Zu kurz!

Hoffnung unterm Odem schlief,
Rege Träume sprudeln tief.
Wecken auf des Himmels Zelt,
Goldstaub kleidet an die Welt.

Eifrig Winde sind entzückt,
Tragen weit der Liebe Glück.
Flüstern zu der Farbenpracht,
Geheime Lieder in der Nacht.

Dumpfes Gold schaut vom Azur
Perlen zieren Wald und Flur.
Gierig Augen dies erfreut,
Trunken meiner Seele Zeit.

Bienchen naschen unbedacht,
Leben neu vom Staube lacht.
Recken, strecken, drängen weit,
Kurz, zu kurz die Blütezeit.



©gelassenheit