1. #1
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    Ilona schwimmt mit nur einem Arm ins Meer hinaus und alle tanzen im Blütenregen

    So, Ihr Lieben,
    ich hatte Euch zwar versprochen, Euch mit weiteren literarischen Ergüssen für immer zu verschonen, aber ich brauche mal ein bisschen Feedback von einer möglichst bunt gemischten Leserschaft.
    Unqualifizierte Meinungen gibt es übrigens nicht, es gibt nur Leute, die gar keine Meinung haben und wer keine Meinung hat, der darf sie auch für sich behalten.
    Im Voraus vielen Dank fürs Lesen und LG,
    101010



    Ilona schwimmt mit nur einem Arm ins Meer hinaus und alle tanzen im Blütenregen

    Wir waren sechzehn. Stina, die mir hilft, diese Geschichte aufzuschreiben, war schon siebzehn. Es war der 30. Mai. Die Sonne ging gerade auf.
    Als ich nach Hause schlich und noch hoffte, dass meine Eltern meine Abwesenheit nicht bemerkt hatten, wurde ich plötzlich von ein paar sehr groben Menschen überwältigt und fand mich eine Sekunde später in einem Polizeiwagen wieder.
    Wie gesagt, ich war 16 und hatte noch nie irgendetwas mit der Polizei zu tun gehabt. Ich hatte auch Kafka noch nicht gelesen, aber jetzt drängt sich mir der Vergleich auf. Ich wurde verhaftet und man sagte mir gar nichts. Man fuhr mich in die übernächste Kreisstadt und nicht auf unser Revier hier.
    Ich hatte nur eine Erklärung für all das: Ilona war erwischt worden und hatte mich verpfiffen. Sehr wahrscheinlich war das nicht. Trotzdem dachte ich, es sei am besten, einfach zu schweigen.
    Ich wollte auch nicht telefonieren, denn meine Eltern hatten sicher von meiner Verhaftung direkt vor ihrer Haustür erfahren. Rauchen wollte ich aber, und der Kleinedickenette, der in der ganzen Lieber-Bulle-Böser-Bulle-Masche den Lieben spielen durfte, versorgte mich mit Kippen und Kaffee in ausreichender Menge.
    Eine halbe Stunde vorher war ich noch beim Ari gewesen und ich war immer noch straff wie ein Brett. Ich verstand nicht, was eigentlich passiert war, oder sagen wir mal so: Ich war nicht fähig, es mir mit der mir nachgesagten Intelligenz zusammenzureimen, hatte ich doch gerade vor ein paar Minuten noch besagte Intelligenz durch einen von Aris unerhörten Guten-Morgen-Eimern gezogen.
    Ich brauchte fast eine Stunde, ehe ich wirklich begriff, was geschehen war, zwar lang noch nicht in der angemessenen Tragweite, doch immerhin sickerte die Nachricht in mein Bewusstsein, wurde zur Gewissheit und hakte sich in meinem Herzen fest:
    Man hatte Ilona umgebracht und ich war der letzte, der sie lebend gesehen hatte.

    Zuerst hatte man nur ihr Fahrrad gefunden. Dann ihr Armband, das Stine und ich ihr geschenkt hatten. „Ilona“ stand darauf und der Arm war noch dran.
    Der Rest fehlte zwar, doch ließ das viele Blut, das eine Art roten Teppich zum Fluss hinüber bildete, darauf schließen, dass Ilona wohl nicht mehr am Leben war.
    Der Fluss führte Hochwasser.
    Ilona schwimmt mit nur einem Arm ins Meer hinaus, wo ein netter Segler sie aufgreift und wieder nach Hause bringt. Dann näht Doktor Schmitt den Arm wieder ran.
    Alle sind glücklich und singen und tanzen im Blütenregen, wie in einem indischen Film.

