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Thema: Du bist da

  1. #1
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    Du bist da

    Ein zartes Lächeln erhellt Dein Gesicht, als ich mich mit dem Eis neben Dich setze.
    Doch Dein Blick verliert sich im Nirgendwo, er verrät nichts.

    „Bin hier“ sage ich, mich zwischen das Nirgendwo und Deine Augen drängend, um Dich zurück zu holen.
    Ich warte nicht auf eine Antwort, lehne mich zurück und schiebe den Eisbecher aus dem toten Winkel Deines Gesichtsfeldes direkt vor Dich hin.
    Automatisch beginnst Du zu löffeln. Meine Gedanken driften ab.

    Mir kommt ein gemeinsames Eisessen in Versailles in den Sinn. Damals hörtest Du schon schwer.
    Aber Dein Geist war noch fit!
    Für Dich ein Höhepunkt in deinem Leben, unser gemeinsamer Urlaub in Paris. Die Stadtrundfahrt, die werde ich wohl nie vergessen.


    „ Wo hast du Pit gelassen!“ Du schaust mich fragend an. Der Eislöffel mit einem Riesenberg Eis darauf verharrt direkt vor Deinem Mund. Schnell schiebe ich Deine Hand weiter.
    Du hast schon Kaffeeflecken auf dem Pullover....
    Ich kenne keinen Pit. Aber Du fragst mich das öfters. Und wie immer lege ich meine Hand an die Wange, halte den Kopf schief und schließe die Augen. Der schläft, denke ich und muss ein Gähnen unterdrücken.
    „Der schläft?“ fragst Du, „der schläft jetzt oft!“ Zustimmend nicke ich. Du bist wieder mit Deinem Eis beschäftigt.

    Zu deinem 80.Geburtstag schenkten wir Dir damals die Reise nach Paris, zusammen mit mir - Deiner Tochter. Soweit ich denken konnte, sprachst Du oft mit leuchtenden Augen von der Stadt Deiner Liebe. Da könnten wir doch ..., dachten wir damals alle und legten zusammen. Es sollte ein Volltreffer werden!

    Eines Tages lag dann auch ein alter, abgegriffener Vorkriegsstadtplan von Paris immer auf Deinem Tisch. Wie oft musst Du ihn nicht nur in dieser Zeit in Deinen Händen gehalten haben ...
    Bei jeder Gelegenheit erklärtest Du mir, wie man von da nach dort käme und was wir uns unbedingt anschauen müssten. Cafe de la Paix, die Madelaine und...und...und, manchmal war es mir zu viel. Aber ich freute mich ja für Dich.


    „Hast du deine Hunde noch?“ Der Löffel kratzt im leeren Eisbecher. Ich hatte nie Hunde, aber 2 Katzen, seit Jahren schon, Du hast es längst vergessen.
    Wieder nicke ich Zustimmung und denke „ ja.“
    Ich hole mir Deine linke Hand von Deinem Schoss hoch. Sie, die wie immer kühl ist, halte ich zwischen meinen warmen Händen und streichle langsam Deinen gestreckten Zeigefinger auf und ab. Dein Zittern wird weniger.
    Du schaust aus dem großen Fenster -

    Bei einem meiner Besuche in Deiner Wohnung, zogst Du unter der Tischdecke einen alten vergilbten Brief hervor. Ich sollte ihn lesen. Es war ein Liebesbrief von einem Jean aus Frankreich,
    1944 geschrieben. Du sprachst zum ersten Mal von ihm. Er war damals Kriegsgefangener in Teplitz Schönau, deiner Geburtsstadt - und Deine große Liebe.
    Der Krieg trennte Euch ..., für immer!
    Doch die Erinnerung blieb -und setzte sich in mir fort, denn 10 Jahre später gabst Du mir seinen Namen – Jeanette.

    „Was machen die Hunde jetzt?“ Wieder halte ich den Kopf schief, lege die hohle Hand an die Wange, schließe die Augen und denke, die schlafen.
    Nicht gähnen, mogel ich noch schnell dazu.

    Auf die Stadtrundfahrt mit Führung, 11 Jahre ist das jetzt her, waren wir schon sehr gespannt.
    Leider konntest Du die Stimme des Stadtführers im vorderen Teil von unserem Reisebus nicht verstehen.
    Doch das vorausahnend, hatte ich mich vorsorglich mit Schreibblock und Stift bewaffnet.
    Die Fahrt ging los. „Meine Damen und Herren, wir kommen in wenigen Augenblicken zum Eiffelturm.“
    Noch ehe ich den Stift aufs Papier setzen konnte, zogst Du mich ganz aufgeregt am Arm:
    „Schau mal nach rechts, da kommt gleich der Eiffelturm...“ Du warst Spitze!
    Und so sollte das weitergehen. Du wusstest genau die Lage jeder Sehenswürdigkeit. Immer kamst Du unserem Stadtführer zuvor. Wir waren damals die "Attraktion" im Bus,
    denn wie alle schwer Hörenden, sprachst Du ziemlich laut.
    Obwohl Du noch nie hier warst, kanntest Du Paris wie Deine Westentasche. Meine Begeisterung für Dich war grenzenlos.

