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Thema: Ehe

  1. #1
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    Ehe

    ***
    Morgen eile Gestern gehe
    Seid vereint in einem Band
    Weilet dort wo ich schon stehe

    Pflasternächte Ach und Wehe
    Wecken meinen Unverstand
    Morgen eile Gestern gehe

    Weil ich blind im Dunkeln sehe
    Scheint Geduld mir hochgespannt
    Weilet dort wo ich schon stehe

    Wachend schlafend noch und ehe
    Eure Scheidung mich verbannt
    Morgen eile Gestern gehe

    Nacht enthüll dich Tag geschehe
    Pflastert meinen Wundenbrand
    Weilet dort wo ich schon stehe

    Feiert Hoch die Zeit der Ehe
    Bindet euren Heilverband
    Morgen eile Gestern gehe
    Weilet dort wo ich schon stehe


    *

    Villanelle

    *
    Geändert von Farbkreis (30.12.2011 um 20:08 Uhr) Grund: size

  2. #2
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    Liebe Kalinka

    nun war ich gespannt darauf, wie Du die Ehe siehst, hab Dein Gedicht aber nicht verstanden.

    Weilet dort wo ich schon stehe“ , wer steht hier wo? Die Liebe (die eheliche Gemeinsamkeit) im Morgen? Das betrachtende LI in seiner Abgeklärtheit?

    Pflasternächte Ach und Wehe“, allein das Wort tut ja schon weh. Und wecken hier meinen Unverstand, aber schon drei Strophen später wird um Pflasterung gebeten.

    Ehe Eure Scheidung mich verbannt“ - wird da Einspruch gegen die hohen Scheidungsraten erhoben und für Pflasterungen und eheliche Heilverbände plädiert?

    Du musst mir ja nicht Deine Ansichten zur Ehe erklären, aber bitte Dein Gedicht

    Michael

  3. #3
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    Hallo,

    ich mag ja Villanellen sehr gerne, diese hier jedoch leidet an einigen semantischen Entgleisungen. "Seid vereint in einem Band" zum Beispiel würde bedeuten, dass sie gemeinsam ein Buch schreiben?! Unverstand ist Dummheit, nicht Unverständnis und daher ist dieser Begriff hier geradezu grotesk falsch. Fragwürdig bis schlecht ist zudem, dass auch die Ansprache mal einer, mal mehreren Personen gilt und wenn ich weiter suche, finde ich bestimmt noch mehr Kritikpunkte aber diese verderben mir die Freude am Gedicht schon gründlich.
    Insgesamt wirkt dieses Gedicht auf mich sehr ambitioniert und ich bin mir auch sicher, dass hier etwas Arbeit investiert wurde aber leider leider ist es in der vorliegenden Form aufgrund unverzeihlicher Fehler furchtbar schlecht. Wobei... es enthält auch schöne Einfälle wie z.B. ..."hochgespannt".

    Sorry

    Jürgen
    Geändert von JoteS (18.11.2011 um 09:07 Uhr)
    Oh lodernd Feuer! (Nero in Quo vadis)

  4. #4
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    Erfreulich, dass einer von Semantik redet und dann nur eine von abertausenden Bedeutungen von 'Band' feststellt.
    Ist ja nicht so, dass viele Dichter dieses Wort als Synonym für 'Bund' oder 'Verbindung' nutzten.

    Hallo Kalinka,

    Die unerfreulich kleine Schrift hat mich erstmal meine Brille putzen lasssen.

    Eine Widmung an ein Paar, das sich trauen lässt?

    Etwas, das ich nicht verstehe
    Dir bestimmt schon längst bekannt
    Ists die Scheidung oder Ehe?

    mfG

  5. #5
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    Hallo Taras Bulba,

    träfe zu, wenn man DURCH das Band vereint wäre... Innedrinne vereint geht nur, wenns ein gebundenes Etwas, also ein Buch ist.

    Gruß

    Jürgen
    Oh lodernd Feuer! (Nero in Quo vadis)

  6. #6
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    Ehe

    ***
    Lieber Michael Domas

    "Ehe" schreibt man am Satzanfang groß. Das LI steht da, wo es steht. Es ist weiblich, "steht" nicht zweideutig, aber
    durchaus interpretierbar. Stillstand.

    Das Gedicht hatte ich ursprünglich "Refrain" genannt, es freute mich schon, fast bestätigt zu sehen: "Ehe" ist
    abschreckend, es wird nicht gelesen. Synonyme: bevor, binnen, früher, vorher; Lebensgemeinschaft, Partie, Verbindung,
    Vermählung etc. (aus dem Wörterbuch).

