Thema: Tod

  1. #1
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    Tod

    ***
    Die bittre Kälte tötete meinen Leib
    Auf einem Teppichboden erstarb er gleich
    Ergeben stieg er hoch ins Leben
    Steigend erniedrigt zum höchsten bebend

    Erbärmlich schreit der Stumme verstummt der Schrei
    Des Todes Opfer kläglich verloren klagt
    Das Wesen nirgendwo im All sein
    Zitterndes nichtiges Nichts dort oben

    Es hört erhört die Liebe der Stille Hall
    Des Schweigens lauten schallenden Hilferuf
    Erhebend senkend alles gebend
    Oder allmächtig vernichtend richtend


    *

    Asklepiadeische Ode


    *
    Geändert von Farbkreis (18.11.2011 um 12:22 Uhr) Grund: size

  2. #2
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    @Kalinka

    Paar Anreize:

    schallenden Hilferuf
    schallend Hilferufs
    -
    Erhebend senkend alles gebend
    Erhebend fallend (und doch) alles gebend
    -

    Return:
    Gefällt.
    der Gedankenspringer

  3. #3
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    Tod

    ***
    Hallo horstgrosse,

    vielen Dank für deine Überlegungen.

    Zitat Zitat von horstgrosse2 Beitrag anzeigen
    schallend Hilferufs
    Jetzt bin ich ein wenig ratlos, verstehe bei deinem Vorschlag hier die Grammatik nicht, kann
    mich aber täuschen.

    Des Schweigens lauten, schallenden Hilferuf

    Wen oder was hört (erhört) die Liebe? Den Hall der Stille, der Stille Hall. – Den schallenden
    Hilferuf, (Des Schweigens)

    Erhebend senkend alles gebend
    Erhebend fallend (und doch) alles gebend
    Senken ist für mich nicht das gleiche wie fallen. Die Liebe ist hier die Agierende, sie senkt,
    fällt nicht, jedenfalls verstehe ich es bei deinem Vorschlag so, daß die Liebe fällt? Da kann
    ich mich gar nicht rein denken, bin aber am überlegen, ob eventuell im Gedicht etwas unklar
    ausgedrückt ist. Ich habe mich hier strikt an das Reimschema der Alkäischen Ode gehalten,

    Alkäische Odenstrophe

    x x´ x x´ x | x´ x x x´ x x´
    x x´ x x´ x | x´ x x x´ x x´
    x x´ x x´ x x´ x x´ x
    x´ x x x´ x x x´ x x´ x


    einen Text von mir dementsprechend verändert, bin mir aber nicht sicher, ob das Gedicht
    metrisch ganz korrekt ist, würde mich über eine Kritik (X-Kontrolle) freuen.

    Liebe Grüße
    Kalinka

    Ps.: Jetzt fällt mir gerade ein: Die Frage, ob man über Liebe und Tod zugleich schreiben
    kann (darf?), kam von dir?

  4. #4
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    @Kalinka

    x x´ x x´ x | x´ x x x´ x x´
    x x´ x x´ x | x´ x x x´ x x´
    x x´ x x´ x x´ x x´ x
    x´ x x x´ x x x´ x x´ x

    Die Metrik ist ok, habe sie nach dem oberen Muster geprüft. Demzufolge (mein Irrtum) sind die Vorschläge anfangs sowieso falsch. Ich hatte auf Jambus geixt.
    Ok, habe das erheben und senken jetzt auch kapiert, ist dann schon ok. Ich war mehr Richtung ( Liebe die sich erhebt und dann fällt, neu erhebt usw. )

    Liebe und Tod getrennt schreiben, nein kam nicht von mir. Doch meine Meinung ist, der Inhalt das Bild muss entscheiden ob man beides darf. Warum eigentlich nicht.
    Sorry, habe momentan wenig Zeit, wenn du noch Fragen haben solltest, frag. Die Antwort kommt!
    der Gedankenspringer

  5. #5
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    Tod

    ***
    Hallo horstgrosse,

    heißt das, man kann die Wörter nach einem gewählten Versfuß betonen? Jedenfalls vielen
    Dank für die Prüfung der Metrik.

    Zitat Zitat von horstgrosse2 Beitrag anzeigen
    Liebe und Tod getrennt schreiben, nein kam nicht von mir. Doch meine Meinung ist, der Inhalt das Bild muss entscheiden ob man beides darf. Warum eigentlich nicht.
    Da habe ich meine Frage falsch gestellt? Wortwörtlich hieß sie: "Kann, darf ich Liebe mit Tod
    vermischen? Das heißt, dürfen die Themen vermischt werden?" Sie steht im Sedoka: "zêlos"

    Tod und Liebe begegnen sich hier allerdings außerhalb von Zeit und Körper, dazu fand ich
    die alte Odenform sehr passend. Interessant wäre ein eigenes Reimschema, irdisch präsent,
    oder: "Das heißt, dürfen die Themen vermischt werden?"

    Liebe Grüße
    Kalinka

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