Atlantikstrand.
    An sandiger Küste fand ich das Heile,
    Oase zur Wüste der großen Stadt,

    wo eingepfercht in hohen Häusern,
    uns wahres Leben ist versagt.

    Das Glück ist Einklang mit Natur,
    so lehrt uns Gott Dionysos.

    The blue bus is calling us

    Die Sonne steht gleißend im hellen Azur,
    vom Meer weht die Brise an glühende Wangen;
    es rauschen so mächtig die rollenden Wogen,
    bizarr bleicht ein Holz auf endlosem Strand.

    Des nachts blinken Sterne in pechschwarzem Himmel,
    geheimnisvoll tönen die Stimmen der Nacht,
    und der Platz mir zur Seite wird wiederum leer sein,
    denn Dionysos, Liebstes, bedeutet dir nichts.

    The West is the best
    Get here and we’ll do the rest ..


    Let’s swim to the moon,
    Let’s climb through the tide
    Penetrate the evenin’ that the
    City sleeps to hide
    Let’s swim out tonight, love
    It’s our turn to try
    Parked beside the ocean
    On our moonlight drive


    Doch mir sei beschieden ein Irren durch Dünen,
    ein rastloses Laufen durch Wellen am Strand,
    und wieder soll ich die Nächte allein sein,
    wenn du, zuhause geblieben bei Mutter,
    des morgens zum Frühstück verschlingst meine Briefe,
    die einsam des nachts ich dir schrieb.
    – Nein, meine Liebste, nie wieder !


    Come on baby, take a chance with us
    And meet me at the back of the blue bus

    Du weißt es, Jim, sie wird nicht kommen,

    The snake is long,
    seven miles


    So endlos scheint mein Weg,
    er windet sich oft schlangengleich
    durch blumenlose Grünanlagen,
    bequemer wär’s, die Bahn zu nehmen,
    doch bin ich lieber unterwegs
    zu dir, mein Traum, auf langem Marsch,
    und glaube mir, wie immer sonst,
    werd ich auch dieses letzte Mal
    genau zur abgemachten Zeit
    zur Stelle sein: Intuition.

    Can you picture, what will be
    so limitless and free
    Desperately in need of
    some stranger’s hand,


    Liebes, Schönes, Kleines,
    du wirst bald jemand brauchen,
    der dir die Leere füllt,
    denn grenzenlose Freiheit
    ist endlich schwer erträglich.
    Die Hand des Fremden wird sich öffnen,
    und bald schon hast du mich vergessen.

    in a desperate land ...

    Verzweifelt ist dies Land,
    es vegetiert dahin,
    und kennt zu seiner Schande
    noch nicht mal seine Not:
    kein Sinn, kein Geist, kein Leben.

    Lost in a Roman wilderness of pain

    Gewaltig ward das Reich der Römer,
    dank seiner gnadenlosen Söldner
    und seiner stolzen Offiziere.

    Jim, dein großer Vater,
    George Steven Morrison,
    war Kapitän, dann Admiral
    auf einem Flugzeugträger,
    war tüchtig wie ein alter Römer,
    ging’s ums Zerstören auf Befehl,
    gab Orders in der Bucht von Tonkin,
    tat seine Pflicht vor VIETNAM

    Gleich zorniger böser Hornissen verlassen
    Geschwader die Decks der gigantischen Schiffe,
    fauchende Kampfjets schwärmen im Tiefflug,
    rasen wie Schatten hinweg übers Land.


    Geschosse zischen von den Trägern,
    Felder, Häuser stehn in Flammen,
    Menschen brennen, Tiere fliehen,
    zurück bleibt rauchend schwarze Erde.

    So ungleich ist der Kampf der beiden,
    das kleine Land kann sich kaum wehren,
    ihm fehlen in der Luft die Jäger.
    Und bald darauf,
    den Arm erhoben,
    der Admiral befiehlt erneut,
    er gibt das Zeichen für den Einsatz:
    ACTION !!

    The killer awoke before dawn
    He put his boots on
    He took a face from the ancient gallery
    And he walked on down the hall
    He went into the room where his sister lived
    And then he paid a visit to his brother
    And then he walked on down the hall
    And he came to a door
    And he looked inside
    Father?
    Yes, son?
    I want to kill you …


    Allein war König Ödipus,
    doch du, Jim, hattest eine Schwester,
    und Andrew, deinen jüngren Bruder,
    bist du der Mörder deines Vaters?
    Bist du’s in deinen Träumen?

    Comp’nee,
    Halt!
    Pree-sent arms!
    (shot)
    Make a grave for the unknown soldier
    Nestled in your hollow shoulder
    The unknown soldier


    Die Väter opfern ihre Söhne
    zu Tausenden in ihren Kriegen,
    dort sterben sie als Held im Kampf
    und namenlos als Deserteure,
    gleichwohl, am Ende siegt das Gute,
    – die Sache für Amerika –,
    und immer bringt das Fernsehen
    das Neuste an den Frühstückstisch.

    Breakfast, where the news is read
    Television-children fed
    The unborn living, living dead
    And it’s all over,
    the war is over


    Als nach dem großen Krieg mein Vater
    nach langem Weg die Heimat sah,
    erblickt’ er Trümmer und Verwüstung,
    gelähmt war seine Seele,
    das Herz ihm tief verwundet,
    und dennoch war ihm da ein Trost:
    er war noch mal davongekommen.

    … and all the children are insane …

    Insane, Jim Morrison, bist du,
    des Vaters wegen, – so auch ich,
    und das, obgleich die Stellung beider
    so ungleich war wie die –
    des Hammers und des Amboß’.

    ... waiting for the summer rain

    Sanity, das ist das Heile,
    nach ihm sind Kinder voller Sehnsucht.
    Wann fällt der Regen nach der Dürre?
    Wann endlich sprießt das erste Grün?

    There is danger on the edge of town

    Mattes Licht im Straßentunnel,
    kalter Rauch, Uringeruch,
    mein Schritt hallt einsam von den Wänden,
    doch dort, zwei junge Männer stehen
    wie Schattenbilder an der Wand
    und tauschen bares Geld für Drogen;
    Argwohn sticht aus ihren Blicken:
    Kunde – oder Polizei?

    Weird scenes inside the goldmines

    Das Dealen mit Drogen, es ward über Nacht
    eine goldene Mine,
    Manch ehemals biederer, fleißiger Schüler,
    er ließ sich betören
    vom Rufe des Goldes und fuhr bald darauf
    im eigenen Auto.
    Doch kehrten bisweilen die Käufer nicht wieder
    vom Trip ins Bewußtsein,
    und manche verloren ihr blühendes Leben
    lang vor seiner Zeit.


