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Thema: Duo

  1. #1
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    Duo

    Send mir eine Blüte
    deines Winterstrauches
    dessen Duft mir eben
    Wüstenwinde schickten

    Am wurzellosen Strauch
    transparenter Zweige
    öffnen erste Blüten
    ihre gelben Blätter

    Die Sonne küßt sie
    zur reifen Frucht

    Ich nahm einen Samen
    von dir
    Es blüht ein Strauch
    in mir

    Betritt mich und nimm
    seine Früchte



    ***
    Send mir eine Blüte
    deines Winterstrauches
    dessen Duft mir eben
    Wüstenwinde schickten

    Ich nahm einen Samen von dir
    Es wächst ein Strauch in mir
    Betritt mich und nimm die Früchte
    Geändert von Farbkreis (23.12.2010 um 14:41 Uhr) Grund: die Mitte

  2. #2
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    Hallo Farbkreis,

    mir gefallen deine Zeilen.
    Allerdings hab ich ein paar Änderungsvorschläge.


    Du gabst mir eine Blüte Hier wäre "du gabst" schlüssiger, es hat also schon etwas stattgefunden, die Beziehung ist also schon vor dem "Duftsenden" da
    deines Winterstrauches
    (dessen) deren Duft mir eben hier ist für mich die Frage kann ein Winterstrauch Düfte senden? Wohl eher nein, dann "deren", dann schickt die Blüte, wäre logischer, oder?
    Wüstenwinde schickte

    Ich nahm einen Samen von dir Dies liest sich so abgehackt, eventuell würde ich hier noch an der Satzstellung arbeiten, umstellen und ausprobieren, z.B. "Einen Samen nahm ich von dir"...
    Es wächst ein Strauch in mir
    Betritt mich und nimm die Früchte


    Ich mag diese Verschachtelung der Ereignisse und Zeiten sehr, in die der Leser geraten kann. Allerdings denke ich, dass du hier noch ein klein wenig feilen könntest.
    Eventuell würde ich hier auch noch eine Zeichensetzung nachholen. Ich weiß, das ist manchmal nicht einfach, aber es gibt hier auch sehr Nette, die gerne helfen und die man fragen kann. Deine Zeilen würden sich so besser lesen lassen, denn du gibst durch Kommata und Punkt vor, wo eine Pause ist und was Bezug zueinander hat.
    Und ich würde es nicht als "Erotikgedicht" lesen, sondern eher als Liebesgedicht.


    Liebe Grüße, gern gelesen

    Meyla
    Geändert von Meyla (20.11.2010 um 10:09 Uhr)
    ...und dieses Glühen in den tiefsten Strömen,
    auch im Verlöschen wird es weiter noch
    zu deinem Herz hin münden.

  3. #3
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    Liebe Farbkreis,
    Duo

    Send mir eine Blüte
    deines Winterstrauches
    dessen Duft mir eben
    Wüstenwinde schickten

    Ich nahm einen Samen von dir
    Es wächst ein Strauch in mir
    Betritt mich und nimm die Früchte

    Es duftet zart, Dein Gedicht, und könnte noch üppiger duften. Hier ein paar Vorschläge:

    Bring mir eine Blüte (hier hättest Du eine einprägsame Alliteration)
    deines Winterstrauches, (der Winterstrauch hat es mir angetan, - sehr schön! Die Interpunktion wäre recht hilfreich)
    deren Duft mir
    Wüstenwinde schickten. (Winterstrauch - Wüstenwinde = zweite Alliteration; das "eben" halte ich für überflüssig)

    Dann - ein bisschen unvermittelt - nimmt das LI Samen vom/von (?) der Blüte oder dem LD? Du wechselst vom durchgängigen Trochäus der ersten Strophe zum Jambus in den letzten beiden Versen und beginnst den ersten Vers mit - ich fass es mal großzügig als Daktylus mit Auftakt - (xXxxXxxX).