    Es gibt mehrere Wörter, die man verschieden verstehen kann. Sie sind nicht gesucht, sie ergaben sich. Der Rhythmus des
    Gedichtes ist erhebend, fröhlich, dies sollte eigentlich, ich zitiere dich: "allein das Wort tut ja schon weh" übertönen.

    Wachend schlafend noch und ehe
    Eure Scheidung mich verbannt


    „Ehe Eure Scheidung mich verbannt“ steht nicht im Gedicht, in dem sich jeder Vers nach dem Reimschema richtet.
    Ohne Satzzeichen geschrieben, markiert der großgeschriebene Anfangsbuchstabe einen neuen Vers, keine Briefanrede.
    Daß die Großschreibung am Versanfang nicht mehr modern ist, weiß ich, aber das LI besingt hier auch nicht die
    Zweckgemeinschaften der Illustriertenpsychologie, es ist keine Rede von langweiligem Beziehungskistenblabla, sondern
    von Liebe. Ob es auch romantisch ist, weiß ich nicht, ich kann mit Romantik nichts anfangen, am Leben vorbeiträumen
    finde ich schnulzig.

    Du musst mir ja nicht Deine Ansichten zur Ehe erklären, aber bitte Dein Gedicht
    Meine Ansichten zur Ehe stehen im Gedicht. Auf die der Leser bin ich gespannt.

    Liebe Grüße
    Kalinka
    ***

    Hallo JoteS,

    meinst du neue Villanellen? Falls du klassische meinst, ist es schade, daß du keine zitiert hast, denn ich kenne nicht eine.
    Die neuen fand ich alle schrecklich, habe mir nur das Reimschema notiert, bis ich mich näher mit dem Refrain befaßte,
    da kam mir mein Gedicht in den Sinn.

    "Seid vereint in einem Band" zum Beispiel würde bedeuten, dass sie gemeinsam ein Buch schreiben?!
    Den Gedanken finde ich sehr interessant. Warum nicht?

    Unverstand ist Dummheit, nicht Unverständnis und daher ist dieser Begriff hier geradezu grotesk falsch.
    Verständnis ist nicht Verstand? Da bin ich deiner Meinung. Ich möchte aber nicht näher drauf eingehen, das Wort ist im
    Gedicht nicht zu ersetzen. Falls du darüber diskutieren möchtest, melde dich nochmal.

    Fragwürdig bis schlecht ist zudem, dass auch die Ansprache mal einer, mal mehreren Personen gilt
    Es gibt keine Personen außer dem LI im Gedicht, deshalb weiß ich nicht, was du meinst.

    Danke für deinen Kommentar, wieso "Sorry"?

    LG Kalinka
    ***

    Hallo TarasBulba

    Nett, daß du deine Brille geputzt hast, ich sah die Schrift auf meinem PC riesig und bekam jetzt einen Schreck,
    als ich auf dem neuen Computer alles anders sah. Ich habe die Schrift daraufhin vergrößert, allerdings weiß ich
    nicht, ob alle das gleiche sehen.

    Etwas, das ich nicht verstehe
    Dir bestimmt schon längst bekannt
    Ists die Scheidung oder Ehe?
    Danke für deinen Beitrag. Gefällt mir.

    Mit freundlichen Grüßen
    Kalinka

  7. #7
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    Liebe Kalinka,
    ... ehe Eure Scheidung mich verbannt“, habe ich nicht ganz korrekt zitiert, tschuldigung. Aber die Frage bleibt doch. In Taras Bulbas Worten: „Ists die Scheidung oder Ehe?“

    Michael

  8. #8
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    Ehe

    Hallo Cameron,

    vielen Dank für deine Interpretation, besonders treffend finde ich dazu:

    Meine Erfahrung ist:
    Wenn man alleine nicht glücklich ist,
    dann wird man es zu zweit erst recht nicht.
    Glück darf man nicht von einem andern abhängig machen,
    man muss es in sich tragen.
    Und die esentielle Frage,

    Die Frage, die unbeantwortet bleibt:
    Wo steht denn LI?
    zu der jeder in sich selbst die Antwort trägt.

    Ein Gedicht, das sich nicht einfach liest,
    aber Emotionen trägt.
    Meine Interpretation ist sicher nicht die einzig Mögliche.
    Dabei ist es oft unbequem zu erkennen, was man selbst nicht oder doch zu offerieren hat, aber leicht, Wünsche zu äußern, sich in Wunschträume zu verlieren oder sie zu poetisieren.

    Nacht enthüll dich, Tag geschehe

    Der Tag soll die Nacht erhellen, die sich in ihm enthüllt, ans Licht kommt. Es ist die Idee, das Hier und Jetzt anzuhalten,dort,wo das LI steht.

