Thema: Hai!

  1. #1
    Registriert seit
    Nov 2010
    Ort
    La Croisée
    Beiträge
    1.357

    Hai!

    ****
    Schwarze Kirschen
    Rote Kirschen
    Pilger pirschen
    Auf der Schiene

    Pelerine
    Spuckt die Steine
    Nach den Hirschen
    An die Kiefer

    Wohin lief er?
    "Weiße Weine"
    Rief er, "munden gut!"
    Rote schluckt der Hai

    Meer vermischt mit Blut
    Tote Brut im Seih –
    Tuch
    Huch!
    Rotes Meer
    Zitteraal
    Schwarzes Meer
    Tabakwahl

    Redefluß
    Meeresflut
    Kirschenkuß
    Leerer Saal!
    Kiefer – Munt
    Schund und Schand
    Tiefer Schlund
    Neues Band
    Lehrerbuch!
    Spucke Steine
    Gucke –
    Weine –
    Seihe –
    Mal!
    Steinbarriere
    Zeterschrei
    Mordskarriere
    Hirschgeweihe
    Hai!


    *

    ________________________________________________________________________________
    Geändert von Farbkreis (07.06.2011 um 09:06 Uhr) Grund: *

  2. #2
    Registriert seit
    Nov 2008
    Beiträge
    7.730
    Hallo Farbkreis,

    hier sehe ich einen interessanten Themen und Bilderwechsel von dem ich eine Gesammtaussage kaum bestimmen kann. Die Reime sind gut gelungen und Aussagekräftig. Der Titel "Seihe" könnte eine sortierte Feinmischung bedeuten, wobei die Vorgaben ein besonderes Ergebnis versprechen.

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  3. #3
    Registriert seit
    Nov 2010
    Ort
    La Croisée
    Beiträge
    1.357
    Zitat Zitat von Hans Plonka Beitrag anzeigen
    Hallo Farbkreis,

    hier sehe ich einen interessanten Themen und Bilderwechsel von dem ich eine Gesammtaussage kaum bestimmen kann. Die Reime sind gut gelungen und Aussagekräftig. Der Titel "Seihe" könnte eine sortierte Feinmischung bedeuten, wobei die Vorgaben ein besonderes Ergebnis versprechen.

    LG Hans
    Hallo Hans Plonka

    Das "gut gelungen" freut mich, da mir die Betonung mancher Wörter noch immer ein Rätsel
    ist, und "Seih" somit auch in dieser Hinsicht ein Experiment. Es sollte sich so diskret wie
    möglich entwickeln, wurde nun doch entdeckt, bevor die letzte Strophe erschien.
    Eigentlich sollte sich jetzt die Gesamtaussage bestimmen lassen. Den Titel habe ich ein
    wenig vorschnell gewählt. Die Doppeldeutigkeiten der Wörter entstehen vor allem durch
    die Aussprache, den Pilger habe ich aus "pèlerin" verdeutscht, (deshalb: "Wohin lief er?"
    nicht "sie"), und spielt auch auf die sprachliche Verwechslung von männlich / weiblich
    bei der Namensgebung an. "Martin" zum Beispiel, Martin(e) gesprochen, ist ein weiblicher
    (frz.) Name wie Delphine, was wiederum im Deutschen das Bild eines Delphins assoziiert.

    So machte ich aus « pèlerin » "Pelerine" (pèlerine = die _, der ärmellose Kapuzenumhang),
    der « pèlerin » ist als Wanderer mitunter auch ein Hai (15 m, 8t) und ein Wanderfalke
    (faucon pèlerin). Hier habe ich aber zum "Hai" hin gedichtet, was man neuerdings auch
    als Begrüßung für "Hi" schreibt, habe aber die Wörter an mich herankommen lassen, ohne
    irgendeine beurteilende Idee dieser zu verfolgen. Der leere Saal war dann das, was ich
    empfand, als ich den Text eingab.

    Danke für deinen Kommentar und lieben Gruß
    Farbkreis

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  

Anmelden

Anmelden