    Samen nahm ich von ihr, (der Blüte)
    so wächst ein Winterstrauch in mir.
    Komm und pflück die Früchte. (da man pflück fast wie flück spricht, schließt Du mit einer weiteren Alliteration)

    XxXxXx
    XxXxXx
    XxXx
    XxXxXx

    XxXxxX
    xXxXxXxX
    XxXxXx

    Vielleicht kannst Du mit meinen Vorschlägen etwas anfangen.
    Liebe Grüße,
    Heinz

  4. #4
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    Hallo ihr beiden

    Herzlichen Dank, "endlich!" juchzte es in mir, vielen Dank für eure Kritik meiner "Erotik", ich liebe sie.

    Ich brauche allerdings etwas Zeit um zu antworten, und da ich ja schon "oben" bin, und nicht mehr höher rücken kann, möchte ich inzwischen hiermit meine Dankbarkeit ausdrücken.

    Bevor ich meine Schulzeit, ich bin geborene Berlinerin, beendete, ging ich ins Ausland und verliere meine Muttersprache, verdrehe Sätze, kann mich nicht mehr ausdrücken. Habt bitte Geduld, ich freue mich so, dass ihr mich ernst genommen habt.

    Liebe Grüsse

  5. #5
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    Zitat Zitat von Meyla Beitrag anzeigen
    Du gabst mir eine Blüte Hier wäre "du gabst" schlüssiger, es hat also schon etwas stattgefunden, die Beziehung ist also schon vor dem "Duftsenden" da
    deines Winterstrauches
    (dessen) deren Duft mir eben hier ist für mich die Frage kann ein Winterstrauch Düfte senden? Wohl eher nein, dann "deren", dann schickt die Blüte, wäre logischer, oder?
    Wüstenwinde schickte
    Hallo, Meyla 

    Du hast Recht, die Blüte ist hier die Erinnerung an die erwachende Liebe, oder der flüchtigen Begegnung, die der Liebhaber nicht benennen will, und deshalb duftet für ihn der Strauch (er sagt: dessen Duft mir eben) jenseits des Frühlings aus der ausgetrockneten Wüste...

    "eben" ist für mich ein sehr wichtiges Wort, "b" kann man drehen dpq, er hält das Lenkrad in der Hand... ich denke an Eden

    Er möchte es von ihr hören

    Zitat Zitat von Meyla Beitrag anzeigen
    Ich nahm einen Samen von dir Dies liest sich so abgehackt, eventuell würde ich hier noch an der Satzstellung arbeiten, umstellen und ausprobieren, z.B. "Einen Samen nahm ich von dir"...
    Es wächst ein Strauch in mir
    Betritt mich und nimm die Früchte
    Ja, vielen Dank, so ist es viel besser

    Die Liebe ist sehr erotisch

    Herzliche Grüsse

  6. #6
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    Zitat Zitat von Kulturheinzi Beitrag anzeigen
    Liebe Farbkreis,
    Duo

    Send mir eine Blüte
    deines Winterstrauches
    dessen Duft mir eben
    Wüstenwinde schickten

    Ich nahm einen Samen von dir
    Es wächst ein Strauch in mir
    Betritt mich und nimm die Früchte

    Es duftet zart, Dein Gedicht, und könnte noch üppiger duften. Hier ein paar Vorschläge:

    Bring mir eine Blüte (hier hättest Du eine einprägsame Alliteration)
    deines Winterstrauches, (der Winterstrauch hat es mir angetan, - sehr schön! Die Interpunktion wäre recht hilfreich)
    deren Duft mir
    Wüstenwinde schickten. (Winterstrauch - Wüstenwinde = zweite Alliteration; das "eben" halte ich für überflüssig)

    Dann - ein bisschen unvermittelt - nimmt das LI Samen vom/von (?) der Blüte oder dem LD? Du wechselst vom durchgängigen Trochäus der ersten Strophe zum Jambus in den letzten beiden Versen und beginnst den ersten Vers mit - ich fass es mal großzügig als Daktylus mit Auftakt - (xXxxXxxX).