    Ilona, Stina und ich waren seit frühester Kindheit befreundet gewesen.
    Dabei waren Ilona und Stina so eine Art beste Freundinnen und meine Rolle war nicht ganz geklärt. Aber, wie das so ist, mit dreizehn, vierzehn: Irgendwie wacht man eines Morgens auf und alles ist anders.
    Man kann nicht genau sagen, was es ist, aber es gelten plötzlich andere Regeln. Wir gingen nicht mehr zusammen aufs Klo. Wir zogen uns nicht mehr voreinander aus.
    Ilona und Stina wuchsen Brüste und mir überall Haare an Stellen, an denen keine hingehörten.
    Hatten beide ein Jahr vorher noch gelauert, welche ich wohl erwählen würde, waren sie jetzt gänzlich uninteressiert an mir.
    Stina schloss sich den Tierschützern an. Ilona erkannte, dass sie viel zu hübsch und begehrt war, um weiter ihre Zeit mit einem wie mir zu verschwenden.
    Aber ich lernte Ari kennen, Ari kam neu in unsere Klasse. Das war dann in der Zehnten.
    Ich mochte ihn gleich und alle mochten ihn. Er kam mit allen gut aus, er war hübsch, er war aus der Großstadt, er erzählte die unglaublichsten Geschichten, er trug wahnsinnig teure Klamotten und er hatte diesen unglaublichen Vornamen, Ariel.
    Durch meine Freundschaft mit Ari stieg mein gesellschaftliches Ansehen, denn ich war zwar auch weiterhin ein irgendwie merkwürdiger und total unhipper Streber, aber immerhin einer, der mit einem anderen merkwürdigen und voll coolen, geheimnisumwitterten und Hasch rauchenden Streber befreundet war. Unsere Strebsamkeit blieb dann auch schnell auf der Strecke.
    Während ich bis dato von Haschisch nur sehr vage als einer gefährlichen Droge gehört hatte, hatte Ari es schon am zweiten Schultag fertig gebracht, sich welches zu besorgen und es mir gleich in der Frühstückspause zu präsentieren.
    „Was ist das?“, fragte ich.
    Statt einer Antwort begann Ari nun, vor meinen Augen eine Zigarette zu rollen, er krümelte etwas von der erwärmten Substanz hinein und steckte mir das Ding in den Mund.
    Dann hielt er mir sein brennendes Feuerzeug unter die Nase. Ich wusste, dass wir etwas Verbotenes taten und zögerte.
    „Hast du schon mal Bier getrunken?“, fragte Ari.
    Als ich nickte, sagte er: „Dann brauchst du keine Angst zu haben. Das ist wie ein Bier zum Rauchen.“
    Ich nahm einen ersten Zug. Es schmeckte mir. Ich war nach drei Zügen dicht und beschloss, bis ans Ende meines Lebens zu kiffen und nie wieder aufzuhören.
    Wir unterhielten uns plötzlich über die Blumen, die da aus den Ritzen wuchsen, im Kellereingang neben den Fahrradständern. Sie wuchsen aus der bröckeligen Wand heraus. Mauerblümchen.
    Dann kamen wir irgendwie auf Metallbaukästen zu sprechen, weil dort so eine Schiene im Dreck lag und Ari kratzte damit in den Mauerritzen herum.

    Am nächsten Tag hatte er so einen Kasten dabei und wir bauten den Eiffelturm aus unseren vereinigten Metallbaukästen nach, während wir in meinem Zimmer kifften.
    Nach einer Weile begannen wir, zum Spaß finnisch zu lernen, weil wir fanden, dass es die am lustigsten klingende Sprache der Welt ist. Wir hielten aber nicht lange durch. Wir klauten meinem Vater Pornos und meiner Mutter Geld für noch mehr Pornos, aber wir bauten ihr auch eine Kaffeemaschine, die pfiff, wenn der Kaffee durch war. (Dann endlich trennte sie sich von ihrem alten Teekessel.)
    Das alles ging nur, weil ich in der Nähe der Schule wohnte, und wir alle Freistunden und die großen Pausen immer bei mir verbrachten. Ari wurde jeden Tag nach der Schule von seinem Vater in einem dunkelblauen Benz abgeholt. Ich sprach Ari ein paar Mal darauf an, doch er wollte nichts darüber sagen.
    Irgendwann klinkte Ilona sich wieder ein, Stina war schon schwanger und nicht mehr auf der Schule, und nun waren wir wieder ein Dreier. Wir kifften jeden Mittwoch und Freitag, wenn wir danach Kunst oder Musik hatten, in der Mittagspause in meinem Zimmer. Kunst und Musik konnte man sehr gut schwänzen, weil die alte Frau Brünn, die beides unterrichtete, einfach jeden, der da sein sollte, auch als anwesend eintrug.

