1. #1
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    Ein Drachen...

    Ein Drachen stieg zum Himmel auf
    ein Stein sank auf den Meeresgrund
    und ich blieb stehn
    Zuerst wollte ich dem Steine folgen
    in geheimnisvolle Tiefe tauchen,
    statt dessen verweilte mein Auge
    auf der Oberfläche des Wassers
    Licht überflutete es tupfend
    mit seinem Gold
    Sprühende Farbpünktchen
    hüpften auf den Wellen
    Also sah ich zum Himmel
    wo der Drachen entschwand
    Wie das Licht die Motte
    so zog die Sonne ihn an
    und sie blendete meine Augen
    So ging ich weiter, gerade zu
    zum Horizont
    Wo sich Himmel und Erde treffen
    wo Höhe und Tiefe
    miteinander verschmelzen
    werde ich sie
    vielleicht sehen
    Meeresgrund und Sonne
    Dort will ich stehen bleiben


    (Beitrag vom 11.01.)
    *

    *** *******
    Ein Drachen stieg zum Himmel auf
    ein Stein sank auf den Meeresgrund
    und ich blieb stehen
    Zuerst wollt ich dem Steine folgen
    in geheimnisvolle Tiefe tauchen,
    doch verweilte mein Auge
    auf der Oberfläche des Wassers
    Licht betupfte das Wasser
    mit seinem Gold
    Sprühende Farbpünktchen
    hüpften auf den Wellen
    Also sah ich zum Himmel
    wo der Drachen entschwand
    Wie das Licht die Motte
    so zog die Sonne ihn an
    und blendete meine Augen
    So ging ich weiter, gerade zu
    zum Horizont
    Dort, wo sich Himmel und Erde
    treffen
    wo Höhe und Tiefe
    verschmelzen
    werde ich sie sehen,
    vielleicht
    Meeresgrund und Sonne
    Dort will ich stehen bleiben


    (Original)
    *

    ...
    Geändert von Farbkreis (18.04.2011 um 00:36 Uhr) Grund: Farbe/Original s.u.

  2. #2
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    Ein Drachen

    Hallo Farbkreis,

    die Darstellung würde ich als Prosa einordnen. Sie ist romantisch und träumerisch.

    habe im Folgenden ein paar Vorschläge:

    Ein Drachen stieg zum Himmel auf
    ein Stein sank auf den Meeresgrund
    und ich blieb stehn---------------------Vorschlag---betrachtend blieb ich stehn
    Zuerst wollte ich dem Steine folgen---------Erst wollte ich dem Stein nachfolgen
    in geheimnisvolle Tiefe tauchen,
    indessen verweilte mein Auge-------------statt dessen verweilten meine Blicke
    auf der Oberfläche des Wassers
    Licht überflutete es tupfend
    mit seinem Gold--------------------------mit goldenem Glanz
    Sprühende Farbpünktchen
    hüpften auf den Wellen----------------hüpften über die Wellen
    Also sah ich zum Himmel-------------Ich wandte mich ab und sah zum Himmel
    wo der Drachen entschwand
    Wie das Licht die Motte
    so zog die Sonne ihn an
    und (sie) blendete meine Augen-------und überstrahlte meine Augen
    So ging ich weiter, gerade zu---------So ging ich los zum Horizont
    zum Horizont
    Wo sich Himmel und Erde treffen
    wo Höhe und Tiefe
    miteinander verschmelzen
    werde ich sie
    vielleicht sehen
    Meeresgrund und Sonne
    Dort will ich stehen bleiben

    Die Aussage ist gut verständlich und vermittelt schöne Bilder.

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  3. #3
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    Zitat Zitat von Hans Plonka Beitrag anzeigen
    die Darstellung würde ich als Prosa einordnen. Sie ist romantisch und träumerisch.

    habe im Folgenden ein paar Vorschläge:
    Hallo Hans Plonka

    Vielen Dank für deine Vorschläge. « statt dessen » möchte ich sofort annehmen, da es eher « doch » ersetzt als « indessen ». Das Gedicht hatte ich nach „Silbenzahl“ verändert, und dabei an eine Verbindung der sinnesgemäß zusammengehörenden Zeilen gedacht, die Veränderungen habe ich zum Vergleich hinzugefügt. „mein Auge“ steht in Verbindung und zum Unterschied zu „meine Augen“...