    Dort das Schild am U-Bahnschacht,
    weißes U auf blauem Feld,
    ich bin nun da zur rechten Zeit,
    bin, Liebes, bei dir angekommen.
    Die Treppe führt ins Dämmerlicht,
    dann leuchten kalt die Neonröhren.

    This is the end, beautiful friend
    This is the end, my only friend
    The end

    It hurts to set you free
    but you will never follow me

    The end of laughter and soft lies
    The end of nights we tried to die

    This is the end

    Geändert von Friedrich (22.06.2010 um 22:52 Uhr)

  2. #2
    Registriert seit
    May 2010
    Beiträge
    15
    Endlich ein Gedicht über Jim Morrison! Ich selbst bin ein großer Fan und finde die Idee für dieses Werk großartig. Die Zitate aus „The End“ sind sehr gut ausgewählt und die Nebenhandlung über das Ende einer jungen Liebe macht das Gedicht noch emotionaler. Der Protagonist, ein junger Mensch, dichtend und sinnend über das Leben, die Liebe, den Tod, die Kunst und das Ewige, trägt einen fort mit seinen Gedanken und webt sie in ein immerfort währendes Lied ein. Der Traum nach Freiheit, die nicht zu groß sein darf, nicht völlig ohne Grenzen. Die Entscheidungen, die man im Leben trifft und die ewige Frage danach, ob diese nun die richtigen waren. So vieles steckt in diesem Gedicht, so viele Ereignisse, Erinnerungen, Gefühle, politische Geschehnisse, Gesellschaftskritik, Geschichte, aber alles gut eingebettet, umrahmt von Jim's eigenen Gedanken; eine gelungene Mischung!

    Mir hat „The End – Tribute to Jim Morrison“ sehr gut gefallen, ich fand das Gedicht poetisch, vielfältig und tiefsinnig und ich werde es sicher noch das ein oder andere Mal lesen und mich daran erfreuen!

  3. #3
    Registriert seit
    Sep 2008
    Beiträge
    460
    Hallo Aile Ardillon,

    vielen Dank für Deinen Kommentar und vor allem für die darin mitgeteilte Begeisterung für Jim Morrison und mein Gedicht. Jim ist der Größte, und sein tragischer Tod beschäftigt mich noch heute; ich komme noch darauf zurück.

    The End hatte am 27.4. schon vier Kommentare und an die 250 Hits, fiel dann jedoch aufgrund des Daten-Crashs auf 0 Beiträge / 27 Hits zurück. Mit Deinem Beitrag hat es den Anschluß anscheinend wieder gefunden und wird viel mehr beachtet.

    Die Zitate aus „The End“ sind sehr gut ausgewählt.
    Es handelt sich nicht um ausgewählte Ziate, sondern um den Song an sich. Das einzige, was in ihm fehlt, ist das Zitat: "Mother, I want to ... (unverständlich)". Ich habe diese Stelle ausgespart, weil ich der Meinung bin, daß es sich hier um die einzige unehrliche Aussage handelt, eine, die nur dem Effekt geschuldet ist (Ödipus-Komplex in Freudscher Sicht). Jim Morrison mochte seine Mutter nicht und hatte gewiß keinen "Ödipuskomplex" im Freudschen Sinne; andererseits hat er seinen Vater wegen dessen Aktivitäten im Vietnam-Krieg sicherlich gehaßt.

    Von den ehemaligen Bandmitgliedern wissen wir, daß The End eine Art "dynamisches" Gedicht war, so daß es im Laufe der Aufführungen immer länger wurde. Ursprünglich ging es wohl lediglich um den Abschied des Protagonisten von einem schönen Mädchen (beautiful friend), weil diese mit ihm nicht an den Pazifik (ancient lake) fahren wollte (You'll never follow me). Der Weg dorthin ist der Highway Number One (The King's Highway / the snake is long / seven miles); Transportmittel ist der Autobus (Blue Bus - ein öffentliches Busunternehmen in Kalifornien). Dann folgten wohl die anderen Themen: der Krieg (Roman wilderness of pain) und seine Auswirkungen auf das eigene Land (desperate land; all the children are insane) sowie die Phantasie, den Vater deswegen zu töten (Father, I want to kill you). "Weird scenes inside the gold mines" assoziierte ich mit Drogendealen, was zu Morrisons Lebzeiten ein heißes Thema war - und nach wie vor ist.

    Der Protagonist in meinem Gedicht The End ist aus den nämlichen Gründen auf dem Weg, um mit seiner schönen Freundin Schluß zu machen, nur ist der Ort der Sehnsucht nicht der Pazifik, sondern die Atlantikküste. Beiden - Morrison und ihm - geht es um das dionysische Leben, das sie mit ihren Liebsten nicht teilen können.

    Und wenn man sich vor Augen hält, daß nach vierzig Jahren der Song The End noch immer eine derartige erhellende Wirkung auf Leben und Lebensumstände des Protagonisten hat, und letzten Endes auch noch ein relativ langes und sehr komplexes Gedicht durch ihn entsteht, so ist der Einfluß dieses Songs einer, den man wohl kaum noch toppen kann. (Unvorstellbar, daß mit einem meiner Gedichte nach vierzig Jahren jenseits des Atlantiks Ähnliches geschehen könnte!)

    Was Jim Morrison betrifft, so ist der der Größte. Im 18. Jahrhundert hätte man gesagt, er sei "ein Liebling der Götter". Sein tragischer Tod beschäftigt mich noch heute.

    Man stelle sich vor, Jim bekommt nach seiner Geburt von den guten Feen alles in die Wiege gelegt, was ein musikalischer Dichter sich nur wünschen kann:
    Eine schöne Sprache, Musikalität, den Hang zur Philosphie, das Talent zum Schauspielen, eine einzigartige Stimme, ein blendendes Aussehen, drei geniale Musikerfreunde, ausverkaufte Konzerte und - Unsterblichkeit. Und dann kommt die letzte Fee und wünscht ihm, er möge im Alter von 27 in Paris in einer Badewanne elendiglich verrecken. War das der bittere Preis für alles? Lohnt es sich überhaupt, ein "Liebling der Götter" zu sein?

    Lieber Aile Ardillon, vielen Dank nochmal für Dein Interesse und für die Gelegenheit, daß ich all das hier noch einmal darlegen konnte.