    Nach ein paar Monaten kam Aris Vater dann dahinter. Wir waren einfach zu dicht, um rechtzeitig in der Schule zurück zu sein. Wir liefen hin und der Benz stand schon da. Ari kriegte „ziemlichen Ärger“. Und er wurde von da an tatsächlich in der Mittagspause auch von seinem Vater abgeholt. Er verbrachte die Pause in diesem Auto und dann fuhr der Vater wieder weg.
    Heute verstehe ich das. Der Mann wollte einfach nicht, dass Ari schon am Vormittag Drogen nahm. Oder überhaupt Drogen nahm.Aber damals fand ich das einfach nur schräg. Ich dachte, der Typ hat einen Vollschaden.
    Der Winter kam, der Winter ging, ich sah Ari nur in der Schule und wir kifften manchmal in der kleinen Pause draußen in der Kälte. Die Mauerblumen waren längst erfroren.
    Dann kam der Frühling, es kamen neue Blumen und eines Tages, am 29. Mai, sagte Ari mir, dass ich abends gegen halb Elf mit was zum Rauchen und einem Video bei ihm einlaufen sollte. Er hätte sturmfrei, sagte er. Ich solle in dem schmalen Weg zwischen seinem und dem Nachbarhaus durch die Zaunlücke und ein Stück über den Rasen laufen und einfach in die offene Terassentür hinein.
    Mir war schon ziemlich mulmig, muss ich sagen, ich war mir noch nicht einmal sicher, das richtige Haus erwischt zu haben. Zuvor hatte ich meinen Eltern gesagt, ich würde bei Ilona übernachten und ich hatte sie auch kurz getroffen. Am See, ich gab ihr die Hälfte von meinem Gras. Wir lachten über unsere „dummen“ Eltern, denn Ilona hatte ihren Eltern gesagt, sie würde bei mir übernachten. Unsere Eltern wohnten direkt nebeneinander, sie wohnen dort immer noch nebeneinander, aber sie hatten nie etwas miteinander zu tun gehabt, außer sich zu grüßen und zu lächeln. Das änderte sich natürlich durch diese Geschichte. Aber der Reihe nach.

    Ilona nahm das Gras und sagte mir, sie hätte eine Verabredung, von der ihre Eltern nichts wissen durften, weil der Mann schon 25 war. Sie kicherte. Dann fuhr sie weg. Ich sah ihr nach. Ihr Rad hatte kein Rücklicht. Ich sehe es immer noch vor mir, das helle Kleid, wie es in der Dunkelheit verschwand. Auch damals sah ich dieses Bild in meinem Kopf an, trank Kaffee und rauchte und schwieg.
    Noch immer hoffte ich, sie würde doch noch leben. Noch immer hörte ich sie kichern. Ich schloss die Augen und sah ihr nach, wie sie Richtung Grillplatz fuhr auf dem sandigen Spazierweg am See entlang.
    Ich war dann in die andere Richtung gegangen, in den Ort zurück. Ich hatte dort Aris Haus gesucht und gefunden und war dort „eingebrochen“. Ich hatte Gras dabei gehabt und einen Pornofilm. Beides hätte ich nicht besitzen dürfen. Das eine sowieso nicht und das andere noch nicht. Auch Ari war erst 16 und eine Durchsuchung seines Zimmers hätte ihm wohl nicht nur Ärger mit seinem Vater eingebracht.
    Ich war Ilonas Alibi, sie war meins. Sie traf den „alten Mann“, ich traf Ari.
    Der wäre nun nach meiner Verhaftung mein wirkliches Alibi gewesen, aber das hätte ihn in Schwierigkeiten gebracht. Er er durfte niemanden mit zu sich nach Hause bringen. Ich konnte ihn da nicht rein reiten. Das konnte er nur selbst tun. Würde er auch. Aber er brauchte Zeit. Zeit, um herauszufinden, was mit Ilona passiert war – das würde er sicher noch am selben Tag erfahren - und dann Zeit, um die Drogen verschwinden zu lassen. Dann würde er kommen und alles aufklären. Gegen sechzehn Uhr frühestens und jetzt war es gerade erst halb zehn.
    So dachte ich.

