1. #1
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    distanz

    *******
    Immer und überall
    begleitet mich mein Gedanke
    Wenn du vor mir stehst
    und mich verlassen kannst
    wenn du mich verläßt
    und meinen Gedanken
    werde ich einsam sein
    Immer und überall

    *******
    ich habe angst
    vor deiner nähe
    so weit bist du
    entferne dich nicht
    komme nicht näher

    *


    ________________________________________________________________________________
    Geändert 08.03.2011; Grund: gekürzt + s.u.
    Geändert von Farbkreis (02.06.2011 um 08:49 Uhr) Grund: "mein", Original

  2. #2
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    Ich finde das gut, weil ich das nachvollziehen kann. Aber weißt du was? Ich hätte es fast geiler gefunden, wenn die letzten Zeilen "entferne dich/ komm näher" gewesen wären. Wenn das noch klarer und minimaler wäre.
    Es ist auch ein µm zu lang für minimal.

  3. #3
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    Hallo 101010

    Zitat Zitat von 101010 Beitrag anzeigen
    Ich finde das gut, weil ich das nachvollziehen kann. Aber weißt du was?
    Ja, das weiß ich, sonst hättest du nicht einen sechsten Lyriksinn, die letzten Zeilen gehören
    nicht hier hin.

    Ich hätte es fast geiler gefunden, wenn die letzten Zeilen "entferne dich/ komm näher" gewesen wären. Wenn das noch klarer und minimaler wäre.
    Das wäre ein guter Anfang für ein Erotikgedicht, da könnte die Silbenzahl die rhythmischen
    Bewegungen veranschaulichen, ohne abgedroschene Ausdrücke zu un-verreimen, das /komm
    näher“ ist befehlerisch, total erotisch. Oder man könnte einen Liedtext draus schreiben, einen
    zweistimmigen Gesang, wie Jane Birkin’s „Je t’aime... „ könnte sogar romantisch sein, weil
    durch den Klang der Musik das „zwischen den Zeilen“ stehende dann kommuniziert werden
    kann... hier muß das < nicht > bleiben.

    Es ist auch ein µm zu lang für minimal.
    Ja, ich stelle den zweiten Teil später separat ein.

    Danke für den Hinweis

    LG Farbkreis

    * Jetzt stelle ich ihn wieder ein, mit "distanz" und klein, es sollte gar nicht "geiler" sein.
    Geändert von Farbkreis (02.06.2011 um 08:42 Uhr) Grund: *

  4. #4
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    Hallo Farbkreis,

    ich finde es interessant, dass Du mal nicht das dramatische Beziehungsende selbst zum Gegenstand Deines Gedichtes wählst, sondern das LI über diese Möglichkeit nur nachdenken läßt. Der Gedanke, was der Trennung folgt, läßt vermutlich das LI die Beziehung zum LD wertschätzen. Dieser Achtzeiler zeigt mir deutlich, dass die Poesie nicht immer auf Reime angewiesen ist.
    Ich würde noch überlegen, in der zweiten Zeile nicht „mein Gedanke“ zu schreiben, sondern „ein Gedanke“. Das würde m.E. das Gefühl der Sorge intensivieren (im Sinne, mich beschäftigt immer nur der eine Gedanke ...). In der 6. Zeile wird ja nochmal klargestellt, dass es der Gedanke des LI war.

    Ich hab’s gern gelesen.

    Liebe Grüße
    Eremit
    Werkeverzeichnis: Die Gedichte eines Eremiten
    Neu: F..., Auf dem Olymp, ein bisschen völkisch, wellenlied

    -------------------------------------------
    Weh denen, die dem Ewigblinden
    Des Lichtes Himmelsfackel leih'n!
    Sie strahlt ihm nicht, sie kann nur zünden
    Und äschert Städt' und Länder ein. (F. Schiller)

  5. #5
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    Hallo Eremit

    Zitat Zitat von Eremit Beitrag anzeigen
    ich finde es interessant, dass Du mal nicht das dramatische Beziehungsende selbst zum Gegenstand Deines Gedichtes wählst, sondern das LI über diese Möglichkeit nur nachdenken läßt. Der Gedanke, was der Trennung folgt, läßt vermutlich das LI die Beziehung zum LD wertschätzen.
    Vielen Dank für deinen Kommentar.

    Dieser Achtzeiler zeigt mir deutlich, dass die Poesie nicht immer auf Reime angewiesen ist.
    Ich würde noch überlegen, in der zweiten Zeile nicht „mein Gedanke“ zu schreiben, sondern „ein Gedanke“. Das würde m.E. das Gefühl der Sorge intensivieren (im Sinne, mich beschäftigt immer nur der eine Gedanke ...). In der 6. Zeile wird ja nochmal klargestellt, dass es der Gedanke des LI war.
    außerdem kommt der Gedanke nicht unbedingt von mir, gehört mir nicht und < mein > klingt zu possessiv, das hört man auch beim Lesen < mich mein > hat einen unreinen Klang. Mein Gedanke war, daß man < ein > als < irgendein > verstehen könnte, ist aber < immer nur der eine... > wie du geschrieben hast.

    Lieben Gruß

    Farbkreis

    * Vielleicht war der Gedanke nicht ganz rein, denke ich im nachhinein, deshalb war er sicher mein und nicht ein.
    Geändert von Farbkreis (02.06.2011 um 08:51 Uhr) Grund: *

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