    Samen nahm ich von ihr, (der Blüte)
    so wächst ein Winterstrauch in mir.
    Komm und pflück die Früchte. (da man pflück fast wie flück spricht, schließt Du mit einer weiteren Alliteration)

    XxXxXx
    XxXxXx
    XxXx
    XxXxXx

    XxXxxX
    xXxXxXxX
    XxXxXx

    Vielleicht kannst Du mit meinen Vorschlägen etwas anfangen.
    Liebe Grüße,
    Heinz
    Hallo Heinz

    Mit den fachlichen Ausdrücken bin ich ein wenig überfordert, ich mag aber Herausforderungen. Ich will es mal auf meine Art erklären

    Send mir eine Blüte - 6
    deines Winterstrauches - 6
    dessen Duft mir eben - 6
    Wüstenwinde schickten - 6... 6 x 4 = 24, 2 + 4 = 6, oder 3 x 8... eben, er (der Liebhaber) ist perfekt

    Sie nicht

    Ich nahm einen Samen von dir - 8
    Es wächst ein Strauch in mir - 6
    Betritt mich und nimm die Früchte - 8

    Ich hatte geschrieben...

    Ich nahm einen Samen
    von dir
    Es blüht ein Strauch
    in mir
    Betritt mich
    und nimm
    die Früchte

    wollte es besser machen, hab mich verschrieben, und das "Abgehackte" kam trotzdem durch. Danke für deine Erklärungen, ich will sie verstehen lernen.

    Die Blüte ist gereift zur Frucht an seinem Strauch, der in ihr aus seinem Samen entstanden ist. Er duftet und ihr Inneres gehört nun ihm, "Betritt mich..."

    Liebe Grüsse

    ***

    Nein Heinz., die Antworten bleiben getrennt, aber ich beantworte deine neue Bemerkung hier, was meinst du?

    Vielleicht sollte man Kommentare gar nicht beantworten?

    "Duo" ist ein zweistimmiges Gedicht (der deutsche Ausdruck steht leider nicht im Wörterbuch), es handelt sich um Mann (6/6/6/6) und um Frau (8/6/8), er ist in ihr, wenn auch ein Ozean die beiden trennt, es gebraucht eigentlich keine Worte mehr wenn man sich kennt und die Frau, (der Mann erkannte seine Seele) verzehrt sich nach ihm, da, wenn er sie nicht betritt (ihr Verlangen befriedigt) ihre Früchte verfaulen, er ist sozusagen der Gärtner, der den Garten pflegt... pflügt ist wohl erotischer?... so ist die Liebe in der Vereinigung der Körper über den Tod hinaus, und nicht: bis das der Tod euch scheidet
    Das Kamasutra beschreibt ja auch die körperliche Lust ohne Berührung, Orwell beschreibt die Verfolgung des letzten (leibenden * hab wohl an Leib gedacht) * liebenden Paares, der Mensch ist eben ein unglaublicher Besserwisser und das Tor vom Paradies gut bewacht, wie sähe es sonst dort aus? Guck mal

    Liebe Grüsse
    Geändert von Farbkreis (21.11.2010 um 11:09 Uhr) Grund: ***

  7. #7
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    Liebe Farbkreis,
    ich gehöre nicht zu den Admins oder Mods, aber ein kleiner Tipp: Die Antworten (3) hättest Du in einer zusammenpacken können (und kannst es immer noch über die Funktion "ändern"), sonst kommen die Anmahnungen, den eigenen Faden nicht lünstlich hoch zu pushen.
    Zu den "Fachausdrücken": Entschuldige bitte, wenn ich da den Eindruck eines Oberlehrers erweckt haben sollte. "Alliterationen", das sind Wörter mit gleichem Anlaut, z.B. "Milch macht müde Männer munter", "Über Stock und Stein", "mit Mann und Maus". Bei Gedichten, in denen diese Alliterationen gezielt eingesetzt werden, spricht man vom "Stabreim" - und der war lange vor dem Endreim in alten deutschen Gedichten die Regel (Hildebrandslied). Der Stabreim ist uns ollen Germanen immer noch geläufig, z.B. bei Buchtiteln (Götter, Gräber und Gelehrte).
    Liebe Grüße,
    Heinz

  8. #8
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    Zitat Zitat von Kulturheinzi Beitrag anzeigen

    Dann - ein bisschen unvermittelt - nimmt das LI Samen vom/von (?) der Blüte oder dem LD? Du wechselst vom urchgängigen Trochäus der ersten Strophe zum Jambus in den letzten beiden Versen und beginnst den ersten Vers mit - ich fass es mal großzügig als Daktylus mit Auftakt - (xXxxXxxX).
    Lieber Kulturheinz

    LI… LD?