    Mit liebem Gruß

    Friedrich
    Geändert von Friedrich (22.05.2010 um 19:33 Uhr)

  4. #4
    Registriert seit
    Feb 2019
    Beiträge
    5
    Das ist großartig, wenn ein Mensch in unserer heutigen Zeit so dichten kann wie Sie es können!! Es ist phänomenal, Ihre Ausdrucksweise gefällt mir sehr sehr gut. Sie reimen nicht (nur), sondern dichten tatsächlich. Falls das irgendwie naiv klingt, ... ich habe mich noch nicht sehr viel mit Gedichten befasst und wollte meine Begeisterung für Ihr Gedicht gern kund tun.

    Mir wurde da eben erst der Unterschied bewusst zwischen dem womöglichen Schreiben von Liedern, und der Poesie in Gedichtform. Ich danke Ihnen für Ihre Kreativität.

    Ich selbst interpretiere aber The End anders als Sie, sehe es auch in Bezug auf das Lied Unknown Soldier, ... Es meint wohlmöglich eine andere Sichtweise als die aus menschlichen Augen gesehen.


    Ich bin auch eine sehr sehr sehr große Jim Morisson Sympathisantin, natürlich auch die der Doors, deren musikalische Untermalung für die damalige Zeit wahrlich einzigartig gewesen sein muss. Auch die Bühnenauftritte, deren ganze Gestaltung und Aufmachung sind einfach genial. Jim konnte der sein der er damals war, seine Kollegen ließen ihn sich ausdrücken, es ist so viel mehr als nur Inszenierung. Der Zusammenhalt. Ich bin Jahrgang 1986. Meine allerherzlichsten Grüße an Sie, lieber Friedrich, Karoline.

    Auch was Sie im letzten Abschnitt über die Feen, außerhalb Ihres Gedichtes, geschrieben haben trifft es sehr gut. Wie denken Sie über seinen Tod? Ich habe auch eine andere Meinung.

    Ich habe dieses schöne Forum einzig durch Ihr tolles Gedicht entdeckt.

  5. #5
    Registriert seit
    Jan 2017
    Beiträge
    1.331
    Schöne Ergänzungen zu einem großartigen Song. Es macht mich jedes mal völlig fertig, wenn ich daran denke, dass Morrison den Song mit gerade mal Anfang 20 geschrieben hat.

    LG
    k

  6. #6
    Registriert seit
    Sep 2008
    Beiträge
    460
    Hallo klaatu,

    es freut mich zu hören, daß Jim Morrison auch 48 Jahre nach seinem Tod unvergessen ist. Sein Grab auf dem Pariser Friedhof Père Lachaise ist das meistbesuchteste von insgesamt über 70 000; im Jahre 2001 besuchten es laut wikipedia über 1.5 Millionen Leute.

    Hi Hi, i,

    Ich denke, man wird Jim Morrison nicht gerecht, wenn man ihn allein auf Drogenkonsum reduziert. Im übrigen kann ein Mensch, der "auf der Suche nach dem Tod" ist, möglicherweise das Leben nüchertern auch nicht aushalten. Denk mal darüber nach.

    Liebe Karoline K.,

    über Deinen Kommentar habe ich mich besonders gefreut, vielen Dank. Ich duze Dich jetzt, weil das alle hier tun, Altersunterschiede spielen keine Rolle in der Anrede.

    Du hast Dich hier registriert, um mir zu sagen, daß Dir mein Gedicht sehr gut gefallen hat. Damit haben wir neben der Liebe zu Jim Morrison noch etwas gemeinsam. Im Jahre 2008 registrierte ich mich hier in gedichte.com, weil ich von einem Gedicht so ergriffen war, daß ich es der Autorin unbedingt sagen wollte. Es handelte sich - wie sich später herausstellte - um eine gehörlose junge Frau, die ihr Kind verloren hatte, und dieses tote Kind in ihrem Gedicht ansprach. Seitdem bin ich gedichte.com treu geblieben und habe es nie bereut.

    Du schreibst, Du interpretierst The End anders als ich. Für mich wäre es interessant zu wissen wie? Der Abschied von dem "beautiful friend" ist ja ziemlich eindeutig, ebenso sein Grund. Anders verhält es sich mit Wendungen wie "Lost in a Roman wilderness of pain" oder "weird scenes inside the gold-mines". Bei mir handelt es sich dabei um persönliche Assoziationen, die nicht für jedermann gültig sein müssen.

    Im übrigen ist es schon eine eigenartige Erfahrung mit diesem Song. Auf dem Weg zum Abschied von seinem "beautiful friend" geht dem Dichter der Song nicht aus dem Kopf. Der Song besingt sozusagen die Lebenssituation, spiegelt sie wider und gibt ihr ihre Sprache. Darüber hinaus gibt er Anregungen, sich mit dem persönlichen Leben und der Zeitgeschichte auseinanderzusetzen. Der Song mutiert so selbst zu einem neuen Gedicht.

    Jim Morrison zeigt, daß man mit Rockmusik auch Gedichte auf die Bühne bringen kann, und das sehr eindrucksvoll, ja unvergeßlich. Man vergleiche das bloß mit den heute üblichen Songs, in denen eine geistlose Zeile bis zum Erbrechen wiederholt wird. "Don'worry, be happy!"

    Schön, Dich kennenzulernen, liebe Karoline!

    Lieben Gruß

    Friedrich

  7. #7
    Registriert seit
    Feb 2019
    Beiträge
    5
    Awake. AWAKE!

    Okay das was nun auf Nachfrage folgt gibt MEINE Sicht der Dinge wieder. Ich bin nun frei dass zu schreiben was ich denke. Ich kenne die Gepflogenheiten dieses sehr schönen poetischen Forums nicht, sollte es also irgendwie hier so gar nicht hergehören, weil die folgende Interpretation fern des Gedichtes des Autors ist, bitte ich es zu löschen... Was ich allerdings sehr sehr schade finden würde. Der Themen-Ersteller hat mich gefragt. Wofür ich ihm sehr danke. Auch nochmals für sein herrliches Gedicht. Es freut mich dich kennenzulernen lieber Friedrich, auch dass wir die Verbindung haben dass auch du deinen ersten Beitrag erstellt hast um einer Autorin deinen großen Dank und Respekt auszusprechen.

    Lieber Friedrich!