    Ein Drachen stieg zum Himmel auf – 8
    ein Stein sank auf den Meeresgrund – 8
    und ich blieb stehn – 4 ---------------------Vorschlag---betrachtend blieb ich stehn
    (und ich blieb stehen5)
    Zuerst wollte ich dem Steine folgen – 10 ---------Erst wollte ich dem Stein nachfolgen
    (Zuerst wollt’ ich dem Steine folgen – 9)
    in geheimnisvolle Tiefe tauchen, – 10
    indessen verweilte mein Auge – 9 -------------statt dessen verweilten meine Blicke
    (doch verweilte mein Auge – 7)
    auf der Oberfläche des Wassers – 9
    Licht überflutete es tupfend – 9
    (Licht betupfte das Wasser – 7)
    mit seinem Gold – 4 --------------------------mit goldenem Glanz
    Sprühende Farbpünktchen – 6
    hüpften auf den Wellen – 6 ----------------hüpften über die Wellen
    Also sah ich zum Himmel – 7 -------------Ich wandte mich ab und sah zum Himmel
    wo der Drachen entschwand – 6
    wie das Licht die Motte – 6
    so zog die Sonne ihn an – 7
    und (sie) blendete meine Augen – 9 -------und überstrahlte meine Augen
    (und blendete meine Augen – 8)
    So ging ich weiter, gerade zu – 9 ---------So ging ich los zum Horizont
    zum Horizont – 4
    Wo sich Himmel und Erde treffen – 9
    (Dort, wo sich Himmel und Erde treffen – 10)
    wo Höhe und Tiefe – 6
    miteinander verschmelzen – 7
    (verschmelzen – 3)
    werde ich sie – 4
    (werde ich sie sehen – 6)
    vielleicht sehen – 4
    (vielleicht – 2)
    Meeresgrund und Sonne – 6
    Dort will ich stehen bleiben – 7

    Es ist für mich keine Prosa, auch wenn es sich "erzählend" anhört, da es weder nüchtern noch banal noch alltäglich ist. Es wäre natürlich interessant den Unterschied zwischen Prosa und Poesie zu diskutieren. Zur Prosa gehören auch gereimte Verse, Reden etc., nach meinem Empfinden viele „philosophische“ Texte... was ist sie aber hier im Forum?

    Herzliche Grüße Farbkreis
    Geändert von Farbkreis (12.01.2011 um 00:00 Uhr)

  4. #4
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    Ein Drachen

    Hallo Farbkreis,

    bei dem Unterschied zwischen Gedicht und Prosa bin ich mir auch nicht sicher, dachte aber dass das fehlen von der Gesamtheit der Stilmittel Metrik, Reime und Versform auf Prosa hindeutet. Eine kompetente Aussage hierzu würde mich interessieren.

    Zitat aus dem Internet
    Prosa (von lateinisch prorsus/prosa oratio – sinngemäß: gerade heraus) bezeichnet die ungebundene Rede im Gegensatz zur Formulierung in Versen oder in bewusst rhythmischer Sprache.

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  5. #5
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    Zitat Zitat von Hans Plonka Beitrag anzeigen
    Hallo Farbkreis,

    bei dem Unterschied zwischen Gedicht und Prosa bin ich mir auch nicht sicher, dachte aber dass das fehlen von der Gesamtheit der Stilmittel Metrik, Reime und Versform auf Prosa hindeutet. Eine kompetente Aussage hierzu würde mich interessieren.

    Zitat aus dem Internet
    Prosa (von lateinisch prorsus/prosa oratio – sinngemäß: gerade heraus) bezeichnet die ungebundene Rede im Gegensatz zur Formulierung in Versen oder in bewusst rhythmischer Sprache.

    LG Hans
    Hallo Hans Plonka

    Meine Meinung: Ein „Poet“ sollte wissen, ob sein Gedicht Poesie oder Prosa ist. Ein „Existentialistischer“ Schriftsteller betreibt sicher Marktforschung, bevor er seinen „Knüller“ auf den Markt bringt, ein Journalist wird nichts schreiben, wodurch er seine Arbeit verlieren kann... aber man kann es noch von einer anderen Seite sehen...

    LG Farbkreis

    *
    Ich habe "Ein Drachen" jetzt mal (die beiden ersten Zeilen nur um 2 Silben verlängert) gereimt ohne auf eventuelle Sinnesveränderungen zu achten,...

    Ein Drachen

    Ein Drachen stieg hoch zum Himmel hinauf
    Ein Stein sank zum tiefen Grunde hinab
    Am Rande des Meeres blieb ich stehen

    Erst wollte ich sinnend dem Steine nachgehen,
    versunken in geheimnisvolle Tiefe sehen
    Statt dessen verweilte mein Auge am Geschehen,
    auf der Glanzoberfläche der Wasserleinwand,
    auf den vom Licht betupften goldenen Stellen
    Sprühende Farbpünktchen hüpften auf den Wellen
    Da sah ich hoch oben wie der Drachen entschwand,
    wie vom Licht die Motte, von der Sonne verbrannt
    Also ging ich weiter, die Augen geblendet
    Dort, wo sich der Himmel der Erde zuwendet,
    Höhe und Tiefe verschmelzen, die Sicht endet,
    werde ich sie vielleicht am Horizont sehen,
    Meeresgrund und Sonne, dort bleibe ich stehen
    Geändert von Farbkreis (18.04.2011 um 00:47 Uhr) Grund: * aus gelöschtem Beitrag

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