    Ich halte Deine Hand noch immer fest. Das Zittern hat jetzt nachgelassen. Mich erfüllt ein Gefühl der Wärme zu Dir. Auch wenn sich die Erinnerung an Paris bei Dir längst im Nebel des Vergessens aufgelöst hat, wir haben es erlebt, gemeinsam - und das gibt mir Kraft.

    Der Speisesaal leert sich langsam von den Gästen mit ihren Angehörigen und auch ich schiebe Deinen Rollstuhl zurück zum Aufzug.
    Auf Deiner Ebene angekommen, verabschiede ich mich von Dir.
    „Bis Morgen,“ denke ich mit den Lippen. Du schaust mich an „Bis morgen,“ sagst Du nach einer Weile.
    Vor der Tür winke ich Dir noch einmal zu und auch Du winkst - lächelnd.
    Geändert von Merlin* (13.03.2011 um 00:42 Uhr)

  2. #2
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    liebe merlin
    diese prosa ist ein gedicht. so was schönes kann man doch nicht erfinden, oder?
    *
    *
    *
    (und gerade weil das so umwerfend gut ist, aber mit einem respektvollen abstand, kommt noch der hinweis auf schreibfehler:
    seit (nicht seid), Eiffel (nicht Eifel) und "das gibt mir" (nicht "dass gibt mir"). sorry, wenn schon perfekt, dann auch in diesem bereich.)
    liebe grüsse
    wilma27
    Kinder, jetzt gilt's ernst!
    Sie quatschen im Cybertalk
    über Cybersex.

    (StadtHaiku)

  3. #3
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    Liebe Wilma,

    vielen, vielen Dank für Deine Kritik, das bedeutet mir mehr, als Du ahnst...

    ich kann es ruhig sagen, es ist mein fast täglich Brot, ist also zusammen mit der Hintergrundgeschichte autobiografisch,

    ich besuche meine Mutti (91) so oft es geht, also mehrmals in der Woche im Heim

    und diese Begegnungen haben es immer in sich! Sie ist einfach umwerfend in ihrer Entrücktheit und ich bin stolz, dass ich auch diesen Weg mit ihr gemeinsam gehen kann ohne Traurigkeit (nur manchmal),

    da ist es nahe liegend, dass schon lange der Gedanke in mir war, mal eine "Momentaufnahme" zu schildern, auch als Erinnerung an sie, wenn sie mal nicht mehr da sein wird ...

    dank Dir auch noch mal für Dein Gegenlesen auf Fehler, sind berichtigt!

    sehr lieben Gruß
    Merlin

  4. #4
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    Liebe merlin,

    danke für diesen Text....ich musste an meine Oma denken mit der ich Ähnliches erleben durfte, es bedurfte 20 Jahre und deine Zeilen um zu merken wie sehr sie mir fehlt.

    mv

  5. #5
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    Hallo liebes Moorvolk,

    mit Deinem Kommentar hast Du mir eine große Freude bereitet,

    es ist ein wunderbares Gefühl, wenn man Feedback bekommt und feststellt, oh man, du hast ja jemanden erreicht mit deinen Gedanken, da hat wer zugehört, toll ...

    ja, da bin ich glücklich ;-D

    danke Dir!

    lieben Gruß
    Merlin

  6. #6
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    Hallo Merlin,

    ich finde es faszinierend wie einfach und selbstverständlich diese Begegnungen und das Miteinander sind das du beschreibst. Ich hab beim Lesen gedacht, dass es sich wohl so anfühlen muss, wenn man eine Mutter lieben darf. In diesem ganzen Text kein Wort darüber, wieviel Angst man manchmal haben muss und kein Beklagen oder Selbstmitleid, einfach das genießen was man hat, wirklich toll. Ich hab deine Geschichte nun schon x mal gelesen und finde sie einfach unbeschreiblich schön.

    liebe Grüße Susi
    Susi`s Sammlung

    Wie das Wetter ist mein Leben
    viel Regen, wenig Sonnenschein.
    Und all die ungelebten Träume,
    müssen Regenbogen sein.