    Beim mehrmaligem - als auch beim nach etwas längerer Zeit wieder erstmaligem - Anhören des Super Bowl-Konzertes sprach und spricht Jim auch heute noch Menschen persönlich an, auf einer wohl weiteren Ebene als nur die des reinen Textes. Also ich meine dass so, man kann sich mit einer Seele verbinden, diese befindet sich dann gefühlt mit im selben Raum und gibt einem Interpretationshinweise, GAR HINWEISE das eigene Leben betreffend.... Ich weiß nicht ob sie es nachvollziehen können, auch möchte ich nicht verstörend wirken. Aber es gibt gewisse Dinge die der Autor, Jim Morrison, zwischen den Zeilen aussagt ... Gedanken sind ewiglich gespeichert, auch zwischen den Zeilen verlassen sie diese nie mehr. Ich bezog mich also nicht unbedingt immer nur 1:1 auf den englischen Text (... Ich kann auch nicht allzu gut englisch muss ich ehrlich gestehen...) sondern sehe und nehme es eher und überwiegend gefühlstechnisch auf. Ich fühle eine extrem starke Verbindung zu diesem Sänger. Ich teile mit Dir diese Liebe zu ihm. Er ist einfach mehr.

    Beim Super Bowl '68, auch bei anderen Konzerten singt er und spielen sie The End gern direkt "nach" Unknown Solider, diese Texte gehören also unmittelbar 'zusammen'. Der unbekannte Soldat wird im Vietnamkrieg erschossen ... Jim performt es mit Robby Krieger eindrucksvoll auf der Bühne. Dann ERWACHT - awake - ... Also dieses >>Erwacht<< ist meiner Meinung nach anders zu erfassen ... der Soldat. Und es ist mehr schon auf die heutige Zeit bezogen. Jim war seiner Zeit einfach voraus, er ging tiefer als manch andere... Das wird tatsächlich oft ausgedrückt in diversen Beiträgen über sein Leben. Und man merkt es auch ganz ganz stark ohne vorher Beiträge gelesen zu haben, wenn man einfach seine Lieder wirken lässt. Der unbekannte Soldat erwacht also nach seinem Tod (heutzutage gibt es auch ein Erwachen der Menschheit OHNE dabei körperlich >sterben< zu müssen), (ich weiß nicht ob darauf einige Gedichte aus diesem Forum aus dem transzendenten Bereich abzielen) in ein, in sein, "neues" (altes) Leben. Vielleicht war Jim in einem seiner anderen Leben sogar ein erschossener Soldat? Kriege gab es ja leider schon fast immer zu vielen Zeiten. Der Soldat wirkt wieder und ganz plötzlich sehr fröhlich, the war is over. Ja der Krieg ist vorüber. Man kann es in doppelter Hinsicht also sehen, physisch als auch überirdisch, auf dass was ich eingehen möchte. DER SOLDAT ÜBERLEBT SO ODER SO. Der Soldat freut sich dass es "danach" noch weiter geht. The End bezieht sich für mich auf das Leben nach dem sogenannten "Tod" jenseits aller unserer Sinne, im Jenseits was dann das Diesseits für uns ist. Oder auf das irdische. Für beides spricht seine längere "Tanz"-Performance ... Er tanzt sonst nicht sehr viel so ausdrücklich bei seinen Auftritten wie in diesem Lied ... Als die des HEILENDEN Schamanen für SEIN VOLK. Wir brauchen keine Sicherheiten oder Überraschungen wenn wir unserer eigenen Lebensspur folgen ... Wenn wir DAS leben und ausdrücken was der Herr mit uns vorhat sind wir aus uns selbst heraus erfüllt.

    Die oftmals psychedelische Musik der doors imitiert in gewisser Weise und versetzt den Zuhörer in einen Rauschzustand - ja auch sowas haben die Künstler der Doors zur damaligen Zeit schon gewusst - intuitiv GEAHNT. Der Zuhörer wird mit bestimmten Tönen und Klängen (brainwaves) stimuliert und in einem bestimmten Zustand versetzt. Wenn man sich denn darauf einlassen möchte. Dies geht auch ohne Drogeneinnahme. Untermalt mit dem Wohlfühl-Schlagzeug-Sound von Densmoore und der einmaligen außergewöhnlichen Begleitung der beiden anderen Mitglieder.

    Ich bewundere seinen Mut und die Zusammenhänge seines Lebens, wenn man bedenkt dass nichts zufällig im Leben geschieht und Morrison ausgerechnet in die Familie mit einem Vater inkarnierte, der eine größere Rolle in einem Krieg führte gegen den sich ausgerechnet die damalige Hippie-Bewegung einsetzte, als die doors sich durch ihre vermeintlich "düstere" Musik ausdrücken. Düster finde ich sie im übrigen nicht, für mich unterstreicht sie einfach nur den absoluten TIEFGANG der Inhalte und mit dem was sie sich befassen. Niemand der damals (auch wohl leider kaum jemand heute) auf der Bühne stand, schaute wohl tiefer auf das Leben und erkannte die Zusammenhänge in Verbindung mit einer höheren Quelle, als Jim Morisson und auch (zumindest in Teilen) seine Bandkollegen, sie schrieben ja auch einige Songs.

    "You never follow me" ... singt er zu seiner (Freundin?) ... Er könnte auch einfach einen Freund meinen. Es war ja auch bekannt dass seine Band-Kollegen nicht immer seine Ansicht vertraten. Wohlmöglich meint er sie. "Auf die andere Seite"/Break on through to the other side. Auch diesen Text übersetze ich GANZ anders als wie es offizielle Seiten tun. Aber das ist ein anderes Thema. Und unterstreicht nur dass Jim von "einer anderen Seite" redet und inspiriert ist. Gern möchte er und das tut er äußert gut und sehr sehr bedacht, ganz selbstverständlich und sehr sehr natürlich den Menschen berichten. Er schreibt so oft vom Licht. Und kommt alle mit Höher "much higher". Damit meint er nicht (nur) Drogen, gewiss nicht.

    Weder verherrliche ich hier etwas, noch verteufliche ich etwas, sondern ich sehe einfach WAS IST:

    Jim Morisson sieht auf seinen letzten Fotos mit seiner Frau Pamela in Paris nicht sonderlich drogensüchtig aus. Sondern er wirkt sehr sehr aufs innigste mit ihr verbunden, sehr liebend. Tiefer liebend, und anders liebend als man es vielleicht für gewöhnlich bei Paaren sieht. Glaubt nicht alles was in den Medien steht. Ich glaube er besang nicht das Ende mit seiner Frau.
    Was da aus Jim mit nur zwanzig Jahren kam ist phänomenal! Er ist ein wahrer Meister vorm Herrn. Er hat eine sehr reife Seele, und den unabdingbaren Glauben an eine höhere Macht. In dieses Wissen gelang er womöglich, genau wie einstmals ich auch, über das Werkzeug der Bewusstseinserweiterung durch Substanzen und dem Austausch mit (einem) geliebten Menschen - und es geht nun mittlerweile genauso gut OHNE. Jim, ich würde so gern sehen was du siehst wenn du deine Augen beim Singen geschlossen hast.