    LG Kalinka


    Hallo Michael Domas

    vielleicht kannst du durch die Interpretation des letzten Beitrages das Gedicht besser verstehen. Deine Frage

    Aber die Frage bleibt doch. In Taras Bulbas Worten: „Ists die Scheidung oder Ehe?“
    klingt ein wenig wie, hausbacken: "Was war zuerst da, das Huhn oder das Ei?" Spirituell gesehen, geht der Allianz die Trennung voraus, aber was meinst du?

    Liebe Grüße
    Kalinka

  9. #9
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    Liebe Kalinka,

    was ich selbst über die Ehe denke (oder gar „spirituell“ an ihr sehe), dürfte ziemlich unerheblich sein, mir geht es ja nur darum, Dein Gedicht zu verstehen. So stelle ich denn, nachdem die Frage von Taras Bulba als „hausbacken“ durchgefallen ist, nochmal die von Cameron: „Wo steht denn LI?“ Kann sein, dass ich selber dazu in mir eine Antwort trage (wobei ich über Camerons Interpretationsarbeit nie hinausgelangt wäre), aber wo steht das LI in Deinem Gedicht?

    Michael

  10. #10
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    Ehe

    Lieber Michael Domas,

    die Frage von TarasBulba ist nicht als hausbacken durchgefallen, denn er hat sich nicht mehr
    gemeldet und somit nehme ich an, daß ich seinen Kommentar, er mein Gedicht verstanden hat,
    oder es interessiert ihn nicht wirklich. Eigentlich hättest du deine Frage an ihn richten sollen,
    denn eine Diskussion findet m.M.n. unter den Lesern statt, der Autor schreibt sein Poem eben,
    weil er etwas nicht prosaisch erklären kann, aber durch die Kommentare zu weiteren
    Erkenntnissen gelangt.

    Das LI eines Autors, wo steht es? Manchmal stirbt es, oder begeht Verbrechen, oder etc.,
    bis jetzt, allerdings bin ich noch nicht lange auf gedichte.com, habe zwar einiges, aber nicht
    wirklich viel gelesen, ist mir diese Frage noch nicht begegnet: Wo steht das LI? Haha!

    In meinem Gedicht ist das doch klar? Zwischen Vergangenheit (Gestern) und Zukunft (Morgen)
    steht es für die Präsenz. Stopp! Here I am, me voici! Amour. Love. Liebe.

    Es gibt schöne Geschichten dazu, z.B.: Alle Gefühle wohnten auf einer Insel. Sie ging unter.
    Alle Gefühle retteten sich, nur die Liebe blieb auf der Insel und schrie um Hilfe. Das Glück
    hörte nicht ihren Schrei, denn es war zu glücklich. Die Trauer hörte nicht ihren Schrei, denn
    sie war zu traurig etc. Die Geschichte ist bekannt, ich will und kann aus der Erinnerung im
    Augenblick nicht alles nacherzählen, zumal ich sie auch nur auf französisch kenne. Im letzten
    Moment kam doch noch ein Schiff vorbei, nahm die Liebe mit und setzte sie am Ufer ab. Ihr
    Retter wollte schon weiter segeln, da fragte sie ihn: "Wer bist du, ich möchte mich bei dir
    bedanken." Der alte, grauhaarige Mann antwortete: "Ich bin die Zeit" und verschwand.

    Vois-tu?

    LG Kalinka

  11. #11
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    Liebe Kalinka,

    dein Gedicht hat mich sehr angezogen. Vielleicht, weil es nicht ganz einfach in der Aussage ist, vielleicht wegen der Wahl der Gedichtform.

    Ich verstehe das Gedicht als Appell der Liebe (sie ist hier das lyrische Ich) an zwei Menschen, ihre Ehe nicht leichtfertig aufzugeben, auch wenn sie in eine Krise geriet. Ein spannendes Thema! Und wenn es so wäre, wie ich es verstand, dann finde ich gerade die Wahl der Gedichtform ebenso wie den Inhalt insgesamt gelungen.

    Die Vorkommentatoren haben bereits einige Kritik hier gelassen, der ich nicht in allen Teilen zustimme. Darf ich dein Gedicht mal unter die Lupe nehmen und dir meine Gedanken dazu mitteilen?

