Thema: Marinus

  1. #1
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    Marinus

    *******

    Ein Seemann willst du sein
    und fürchtest dich
    vor den Wellen
    Zu den Sternen sendest du deinen Wunsch
    doch fällt ein Stern herunter, fürchtest du
    die Erfüllung
    Wie sehr wir uns gleichen.



    *

    A.P.-J.

  2. #2
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    Marinus bedeutet „Der aus dem Meer stammende“ oder ist eine Variante von Marius.

    hast du beim schreiben deines werkes an eine bestimmte person aus einer historischen geschichte gedacht? mir fällt adhoc kein berühmter marinus ein... aber das kann ja ach "leserversagen" sein

    du vergleichst dich (das LI) mit dem marinus, der sein will, was er nicht ist.
    was ich herauslese ist "existenzangst"
    die form gefällt mir nicht soooo besonders. spricht mich persönlich einfach nicht an.
    das doppelte "fürchten" ist mit sicherheit absicht, mir ist es aber unangenehm aufgefallen.

    aufgrund der kürze langweilt das gedicht nicht. ein paar stilmittel mehr hätten den zeilen aber gut getan galube ich

    dennoch gerne gelesen!
    liebe grüße
    wortwuchs
    _____
    zitat caspar: "der sinn des lebens ist leben. das wars."
    ohne den leser ist der schreiber nichts wert.

  3. #3
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    Marinus

    Hallo Wortwuchs

    Zitat Zitat von Wortwuchs Beitrag anzeigen
    Marinus bedeutet „Der aus dem Meer stammende“ oder ist eine Variante von Marius.

    hast du beim schreiben deines werkes an eine bestimmte person aus einer historischen geschichte gedacht? mir fällt adhoc kein berühmter marinus ein... aber das kann ja ach "leserversagen" sein

    du vergleichst dich (das LI) mit dem marinus, der sein will, was er nicht ist.
    was ich herauslese ist "existenzangst"
    die form gefällt mir nicht soooo besonders. spricht mich persönlich einfach nicht an.
    das doppelte "fürchten" ist mit sicherheit absicht, mir ist es aber unangenehm aufgefallen.

    aufgrund der kürze langweilt das gedicht nicht. ein paar stilmittel mehr hätten den zeilen aber gut getan galube ich

    dennoch gerne gelesen!

    Bei der Geschichte handelt es sich um meine eigene Story, ob die historisch ist? Nein, es ist kein "Leseversagen", auch kenne ich keine Person namens Marinus.

    Den Titel habe ich aus verschiedenen Gründen gewählt. Wie du schon andeutest, steht er in Beziehung zum Meer, hier genauer: Seemann = frz. Marin; lat. Marinus von mare Meer.

    Der Titel ist wie ein Stichwort, der für mich sehr viele Bilder und Bedeutungen hat. Der Gedankensplitter "Marinus" ist nur ein kleiner Teil davon.

    Das weibliche LI entdeckt in der Schwäche des männlichen LD ihre eigene Schwäche, und damit eine Gemeinsamkeit. "Marinus" symbolisiert hier für mich die Vereinigung von männlich und weiblich.

    Ich trenne Mari – nus; Mari (der Ehemann) hat den Klang von Marie (Maria), liest man jetzt "nus" auf französisch, kann man assoziieren: Mari[e] (Mari und Marie) sind nus (nackt).

    Ich lese aber Nuß, so wie man die Endung bei Marinus ausspricht. Eine halbe Walnuß erinnert mich an das menschliche Gehirn, eine ganze wäre das weibliche und das männliche zusammen, aber das ist ein persönliches Bild, das durch den Gedankensplitter, der eine rein gedankliche Aussage ist, nicht vermittelt wird. Er kann eventuell eigene Bilder oder Überlegungen im Leser hervorrufen. Mich erinnert er an vieles.

    Ich habe die Zeilen nach Silben eingeteilt, auf dem Papier steht es so:

    Seemann willst du sein und fürchtest
    dich vor den Wellen.
    Zu den Sternen sendest du deinen Wunsch
    und fällt ein Stern herunter, so
    fürchtest du die Erfüllung.
    Wie sehr wir uns gleichen.


    Danke für Lektüre und Kritik.

    LG Farbkreis

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