    When the music is over.

    Der Herr wird uns erscheinen, die dunkle Nacht kann nicht ewig sein.

    Der Poet lebt.
    Und der Sohn Gottes.

    Morisson sagte einstmals, er lebt das Unbewusste.

    Quelle des Bildes: Karoline




  8. #8
    Registriert seit
    Sep 2008
    Beiträge
    460
    Liebe Karoline,

    Vielen Dank für Deinen interessanten Beitrag. Dabei geht es Dir viel mehr darum darzustellen, was Jim Morrison Dir bedeutet, als um eine alternative Interpretation von "The End". Es finden sich bei Dir keine Zitate aus dem Song, denen Du eine andere Bedeutung gibst, als ich das getan habe.
    man kann sich mit einer Seele verbinden, diese befindet sich dann gefühlt mit im selben Raum und gibt einem Interpretationshinweise, GAR HINWEISE das eigene Leben betreffend
    Das geschieht in meinem Gedicht. Der junge Dichter fühlt die Nähe von Jim Morrison und spricht mit ihm, indem er auf die Zitate aus seinem Song und andere Äußerungen eingeht.

    Du gibst in Deinem Beitrag Dein Verhältnis zu Jim Morrison ganz allgemein wieder, unabhängig von einem speziellen Song. Es ist immer interessant zu erfahren, wie außergewöhnliche Menschen so ein spezielles Verhältnis zu ihren Bewunderern schaffen, und das weit über ihre Lebzeiten hinaus.

    Du erwähnst den Song "The Unknown Soldier", der in dem von Dir erwähnten Konzert "The End" vorausgeht. In meiner Interpretation hat dieser mit dem Vietnamkrieg zu tun und ist ein Protest gegen diesen. Ich habe mich immer gefragt, wer dieser Soldat ist, der auf so beeindruckende Weise exekutiert wird? Ist es ein Amerikaner? Warum dann? Wegen "Feigheit vor dem Feind"? Ist es ein Vietcong? Dann wäre es eigentlich ein Kriegsverbrechen. Für die amerikanischesn GIs von damals mag es nicht sonderlich motivierend gewesen sein, damit zu rechnen, daß sie nicht nur im Kampf getötet werden könnten, sondern auch noch - von den eigenen Leuten? - erschossen. Und die Amerikaner zu Hause lassen sich vom Frühstücksfernsehen von der Kriegsberichterstattung unterhalten. Infotainment. Wake up!

    Dichtung und Drogen - letzteres weiß ich nicht, ich habe nie welche genommen - mögen einen eine höhere Bewußtseinsstufe, einen metaphysischen Erfahrungsbereich eröffnen. Das macht Dichtung faszinierend. Der Dichter ist ein Stück weit vorausgegangen, hat den Weg für seine Nachfolger gebahnt.

    Es war interessant, Deine Meinung zu dem Thema zu hören.

    Lieben Gruß

    Friedrich

    P.S. Im übrigen habe ich mich noch mit einem anderen Song von Morrison auseinandergesetzt: When the music is over. Du findest ihn unter dem Gedicht unter "Ähnliche Themen".

  9. #9
    Registriert seit
    Jun 2009
    Beiträge
    2.288
    Hallo Friedrich

    mir gehen zu deinem Text ganz unterschiedliche Gedanken durch den Kopf. Ich versuche sie mal zu ordnen.


    Mir gefällt wie Du Textpassagen aufgreifst und diese mit eigenen Gedanken verknüpfst...oder auch ergänzt. Dass das lesenswerte, berührende und "tiefe" Gedanken sind...macht es umso angenehmer - zumal auch handwerklich gut umgesetzt.

    J.M. kenne ich...auch viele seiner Songs....aber es verbindet mich nichts mit ihm. Das ist sicherlich auch eine Frage des Alters.
    Und da bin ich schon beim nächsten Gedanken: es ist vieleicht gar nicht J.M., den das Ly-I verehrt...dem es nachtrauert. Womöglich ist er "nur" eine Projektionsfläche für eine prägende Epoche im Leben des LY-I. Das LY-I war jung, frei, wild, verliebt...das Leben lag vor ihm und die Welt stand offen. Wäre das LY-I dem J.M. im Alter von 60 Jahren das erste Mal begegnet...wer weiß ob dann auch eine solche Verbindung hätte wachsen können. Wir alle nehmen die Musiker mit ins Grab...die unsere Jugend begleiteten. Sie sind Synonym für all unsere einstigen Wünsche und Hoffnungen...aber vor allem für ein Lebensgefühl.

    Gruß, A.D.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  10. #10
    Registriert seit
    Sep 2008
    Beiträge
    460
    Hallo AndereDimension

    vielen Dank für Deinen interessanten Kommentar.
    J.M. kenne ich...auch viele seiner Songs....aber es verbindet mich nichts mit ihm. Das ist sicherlich auch eine Frage des Alters.
    Möglich, aber nicht unbedingt.

    In meiner Antwort auf klaatu schrieb ich, daß Morrisons Grab das meistbesuchteste auf dem Friedhof Père Lachaise ist; 2001 fanden sich 1.5 Millionen Besucher dort ein. Es ist anzunehmen, daß jährlich noch immer Hunderttausende zu Jims Grab pilgern. Mit Sicherheit sind viele darunter, die nach 1971 geboren wurden, Jim also lebend nie gekannt haben. Auch heute noch, das zeigt der Beitrag von Karoline K., fasziniert er teilweise die Generation der heute Dreißigjährigen. Warum?
    es ist vieleicht gar nicht J.M., den das Ly-I verehrt...dem es nachtrauert. Womöglich ist er "nur" eine Projektionsfläche für eine prägende Epoche im Leben des LY-I.
    Wer außer ihm sollte es denn sonst sein?

    Man sollte wissen, wir finden uns nicht in uns selbst, sondern vielmehr "draußen". Unseren Vorlieben begegnen wir in der Welt. Nur so wissen wir, was uns gefällt, was zu uns gehört, was letztlich uns selbst ausmacht. Und so ist es doch möglich, daß man sich selbst in Jim Morrison begegnet, weil er uns etwas bietet, das uns gefällt und damit zu uns gehört.

    Bis in die sechziger Jahre war das Leben für mich recht langweilig. Mit den Beatles und den Rolling Stones kam plötzlich eine neue Dimension in mein Leben. Eine höchst lebendige Musik. Jim Morrison verband die Musik noch mit Dichtung und Schauspiel. Ich fand dies alles faszinierend.

