Thema: Schau,

  1. #1
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    Schau,

    *****

    Schau, die Knospe öffnet sich
    und der Wind trägt bis zu mir
    neues Gras in warmer Luft
    meine Füße tragen mich
    bis hierin und fort von hier
    wie der Wind den Frühlingsduft
    Sieh, ein Vogel schlägt die Flügel
    wie er nun da oben schwebt
    auf den Himmelswogen schwimmt
    hoch hinauf über den Hügel
    den nun auch mein Fuß erklimmt
    der sich mit dem Wind erhebt


    *

    ...
    Geändert von Farbkreis (08.04.2012 um 14:28 Uhr) Grund: size

  2. #2
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    Je te lis très volontiers
    und ich kann kein Französisch

    Liebe Grüße

  3. #3
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    Zitat Zitat von Joneda Beitrag anzeigen
    Je te lis très volontiers
    und ich kann kein Französisch

    Liebe Grüße
    Hallo Joneda

    Lang ist es her... entweder habe ich deinen Kommentar nicht gesehen und sage dir jetzt hier "Danke sehr", oder ich habe meine Antwort versehentlich gelöscht... ich weiß es nicht mehr, aber es ist nicht mit Absicht geschehen.

    Merci, moi aussi, je te lis avec plaisir
    LG Farbkreis

  4. #4
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    Hallo Farbkreis,

    ob gelöscht oder vergessen ist egal, so habe ich es wenigstens gesehen .
    Das Landschaftsbild gefällt mir sehr gut.
    Satzzeichen verteilst Du sehr geizig, um so mehr Gewicht erhalten die wenigen. Ich nehme an, mit den beiden Kommata möchtest Du dem Leser ein Innehalten (Pause) vermitteln. Das wäre m.E. dann auch an der folgenden Stelle angebracht:
    hoch hinauf, über den Hügel
    XxX,XxxXx
    Du hattest, so vermute ich den kleinen Daktyluseinwurf bewußt gewählt, um das Aufschwingen des Flattertieres zu vermitteln. Das würde durch eine Pause zwischen dem Hebungsprall bestimmt unterstützt. In der letzten Zeile erkenne ich nicht, wer sich mit dem Wind erhebt- der Hügel oder der Fuß, wahrscheinlich meintest Du aber den Vogel.

    LG
    Eremit
    Werkeverzeichnis: Die Gedichte eines Eremiten
    Neu: F..., Auf dem Olymp, ein bisschen völkisch, wellenlied

    -------------------------------------------
    Weh denen, die dem Ewigblinden
    Des Lichtes Himmelsfackel leih'n!
    Sie strahlt ihm nicht, sie kann nur zünden
    Und äschert Städt' und Länder ein. (F. Schiller)

  5. #5
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    Hallo Eremit,

    danke für deine Aufmerksamkeit

    Zitat Zitat von Eremit Beitrag anzeigen
    Ich nehme an, mit den beiden Kommata möchtest Du dem Leser ein Innehalten (Pause) vermitteln.
    Nein, (!) Wie auch hier, ersetzt das Komma das Ausrufezeichen, das doch leicht als Befehl oder Zwang empfunden werden kann. Schau, (!) : die Knospe öffnet sich... und nicht: Schau die Knospe, die etc.

    Zitat Zitat von Eremit Beitrag anzeigen
    Satzzeichen verteilst Du sehr geizig, um so mehr Gewicht erhalten die wenigen.
    Mich stören Satzzeichen im Gedicht, das doch schon durch Verse und Strophen seinen Rhythmus hat, und sowieso von jedem anders gelesen und verstanden wird.

    Zitat Zitat von Eremit Beitrag anzeigen
    Das wäre m.E. dann auch an der folgenden Stelle angebracht:
    „hoch hinauf über den Hügel“ darf nicht unterbrochen werden, damit man nicht fällt und schön, das dir das Landschaftsbild gefällt...

    Zitat Zitat von Eremit Beitrag anzeigen
    Das Landschaftsbild gefällt mir sehr gut.
    was hast du denn gesehen? Den Rest kannst du verstehen wie du es liest und wie du es siehst. Es ist ein Empfinden mit dem Ganzen, ein Erfassen der erwachenden Natur... die Seele springt und singt... hinauf ins Futur... und das eigene Wesen ist eben beim Flug dabei gewesen...

