Thema: honk´sches

  1. #1
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    honk´sches

    raumgeist ist allzeitverstehen.
    manch einer ist es auch erstrebend.
    traumgeist ist. daseinsbegehen.
    liebeslust ist´s oft erlebend.

    geistall ist raumtraumerholung.
    es verstehend so. nicht immer.
    finger-rein-raus-wiederholung.
    auch im stein ist liebgeistzimmer.

    zart steift dein körper meine haut.
    der liebesgeiststab ist bereit.
    lusterlebend rausch geschaut.
    seinsdasein oft auch befreit.

    gefühltes kann man auch oft,
    gespürtes ist oft auch gefühl.
    der raumzeitdaseinswesenskörperlustallkraftgeist hat noch kurz gehofft,
    dann ging er. - draußen war es schwül.
    ach, aber mit versen ist so wenig getan, wenn man sie früh schreibt. man sollte warten damit und sinn und süßigkeit sammeln ein ganzes leben lang und ein langes womöglich, und dann, ganz zum schluss, vielleicht könnte man dann zehn zeilen schreiben, die gut sind. denn verse sind nicht, wie die leute meinen, gefühle (die hat man früh genug) - es sind erfahrungen. (rilke)

  2. #2
    Longshanks Guest
    Hallo Wortsport,

    was für eine Freude ausgerechnet bei so einem Text als erster plonkatieren (= eine besondere Form des Kommentierens) zu dürfen.

    Es ist eine Betrachtung über den Raumgeist, der als allzeitverstehen bezeichnet wird. Dieses sei dann für manch einen erstrebend. Dann wird traumgeist mit daseinsbegehen gleichgesetzt. Es erfolgen dann noch mehr Betrachtungen / Gleichsetzungen.

    Es ist ein gereimter Text, allerdings nicht durchgehend, teilweise "holung / holung" ist eine Wiederholung. Eine bestimmte Metrik scheint vorhanden zu sein. Die Aussage ist deutlich, allerdings mir (IQ von ichweißnichtmerhwievielhabsvergessen) nicht einleuchtend.

    Gruß

    Longshanks

  3. #3
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    Hilfe, mir fehlt die sportliche Einstellung!

    Liebe alle bisher im Faden Genannte

    Mit Witz und Wortwitz allein ist offenbar noch kein Vers geschafft.
    Das zeigen z.B. die „berge“ von wortsport.

    Von vielen vielen Versen verlieren vorkommende Fehler im Versmass nichts von ihrer verwirrenden Wirkung. Da gibt es auch bei Hans Beispiele.

    Für beides finden sich sicher auch Beispiele bei mir und anderen Hobbydichtern in diesem Forum.

    „sie spielten räuber und gendarm
    und jagten sich: das hatte charme,
    das waren abenteuer.
    sie schlugen sich die knie auf
    und kloppten auf die kleinsten drauf -
    er war da etwas scheuer.“ (zitat wortsport)

    Wer will schon zu jenen gehören, die da etwas scheuer nicht mitkloppen, oder? Und wenn der so von uns „Bekloppte“ das dann nicht lustig finden sollte, dann fehlt ihm eben die sportliche Einstellung zu diesem Spiel.

    LG wilma27
    Geändert von kaspar praetorius (24.02.2011 um 23:44 Uhr) Grund: Korrektur unschöner Stellen und einer missverständlichen Frage.
    Kinder, jetzt gilt's ernst!
    Sie quatschen im Cybertalk
    über Cybersex.

    (StadtHaiku)

  4. #4
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    @longshanks:
    ich habe so betont (x heißt unbetonte silbe, X ist mit betonung gelesen): xXxX........
    ich gebe mein bestes und versuche alles und habe, im gegensatz zu vielen der guten dichter hier, viel fürs forum getan. aber leider erkennt mein rechtschreibprogramm keine kommafehler.
    dein kommentar ist eine wichtige und gute aussage.
    gern gelesen.
    LG

    @wilma:
    wenn du bei mir wilderst, wird zurückgewildert: reimst du tatsächlich in deiner müllsortierer-ode die ruhe auf handschuhe? das tut aber auch aua!
    eigentlich wollte ich ja kleingroß beigeben, mit wehenden fahnen kapitulieren und einen kompromiss anbieten, nämlich erst ab vierfacher wiederholung eines wortes (höchstwahrscheinlich wirds der allgegenwärtige geist sein) wieder etwas honk´sches zu bekritteln - aber da trifft mich schon der nächste schlag: heute präsentiert er uns kreationen wie alleswelt, allgewalten, allgewalt´ges alldasein, dasein, dasein, daseinslos, innensein, innengehen, innen, innen, draußen, außen, außen, äuß´rer, außen - in 24 zeilen. da kriege ich halt schon wieder ohne allen respekt das kotzen. als weiteren kompromiss wollte ich eigentlich auch meine signatur wieder ändern - aber NEIN!