    Was mich besonders beeindruckt hat, war seine Leidenschaft für das Leben. Das Dionysische. Come on baby light my fire! In The End beendet er seine Beziehung mit einem beautiful friend, weil das Mädchen nicht bereit ist, konsequent danach zu leben. Dasselbe ist der Fall mit dem LI in meinem Gedicht. Die Thematik ist doch eigentlich überzeitlich, oder?

    Was sich seit Jims Tod geändert hat, ist das Verhältnis zur Musik. War sie in den sechziger und siebziger Jahren noch etwas Hochgeschätztes, - man sparte für eine neue LP - ist sie heute nur noch billige Massenware, die man den ganzen Tag hört, aber keinen Cent mehr dafür ausgibt.
    Wäre das LY-I dem J.M. im Alter von 60 Jahren das erste Mal begegnet...wer weiß ob dann auch eine solche Verbindung hätte wachsen können.
    Diese Überlegung ist müßig, denn mit sechzig Jahren ist ein LI im allgemeinen nicht mehr auf der Suche nach einem dionysischen Pendant wie in The End.

    Mit liebem Gruß

    Friedrich

  11. #11
    Registriert seit
    Feb 2019
    Beiträge
    5
    Dank deiner Ergänzungen sehe ich dein Gedicht jetzt klarer, lieber Friedrich, aber auch anders (...) fern meiner anfänglichen über-Euphorie (ich fand so toll das Jemand über ihn ein Gedicht geschrieben hat), wobei du mich ja selbst erwischt hast. Ich danke dir für deine Erörterungen. Ich finde schön, dass dein Protagonist im Gespräch mit ihm ist. Wie bereits erwähnt habe ich mich zuvor niemals mit Gedichten befasst, bitte diese Unerfahrenheit auf diesem Gebiet zu verzeihen. Der Austausch mit dir ist wirklich interessant, du gehst auch sehr liebevoll auf Kommentare ein, das gefällt mir sehr. Du hast mich sehr zum nachdenken bewegt. Danke. Du hast mir durch deine Kommentare mehr über die INNEREN Zusammenhänge des Lebens ansich und der Kommunikation (auch von uns beiden) durch unseren Austausch vermittelt, und mein Spektrum dahingehend erweitert. Ich habe darüber meditiert.


    Ich lese mir dein Gedicht unter den neu gewonnenen Gesichtspunkten nun nochmals AUSFÜHRLICH durch. Und übersetze mir deine für mich unverständlichen englischen Textzeilen 1:1 mit einem Übersetzer.

    Manche Schwenke von dir kann ich nicht nachvollziehen, wie du von dem einen aufs andere kommst. Ich kann den Übergang nicht nachempfinden, wie du da beispielsweise plötzlich auf den Schwenk zum Abschied mit der Freundin kommst. ... Das gefällt mir ehrlich gesagt nicht ganz so gut. Vorher:
    à la bonne heure


    Ich sehe gerade dass du auch über Wahrnehmungen aus der Traumebene berichtest. Ja die Traumwelt die ist schon sehr vielseitig, nächtliche w i r k l i c h e Abenteuer mit beispielsweise dem Hohen Selbst. Leider werden Erwartungen, wie es der Protagonist im Traum erlebt, oftmals im Leben enttäuscht werden müssen. Hab keine Erwartungen und dein Leben wird freier und freier von Enttäuschungen. Auch das wurde mir hiermit nochmals verdeutlicht.


    "Doch kehrten bisweilen die Käufer nicht wieder
    vom Trip ins Bewußtsein,
    und manche verloren ihr blühendes Leben
    lang vor seiner Zeit."
    Das sehe ich persönlich ganz anders.


    Sehr gut gefällt mir deine Einbeziehung des appollischen, dionysoischen. Das macht dein Gedicht tiefgründiger.

    Ich glaube manche Texte der Doors sind schon von der klassischen Übersetzung her einfach falsch übersetzt - oder gar falsch zitiert von den Medien. Ich kann meine "anders-Deutungen" von The End nicht mit Textzeilen belegen, sondern es nur gefühlstechnisch ausdrücken wie ich es in meinem Beitrag hier vor versuchte.

    Meine allerherzlichsten Grüße,
    Karoline

    Welches Gedicht von deinen beiden gefällt dir denn am meisten, lieber Friedrich? Ich werd mir das andere beizeiten anlesen.

    DANKE.

  12. #12
    Registriert seit
    Sep 2008
    Beiträge
    460
    Liebe Karoline,

    vieln Dank für Deinen neuen Komentar. Ich habe jede Woche bis zu tausend Zugriffe auf meine hier eingestellten Werke, doch sagt mir kaum einmal jemand, wie er sie versteht. Was der Autor beabsichtigt und was der Leser herausliest, müssen nicht unbedingt dasselbe sein. Wenn der Autor sein Werk veröffentlicht hat, besitzt er keinen Einfluß mehr darauf, wie es verstanden wird. Er kann sich sagen: es ist ja schon gut, wenn es anderen überhaupt etwas "sagt", besser als "nichtssagend"; doch wenn man sich mit einem interessierten Leser darüber unterhalten kann, ist das doch etwas Schönes.

    Ich gebe Dir jetzt einmal in Kürze meine Fassung von The End wieder und Du liest das Ganze nochmal mit dieser Anleitung. Wenn Dir dann Dein voriges Verständnis immer noch besser gefallen sollte, dann ist das für mich auch in Ordnung.

    Ein junger Mann Anfang der zwanzig ist unterwegs zu einer U-Bahnstation in Frankfurt, um mit seiner schönen Freundin Schluß zu machen. (This is the end) Auf dem Weg dorthin geht ihm ein Song von Jim Morrison durch den Kopf, den er auswendig kennt. Der Song spiegelt seine Situation wider: Jim macht Schluß mit einem "beautiful friend", weil das Mädchen nicht mit ihm an die Pazifikküste fahren will. Der junge Mann hat mit Jim das dionysische Lebensgefühl gemein und möchte mit seiner Schönen an die französische Atlantikküste fahren, um dort mit ihr zu zelten und die urwüchsige Natur zu erleben. Das wohlbehütete Mädchen bleibt jedoch bei seiner langweiligen Mutter zuhause.