    L = 50, I = 1, LI = 51
    D = 500
    LD = 450

    *** lateinisch

    L = Luxuszug

    *** deutsch

    Li = Lithium

    *** griechisch -> lateinisch

    LI (1764) etwa 576 m

    «»» chinesisch

    Ich finde das total unerotisch

    Ich muss mich erst richtig informieren, und natürlich will ich die Sprachentwicklung respektieren.

    Herzliche Grüsse

  9. #9
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    Hallo, Farbkreis,
    bitte, bitte gib mir was von dem Kraut ab, das Du gerade inhaliert hast!
    Sollte hinter Deinem Rätselraten eine ernsthafte Frage stecken, beantworte ich sie Dir aber gern. (Sowas macht man besser per PN). Mit LI bezeichnet man das "Literarische Ich", mit dem LD das Literarische Du. Bei Deinem Duo wäre "er" also das LD und die Person, die als "ich" auftaucht, das Literarische Ich.
    Liebe Grüße,
    Heinz
    PS.
    Deine Definitionsversuche finde ich aber auch sehr interessant mit leicht hallizunatorischen Einschlag.

  10. #10
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    Zitat Zitat von Kulturheinzi Beitrag anzeigen
    Hallo, Farbkreis,
    bitte, bitte gib mir was von dem Kraut ab, das Du gerade inhaliert hast!
    Sollte hinter Deinem Rätselraten eine ernsthafte Frage stecken, beantworte ich sie Dir aber gern. (Sowas macht man besser per PN). Mit LI bezeichnet man das "Literarische Ich", mit dem LD das Literarische Du. Bei Deinem Duo wäre "er" also das LD und die Person, die als "ich" auftaucht, das Literarische Ich.
    Liebe Grüße,
    Heinz
    PS.
    Deine Definitionsversuche finde ich aber auch sehr interessant mit leicht hallizunatorischen Einschlag.

    Also bleiben wir doch lieber beim LI und beim LD. Ich habe leider kein Wörterbuch der neuen deutschen Rechtschreibung, habe deshalb zum Vergleich die Abkürzungen aus folgenden Quellen zitiert:

    Der Große Duden 1966/VEB Bibliographisches Institut Leipzig
    Larousse 1977 volume K/Z


    Mit freundlichen Grüssen
    Geändert von Farbkreis (04.12.2010 um 15:40 Uhr)

  11. #11
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    Lieber Farbkreis,

    die Schlichtheit des kleinen Gedichts, kombiniert mit der etwas angespannten Metaphorik (Winterstrauch – Wüstenwind), gefällt mir immerhin so, dass ich (so wie Du) selbst Kulturheinzis denkenswerten Vorschlägen, es mit einigen Alliterationen etwas aufzuputzen, nicht unbedingt zustimmen würde.

    Aber „das Abgehackte“ von S2Z1 hast Du selbst beklagt und wolltest Meylas Vorschlag aufnehmen. Es kommt ja zustande durch die beiden (fast) vollkommen parallelen Satzkonstruktionen von Z1 und Z2: Subjekt (beide Male ein Pronomen) – Verb – Substantiv mit unbestimmtem Artikel - Präposition – Personalpronomen. Da wirkt der Reim geradezu verheerend.

    Aber die letzte Zeile hat es mir angetan (so wie der Winterstrauch, was ja auch den anderen so ging.)
    Betritt mich und nimm die Früchte

    Sie erinnert mich an einen meiner Lieblingsverse:

    Ich locke mit roten Früchten, draus meine Lippen gemacht,
    Und bin eine kleine Speise in einem Becher von Nacht.

    (Gertrud Kolmar, Verwandlungen)

    Gruß
    Michael
    Geändert von Michael Domas (03.12.2010 um 13:34 Uhr)

  12. #12
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    Hallo, Michael Domas

    Danke für dein Kommentar, verheerend ist das treffende Wort. Ich denke, man darf es nicht lesen, man muss es spüren. Es ist eher persönlich und kann nicht geteilt, nicht zu einem schön lesbaren Gedicht umgeändert werden, ich müsste ein neues schreiben. Nun kann ich aber keine schönen Wortgefüge aneinanderreimen, das wäre für mich wie nach Anleitung von Dr. Kolle oder so, an jemanden herumzufummeln und zu fragen: Ist es gut? oder in Büchern nachzustöbern, wo oder was ist denn nun Punkt G? um ihn dann mit einer Plastikente zu suchen.

