Thema: Leben

  1. #1
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    Leben

    *****
    Winde säuseln das Lied / tönen erfüllt im Raum
    Augen sehen das Jahr / zeitlich erzählt das Wort
    Sommerblumen erblühen
    Früh am Morgen erscheint das Licht

    Laute Geistergestalt / singender Schattentanz
    Seelen riechen das Grün / aller erneuter Luft
    Hören Vogelgezwitscher
    Flüsse tragen das Eis der Nacht

    Jemand der sich ergibt / sieht und erlebt den Tag
    Der die Sinne erweckt / wachend auf seinem Gang
    Zeiten achtlos vergessend
    Träume schwimmen im tiefen Fluß

    Treiben leise zum Grund / rauschend im dunklen Sog
    Pfeifen Winde erhöht / Stimmengewirr verhallt
    Todesnächte des Winters
    Starres Leben beginnt verstummt

    *

    Asklepiadeische Ode
    ________________________________________________________________________________

    Winde säuseln das Lied Töne füllen den Raum
    Augen sehen das Jahr Lippen singen das Wort
    Sommerblumen erblühen
    Früh am Morgen erscheint das Licht

    Laute Geistergestalt leiser Liedergesang
    Seelen riechen das Grün all der Grashalme Duft
    Hören Vogelgezwitscher
    Flüsse tragen das Eis der Nacht

    Jemand der sich ergibt sieht ergeben den Tag
    Der die Sinne erweckt wach für jeden Empfang
    Weichen Zeiten vergessen
    Träumend schwimmend im tiefen Fluß

    Treibt Gesäusel zum Grund dunkel Rauschen ertönt
    Winde pfeifen erhöht Stimmen werden vermißt
    Todesnächte des Winters
    Starres Leben beginnt verstummt

    *
    ________________________________________________________________________________
    Geändert von Farbkreis (18.11.2011 um 12:25 Uhr) Grund: size

  2. #2
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    Die Melodie des Gedichtes ist wieder sehr gelungen. Dadurch, daß keine Zeichen gesetzt wurden, wirkt es immer ungemein aufs Ohr.
    Melodisch ganz schön, Verständlichkeit im Text fehlt mir. Aber abstrakter Poesie Bilder kann man sich malen, wie man es sieht und sich eben
    vorstellen kann.
    Gut gelungen dein melodischer Text.
    E.Chattefield



    7.11.2011 21,02 Uhr
    Was du darunter stehen hast als zweites, ist schöner. War das nicht die ErstVersion?
    Warum hast du es neu umgeschrieben? Wegen der Ode, Reimschema?
    Geändert von LadyChatterfield (07.11.2011 um 21:06 Uhr)

  3. #3
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    Hallo LadyChatterfield,

    dein Kommentar freut mich aus zweierlei Gründen. Das Gedicht hatte ich schon mal
    eingestellt und wieder gelöscht, es wurde zwar gelesen, aber nicht kritisiert. Da ich
    mir, außer im Versfuß Jambus, sollte der in einem Gedicht nicht stimmen, so war die
    Unregelmäßigkeit garantiert gewollt, in der Betonung noch unsicher bin.

    Leben ist, Zitat:
    ***
    Asklepiadeische Ode

    Schema:
    x´ x x´ x x x´ x´ x x x´ x x´
    x´ x x´ x x x´ x´ x x x´ x x´
    x´ x x´ x x x´ x
    x´ x x´ x x x´ x x´


    zwei kleine Asklepiadeen (Zwölfsilber), die metrisch übereinstimmen, und in der Mitte
    einen Hebungsprall haben
    ein Pherekrateus (Siebensilber, bestehend aus Trochäus, Daktylus und Trochäus)
    ein Glykoneus (Achtsilber, der gebaut ist wie der Pherekrateus, aber am Ende eine
    zusätzliche Hebung besitzt)


    Ende vom Zitat.
    ***

    Die Satzzeichen habe ich jetzt erst, bei der Neueinstellung entfernt. Deshalb freut
    es mich zweitens, daß es für dich dadurch lesbarer wurde.