    Der junge Mann fühlt sich Jim Morrison aufgrund von Gemeinsamkeiten so verbunden wie mit einem Bruder. So spricht er zu ihm, indem er auf die Zeilen seines Songs antwortet. Neben der Story mit dem Abbruch der Beziehung tauchen andere Bilder auf. Roman wilderness of pain / weird scenes inside the goldmines / sowie die Szene mit dem Vatermord (I want to kill you). Nun kann man diese Bilder als Traumbilder von Jim deuten, der junge Mann sucht jedoch eine Entsprechung in der Realität. Das erste Bild bedeutet Krieg - die Römer waren relativ grausame Eroberer - die "goldmines" das viele Geld, das Jugendliche in den siebziger Jahren mit dem illegalen Verkauf von Drogen verdienen konnten. Diese Deutung ist aber nicht zwingend.
    Doch kehrten bisweilen die Käufer nicht wieder
    vom Trip ins Bewußtsein,
    und manche verloren ihr blühendes Leben
    lang vor seiner Zeit.
    Die Einnahme von LSD kann gefährlich sein, wenn man eine Überdosis erwischt. Es hat Fälle gegeben, da trugen Jugendliche bleibende Schäden davon bis hin zum Selbstmord.

    Ein anderer berühmter Song von Jim Morrison ist When the Music is over. Darin ist Jim der Schamane, jedmand also, der zwischen der Natur und den Menschen vermittelt. What have they done to the earth? Das ist doch noch immer aktuell, oder? Eine für mich ganz besondere Stelle ist, wenn er singt: I want to hear the scream of the butterfly. Einfach genial, nicht?

    Ich hoffe, liebe Karoline, Dir mit meinen Ausführungen geholfen zu haben.

    Liebe Grüße

    Friedrich

    When the Music's over

  13. #13
    Registriert seit
    Feb 2019
    Beiträge
    5
    Lieber Friedrich, danke für deine nochmaligen Erörterungen. Ich habe deine Interpretation schon so ungefähr heraus gelesen (hatte es ja nochmals gelesen). Also dein Stil zu schreiben ist für mich wunderschön, und halt dass du nicht reimst, sondern dichtest, so eine Ausdrucksweise kannte ich so in der Form in der Moderne nicht. Ich bitte meine Unwissenheit dahingehend einfach zu respektieren. Ich habe auf jeden Fall viel dazu gelernt während unserem bisherigem Gedankenaustausches, danke für deine Zeit. Ich finde es auf jeden Fall toll, dass du es in deinem Gedicht verpackst, dass deine Leitfigur in den Dialog mit Jim geht. Sie wollen ja Türen öffnen. Wie und inwieweit dass jemand in Anspruch nimmt, ob er überhaupt auf einer Wellenlänge mit den Künstlern schwingt, bleibt ja jedem selbst überlassen. Ich freue mich dass derartige Diskussionen hier überhaupt erlaubt und sogar - von dir aus - erwünscht sind. Danke dir lieber Friedrich. Mit dir in einer Ausstellung zu sein, und sich gegenseitig auszudrücken über das was man sieht, muss wahrlich interessant sein.

    Eins finde ich peinlich, ich habe seinen Namen immer falsch geschrieben.

    Mich interessiert total, was die hinübergegangen Persönlichkeiten mit ihren Texten TATSÄCHLICH im Ursprung aussagen wollen. Und ob Sie sich unsere Einschätzungen der Texte ansehen, also ich meine was wir in unserem Herzen tatsächlich damit verbinden, im meinetwegen unterbewussten. Ja das tun sie. Ich versuche mir das Unterbewusste bewusst zu machen, und den Verstand einmal außen vor zu lassen, also quasi zwischen den Zeilen des Sängers zu lesen, wenn du es so nehmen möchtest. Und da ist für mich die Message irgendwie eine ganz andere, halt gefühlsmäßig, worauf es ja ankommt.

    Ich meine es sind oft Übersetzungsfehler in den Textzeilen drin ... oder Morrison besingt ganz andere Wörter/Wortzeilen, und herausgefiltert/herausgehört wird etwas anderes.


    Oh ja, When The Music's Over is ein großartiges Lied. Ich würde sogar noch ein Stückchen weiter gehen mit den Zeilen

    Before I sink
    Into the big sleep
    I want to hear
    I want to hear
    The scream of the butterfly

    Die Menschheit ist in einen tiefen Schlaf versunken, ich weiß nicht ob du das nachvollziehen kannst wie ich es meine. Sie werden nun nach und nach ERWACHT. Verwandlung von der Raupe zum Schmetterling, die Entpuppung gewissermaßen, als dass was man tatsächlich ist. Jim will auch - in einer Form, auf seine Art - die Menschheit erwecken und bringt dies ebenso vehement zum Ausdruck wie es der Schmetterling tut. Du schreibst es ja selbst, er "versucht" zwischen dem Tierreich und den Menschen zu vermitteln. Tiere waren uns in vielerlei Hinsicht lange weit voraus.

    Schau ganz tief in die Natur und dann verstehst du alles besser. Albert Einstein

    Tiere sind teils schon bewusst dort, wo wir nun als Kollektiv sowie auch als einzelne Individuen hinkommen wollen. Jedenfalls sollte dass das erklärte Ziel jeder Inkarnation sein. Im Kleinen wie im Großen.
    UND ES KAM DER TAG, DA DAS RISIKO IN DER KNOSPE ZU VERHARREN SCHMERZLICHER WURDE, ALS DAS RISIKO ZU ERBLÜHEN. Anais Nin

    Für mich ist dieser Auftritt sehr sehr ausdrucksstark, frei und ungehalten: The Doors - When The Music's Over (LIVE IN EUROPE 1968) Fremdverlinkung entfernt

    Ich lese mir dein weiteres Gedicht wirklich noch durch lieber Friedrich. Danke dir!
    Geändert von Claudi. (11.03.2019 um 20:17 Uhr) Grund: Fremdverlinkung entfernt

  14. #14
    Registriert seit
    Sep 2008
    Beiträge
    460
    Liebe Karoline,

