Thema: Schreie

  1. #1
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    Schreie

    *******
    Schreie kommen aus der Tiefe
    Will sie nicht hören
    Könnt ich, wenn ich selbst hin liefe
    Darf sie nicht stören
    wieder raus aus diesem Tal
    Wer wird mich führen
    Sind sie Ausdruck einer Qual
    Kann mich nicht rühren
    Nein, sie rufen nicht nach mir
    denn ich steh auf ihrer Seite
    Nur die andren sind noch hier
    währenddessen ich schon schreite

    *

    ...
    Geändert von Farbkreis (17.04.2011 um 12:52 Uhr) Grund: Form

  2. #2
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    Schreie

    Hallo Farbkreis,

    es könnten Schreie aus Angst vor den Niederungen des Lebens sein. Sie sind unangenehm und man will ihnen entfliehen. Auch wenn man vor ihnen flüchten kann, so ist man doch nie weit entfernt und man weiß von vielen deren Schreie zu hören sind wärend man noch entfernt seiner Wege geht (schreitet).

    Die Aussage ist schön und gut gereimt dargestellt. Gefällt mir.

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  3. #3
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    Zitat Zitat von Hans Plonka Beitrag anzeigen
    Hallo Farbkreis,

    es könnten Schreie aus Angst vor den Niederungen des Lebens sein. Sie sind unangenehm und man will ihnen entfliehen. Auch wenn man vor ihnen flüchten kann, so ist man doch nie weit entfernt und man weiß von vielen deren Schreie zu hören sind wärend man noch entfernt seiner Wege geht (schreitet).

    Die Aussage ist schön und gut gereimt dargestellt. Gefällt mir.

    LG Hans
    Hallo, Hans

    Danke für dein Kommentar. Die Entfernung ist hier ein ein wichtiger Gedanke, in Zeit und Raum, drinnen und draussen, auch die Flucht...

    Liebe Grüsse

  4. #4
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    Hallo Farbkreis,
    ich habe das Gedicht gern gelesen und konnte mit dem darin gezeichneten Bild etwas anfangen.

    Dennoch Fragen:

    Darf und soll man das Gedicht lesen, indem man jeweils eine Zeile überspringt?
    Bei Zeile 1,3,5,7,9 und dann 10 - Ende funktioniert das Bestens.
    Die Zwischensätze 2,4,6,8 passen auch gut dazwischen und verleihen dem Ganzen einen gewissen Reiz.

    Danach frage ich mich, wer sind die anderen, stehen sie drin oder draußen, wo man die Schreie hört und wohin schreitet der Protagonist? Rein oder raus?

    Reimtechnisch:

    ... und wieder raus ... (8)
    ... sind sie der Ausdruck (8)
    Oh nein, sie rufen ... (8)
    jetzt müßten eigentlich wieder 5 Silben folgen, sind aber acht.
    nächste Zeile (7) ...
    Letzte Zeile (8) ... aber hier kann ich keine Alternativen anbieten, weil mir (s.o.) nicht klar ist, was genau gemeint ist.

    Bin gespannt, wie sich das entwickelt.
    MfG
    Julius

  5. #5
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    Zitat Zitat von JuliusK.Luther Beitrag anzeigen
    Dennoch Fragen:

    Darf und soll man das Gedicht lesen, indem man jeweils eine Zeile überspringt?
    Bei Zeile 1,3,5,7,9 und dann 10 - Ende funktioniert das Bestens.
    Die Zwischensätze 2,4,6,8 passen auch gut dazwischen und verleihen dem Ganzen einen gewissen Reiz.
    Schreie kommen aus der Tiefe
    Will sie nicht hören
    Könnt ich, wenn ich selbst hin liefe
    Darf sie nicht stören
    wieder raus aus diesem Tal
    Wer wird mich führen
    Sind sie Ausdruck einer Qual
    Kann mich nicht rühren
    Nein, sie rufen nicht nach mir
    denn ich steh auf ihrer Seite
    Nur die andren sind noch hier
    währenddessen ich schon schreite

    Es gibt meiner Meinung nach fürs Lesen keine Vorschriften...

