1. #1
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    Gedanken einer Mutter

    Gedanken einer Mutter




    Mein Kind, ich will dich achtsam tragen,
    dir Wärme sein, vertrauter Hort.
    Vergib mein mütterlich Versagen,
    erkenn den wahren Heilungsort,

    der unserm Schicksal inne wohnt,
    erhaben in Verbundenheit thront.
    In liebend Armen kannst du ruhn,
    mein Herz sehnt sich, dir wohl zu tun.

    Ich schau auf dein zerbrechlich Wesen.
    Die Sorge lässt mich fesselnd bangen
    und wirkt im Innern oft zerstörend,
    doch Wunsch nach Nähe wirbt betörend.

    Ich weiß, dass ich die Zeit nicht halten kann,
    so geb ich dich frei, damit deine Flügel
    sich heben, du entschwebst, um irgendwann
    zurück zu kehren in die Obhut weicher Hügel.
    So bin ich nur als Kind erwacht,
    so sicher im Vertraun
    nach jeder Angst und jeder Nacht
    dich wieder anzuschaun.
    Ich weiß, sooft mein Denken misst,
    wie tief, wie lang, wie weit - :
    du aber bist und bist und bist,
    umzittert von der Zeit.

  2. #2
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    Hallo flowerpower,

    ein wunderschönes Gedicht; thematisch gibts da nichts zu bekriteln, denn Mutterliebe .. es gibt nichts wertvolleres.
    erhaben in Verbundenheit thront
    1 hier stolpere ich beim lesen
    2und hier
    mein Herz sehnt sich, dir wohl zu tun.
    3und hier
    Ich weiß, dass ich die Zeit nicht halten kann,
    so geb ich dich frei, damit deine Flügel
    sich heben, du entschwebst, um irgendwann
    zurück zu kehren in die Obhut weicher Hügel.
    zweite Strophe 1 Zeile würde ich
    unsrem
    schreiben

    Vorschlag für 1 "verbunden und erhaben thront"

    zu 2 " es sehnt mein Herz dir wohl zu tun.

    zu 3 hier reimst du nicht mehr 1/2 -3/ 4 sonden 1/3 - 2 /4
    dadurch kommst du meines Erachtens auch aus dem Gleichgewicht..
    Vorschlag:
    ich überlege schon die längste Zeit..
    ich würd auf alle Fälle die Reime gleich setzen , wie in den andern Strophen..
    mir fällt nur gerade eben nichts passendes ein.
    Gerne will ich darüber nachdenken und dir Post geben sobald mir etwas,
    das deine Aussage nicht zu stark verändert eingefallen ist..

    Ich hab dein Werk sehr gerne gelesen und bring dir meinen Vorschlag dann hier als EDIT vorbei..

    Behutsame Grüße Behutsalem

    edit;
    ich hab mir dein Werk heute noch einmal genauer angeschaut.
    eigentlich hast du kein gleichbleibenes Reimschema;
    das ist mir gestern irgendwie entgangen.. das ändert mein denken zu Strophe 4, aber das unebene bleibt trotzdem, nämlich hier..
    so geb ich dich frei, damit deine Flügel
    sich heben, du entschwebst,um irgendwann
    da ist irgendwas zu viel..

    Ich weiß, dass ich die Zeit nicht halten kann
    so lass ich los und schenk dir bunte Flügel
    ....
    wär das was?? ist nur ein Vorschlag für die ersten beiden Zeilen.. vielleicht kannst du ja was damit anfangen..

    behutsame Grüße, Behutsalem
    Geändert von Behutsalem (04.04.2011 um 08:39 Uhr)
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