  7. #7
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    Hallo Susi,

    auch Dir ein dickes Danke für Deine Gedanken, die Du hier gelassen hast,

    Du schreibst von Beklagen oder Selbstmitleid, also da ist wirklich weit und breit keine Spur, im Gegenteil, Freude darüber, auch diesen Weg ein Stück gemeinsam gehen zu können mit den Möglichkeiten, die noch geblieben sind, manchmal eine halbe Stunde, manchmal viel mehr ...

    habe mich sehr gefreut über Dein Verstehen

    lieben Gruß
    Merlin

  8. #8
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    So voll Wehmut, diese Beschreibung "eines Tages" mit deiner Mutter
    und so voll Erinnerungen.
    Sie stimmt mich sehr wehmütig, die Erzählung.
    Ich liebe meine Mutter auch über alles und ich versetze mich in
    die Situation.
    Ich bin auch so glücklich, eine Mutter so lange zu haben und ich sage es ihr auch täglich.
    Danke Merlin
    LC

  9. #9
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    Das ist ein sehr bewegender Text, den ich mit großem Genuß gelesen habe. Danke dafür.

  10. #10
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    Hallo LC und 3x10,

    ich danke Euch sehr für Euer Lesen bei mir,

    LC, ich glaube, dass Du Dich sehr gut in die Thematik hineinversetzen kannst, oder sie zumindest mit Interesse gelesen hast,

    ich kann nur als Anregung sagen, auf keinem Fall Trauer oder Unverständnis zeigen, sondern unseren betroffenen Angehörigen beruhigendes Verstehen vermittel, auch wenn es der größte Quatsch ist, man sieht ihnen an und spürt es an ihrer Reaktion, wie sehr sie zufrieden sind mit unserer Reaktion, für sie ist ist dann ihre Welt wieder gerade gerückt und die Unruhe ist einer Beruhigung gewichen

    Danke Dir nochmals für Dein Lesen

    lieben Gruß
    Merlin

    Hallo 3x10,

    erst mal Dir ein Lob, für Deine Ausdauer beim Lesen, Du hast den Staub auf unserem lahmen Prosaverein hier unten im Keller mal ein wenig aufgewirbelt,

    ich danke Dir für Dein Lesen, dass Dir meine Geschichte gefallen hat, darüber freue ich mich besonders

    mit lieben Gruß
    Merlin

  11. #11
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    Liebe Georgia,
    meinen Vorrednern/-rednerinnen ist kaum etwas hinzu zu fügen. Gelobt wurdest Du genug und ich gestehe wie die anderen, dass diese kurze Geschichte sehr anrührend ist - ohne sentimental zu wirken. Aber von mir erwartest Du bestimmt ein scharfäugiges Hinsehen. Du als Tocher warst also Begleiter? Ich erwarte von einer aufrechten Hermundurin, dass sie sich zu ihrem geschlecht bekennt und ihrer Mutter als Begleiterin zur Seite steht. Bitte überprüf die Zeiten noch einmal akribisch.
    Mir ist jetzt nur eine Stelle im Kopf, da steht in einem Satz "...habe mir...geangelt...(und) ...halte..."; genau genommen müsste da stehen "habe gehalten". Was mir aufgefallen ist: Ich habe fast bis zum Schluss geglaubt, Du seiest mit Deinem Vater unterwegs gewesen. Ich habe dann überlegt, wieso ich so gedacht habe und festgestellt: Du bist Schuld! Du erwähnst einen Vorkriegsstadtplan (das Wort hat seine Tücken, - man ist versucht "Vorkriegsstadt" zu lesen und merkt dann, dass da ja noch der "...plan" kommt. Mein Vorschlag: "Vorkriegs-Stadtplan"), und das hat verursacht, an einen männlichen Elternteil zu denken. Vielleicht lässt Du en passant im ersten Viertel mal was von einem warmen Rock oder einer schicken Frisur verlauten, dann werden die Gedanken in die richtige Spur gelenkt.
    Die Berichtigungen/Änderungen sind Petitessen, aber bei so einer aufs Gemüt zielenden Geschichte lohnt es sich, auch die Kleinigkeiten zu beachten.
    Sehr schön geschrieben, sehr gern gelesen!
    Liebe Grüße,
    Heinz

  12. #12
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    Hallo.
    dass sie sich zu ihrem geschlecht bekennt
    Mir fiel es auch auf beim Lesen, aber es gibt keine Geschlechtskennzeichnungspflicht für Frauen. Die Kennzeichnung erfolgt freiwillig. "Begleiter" ist genauso richtig wie "Begleiterin". Es wurde außerdem eine neutrale Person für die Funktion "Begleiter" ausgewählt: Die Tochter.