    Ich war mir sicher, dass Ari sich am Nachmittag meldet oder dass die Polizisten schon von selbst herausfinden werden, wer Ilona wirklich umgebracht hat. Falls sie tatsächlich tot war und nicht irgend ein Arm – aus dem Leichenschauhaus vielleicht? - mit ihrem Armband versehen worden und dann dort abgelegt worden war.
    Vielleicht war es auch nicht ihr Blut. Vielleicht war es nicht mal wirklich menschliches Blut. Ich schaute die Fotos von Tatort an, die mir gezeigt wurden, und schwieg.
    Wo waren Sie am 29. Mai zwischen 22.00 Uhr und Mitternacht? Und wieso sind da Kratzer an ihrem Oberkörper?
    Das hätten sie gerne gewusst, diese Polizisten.

  2. #2
    Longshanks Guest
    Hallo 101010,

    die Geschichte ist trotz einiger Längen lesbar, könnte aber für meinen Geschmack deutlich gestrafft werden. Was auf jeden Fall überarbeitet gehört sind die Logikbrüche hier:

    Als ich nach Hause schlich und noch hoffte, dass meine Eltern meine Abwesenheit nicht bemerkt hatten
    Das ist nicht stimmig, da dein Held weiter unten ja seinen Eltern gesagt hat, er würde bei Ilona übernachten.

    Ich hatte nur eine Erklärung für all das: Ilona war erwischt worden und hatte mich verpfiffen
    Was hätte sie Verhaftungswürdiges verpfeifen können? Dass der Held bei einem Freund war, gekifft und Pornos geguckt hat? Dass da möglicherweise was homoerotisches im Spiel war nach dem Schlusssatz? Davon ab kann sie das doch gar nicht wissen?

    Man hatte Ilona umgebracht und ich war der letzte, der sie lebend gesehen hatte
    Woher weiß man das? Das wechselseitige Alibi belegt doch, dass sich die beiden gar nicht gesehen haben. Die wechselseitigen Eltern haben das Paar nicht gesehen, aber nachdem sie offensichtlich nichts gegen das gegenseitige ÜBernachten hatten, bestand kein Grund "nicht dort zu sein". Und das Wegfahren vom See, falls der Held und sie dort gesehen wurden, belegt doch, dass ers nicht war. Sie fuhr mit dem Rad weg, er sah ihr hinterher?

    Den Erzählstil zu optimieren - für mein Gefühl zumindest - sollte kein Problem sein. Er ist auch so schon recht gut lesbar. Aber der Plot gehört überarbeitet.

    Gruß

    Longshanks

  3. #3
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    hey 101010,

    die Geschichte an sich gefällt mir gut. Der Erzählstil vor allem. Der Anfang ist allerdings etwas seltsam. Warum ist es wichtig zu wissen, dass Stina ihm beim aufschreiben hilft oder warum hilft sie ihm überhaupt? Warum schreibt er das ganze auf? Vielleicht für die Polizei, aber warum hilft Stina ihm dann? Es ist auch nicht klar, wann er dass alles aufschreibt. Er fängt an mit: "Wir waren 16", er ist also nicht mehr 16, das ist etwas verwirrend. Aber wie gesagt, gefällt mir die Geschichte sehr gut, die Freundschaften zwischen den Charakteren, wie alles angefangen hat, wie sie über die Eltern denken, wie sie ihre Pausen verbringen, hehe, das gefällt mir.