    Zitat Zitat von LadyChatterfield Beitrag anzeigen
    Die Melodie des Gedichtes ist wieder sehr gelungen. Dadurch, daß keine Zeichen gesetzt wurden, wirkt es immer ungemein aufs Ohr.
    Melodisch ganz schön, Verständlichkeit im Text fehlt mir. Aber abstrakter Poesie Bilder kann man sich malen, wie man es sieht und sich eben
    vorstellen kann.
    Gut gelungen dein melodischer Text.
    Den Originaltext, oder besser gesagt, die Originaltexte, muß ich erst herauskramen,
    füge sie dann gerne zur besseren Verständlichkeit des Textes bei.

    Der letzte Vers der zweiten Strophe ist neu:

    Flüsse tragen das Eis der Nacht

    Er war der Anlaß zur Ode. Wann dies geschah, weiß ich nicht mehr genau. Man sah in der
    Tagesschau im Norden (Finnland?) viele Schaulustige sprachlos an einem Fluß stehen, der
    riesige Eisschollen transportierte. Deshalb steht das Gedicht in Natur und Jahreszeiten.
    Morgen ist der erste November, es riecht nach Frühling. Die Nacht war sternenklar, der
    Himmel ist stahlblau. Doch wie an einem sonnigen Apriltag, nimmt man vorsichtshalber eine
    Jacke mit auf den Spaziergang.

    Liebe Grüße
    Kalinka

  4. #4
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    Hallo Kalinka,

    vorab: Das Gedicht gefällt mir sehr gut, ein Gedicht, dass ich genre laut lese. Keine offensichtlichen Schwächen, ein absoluter Geniestreich ist aber nicht drin.

    Zur Form: ich kannte bisher die Regeln zur Asklepiadeischen Ode nicht, ich weiß nicht einmal was eine Ode genau ausmacht. Allerdings sind Deine Asklepiadeen eigentlich je zwei sechssilbige Zeilen, zumindest muss ich sie so lesen. Ich habe damit kein Problem, würde es aber dann auch so schreiben, also Zeilenumbrüche einfügen.

  5. #5
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    Leben

    ***
    Hallo Rondribal,

    Zitat Zitat von Rondribal Beitrag anzeigen
    Zur Form: ich kannte bisher die Regeln zur Asklepiadeischen Ode nicht, ich weiß nicht einmal was eine Ode genau ausmacht.
    Wie bei allen Gedichtsformen heißen die Regeln Reimschema, wenn ich mich nicht irre, ich hab
    leider versehentlich meine Notizen gelöscht, was mir von der Ode blieb, schon im vorherigen
    Kommentar zitiert:

    Leben ist, Zitat:
    ***
    Asklepiadeische Ode

    Schema:
    x´ x x´ x x x´ x´ x x x´ x x´
    x´ x x´ x x x´ x´ x x x´ x x´
    x´ x x´ x x x´ x
    x´ x x´ x x x´ x x´


    zwei kleine Asklepiadeen (Zwölfsilber), die metrisch übereinstimmen, und in der Mitte
    einen Hebungsprall haben
    ein Pherekrateus (Siebensilber, bestehend aus Trochäus, Daktylus und Trochäus)
    ein Glykoneus (Achtsilber, der gebaut ist wie der Pherekrateus, aber am Ende eine
    zusätzliche Hebung besitzt)

    Ende vom Zitat.
    Die Betonungen kann man verschiedenartig darstellen,

    Schema:
    v – ...(Jambus: xX, x x´)
    – v ...(Trochäus: Xx, x´x )
    – – ...(Spondeus: XX; x´x´)
    – v v (Daktylus: Xxx; x´x x)
    v v – (Anapäst: xxX; x x x´)

    und hier liegt mein eigentliches Problem.