    Zitat Zitat von Eremit Beitrag anzeigen
    Du hattest, so vermute ich den kleinen Daktyluseinwurf bewußt gewählt, um das Aufschwingen des Flattertieres zu vermitteln. Das würde durch eine Pause zwischen dem Hebungsprall bestimmt unterstützt. In der letzten Zeile erkenne ich nicht, wer sich mit dem Wind erhebt- der Hügel oder der Fuß, wahrscheinlich meintest Du aber den Vogel.
    Man kann das auch im Zug erleben. Der eine hält, und wenn der daneben abfährt, hast du den Eindruck, du fährst mit, obwohl du noch an der gleichen Stelle bist.

    Zitat Zitat von Eremit Beitrag anzeigen
    ob gelöscht oder vergessen ist egal, so habe ich es wenigstens gesehen .
    ***
    Wir verwandeln uns jeder in den Augen des
    andern, dabei ist es nur die Entdeckung
    unserer selbst. Einsatz, Verlust und Gewinn,
    Spiel der Verwandlung und der andere ist uns
    egal.

    ***

    LG Farbkreis
    Geändert von Farbkreis (18.04.2011 um 16:07 Uhr) Grund: *** Farbe / Font

  6. #6
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    Hallo Farbkreis,

    spät kommt er, doch er kommt ...

    Nein, (!) Wie auch hier, ersetzt das Komma das Ausrufezeichen, das doch leicht als Befehl oder Zwang empfunden werden kann. Schau, (!) : die Knospe öffnet sich... und nicht: Schau die Knospe, die etc.
    Das meinte ich auch mit Innehalten

    Man kann das auch im Zug erleben. Der eine hält, und wenn der daneben abfährt, hast du den Eindruck, du fährst mit, obwohl du noch an der gleichen Stelle bist.
    Willst Du mir damit zum Ausdruck bringen, dass Du mich bewußt einer Ungewißheit in der letzten Zeile ausgesetzt hast. Nun bin ich ja fertig. Okay! Gute Idee, wenn mal ein Bezug nicht ganz klar ist, werde ich mich jetzt immer an Deine Relativitätstheorie erinnern .

    Wir verwandeln uns jeder in den Augen des
    andern, dabei ist es nur die Entdeckung
    unserer selbst. Einsatz, Verlust und Gewinn,
    Spiel der Verwandlung und der andere ist uns
    egal.
    Habe ich mich jetzt entdeckt? Vielleicht. Auf alle Fälle hat mir Dein Gedicht gefallen.

    Liebe Grüße dem nachtschwärmenden Farbklecks
    Eremit
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  7. #7
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    Zitat Zitat von Eremit Beitrag anzeigen
    Hallo Farbkreis,

    spät kommt er, doch er kommt ...


    Das meinte ich auch mit Innehalten


    Willst Du mir damit zum Ausdruck bringen, dass Du mich bewußt einer Ungewißheit in der letzten Zeile ausgesetzt hast. Nun bin ich ja fertig. Okay! Gute Idee, wenn mal ein Bezug nicht ganz klar ist, werde ich mich jetzt immer an Deine Relativitätstheorie erinnern .


    Habe ich mich jetzt entdeckt? Vielleicht. Auf alle Fälle hat mir Dein Gedicht gefallen.

    Liebe Grüße dem nachtschwärmenden Farbklecks
    Eremit

    Hallo Eremit

    Vielen Dank für deinen Kommentar. Theoretisch kann man beweisen, daß die Zeit
    unexistent ist. Der Zug existiert auch nicht in der Natur. Beides steht aber in Bezug,
    ohne Zeitplan funktioniert das alles nicht. Ich habe mal in einem der Züge gesessen,
    die ohne Grund nicht mehr fahren konnten, (so vor 4 – 5 Jahren?) war schon komisch.

    „Egal“ war ein bißchen zweideutig gemeint, ich glaube nicht, daß wir (uns) egal sind.

    Liebe Grüße
    Farbkreis

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