    @Longshanks:
    - Deinem ersten Kritikpunkt würde ich zustimmen, dass er hofft die Eltern würden sein Wegbleiben nicht bemerkt haben macht keinen Sinn, da er ihnen ja gesagt hat, dass er bei Ilona übernachtet.
    - Verhaftungswürdig ist die Tatsache, dass Ilona das Gras von ihm hat, wenn man davon ausgeht, dass er denkt, sie wurde damit erwischt und hat ihn also "verpfiffen".
    - Ich gehe davon aus, dass die Eltern wohl schon erklärt haben, dass Ilona bei ihm übernachten wollte, bzw seine Eltern erklärt haben dass er bei ihr übernachten wollte und so das wechselseitige Alibi aufgedeckt ist, daher ist es wohl logisch das die Polizei ihn dazu befragen will, ob er sie noch gesehen hat oder weiß was sie vorhatte. So würde ich das verstehen.

  4. #4
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    Hallo 101010,

    ich glaube die Geschichte ist ziemlich durchdacht, trotz des lockeren Erzählstils, den ich mag. Ich glaube die "Logikbrüche", die Longshanks erwähnt gehören dazu. Das Grass ist der Schlüssel. Schon im zweiten Absatz muss der Leser an den Erinnerungen des Erzählers bzw. des 16jährigen Erzählers zweifeln, wenn er das Geschehene ohne jeden erkennbaren Übergang zu einem sehr unwahrscheinlichen Happyend zusammenträumt. Die Langzeitwirkung, die der Grasskonsum auf den Erzähler hat wird, deutlich anhand der Mauerblumen die beim ersten Kifferlebnis Mittelpunkt des Interesses sind, später dann schon länst erfroren waren . Auch die heftige Reaktion Ariels Vaters, als er den beiden auf die Schliche kommt kann der Erzähler erst in der Gegenwart richtig einordnen (weil er weiß welche nicht wieder gutzumachenden folgen es hat?). In der besagten Nacht wird ebenfalls Grass geraucht und warum gibt der Erzähler Ilona eine Hälfte seines Grassvorrats?
    Das Video und die Drogen haben mich an American Psycho erinnert, die dort immer mit Batemanns nächtlichen Ausschweifungen gekoppelt sind. Die Kratzer auf dem Oberkörper, die am Ende der Erzählung erwähnt werden vertiefen diese Assoziation, trotzdem kann ich mir schlecht vorstellen, dass der merkwürdige, aber doch recht harmlos wirkende Erzähler Ilona umgebracht hat, wenn dann eher im übertragenen Sinne durch seine Flucht(Grass, Videos) und Abwesenheit. Wenn der Name "Ilona" auf die griechische Helena rekuriert, warum war der Erzähler dann nicht da, wo er, kulturell tradiert, sein sollte, nämlich bei ihr im Nachbarhaus? Ist das die Schuld, die er trägt (vgl. Kafka)? Stina, die Christin, könnte dann einen durch dieses schreckliche Ereignis erweckten Glauben repräsentieren, sicher bin ich mir aber nicht.

    Ariel verweist im Kontext mit der finnischen Sprache sicher auf den gleichnamigen Film von Aki Kaurismäki. Ariel ist darin der Name einer Fähre, die den Protagonisten in die Freiheit bringen soll. In der vorliegenden Geschichte führt Ariel den Erzähler zuerst aus der Schuleinsamkeit und soll ihn später aus dem Gefängnis befreien. Im Bezug auf das Kiffen übernimmt Ariel aber auch die zweifelhafte Rolle des Verführers, eventuell auch für das Entdecken der Liebe zum eigenen Geschlecht.
    Die Bedeutung des 30. Mai ist mir nicht klar, wird aber zu oft erwähnt um beliebig zu sein. Jeanne d'Arc starb an dem Tag und das letzte mal als Ilona gesehen wird, befindet sie sich auf dem Weg zu einem Grillplatz - ziemlich makaber, wenn es denn beabsichtigt ist. Wüsste aber nicht wie, die Person der Jeanne d'Arc für die Story von Bedeutung sein könnte.

    Habs jedenfalls gerne gelesen; flotter Erzählstil und der Schluss macht Lust das "dahinter" zu ergründen und den Mörder zu überführen. Ist mir leider nicht ganz gelungen, vielleicht jemand anderem.

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