    Danach frage ich mich, wer sind die anderen, stehen sie drin oder draußen, wo man die Schreie hört und wohin schreitet der Protagonist? Rein oder raus?
    Die Tiefe steht draußen, die inneren Zeilen habe ich blau markiert...

    Reimtechnisch:

    ... und wieder raus ... (8)
    ... sind sie der Ausdruck (8)
    Oh nein, sie rufen ... (8)
    jetzt müßten eigentlich wieder 5 Silben folgen, sind aber acht.
    nächste Zeile (7) ...
    Letzte Zeile (8) ... aber hier kann ich keine Alternativen anbieten, weil mir (s.o.) nicht klar ist, was genau gemeint ist.
    Ich habe den Text in einem bestimmten Moment aus einem bestimmten Erlebnis heraus geschrieben, ohne an Reimtechnik zu denken. Als ich die Silben abzählte, stimmte ihre Anzahl in den Zeilen mit den entsprechenden Reimen überein, daraufhin stellte ich den Text als Gedicht ein. Es gibt also kein "jetzt müßten eigentlich...",

    Bin gespannt, wie sich das entwickelt.
    Eine Diskussion darüber kann sich nur entwickeln, wenn jemand meint, das gleiche anders erlebt zu haben, wobei es sicherlich nicht einfach ist, sich "klar" verständlich auszudrücken.

    Danke für deinen Kommentar
    Lieben Gruß
    Farbkreis
    Geändert von Farbkreis (17.04.2011 um 13:03 Uhr)

  6. #6
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    Hallo Farbkreis,
    natürlich kann man über Gedichte und Inhalte und Formalia auch n i c h t diskutieren.
    Ich finde Diskussion spannender als zu kurze Antworten.
    An anderer Stelle wird sich da sicher nochmal was entwickeln.
    MfG
    Julius

  7. #7
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    Zitat Zitat von JuliusK.Luther Beitrag anzeigen
    Hallo Farbkreis,
    natürlich kann man über Gedichte und Inhalte und Formalia auch n i c h t diskutieren.
    Ich finde Diskussion spannender als zu kurze Antworten.
    An anderer Stelle wird sich da sicher nochmal was entwickeln.
    MfG
    Julius
    Hallo JuliusK.Luther

    Hiermit entschuldige ich mich höflichst für meine Antworten. Ich habe eine angefangene Diskussion "Soll man alte Gedichte bearbeiten?" gelesen und darüber nachgedacht, auch schon eins in seine ursprüngliche Form gebracht.

    Meiner Meinung nach "nein!" man sollte Gedichte nur einstellen, wenn man sie "fertig" hat und sie erklären kann (natürlich kommt das auch auf die Fragen an, ich verstehe jedenfalls nicht immer die Gedankengänge des Lesers...)

    Ich finde Diskussion spannender als zu kurze Antworten.
    Ich auch, sie sollten eher ein literarischer Anhang zum eingestellten Gedicht sein, von dem jeder "profitieren" kann. Deshalb antworte ich hier nochmals, will keineswegs mein übereiltes "Geschreibsel" damit entschuldigen, daß ich noch keine Erfahrung im Kommentarschreiben hatte, nur erschreckt es mich ein wenig im Nachhinein, daß ich mich vom allgemeinen Trend hab mitreißen lassen.

    An anderer Stelle wird sich da sicher noch mal was entwickeln.
    Ich bin auch eine sture Optimistin, und wie du sicher beobachten konntest, entwickeln sich gerade einige interessante Diskussion z.B. über den Begriff "Zeit"...

    Außerdem bin ich dafür, nicht "alte" Gedichte zu überarbeiten, sondern die Beiträge noch einmal zu überdenken, zu erweitern etc.

    LG Farbkreis

    ***
    Mit >"alte" Gedichte zu überarbeiten< meine ich, die Verse zu verändern, oder durch ersetzte "besser klingende" Worte den Sinn verschwinden zu lassen. Form und Farbe sind wichtig, das probiere ich gerade auf die "Reihe" zu bekommen, mit ein wenig Abstand betrachtet, finde ich einige meiner Bunt-Schnorkelschriften unmöglich.
    Geändert von Farbkreis (17.04.2011 um 13:15 Uhr) Grund: ***

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