    Morgen eile Gestern gehe (Man soll vergessen, was war, und in die Zukunft blicken)
    Seid vereint in einem Band (Hier vielleicht besser: Bleibt vereint zu einem Band)
    Weilet dort wo ich schon stehe (Hier vielleicht besser: Schreitet hin, wo ich bestehe oder: Findet euch, wo ich bestehe)

    Pflasternächte Ach und Wehe (Bei den Pflasternächten denke ich, dass der eine den andern aus der Wohnung warf, der jetzt die Nacht im Freien verbringen muss, weil mich die Pflaster hier an die Pflastersteine in den Gassen alter Stadtkerne erinnern.)
    Wecken meinen Unverstand (Dieser Vers klingt mir ein wenig krumm. Weil dir am Wort „Unverstand“ viel liegt, könnte man stattdessen vielleicht schreiben: Zeugen von dem Unverstand. Dann liegt der Unverstand = die Dummheit beim Ehepaar und nicht bei der Liebe.)
    Morgen eile Gestern gehe

    Weil ich blind im Dunkeln sehe („blind im Dunkeln“ ist eine Art Pleonasmus, also eine unnötige Dopplung einer Aussage. Und in diesem Gedicht würde ich die Liebe nicht gerne blind sehen, denn blinde Liebe wäre dumm. Aber die Liebe, von der hier die Rede ist, ist nicht dumm, sondern ziemlich weise. Vielleicht könnte man deshalb stattdessen auch schreiben: Weil ich auch im Dunkeln sehe)
    Scheint Geduld mir hochgespannt (Hier habe ich ein Problem mit dem Sinnzusammenhang mit dem vorigen Vers. Nicht weil ich etwas sehe, ist die Geduld hochgespannt. Nein: Ich sehe, dass die Geduld überspannt ist. Also vielleicht besser an dieser Stelle: scheint Geduld nur überspannt)
    Weilet dort wo ich schon stehe


    Wachend schlafend noch und ehe (Diesen Vers verstehe ich nicht so ganz, denn wer oder was soll hier schlafen? Die Liebe kann es nicht sein. Sie ist gerade hellwach. Und das Ehepaar schläft in dieser kritischen Zeit wohl auch nicht oder jedenfalls nicht gut.)
    Eure Scheidung mich verbannt (Dieser Vers ist für mich der Schlüssel zum Verständnis für dieses Gedicht.)
    Morgen eile Gestern gehe

    Nacht enthüll dich Tag geschehe (vielleicht besser: Nacht verhüll dich Tag geschehe?)
    Pflastert meinen Wundenbrand (Die Liebe, also das Li, fühlt sich verletzt, weil man so grob mit ihr umsprang.)
    Weilet dort wo ich schon stehe

    Feiert Hoch die Zeit der Ehe (Ich würde hier „Hoch“ kleinschreiben, also „hoch“)
    Bindet euren Heilverband (Die Liebe appelliert an das Paar, sich wieder zu versöhnen, einen Neubeginn zu wagen. )
    Morgen eile Gestern gehe
    Weilet dort wo ich schon stehe (siehe oben)

    Nochmals: Wenn das Gedicht so gemeint war, wie ich es verstand, finde ich allein schon die Idee sehr gut. Die Gedichtform beeindruckt mich in jedem Fall. Ich habe bislang stets einen Bogen um die Villanellen und Pantums (und …) gemacht.
    Ich weiß nicht, ob du an diesem Gedicht noch ein wenig feilen möchtest, um die Aussage ein wenig klarer zu machen. Mittlerweile sind die Kommentare zu deinen Zeilen auch schon ein wenig abgedriftet. Aber ich mag dein Gedicht, weil es ein selten beschriebenes Thema verarbeitet.

    Ich war gerne hier!

    Herzlich
    Honigblume

  12. #12
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    Ehe

    Guten Abend Honigblume,

    deine gedankliche Mitteilung hat mich sehr gefreut. Auch deine Verbesserungsvorschläge sind
    sehr interessant.

    Morgen eile Gestern gehe (Man soll vergessen, was war, und in die Zukunft blicken)
    Seid vereint in einem Band (Hier vielleicht besser: Bleibt vereint zu einem Band)
    Weilet dort wo ich schon stehe (Hier vielleicht besser: Schreitet hin, wo ich bestehe oder: Findet euch, wo ich bestehe)
    Der Morgen nähert sich, das Gestern entfernt sich somit bei seiner Ankunft, er selbst
    verschwindet in der Vergangenheit. Morgen kann auch als Zukunft verstanden werden, Gestern
    als das Vergangene allgemein. "Gestern gehe", bedeutet, es soll auf den Morgen zugehen, der
    Morgen soll sich beeilen, damit sich beide treffen, darauf folgt der Imperativ: "Seid vereint in
    einem Band", denn sie sind noch nicht vereint. "Bleibt vereint zu einem Band", würde bedeuten
    sie waren schon vereint, sollen sich nicht trennen; dann sollen sie dort bleiben, in der Präsenz
    des LI: "Weilet", wobei "stehe" da sein, die Anwesenheit ausdrücken soll, "bestehe" hieße eher
    das Dasein.