    Lieben Gruß,
    101010

  13. #13
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    Guten Morgen, 101010
    was ist das denn "Es wurde außerdem eine neutrale Person für die Funktion "Begleiter" ausgewählt: Die Tochter." ?
    Meine Bemerkung ("dass sie sich zu ihrem Geschlecht bekennt") kann man natürlich auf die Goldwaage legen und ich kann auch von einem Newcomer nicht erwarten, dass er das Augenzwinkern bei solchen Sätzen erkennt. Aber ich gehe davon aus, dass Merlin genau weiß, wie ich das meine. Wesentlich unschärfer ist Dein Satz - die Tochter ist ein neutraler Begleiter - , ich nehme mal an, dass Du Dir diesen satz lange überlegt hast.
    Gruß,
    Heinz

  14. #14
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    Guten Morgen Kulturheinzi.
    Ich meine damit: Man hat einen Begleiter gesucht. Nicht eine Begleiterin. Sondern einen Begleiter, der irgendein Geschlecht, 2 -3 verschiedene Geschlechter gleichzeitig oder auch gar kein Geschlecht hätte haben können, denn die genaue Anatomie der Geschlechtsteile des Begleiters war irrelevant.
    Von daher empfiehlt es sich, die neutralere, "männliche" Form zu verwenden, weil sie Menschen aller möglichen und unmöglichen Geschlechter mit einschließt.
    Während "Begleiterin" sehr eindeutig auf eine Frau oder eine Tunte hindeutet.

    Zu deinem 80.Geburtstag schenkten wir Dir damals die Reise nach Paris, mit mir, Deiner Tochter, als Begleiter. Soweit ich denken konnte, sprachst Du oft mit leuchtenden Augen von der Stadt Deiner Liebe. Da könnten wir doch ..., dachten wir damals alle und legten zusammen. Es sollte ein Volltreffer werden!
    So deute ich diese Stelle, denn "wir" stelle ich mir als große Nachkommengemeinschaft vor. Alle legen zusammen. 30 Leute oder so. Wer fährt denn nun mit Mutter nach Paris? Nehmen wir doch Paul als Begleiter!
    Nein, Paul hat keine Zeit. Hm. Dann nehmen wir die Tochter als Begleiter!
    Ja, gute Idee.

    Natürlich kann man auch "Begleiterin" wählen, aber das macht die betreffende Frau dann freiwillig, weil die Verwendung einer "Extra Sprache nur für Frauen" sehr problematisch gesehen wird von Teilen der Frauenbewegung wie auch von einigen Sprachwissenschaftlern (und Innen).
    Die deutsche Sprache wird auch verhunzt durch dieses BinnenInnen. Und darum würde ich Frauen nicht auch noch dazu auffordern, diese Unsitten einreißen zu lassen. In der englischen Sprache ist "company" oder "escort" geschlechtsneutral.
    Ich will keine Extra-Sprache für Frauen, ich bin dagegen. Frauenbewegung, Frauenbeauftragte, Frauensprache, Frauenextrawurst. Nö.

    LG,
    101010

  15. #15
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    Nee, mein lieber 101010,
    der Begleiter ist nicht geschlechtsneutral, sondern eindeutig maennlich.
    Verzeihung zwischendurch fuer meine seltsame Schreibweise, aber meine Tastatur spinnt.
    Begleiter laesst eher auf einen Sohn, Bruder, Pfleger denken als an die Tochter. Und nach der ganzen Story, aber das muss Merlin entscheiden, ging es bei der Begleiterin nicht um eine x beliebige Person, sondern genau um die Tochter mit ihrem aussergewoehnlichen Vertrauensverhaeltnis zur Mutter. Was heisst denn hier Frauensprache? Wir haben in der deutschen Sprache hinreichend viele Woerter, die ohne aufgesetzte -innen ganz natuerlich klingen. Vielleicht denkst Du mal darueber nach, weshalb Du die maennerdominierte Sprache als allein gueltig erklaerst. Ich fuer meine Person bin viel lieber bei einer Saengerin, Schauspielerin, Kuenstlerin eingeladen und tuntig kommt mir so eine Bezeichnung gar nicht vor. Klar, es ist besser, der eigenen Frau zu sagen, man ginge zum Masseur. Das ist unverfaenglicher als die weibliche Form. Ich stell mir gerade vor, dass ich am Telefon sage, dass ich zur Einladung gern mit meinem Begleiter komme und dann mit einem schicken Weib aufkreuze. Zumindest bis zum Oeffnen der Tuer stand ich dann in dem Ruf, neuerdings schwul zu sein.
    Liebe Gruesse,
    Heinz
    So, und nun mach aus einer Muecke keinen Elefanten. Solche Diskussionen verwaessern Merlins Geschichte und haben nichts mit ihrem Text zu tun.

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