    schön, daß Du noch einen Beitrag für mich geschrieben hast. Vielen Dank auch für den link zu you-tube mit Jim Morrisons genialen Song When the Music's over. Ich war wieder stark beeindruckt von seiner Stimme und seiner Art zu singen. Nichts Vergleichbares gab es vor ihm und auch nach seinem Tode nicht. Kennst Du eine Stimme, die so kraftvoll und volltönend ist wie die seine? Ich nicht.
    dass du nicht reimst, sondern dichtest
    Das Reimen ist im Grunde eine handwerkliche Fähigkeit, die das eigentliche Gedicht verändert und damit in gewisser Weise verfälscht. Das Dichten ist ein Hören auf die Sprache. Der Dichter "macht" nicht das Gedicht, sondern er empfängt es. Wenn er es nun aufgeschrieben hat, soll er dann immer zwei Wortpaare für die Zeilenenden finden, deren Silben gleich klingen. Den Endreim also. Oft klingt das sehr gewollt und trübt so den ursprünglichen Eindruck. Lächerlich wirkt es, wenn man schon in der einen Zeile den Endreim der folgenden erraten kann. Herz reimt sich auf Schmerz.
    Mich interessiert total, was die hinübergegangen Persönlichkeiten mit ihren Texten TATSÄCHLICH im Ursprung aussagen wollen.
    Was die Dichter betrifft, so hilft eine "Interpretation". Das heißt, wir übersetzen Dichtung in Prosa, weil wir gewöhnt sind, prosaisch zu denken und andere Leute in ihrer Prosa zu verstehen. Dabei ist es wichtig, nahe am Text zu bleiben und unserer Phantasie nicht zu viel Raum zu geben. Oft ist so, daß Aussagen doppeldeutig sind, sie haben sowohl einen wörtlichen als auch einen übertragenen Sinn. Bei Jims Song heißt es: When the music's over, turn out the light. Das kann heißen, wenn die Show zuende ist, dreht das Licht aus und geht nach Hause. Es kann aber auch heißen: Wenn dich die Kreativität verläßt, sei es musikalisch oder poetisch, dann hat das Leben keinen Sinn mehr. Ich denke, Jim hat letzteres gemeint, ersteres wäre einfach zu banal, um ein Lied daraus zu machen und es zu inszenieren. Darüber hinaus singt er ja auch: Music is your only friend ... until the end.

    Des weiteren gibt es so rätselhafte Zeilen wie:
    The face in the mirror won't stop
    The girl in the window won't drop
    Hier kann man nur spekulieren. Irgendwie sollte es aber zu dem Gesamtthema passen.

    The scream of the butterfly:
    Die Menschheit ist in einen tiefen Schlaf versunken, (..) Sie werden nun nach und nach ERWACHT. Verwandlung von der Raupe zum Schmetterling, die Entpuppung gewissermaßen,
    Hier hast Du Dich von Jim Morrison entfernt. Jim liebt unsere Erde wie eine Schwester (our fair sister). Die Menschen jedoch vergewaltigen sie brutal:
    Ravaged and plundered and ripped her and bit her
    Die Menschen sollen aufhören damit und bei den Indianern lernen, mit ihr respektvoll umzugehen. Der Schmetterling ist nicht die Menschheit, die erwacht ist, sondern die zarte hilflose Kreatur, die unter der Gewalt des Menschen zu leiden hat.
    Tiere waren uns in vielerlei Hinsicht lange weit voraus.
    Der Mensch ist das mit Sprache begabte Tier. Das hat er den Tieren voraus und das macht es auch, daß er die Schöpfung vergewaltigen kann, etwas was den Tieren nie "einfallen" würde oder besser: kann. Mit der Sprache und dem Verstehen ist aber auch eine Umkehr zum Besseren möglich, etwas wofür Jim Morrison sich einsetzt.
    Ich lese mir dein weiteres Gedicht wirklich noch durch lieber Friedrich.
    Wenn Du When the Music's over meinst, so ist das kein Gedicht von mir, sondern eine Interpretation des Songs. Eine von einer ganzen Reihe, die ich bisher hier ins Forum gestellt habe.

    Liebe Grüße

    Friedrich

  15. #15
    Registriert seit
    Feb 2019
    Beiträge
    5
    Lieber Friedrich.

    Ich höre und sehe mir gerade den wohl bekanntesten auftritt der Doors nochmals an, super bowl '68 ... Es kann kein Zufall sein dass dieses Konzert genau in der Stadt, New York, stattfindet, wovon eine enorme menge negativer Energie für die Welt ausgeht. Ich meine auch zu verstehen, durch diesen Auftritt, warum Jim in seinem Lied the end seinen Vater erschießt und seine Mutter f***en will ... Er besingt es aus einer bestimmten Sichtweise, eine die in dieser Inkarnation nicht seine eigene ist. Ich bin mir sicher, es schwappte eben ein enormes Gefühl zu mir rüber, währenddessen ich nebenbei den Kühlschrank gründlich säubere.

    Erst gestern las ich zu-fällig, das er und die Mitglieder der Doors, als auch ihre Fans überhaupt nicht wussten, was für "Stars" sie tatsächlich sind und vor sich haben. Ich bin überzeugt davon, daß Jim seine Texte auf unsere aktuelle jetzt-Zeit bezieht, soll heißen dass er schon damals nicht immer genau wusste wie und warum er was besingt. Du schreibst es ja selbst, ein Dichter wie du und er, schreiben keine Texte, sondern ihr EMPFANGT sie. Ja aber, was meinst du? WO HER empfangt ihr? Das ist ein wirklich himmelweiter Unterschied, und zeugt davon dass mehr in den Texten steckt als gemeinhin irdisch angenommen. Sie sind eher überirdischer Natur, sie kommen direkt aus anderen Dimensionen einer übergeordneten höheren umfassenderen Sichtweise.

    Er meint mit Mutter unsere Erde, und mit Vater einfach denjenigen, wovon wir alle (negative - als auch die unzähligen positiven Wesenheiten wie ich und du) abstammen, aus der EINEN Quelle, nenne es wie du willst, Gott/höhere Intelligenz.
    Meiner Überzeugung nach besingt er ganz sicher keine irdisch-menschliche Liebesgeschichte in und mit the end, das wäre viel zu flach und passt überhaupt nicht zu ihm. Man sollte es in einem größeren, viel viel größerem Kontext interpretieren.

    Ich möchte aber dir bei deiner Interpretation nicht reinreden, natürlich kann ich das auch nicht, du hast es ja auch damals gewissermaßen miterlebt in deiner Jugendzeit. Nur hat sich mir ein gänzlich neuer Blick auf diese Musik eröffnet, sie passt so wunderbar in diese meine Zeit. Und deckt sich absolut mit dem was ich über die doors fühle. Mich lässt dieser Mensch einfach nicht in Ruhe.

    Und diese letzten drei Lieder hintereinander... Nein das ist KEIN Zufall.

    Schade dass ich es dir nicht begreiflicher machen kann was ich meine, aber es ist in Ordnung und gut und wohl auch richtig so. Ich mag dich, du bist bestimmt ein ganz toller Mensch, auch wenn ich dich nicht kenne, aber das Gefühl schwingt so mit. Karoline

Seite 1 von 2 12 Letzte

Was dich vielleicht auch interessieren könnte:

  1. Jim Morrison - When the Music's Over
    Von Friedrich im Forum Bibliothek - Interpretationen und Gespräche
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 22.12.2013, 12:06
  2. Im Irish Pub Morrison's
    Von H-G Kaiser im Forum Nachdenkliches und Philosophisches
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 15.11.2007, 02:42

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  

Anmelden

Anmelden