1. #1
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    Gefangen im Körper

    "Hey, ich habs gesehen. Was ist das und vor allem was soll das?" schrie ihre Freundin sichtlich sauer.
    "Mach keinen Stress, das isn kleiner Muntermachen. Willst du auch einen? Bringt mehr fun und du kannst abtanzen bis zum Abwinken. Ist doch nichts dabei, mach keinen Stress ok!"
    entgegnete sie sehr ruhig.
    "Seit wann nimmst du sowas? Spinnst du, spuck die Pille aus. Ich habe keine Lust aufn Junkie als Freundin."
    "Hey bleib mal locker. Ist doch nichts dabei. Ich brauch das eben heute ist son geiler Abend."
    So hatte sie ihre Freundin noch nie erlebt. Und nun? Was sollte sie jetzt tun? Wie lange nahm sie dieses Zeug schon und vor allem warum!Sie konnten doch sonst über alles reden. Aber vielleicht braucht sie das wirklich nur heute einmal. Diese Gedanken schossen ihr durch den Kopf als beide die Toilette verließen.
    Sie ging zurück an die Bar der Disco. Ihre Freundin warf den Kopf auf die linke u. rechte seite und hüpfte als wär sie von einer Tarantel gestochen. Sie fühlte sich auf einmal so hilflos.

    Der triste Alltag trat wieder in das Leben, als sie in ihrer Heimatstadt eintrafen.
    Alles lief glatt bis an den Tag den sie wohl nie vergessen würde. Sie guckte sich im Zimmer ihrer Freundin um und entdeckte eine Tüte auf dem Schreibtisch. Der Inhalt der Tüte ließ sich nicht aus der Ferne ausmachen also trat sie näher uns lugte durch ein kleines Loch. Sie erschrak.
    Eine weitere kleine Tüte mit etwas bräunlichen, Zitrone und ein löffel. Da trat ihre Freundin ein. "Was soll das ich dachte du wärst meine freundin hör auf zu schnüffeln"
    schrie sie.
    "Was soll das, du machst dich kaputt damit? Ich dachte wir können über Probleme reden. so lassen sie sich nicht lösen"
    erwiderte sie den Tränen nahe.
    "Probleme! Was weißt du schon von Problemen. Du bist zufrieden. Du hast eine Familie, deine Freunde, deine Noten einfach alles ist perfekt an dir. Nein du hast keine Probleme"
    "Aber ich hätte dich immer verstanden. Du siehst aus wie ein Gespenst. Wie lange machst du das schon? Ich bitte dich hör auf damit. ich helfe dir. Ich bitte dich. Wenn dir unsere Freundschaft lieb ist. Bitte." kam mit einen Tränenfluß aus ihr heraus.
    "ich brauche sie. Sie machen mich stark. Sie lassen mich vergessen, was mich traurig macht, mcih belastet oder stört."
    "Nein sie machen dich schwach"
    verzweifelt rannte sie nach Hause.

    Sie schlief sehr unruhig diese Nacht. Ihre Freundin war nicht zu hause und am Telefon konnte Ihr Vater ihr auch keine Auskunft geben.
    Gemeinsam würden sie es schaffen. Sie waren Freundinnen. Beste Freundinnen.
    Ihre Freundin blieb zwei Tage verschollen bis das Telefon klingelte. Ihre Freundin wurde Tod aufgefunden. In einem Fluß ausserhalb des Dorfes in dem sie wohnten. Sie musste von der Brücke gesprungen sein, die 50 m. weiter von der Fundortstelle entfernt lag. Der Arzt bestätigte das sie sich den "Goldenen Schuß" gegeben hatte. Eine Überdosis Heroin. Zu diesem Zeitpunkt befand sie sich auf der Brücke und rutschte über die Brüstung.
    Sie machte sich lange Vorwürfe. Sie redete sich ein sie hätte bei ihr sein sollen dann wäre dies nicht geschehen.
    Hätten sie diesen dummen Streit nicht gehabt!
    Der schwerste Schritt spielte sich auf der Beerdigung ab.
    Sie stand vor ihrem Sarg und schrie um sich. Ihre Tränen konnte sie nicht mehr halten. "Bitte komm zurück, es tut mir so schrecklich Leid, ich war eine so schlechte Freundin ich hätte es merken müssen. Bitte holt sie da raus. Ich weiß sie ist nicht tot. Bitte Bitte was soll ich denn ohne dich tun." schrie sie bis sie schließlich vor dem Sarg zusammen brach.

    Es war verschneit als sie in ihrem Bett aufwachte. DAs konnte einfach nicht alles wahr sein.
    Ihr freund saß an ihrer Seite und drückte ihre Hand. Jetzt sollte sie wirklich durchdrehen. Vor zwei Monaten war diese Beziehung auseinander gegangen.
    "Es tut mir leid was da passiert ist. Ich werde jetzt zu dir stehen und immer für dich da sein." begrüßte er sie.
    "Oh gott es ist meine Schuld das sie jetzt tot ist. Ich hätte etwas merken müssen. Bitte. Hol sie mir zurück." Und wieder brach sie in Tränen aus.
    "ich habe meine beste Freundin auf dem Gewissen, ich hätte ihr helfen sollen ich habs geahnt" weinte sie weiter.
    "WEin dich ruhig aus. "

    Ein halbes Jahr war nun vergangen. Nun stand sie auf dem Friedhof.
    "Glaubst du sie wusste, dass sie meine beste Freundin war?"
    beide standen nun vor dem Grab.
    Sie flüsterte in sich hinein:
    "Ich habe es akzeptiert. Danke, dass du mir soviel gegeben hast. Die Zeit war wundervoll. Ich hätte nichts tun können. Du warst gefangen, gefangen in deinem Körper"
    und leise rollte eine Träne der Trauer und des Abschieds über ihr Gesicht.
    Manches können wir nicht verstehn. Lebt nur fort, es wird schon gehen.
    Goethe (Zahme Xenien II)

  2. #2
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    ähm... naja, würde jedenfalls gut als fotostory in die bravo passen. meiner meinung nach zu viel übertriebene theatralik, zu viel kitsch und schmalz- insgesamt etwas dick aufgetragen, klischees über klischees; keine wendung, die man nicht schon nach den ersten paar zeilen absehen könnte. gefällt mir nicht besonders, ehrlich gesagt.
    hoffe, du nimmst das nicht persönlich; aber ich dachte, dass ich dir mal was schreibe- negative kritik hilft meistens eher weiter als honig-ums-maul-geschmiert-bekommen, und ich hoffe, ich konnte dir ein paar denkanstöße geben, die dich weiterbringen.
    nicht aufhören zu wachsen.
    cheruba
    ~the killer in me is the killer in you~

  3. #3
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    Ich danke dir natürlich für die konstruktive kritik. Das war meine erste geschichte die habe ich mit 13 geschrieben das ist also schon fünf jahre her. aber danke ich werde demnächst mein bestes geben. wünsche dir noch alles liebe bye bye cathy

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