    Das unten zitierte Gedicht finde ich schmalzig, es klingt so nach Illustriertenverkaufswerbung: Keine Probleme mit Goldcreme, Kirschrot für den Mund - mit Knäckebrot wird man nicht rund.

    Herzliche Grüsse

    ****

    Hallo Heinz

    Zitat Zitat von Kulturheinzi Beitrag anzeigen
    Hallo, Farbkreis,
    bitte, bitte gib mir was von dem Kraut ab, das Du gerade inhaliert hast!
    sei mir nicht böse, aber das Mysteriöse behalte ich ganz egoistisch für mich, mal ganz unmetrisch; wie erhält der Mann die Flamme, so dass sie nicht in Rauch aufgeht? das ist dann auch chinesisch wenn man es nicht versteht.

    LG Farbkreis

  13. #13
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    Hallo Farbkreis,

    ja wenn das so ist, will ich hier nicht den Plastikenterich geben, Deine burlesken Kommentare scheinen mir die eigentlichen Kunstwerke.

    Auch wenn in Deiner lakonischen Zeile Betritt mich und nimm die Früchte fast (!) enthalten ist, wozu Gertrud Kolmar zwei Zeilen belädt – „schmalzig“ ist es bestimmt nicht:
    Mann, ich träumte dein Blut, ich beiße dich wund,
    Kralle mich in dein Haar und sauge an deinem Mund.


    Lies es ganz: „Verwandlungen“.


    Alles Gute

    Michael

  14. #14
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    Zitat Zitat von Michael Domas Beitrag anzeigen
    Hallo Farbkreis,

    ja wenn das so ist, will ich hier nicht den Plastikenterich geben, Deine burlesken Kommentare scheinen mir die eigentlichen Kunstwerke.

    Auch wenn in Deiner lakonischen Zeile Betritt mich und nimm die Früchte fast (!) enthalten ist, wozu Gertrud Kolmar zwei Zeilen belädt – „schmalzig“ ist es bestimmt nicht:
    Mann, ich träumte dein Blut, ich beiße dich wund,
    Kralle mich in dein Haar und sauge an deinem Mund.


    Lies es ganz: „Verwandlungen“.


    Alles Gute

    Michael
    Hallo Michael Domas

    Mit der Plastikente habe ich dich nicht gemeint Ich habe auch nichts gegen Männer ohne Haare... das Saugen erinnert mich irgendwie an verstopfte Badewannenabflüsse.... da kann man dann das Entchen im Nassen quaken lassen... das Blut an den Terminator... also bei mir befindet sich der Tresor eher unterm Laken .. "Die Verwandlung" von Kafka fand ich interessant...

    Meiner Meinung nach hat Erotik nichts mit körperlicher Berührung zu tun. Es ist das Knistern, die Spannung, der geschlossene Stromkreis, die Verbindung... könnt ich es schreiben, stände es schon hier... auf jeden Fall muss man es erleben, was hat man sonst zu geben?

    "Gertrud Kolmar"? kenne ich nicht, nur wenn du sie kennst, kannst du wissen, ob es eine Frau ist. "George Sand" war kein Mann, und Verlaine hatte eine homosexuelle Liebesbeziehung zu Rimbaud, einer von den beiden hat ein sehr gewagtes Gedicht über das männliche Geschlechtsteil geschrieben...

    Ich mag deine Kommentare

    LG Farbkreis

  15. #15
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    Hallo Farbkreis,

    mag Deiner Meinung nach „Erotik nichts mit körperlicher Berührung zu tun haben“, schließt Körperlichkeit Erotik doch nicht aus.

    Mit „Verwandlung“ hab ich nicht Kafka, sondern das Gedicht von Kolmar gemeint. Ob es eine Frau oder ein Mann geschrieben hat, ist bei Gedichten nur ein (zugegeben interessanter) Nebenaspekt.

    Lies es!

    Michael

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