    Pflasternächte Ach und Wehe (Bei den Pflasternächten denke ich, dass der eine den andern aus der Wohnung warf, der jetzt die Nacht im Freien verbringen muss, weil mich die Pflaster hier an die Pflastersteine in den Gassen alter Stadtkerne erinnern.)
    Das Bild gefällt mir, dazu fällt mir ein alter Film ein, in dem ein bekannter Schauspieler auf dem
    nassen Pflaster Steppen tanzt und das Lied "Dancing in the rain". Ich wohne im Augenblick in
    einer romantischen Altstadt, mit Pflaster und uralten Laternen, Arkaden, vielleicht hat mich das
    sogar beeinflußt, denke ich jetzt.

    Wecken meinen Unverstand (Dieser Vers klingt mir ein wenig krumm. Weil dir am Wort „Unverstand“ viel liegt, könnte man stattdessen vielleicht schreiben: Zeugen von dem Unverstand. Dann liegt der Unverstand = die Dummheit beim Ehepaar und nicht bei der Liebe.)
    Das LI steht vielleicht wirklich dumm da, außerhalb der Zeit, ich weiß nicht, was ich dazu
    sagen soll, genau wie das LI. Jetzt nehme ich aber mal den Duden zur Hand. "Unverstand /
    unverständig (unklug)" // "Unverständigkeit / unverständlich" (undeutlich; unbegreiflich)".
    Ja, der Verstand setzt aus, es weckt keine Klugheit und wird doch deutlich vom LI begriffen,
    aber nicht mit dem Verstand.

    Weil ich blind im Dunkeln sehe („blind im Dunkeln“ ist eine Art Pleonasmus, also eine unnötige Dopplung einer Aussage. Und in diesem Gedicht würde ich die Liebe nicht gerne blind sehen, denn blinde Liebe wäre dumm. Aber die Liebe, von der hier die Rede ist, ist nicht dumm, sondern ziemlich weise. Vielleicht könnte man deshalb stattdessen auch schreiben: Weil ich auch im Dunkeln sehe)
    "Blind" bestärkt "Unverstand", im "Dunkeln sehen", ohne zu verstehen und doch sieht das LI.

    Scheint Geduld mir hochgespannt (Hier habe ich ein Problem mit dem Sinnzusammenhang mit dem vorigen Vers. Nicht weil ich etwas sehe, ist die Geduld hochgespannt. Nein: Ich sehe, dass die Geduld überspannt ist. Also vielleicht besser an dieser Stelle: scheint Geduld nur überspannt)
    Hochspannung, höchste Ladung, "überspannt" verstehe ich eher als "zickig".

    Wachend schlafend noch und ehe (Diesen Vers verstehe ich nicht so ganz, denn wer oder was soll hier schlafen? Die Liebe kann es nicht sein. Sie ist gerade hellwach. Und das Ehepaar schläft in dieser kritischen Zeit wohl auch nicht oder jedenfalls nicht gut.)
    Hier drückt sich noch einmal der Unverstand aus, in den Widersprüchen. Das LI ist hellwach
    und doch in einem Traumzustand, noch nicht in seiner gewünschten "Weilet dort wo ich schon
    stehe" Realität erwacht und möchte, daß diese Realität geschieht, "ehe" sich das Gestern vom
    Morgen trennt (Scheidung) und das LI in seiner Zeitlosigkeit allein läßt, verbannt.

    Eure Scheidung mich verbannt (Dieser Vers ist für mich der Schlüssel zum Verständnis für dieses Gedicht.)
    Morgen eile Gestern gehe

    Nacht enthüll dich Tag geschehe (vielleicht besser: Nacht verhüll dich Tag geschehe?)
    Pflastert meinen Wundenbrand (Die Liebe, also das Li, fühlt sich verletzt, weil man so grob mit ihr umsprang.)
    Ja, das kann man verstehen, wie man möchte.

    Feiert Hoch die Zeit der Ehe (Ich würde hier „Hoch“ kleinschreiben, also „hoch“)
    Bindet euren Heilverband (Die Liebe appelliert an das Paar, sich wieder zu versöhnen, einen Neubeginn zu wagen. )
    "Neubeginn" ist ein schöner Ausdruck. Jetzt konnte ich mich nicht mehr erinnern, wieso ich
    "Hoch" großgeschrieben habe, klein ist natürlich richtig, das Wort "Hochzeit" ist getrennt
    und "Hoch" im Sinne von "Ein Hoch". Darüber muß ich noch nachdenken, den Vers umändern,
    denn das Hoch soll groß bleiben. Vielen Dank für den Hinweis und den ausführlichen Kommentar,
    ich habe ihn sehr gern gelesen.