    trotzdem liebe grüße,
    wortsport.
    ach, aber mit versen ist so wenig getan, wenn man sie früh schreibt. man sollte warten damit und sinn und süßigkeit sammeln ein ganzes leben lang und ein langes womöglich, und dann, ganz zum schluss, vielleicht könnte man dann zehn zeilen schreiben, die gut sind. denn verse sind nicht, wie die leute meinen, gefühle (die hat man früh genug) - es sind erfahrungen. (rilke)

  5. #5
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    6.594
    Lieber Wortsport,
    wir müssen uns mal darüber klar werden, wer besser spottet. In diesem Fall gebe ich mich geschlagen!
    Lieber longshanks,
    für die Kreation eines unübertreffbaren Neogolismus "plonkaktieren" (wies erinnert das Wort mich an "plastinieren"?) bin ich Dir sehr dankbar und bitte um Freigabe zur geflissentlichen, gelegentlichen Weiterverwendung ohne des plagiatierens verdächtig zu werden.
    Liebe Wilma,
    weshalb solltest Du ein Objekt für "Zielschreibe" werden? Ich würde mich in so einem Fall wie ein blonder, blauäugiger Ritter auf weißem Ross für Dich in den Kampf werfen. Ich verstehe einige User (mich natürlich auch) sehr gut, wenn sie sich gegen den Reimetsunami, der da täglich auf uns zuplonkt, mit spitzen, sarkastischen, spöttischen und anderen Mitteln zur Wehr setzen. Wie hat der Roberto gesungen? "Ein bisschen Spaß muss sein!" Und HP kannst Du nicht verletzen, der ist immun.
    Liebe Grüße!
    Heinz

  6. #6
    Longshanks Guest
    @kulturheinzi

    und bitte um Freigabe zur geflissentlichen, gelegentlichen Weiterverwendung ohne des plagiatierens verdächtig zu werden
    nur zu, ich gebs zur Verwendung frei.

    Gruß

    Longshanks

  7. #7
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    hai kulturheinzi,
    danke für dein lob, aber ich finde, da schenken wir uns beide nix
    am interessantesten wars zu sehen, wie schnell und mühelos vier strophen hingerotzt werden können - traue mir sogar zu, das täglich hinzukriegen...

    so, genug honk´sches.

    weil ich - wie ihr auch, longshanks und kulturheinzi - an anderer stelle mit einer eigenen strophe bedacht wurde, von unserer geschätzten kollegin (ich übernehme hier longshanks' nächste tolle wortschöpfung) gröldaz (gröldazin?) nämlich, antworte ich mit einem kommentar à la anamolie:
    (da ichs ja auf ihre ignorierliste geschafft hab, wird sie es gaanz bestimmt nicht mitbekommen. gell?)

    erstmal eine fettgedruckte reimerei:
    angst hab ich vor anamol
    iehrer reimereaktion
    stetig stets. obwohl:
    sie gibt satisfaktion,
    denn wenn wieder mal
    anamol ganz fies
    niedlich anomal
    reimchen purzeln ließ -
    traf ich wohl - ein fest! -
    fest ins wespennest.


    jetzt das obligatorische ich chef - rest nix:
    ich chef - rest nix!

    nun der generalangriff aufs establishment:
    gott ist tott, töter ist goether!

    abschließend noch die gut getarnte verlinkung zu einem anderen eigenen gedicht (der push up-effekt):
    wer das hier liest, ist doof!
    mist, das muss farbig sein:
    wer das hier liest, ist doof!
    unterstrichen auch noch:
    wer das hier liest, ist doof!

    so, und weil in den kommentar prinzipiell mehr investiert werden muss als ins gedicht - kommt die ganze chose noch einmal:

    erstmal eine fettgedruckte reimerei:
    angst hab ich vor anamol
    iehrer reimereaktion
    stetig stets. obwohl:
    sie gibt satisfaktion,
    denn wenn wieder mal
    anamol ganz fies
    niedlich anomal
    reimchen purzeln ließ -
    traf ich wohl - ein fest! -
    fest ins wespennest.


    jetzt das obligatorische ich chef - rest nix:
    ich chef - rest nix!

    nun der generalangriff aufs establishment:
    gott ist tott, töter ist goether!

    abschließend noch die gut getarnte verlinkung zu einem anderen eigenen gedicht (der push up-effekt):
    wer das hier liest, ist doof!
    mist, das muss farbig sein:
    wer das hier liest, ist doof!
    unterstrichen auch noch:
    wer das hier liest, ist doof!

    leider werde ich jetzt mit missachtung belohnt -
    aber so ist das scheiß-fucking leben eben.

    wortsport.
    ach, aber mit versen ist so wenig getan, wenn man sie früh schreibt. man sollte warten damit und sinn und süßigkeit sammeln ein ganzes leben lang und ein langes womöglich, und dann, ganz zum schluss, vielleicht könnte man dann zehn zeilen schreiben, die gut sind. denn verse sind nicht, wie die leute meinen, gefühle (die hat man früh genug) - es sind erfahrungen. (rilke)

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