Thema: Flupp

  1. #1
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    Flupp (Pantum)

    *****
    Er rennt, erkennt die Einsamkeit
    Hier irgendwo will Flupp schon leben
    Vergangen bleibt Vergangenheit
    Der Neugeburt getreu ergeben

    Hier irgendwo will Flupp schon leben
    Entfernt von aller Menschenmacht
    Der Neugeburt getreu ergeben
    Weitab von sinnlos fader Pracht

    Entfernt von aller Menschenmacht
    Ermächtigt flieht erkannt die Seele
    Weitab von sinnlos fader Pracht
    Der Atem sitzt in stiller Kehle

    Ermächtigt flieht erkannt die Seele
    Vergangen bleibt Vergangenheit
    Der Atem sitzt in stiller Kehle
    Er rennt, erkennt die Einsamkeit


    *


    Pantum (pantoum)

    ________________________________________________________________________________
    Geändert von Farbkreis (19.11.2011 um 18:57 Uhr) Grund: Gedichtsform s.u. Pantum / size

  2. #2
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    Hallo Kalinka! Wie ich sehe, versuchst Du Dich immer wieder an neuen Formen der Poesie. Hier handelt es sich um das Pantun, was eigentlich sehr schwer zu schreiben ist in unserer deutschen Sprache. Du hast Dich in dem Gedichtlein eigentlich an alle Regeln gehalten. Reimschema abab, Silbenanzahl, soweit ich mal nachgezählt habe 8. Es hätten auch noch mehr sein können. 4 Strophen - das gefällt mir. Auch hier hätten es noch mehr sein können. Aber mit 4 Strophen ist das meiner Meinung noch erfassbar. Der erste und dritte Vers der ersten Strophe taucht im 2. und 4. der letzten Strophe wieder auf. Ansonsten mäandern einzelne Verse einer Strophe durch die anderen Strophen. Ist erfüllt! All diese allgemeinen Regeln sind hier also in vorbildlicher Weise erfüllt. Ich gratuliere Dir zu Deinem Flupp! Und bleib weiter so schön experimentierfreudig! Ich persönlich werde mich an einem Pantun nicht versuchen. Ich weiß nicht, ich bekomme beim Lesen einen Drehschwindel. Tschau! Alles Gute! hoyoko
    Geändert von hoyoko (14.09.2011 um 16:21 Uhr)

  3. #3
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    Fliupp

    *****
    Hallo hoyoko

    Vielen Dank für deinen Kommentar mit Gedichtsanalyse. Mein PC unterstreicht "Pantum" als
    falsch, auch konnte ich das Wort nicht in meinem Duden finden, deshalb benutzte ich das
    Wort « pantoum »; mir hat sich beim Schreiben auch der Kopf gedreht. Das Schema erschien
    mir zuerst sehr einfach, dann tauchte ich in das "Pantum" und war erleichtert, als ich wieder
    herausfand, danach schienen die Strophen wie verschlossen. Als ich ein "Pantumgedicht" von
    Baudelaire fand, war ich mir nicht mehr sicher, ob mein "Flupp" den Regeln entspricht, wollte
    die Endreime verändern, aber es ging nicht.

    Ich habe auch nur sehr wenig zu dieser Gedichtsform gefunden. Angeblich ist es eine seltene
    Form, quasi ohne deutsche Beispiele. Für mich hat es einen positiven Klang, will man jedoch
    tiefer in das Schema eindringen, bekommt man, wie du schon sagst, einen "Drehschwindel".
    Das ist ganz eigenartig.

    Dir auch alles Gute
    Liebe Grüße
    Kalinka

  4. #4
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    Hallo, Kalinka! Man braucht nur bei Wiki "Pantum" eingeben. Sieh mal dann unter "veredit - iertes: schönheit des vergehen - Pantum" Dort findest Du einige Beispiele. Die Bezeichnung "pantoum" habe ich auch schon mal gelesen. Alles Gute und weiter so experimentierfreudig! Tschau! hoyoko

  5. #5
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    Hei Kalinka,

    daran habe ich mich bisher noch nicht getraut, umso mehr weiß ich dein Werk zu schätzen.

    Wenn du mit dem Begriff "Pantun" guggelst, wirst du ebenfalls fündig werden.

    LG Ragnar

  6. #6
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    Flupp (Pantum)

    ***** ******
    Hallo hoyoko

    Wichtig ist das Schema, ich habe einen Merkfaden dazu eröffnet, leider kann ich es vom Pantum
    noch nicht hinzufügen, da die Informationen im Internet widersprüchlich sind, man kann sich den
    Weg zur Bibliothek eben doch nicht ersparen.

    Inzwischen zitiere ich, was ich dazu am glaubwürdigsten hielt:

    Das Pantun umfasst nur 8 Verse.
    Da jeder Vers aber zweimal vorkommt, besteht das Pantun aus 16 Zeilen, aufgeteilt in vier Strophen.

    1-2-3-4 1. Strophe
    2-5-4-6 2. Strophe
    5-7-6-8 3. Strophe
    7-3-8-1 4. Strophe

    Die Silbenzahl der Pantunverse schwankt je nach Metrum und Zahl der Hebungen zwischen sieben und dreizehn
    (Auszug aus dem Inernet)

    Bis ich nichts weiteres über das Pantum aus sicherer Quelle erfahre, halte ich mich an diese Regel.
    ***

    Hallo Ragnar

    Das Wort "guggeln" hat mir gefallen, ich habe dazu einen lustigen Artikel gefunden:

    GUGGELN / Googling/Guggeln
    ... Germans sometimes write guggeln. More often they write googlen (ich habe
    gegooglet), although I prefer googeln (ch habe gegoogelt). ...
    (jurablogs)

    Danke für eure Kommentare,

    alles Gute und liebe Grüße
    Kalinka

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