    Zitat Zitat von Rondribal Beitrag anzeigen
    Allerdings sind Deine Asklepiadeen eigentlich je zwei sechssilbige Zeilen, zumindest muss ich sie so lesen. Ich habe damit kein Problem, würde es aber dann auch so schreiben, also Zeilenumbrüche einfügen.
    Zwei "sechssilbige", da sich in der Mitte, im Zitat wird es Hebungsprall genannt, ein Spondeus
    befindet. Es ist ein Vers, aber 12 ist teilbar, ist schon klar, man kann bis zu 12 Zeilen draus
    machen.

    x´ x x´ x x x´ x´ x x x´ x x´, oder

    X x X x x X X x x X x X

    Winde säuseln das Lied ne füllen den Raum
    **

    Zitat Zitat von Rondribal Beitrag anzeigen
    Keine offensichtlichen Schwächen, ein absoluter Geniestreich ist aber nicht drin.
    Ob es bei den Oden "Geniestreiche" gibt, weiß ich nicht, angeblich wurden sie gesungen,
    aber die deutschen Oden waren ziemlich unmelodisch, das kann man googeln. Ich will es mal
    einfach mit dem heutigen Rap vergleichen, Sprechgesang, da gibt es auch sehr verschiedene
    Richtungen und ob es auch Gangsteroden gab, dazu müßte man wissen, was zur jeweiligen
    Zeit als aufrührerisch galt. Ich mochte bei dieser Ode hier den Aufprall, die Kollision, um Leben
    auszudrücken.

    Danke für deinen Beitrag

    Liebe Grüße
    Kalinka

  6. #6
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    Hallo, Kalinka! Wie ich Deinen Erklärungen entnehme, soll es sich bei dem Gedicht um eine Asklepiadeische Ode handeln.
    Reimschema wäre also X x X x x X / X x x X x X für die beiden ersten Verse
    "Winde säuseln das Lied Töne füllen den Raum"
    X x X x x X / X x X x x X so betone ich das. Ist doch wohl richtig? Dann würde das aber nicht dem Reimschema der Asklepiadeische Ode
    entsprechen. Überprüfe das mal bitte und schreibe eine Antwort. Mich interessieren diese Reimschemen, deshalb komme ich hier ins Zweifeln. Alles Gute! hoyoko

  7. #7
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    Leben

    Hallo hoyoko,

    das Reimschema der asklepiadischen Ode habe ich oben zitiert.

    Zitat Zitat von hoyoko Beitrag anzeigen
    Hallo, Kalinka! Wie ich Deinen Erklärungen entnehme, soll es sich bei dem Gedicht um eine Asklepiadeische Ode handeln.
    Reimschema wäre also X x X x x X / X x x X x X für die beiden ersten Verse
    "Winde säuseln das Lied Töne füllen den Raum"
    X x X x x X / X x X x x X so betone ich das. Ist doch wohl richtig? Dann würde das aber nicht dem Reimschema der Asklepiadeische Ode
    entsprechen. Überprüfe das mal bitte und schreibe eine Antwort. Mich interessieren diese Reimschemen, deshalb komme ich hier ins Zweifeln. Alles Gute! hoyoko
    Deiner Meinung nach stimmen die Betonungen? Wenn du ein anderes Reimschema kennst,
    würden mich Darstellung und Quellenangabe natürlich interessieren, so aus dem Stehgreif
    heraus kann ich leider nicht danach googeln, mich interessiert im Augenblick auch nur die klassische Form.

    Vielleicht ist das Thema "Leben" aneckend? Oder "unmodern"?

    Woran du zweifelst, habe ich leider nicht verstanden, am Reimschema? Ich habe es nicht
    erfunden, aber ich möchte gern, wenn ich einmal die klassischen verstanden habe, mein
    eigenes finden, das dem Klang unserer Zeit entspricht und doch das Leben nicht verleugnet.

    LG Kalinka

  8. #8
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    Halllo Kalinka,

    Ich denke s geht um die konkrete Betonung in deinem Werk. Ich lese den ersten Vers nämlich auch so:
    Winde säuseln das Lied ne füllen den Raum

    Nach deinem Versmaß müsste es jedoch so lauten:
    Winde säuseln das Lied ne füllen den Raum
    Was komisch klingt.

    Zum gesamten Werk:
    Eine passende Form für das Thema, jedoch fällt mir immer wieder auf, dass du keine Satzzeichen einsetzt. Man kann dies zwar als Stilmittel gebrauchen, müsste das Gedicht dann auch entsprechend gestalten, dass das Fehlen oder bewusste Auslassen der Satzzeichen als solches Stilmittel zu identifizieren ist. Für eine Ode wären Kommata und Punkte durchaus nicht verkehrt, finde ich. Und Ausrufezeichen! Um Gottes Willen, die Ausrufezeichen!!!