    Liebe Grüße
    Kalinka

  13. #13
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    Was erblicken meine müden Augen?
    Eine vergrößerte Schrift wird dankend aufgenommen.

    Ich möchte mich erstmal für die Zurückhaltung entschuldigen, aber die Zeit teilt man sich so ein, dass die wichtigen Punkte zuerst abgearbeitet sind.
    Huch, ich werde anscheinend richtig vermisst.

    Ich würde jetzt gern, wenn ihr gestattet (^^), Stellung zum Gedicht nehmen, ohne großartig auf die Wortbilder einzugehen, sondern mich auf den Inhalt, oder das Thema ausrichtend.

    Zunächst zeigt uns bereits der Titel das, was ich aus Kalinkas Beiträgen rauszulesen meine: Doppeldeutigkeit. Das Wort 'Ehe' kann sowohl als Nomen als auch als Konjunktion gelesen werden. Eben als 'Heirat' oder als 'bevor'. Jedoch entsteht auch unter Berücksichtigung dieser Ambiguetät eine gewisse Disharmonie in den Aussagen des lyr. Ich.

    Morgen eile Gestern gehe
    Seid vereint in einem Band
    Weilet dort wo ich schon stehe
    Hier (im 2. Vers) ist wohl eindeutig auf eine Verbindung, ein 'Band' zurückzuschließen. Der 3. Vers knüpft an den 1. an, denn, sinngemäß: "Morgen eile Gestern gehe" ->Heute steht, eventuell "wo ich schon stehe"?
    (Muss wohl doch auf die hervorragende Methaphorik eingehen *grummel*)
    Morgen soll bald eintreffen, Gestern, das Gestern, wie aus der Großschreibung deutlich wird, soll (weg-)gehen. Dem Heute wir ein kleiner Raum zugewiesen, um die Aussage des lyr. Ich zu tragen. Das Fehlen eines Tätigkeits-Verbs zeigt, wie auch im 3. Vers aufgegriffen, dass das Paar momentan eben weilt.
    Dadurch lässt sich die Frage nicht vermeiden: Ist das lyr. Ich also auch in einer festen Verbindung?

    Pflasternächte Ach und Wehe
    Wecken meinen Unverstand
    Morgen eile Gestern gehe
    Ein erneutes Aufgreifen der Tagesablaufsthematik sowie die Wiederholung des 1. Verses der 1. Strophe.
    Also eine heutige Nacht, vielleicht noch eine gestrige, was den Plural erklären würde, aus vielen Momenten gepflastert, jedoch nicht immer erfreulich, "Ach und Wehe". Deshalb soll wiederum schnell Morgen eintreffen. Das lyr. Ich ist wohl von diesen Abläufen verwirrt. Des Nachts wird der arme Unverstand aus dem Schlaf geholt. Wirklich gut aufgebaut.

    Weil ich blind im Dunkeln sehe
    Scheint Geduld mir hochgespannt
    Weilet dort wo ich schon stehe
    Wieder sehr interessante Konstruktionen. Ein sehr verworrenes Bild vom Sehen. Man könnte es fast so verstehen: Ich kenne mich blind im Dunkeln aus. Die Geduld wird wahrscheinlich personifiziert? Sie ist jedenfalls sehr ungeduldig und neugierig darauf, was das lyr. Ich im Dunkeln zu sehen meint.
    Wirklich schwer zu entwirren, bekomme langsam meine Freude daran.
    Was sieht das lyr. Ich im Dunkeln des nahenden Morgens? Eine Zukunft? Ist das lyr. Ich ungeduldig ob des Erwartens, inwiefern die Zukunft eintrifft?
    3.Vers- Eine Wiederholung der Ermahnung an das Paar. Das lyr. Ich scheint mehr zu wissen, eine größere Erfahrung mit den dunklen Geheimnissen der Ehe zu haben und deshalb bittet es, seinen Ratschlägen zu folgen.

    Wachend schlafend noch und ehe
    Eure Scheidung mich verbannt
    Morgen eile Gestern gehe
    'Wachend schlafend noch' ist auf den ersten Blick paradox. Durch die Frage, wer schläft, wird es etwas klarer. Es ist wohl das Paar. Wieder die gekonnte vage Ambiguetät: Entweder es (das Paar) ist wach und durch gewisse Umstände träumend unterwegs, oder es schläft pragmatischweise schlecht.
    Hier tritt die Disharmonie, von der ich bereits sprach, hervor. Noch ehe das Wort 'Ehe' (hehe, Wortwitz!) fällt, ist schon von Scheidung die Sprache. Zugleich durch die Tempuswahl sehr festlegend. Es liest sich, als ob das Paar sich getrennt hätte, und bevor das lyr. Ich, wie es bei solchen Trennungen manchmal der Fall ist, von beiden als Auslöser der Misere angesehen wird, wünscht es (das lyr. Ich) sich schnell den Zeitsprung.
    So liest es sich, doch die Aussage der vorangegangenen Strophen lässt sich kaum bis wenig damit vereinbaren. Etwas einleuchtender geht es in den nächsten Strohen weiter:

    Nacht enthüll dich Tag geschehe
    Pflastert meinen Wundenbrand
    Weilet dort wo ich schon stehe
    Die Nacht (doch wohl nicht eine der Pflasternächte, mit 'Ach und Wehe' aus der 2. Strophe? Man spähe auf den 2. Vers dieser Strophe...-> ), wo war ich? die Nacht lässt die Hüllen fallen und erstrahlt. Der neue Tag bricht an, das lyr. Ich kann beim hellen Licht seine Wunden versorgen. Seine Wunden? Hat die Scheidung doch 'verbannt'? Oder geht es - wieder mal ein zweiter Sinn - um alte Wunden des lyr. Ichs? Logischer mit dem Blick auf den letzten Vers dieser Strophe: Wieder einmal ein Rat, die Erfahrung des lyr. Ichs zu beherzigen. Jedoch ist das in Bezug auf die vorherige Strophe wieder etwas disharmonisch. Denn die Erfahrung beherzigen, die Wunden des lyr. Ichs betrachtend und die 'Scheidung' im Hinterkopf behaltend, kann hier auch heißen: Nicht heiraten! Das stört mich persönlich etwas bei diesem Gedicht, dieses, man könnte meinen, janushafte Verhalten des lyr. Ichs, was die Aussage betrifft. (Dazu im Fazit mehr) Vielleicht kann eine leichte Umformulierung des Gedanken solche Denkkonflikte des Lesers beseitigen.

    Feiert Hoch die Zeit der Ehe
    Bindet euren Heilverband
    Morgen eile Gestern gehe
    Weilet dort wo ich schon stehe
    Schlussendlich wird die Geschichte doch ins richtige Licht gerückt: Ein Happyend! Oooh!
    Und wieder zweideutig! Die Zeit der Ehe soll gefeiert werden, das klingt für mich wie 'genieß deinen Urlaub!'. Also wie etwas, das vorüber geht. Dafür spricht auch 'Morgen eile Gestern gehe', welches in diesem Zusammenhang doch anders klingt als in den vorherigen Strophen. 'Bindet euren Heilverband' lässt nicht unbednigt auf eine Verbindung schließen (wenn man das bei Band noch offensichtlicherweise annehmen kann, ist ein Verband nichts Verbindendes). Die Zeit heilt alle Wunden, die mit dem 'Heilverband' bedeckt werden sollen, und zwar von beiden. Mögliche Deutung: Beide wurden durch die thematisierte Scheidung verletzt, erinnern sich (später, viel später) gern an die guten Zeiten mit dem jeweiligen Partner. Und dann erneut der Ratschlag, der wiederum etwas mit Wunden, wie in der vorherigen Strophe, zu tun hat. Auch dieser impliziert einen eher traurigen Ausgang der Geschichte.

    Fazit: Die Geschichte lässt sich auf zwei Weisen lesen, jedoch in beiden Fällen als eine Art lineare Geschichte des lyr. Ichs. Ein Paar, das sich super versteht, möchte sich binden. Dann wird es a) an den Rand einer Trennung vor der eigentlichen Trauung getrieben, rappelt sich jedoch wieder auf und heiratet schließlich oder b) heiratet und trennt sich nach einer bestimmten Zeit.
    Doppeldeutigkeiten alle Ehren, doch hier wird der Leser (oder zumindest ich^^) verwirrt.
    Das Gedicht ist spitze formuliert und hervorragend durchdacht. Einige Korrekturen würden den Sinn noch besser zur Geltung bringen und die Aussage besser eingrenzen.

    Mit großen Interesse gelesen

    mfG

    EDIT: Habe mir gerade noch Camerons Deutungsmöglichkeit zu Gemüte geführt; bei dieser Interpretation wäre das Gedicht wohl besser in 'Hoffnung und Fröhliches' oder 'Nachdenkliches' aufgehoben, denn dann wären die Bezüge zur Liebe mehr als schwach ausgeprägt. Ich wiederhole, wäre, wären
    Geändert von Dr. Üppig (24.11.2011 um 00:08 Uhr) Grund: Grund

  14. #14
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    Ehe

    Hallo TarasBulba

    Zitat Zitat von TarasBulba Beitrag anzeigen
    Ich möchte mich erstmal für die Zurückhaltung entschuldigen, aber die Zeit teilt man sich so ein, dass die wichtigen Punkte zuerst abgearbeitet sind.
    Huch, ich werde anscheinend richtig vermisst.
    sichtbar und unsichtbar, die Teilung in der Zeit, der Zeit, und "I miss you", - "Tu me manques" - sind eventuell die wichtigsten Punkte.

