In den Wogen der Erinnerung

So zog die Zeit als Geisterhand
und lenkte uns durch traurige Lieder,
wir glaubten stets so stark zu sein
doch ging unsere Kraft an ihr hernieder.

Was uns trieb, war unergründlich,
fern der Welt die uns durchfließt,
ein Engel wird niemals lachen können,
wenn er unser Glück im Wind vergießt.

Noch immer führt mich jener Zauber,
der wie Mondenstaub mein Herz verführt,
noch immer kann ich Deine Blicke spüren,
von denen meine Liebe rührt.

Der Himmel schloss seine Augen aber
vor jenem Paradies auf Erden-
jenes Eden, das wir zwei uns schufen,
sollte Teil des Gesterns werden.

Und rühren sich in mir jene Wogen,
die aus Trauer und Leere müde munkeln,
so ist die Nacht Ort meiner Sehnsucht,
wo am Firmament Deine Sternenaugen funkeln.

Noch immer führt mich jener Zauber,
der Tag für Tag mein Empfinden schreibt,
noch immer kann ich Deine Nähe spüren,
die in mir unersetzbar bleibt.

Die Meere der Zeit, ein Wunderwasser,
das keine Möglichkeit der Umkehr in sich trägt,
Du bist fort von mir so weit,
doch ist es die Erinnerung, die mich prägt:

Und Jahre werden schwinden,
im Sturm der grauen Zeit verblassen,
solang Du Teil meines Gesterns bleibst,
werde ich nach den weiten Sternen fassen.