1. #1
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    Der Mensch war des Lebens müde. Also beschloss er, sich auf die Suche nach dem Tod zu machen. Er gab sich große Mühe. Nach Jahrhunderten des Suchens war er mit der Tatsache konfrontiert, dass er nicht nur sich selbst, sondern auch die Mutter der Zeit, die Ewigkeit vernichtet.
    Und der Mensch begann zu denken.
    Um den Tod zu finden, dachte er, muss man sterben, um zu sterben muss man gelebt haben.
    Der Mensch bekam Angst. Angst ist das Gefühl der Ungewissheit. Aus dieser Ungewissheit wurde Klarheit.-Die Klarheit darüber, dass man den Tod nicht suchen muss, man muss nur warten...

  2. #2
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    liebe andrea,
    ich habe dein gedicht gelesen, mir danach dein profil angesehen und möchte dir sagen, was ich mir in anbetracht deiner zeilen und deines alters gedacht habe: alle achtung!!!
    ich hoffe, es klingt in deinen ohren nicht überheblich - das ist oft die gefahr bei "lob" - aber ich bin absolut begeistert, welche gedankengänge, welche überlegungen und ausdrucksweise an den tag legst - und wenn du tatsächlich erst 17 bist, finde ich persönlich das hervorstehend.
    um die welt so zu sehen, mußte ich ziemlich älter werden.
    mach weiter so, ich freue mich schon auf dein nächstes gedicht.
    schönen tag und liebe grüße,
    alles liebe,
    schatzkammer

  3. #3
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    Liebe Schatzkammer!

    Ich habe mir auch dein Profil angesehen, und bin sehr stolz darauf von einer erwachsenen Frau gelobt zu werden.
    Ich schwöre, dass ich erst 17 bin. (geb. 04.08.1984)
    Und ich weiß auch, dass ich noch viel älter werden muss, um diese Welt zu verstehen.

    Andrea

  4. #4
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    Ich finde dein Gedicht echt super gut..ich bin auch 17 und habe herrausgefunden, dass es wirklich nicht viele in diesem alter gibt, die so nachdenken!! Ich finde es echt klasse..Ich habe dazu allerdings auch noch was zu sagen.

    Man muss die welt nicht verstehen,
    man muss sich nur in ihr zurecht finden.


    Liebe Grüße Lisa
    Mach dich nicht kleiner als du bist, dafür sorgt schon das Leben

  5. #5
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    das würde dann aber eine gewisse Gleichgültigkeit zu deiner Umwelt zum Ausdruck bringen.

    Besser wäre zu sagen.

    Man muss die Welt verstehen lernen.
    Um mit ihr in Einkang leben zu können.
    Warum ich Welt und Menschheit nicht verfluche?
    Weil ich den Menschen spüre, den ich suche.

    (Erich Mühsam)



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  6. #6
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    doch wenn man die welt verstünde, würde es sich dann noch lohnen, zu leben? das neuentdecken verleiht unserem sein sinn. hätte jemand die welt durchschaut, so würde er die anderen für ihre unwissenheit hassen und in seiner einsamkeit verkümmern...

  7. #7
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    "doch wenn man die welt verstünde, würde es sich dann noch lohnen, zu leben? das neuentdecken verleiht unserem sein sinn. hätte jemand die welt durchschaut, so würde er die anderen für ihre unwissenheit hassen und in seiner einsamkeit verkümmern..."

    ich glaube, daß niemand die welt gänzlich verstehen kann, weil der verstand allein dafür zu begrenzt ist. und weil alles von unserer eigenen wahrnehmung der dinge abhängt, ist die welt letztlich illusion. (was nicht heißt, daß wir uns keine beulen an der "illusion" einer schreibtischkante holen könnten ))) ich glaube auch, daß menschen andere nur hassen, weil sie ihre eigene unzulänglichkeit und ihr eigenes begrenztes wissen noch nicht akzeptiert haben. vielleicht ist das geheimnis, zu wissen und trotzdem zu lieben.

    liebe grüße
    shayiah

  8. #8
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    Der Verstand ist zwar begrenzt. Das ist wohl so. Aber trotzdem kann man die Welt vollständig verstehen. Davon bin ich überzeugt. Die Begrenztheit des Verstandes wird ja nur durch die bedingte Aufnahmefähigkeit definiert. Ich bin aber fest davon überzeugt das die Welt sich in ein paar Worten erklären lässt. Ich bin zu diesen Worten wohl noch nicht bereit. Dazu muss ich erst sterben. Aber alles ist einfach und simpel.
    Warum ich Welt und Menschheit nicht verfluche?
    Weil ich den Menschen spüre, den ich suche.

    (Erich Mühsam)



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  9. #9
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    ich denke, das verstehen der welt, wenn es mit allen sinnen geschieht, nicht nur mit dem verstand, hängt stark davon ab, wie gut du dich selbst verstehst und wie gut du wahrnehmen kannst, ohne zu werten oder zu verurteilen. dann ist jedes ding einfach es selbst und du auch. nur der weg dahin ist schwierig.

    liebe grüße
    shayiah

  10. #10
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    Man muss ja keinen allgemeinen Sinn für das Leben suchen, es reicht doch vollkommen, wenn man herrausfindet was der sinn des eigenen Lebens ist. Ich denke jeder Mensch hier auf dieser Erde, hat seine Aufgaben, Schicksale und Prüfungen. Jedem wiederfährt das, was er fähig ist zu verkraften. Nicht das was er verdient hat, sondern das, womit er zurecht kommt. All diese Sachen zu überstehen und daran an Stärke zu gewinnen denke ich, dass der allgemine Sinn des Lebens ist. natürlich nicht alles, sondern nur ein Teil. Der Sinn jedes einzelnen muss mal alleine herrausfinden, oder sich gar selber erst suchen..etwas, für das es sich lohnt, jeden Tag aufzustehen...
    Mach dich nicht kleiner als du bist, dafür sorgt schon das Leben

  11. #11
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    na gut, es geht auch noch komplizierter: womit haben wir so ein schicksal verdient, so eine prüfung, so ein leben, so eine familie, so viel arbei, so viel stress, so wenig freizeit, so viel pech, usw. es gibt ja viele schreckliche sachen für die wir kaum dankbar sind , dass sie uns nicht passieren.

    glaubt hier vielleicht irgendwer an wiedergeburt,...
    oder vielleicht an das zufallsprinzip,...
    oder an die willkür des/unseren gottes,...
    ODER ...und das traue ich mich nicht hinzuschreiben!-so schlimm, falsch und unwirklich wäre die vorstellung allein.

    was glaubt ihr denn so?

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