    Zitat Zitat von TarasBulba Beitrag anzeigen
    Was erblicken meine müden Augen?
    Eine vergrößerte Schrift wird dankend aufgenommen.
    Was sehen die Augen? In der Vergrößerung...

    Zitat Zitat von TarasBulba Beitrag anzeigen
    Noch ehe das Wort 'Ehe' (hehe, Wortwitz!) fällt, ist schon von Scheidung die Sprache.
    EHE

    auf beiden Seiten: El - lE; H verbindet, ist verbunden, II, ll. Schreibe ich E kursiv und drehe es, bekomme ich E, 3, H verändert sich nicht. | + | = 3? oder E| - |E = 0?

    El wie L, oder El wie Ei? In der Symmetrie, und in der Folge mit Bindestrich sind es drei.

    Zitat Zitat von TarasBulba Beitrag anzeigen
    Doppeldeutigkeiten alle Ehren, doch hier wird der Leser (oder zumindest ich^^) verwirrt.
    Vielen Dank für dein Interesse und die ausführlichen Überlegungen, die ich sehr gerne gelesen habe. Vielleicht fällt mir später noch etwas dazu ein, im Augenblick kommen mir keine klaren Gedanken, nur so was wie s.o.

    Liebe Grüße
    Kalinka

  15. #15
    Kurzflügler Guest
    Hallo Kalinka,

    ich muss gestehen, dass ich auch schon seit Längerem um deine "Ehe" herumschleiche, ohne mich zu einem Kommentar durchringen zu können. Das möchte ich jetzt aber gern ändern.

    Ich finde es ganz interessant, dass bei immerhin neun Kommentaren bisher nicht ein Wort auf den Klang des Gedichtes - oder überhaupt auf formale Dinge - gefallen ist, obwohl sich die Villanelle ja in höchstem Grade als klangliches Phänomen auszeichnet. Ich glaube, dass man das als Lob verbuchen darf. Denn tatsächlich wird die Form hier ja tadellos durchgehalten und gar noch virtuos durch diverse Klangmittel ausgebaut. Sieht man sich allein die erste Strophe an, trifft man auf fünf Assonanzen und zwei Alliterationen. Fast ein Rilke. Besonders liedhaft scheint mir darüber hinaus der weibliche Reim auf "ehe" zu sein.
    Auch die Auslassung der Satzzeichen in Verbindung mit der konsequenten Großschreibung am Zeilenbeginn würde ich an der Stelle im klanglichen Zusammenhang sehen. Beides führt meines Empfindens dazu, dass der Sprachfluss nahezu einförmig oder - ohne es abwertend zu meinen - monoton wird. Die syntaktischen Pausen innerhalb des Verses werden, dem Fehlen ihrer Anzeichen geschuldet, beinahe getilgt, dafür aber die Pausen am Versende durchgängig gestärkt - bedingt durch die Großschreibung am Versanfang. Letztlich liegt dadurch ein größerer Akzent auf den Reimen. Das gesamte Gedicht ist klanglich so gut ausstaffiert, dass der Inhalt im Grunde dahinter zurücktritt. Man merkt mitunter auch beim Lesen, dass man angesichts dessen schnell den Faden verliert.

    Nicht zuletzt mag das aber auch daran liegen, dass der Inhalt hoch komplex ist. Was sich da als bildlicher, begrifflich und syntaktisch einfach strukturierter Ausdruck anzubiedern weiß, ist in Wahrheit Unschärfe und naht sich mitunter dem Widerspruch. Beides verlangt nach Auflösung (und fand Gehör). Das ist in meinen Augen aber keineswegs eine Unzulänglichkeit des Textes (als was es hier offenbar attestiert wird), sondern vielmehr eine dichterische Spielart. Diese dann - sich den Forderungen nach Klarheit beugend - im Rückblick aufzulösen, fände ich auch unsinnig. Die formale Gestaltung ist hier so stark, dass dem Gedicht im Grunde sogar noch etwas abgewinnen könnte, wer gar nichts kapiert.

    Verbesserungsvorschläge habe ich keine für dich. Aber man muss ja auch einfach mal loben dürfen. Nicht zuletzt, um sich gegen die Schnellschüsse hier zur Wehr zu setzen. Aber auch einfach, weil du was drauf hast.

    Liebe Grüße
    Kurzflügler
    Geändert von Kurzflügler (01.12.2011 um 18:01 Uhr)

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