    Wenn ich eine Ode mit einem vorgegebenen Metrum lese, muss ich unweigerlich an Klopstock denken. So ein Hohelied richtet sich an den Leser, denjenigen, der es vorträgt oder -singt.
    Dabei wären Stazzeichen unvermeindlich.

    Ist aber nur so ne starre Idee von mir.

    mfG

  9. #9
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    Leben

    Hallo TarasBulba,

    herzlichen Dank, einerseits freue ich mich riesig über deinen Beitrag, andererseits schäme
    ich mich, man könnte beinahe denken, ich treibe hier Schabernack? Nein, ich habe wirklich
    nicht bemerkt, daß ich hier einfach einem eigenen Schema gefolgt bin, aber mein Gespür sagte
    mir: Hier stimmt doch was nicht, deshalb meine Nachforschungen und Nachfragen.

    Zitat Zitat von TarasBulba Beitrag anzeigen

    Ich denke s geht um die konkrete Betonung in deinem Werk. Ich lese den ersten Vers nämlich auch so:
    Winde säuseln das Lied ne füllen den Raum

    Nach deinem Versmaß müsste es jedoch so lauten:
    Winde säuseln das Lied ne füllen den Raum
    Was komisch klingt.
    Es ist für mich sehr schwer, einem Schema zu folgen, und hier, mit der ganzen Mühe, die ich
    mir gab, spielte mir mein Unterbewußtsein einen Streich. Ich las das Reimschema so, wie ich
    es betonte, dabei habe ich die Vorlage x-mal angeschaut, doch erst durch deinen Kommentar
    den Irrtum verstanden.

    Zitat Zitat von TarasBulba Beitrag anzeigen
    Zum gesamten Werk:
    Eine passende Form für das Thema, jedoch fällt mir immer wieder auf, dass du keine Satzzeichen einsetzt. Man kann dies zwar als Stilmittel gebrauchen, müsste das Gedicht dann auch entsprechend gestalten, dass das Fehlen oder bewusste Auslassen der Satzzeichen als solches Stilmittel zu identifizieren ist. Für eine Ode wären Kommata und Punkte durchaus nicht verkehrt, finde ich. Und Ausrufezeichen! Um Gottes Willen, die Ausrufezeichen!!!
    Jetzt habe ich doch mal nach modernen Oden gegoogelt, dabei einen neuen Ausdruck entdeckt:
    Slash. Man setzt ihn bei der Zäsur der beiden Zwölfsilber, das werde ich auch so halten.

    Zitat Zitat von TarasBulba Beitrag anzeigen
    Wenn ich eine Ode mit einem vorgegebenen Metrum lese, muss ich unweigerlich an Klopstock denken. So ein Hohelied richtet sich an den Leser, denjenigen, der es vorträgt oder -singt.
    Dabei wären Stazzeichen unvermeindlich.

    Ist aber nur so ne starre Idee von mir.
    Satzzeichen möchte ich nicht setzen, aus verschiedenen Gründen, auch, weil ich denke, daß
    sich der Klang durch die Wortwahl ergeben sollte, ist er nicht erkennbar, sind die Verse sind
    klar, ein Gedicht sollte im Ganzen, hier als Ode erkennbar sein, das Lesen sich von selbst
    ergeben und nicht durch dargestellte Zeichen. Das ist aber nur meine persönliche Meinung
    und bezieht sich auf mein Gedicht, das verbessert werden muß. In dem Moment, in dem es
    ohne Zeichen leicht lesbar wird, hätte ich sozusagen mein Ziel erreicht.

    Ich stelle schon einmal die erste verbesserte Strophe ein, bitte melden, falls es immer noch
    nicht der Betonung des Reimschemas entspricht.

    Liebe Grüße
    Kalinka

    ***

    @hoyoko,

    vielleicht wolltest du mir schon das gleiche sagen? Dann hatte ich deinen Kommentar leider
    nicht verstanden, mit meinem Brett vorm Kopf

    Nach meiner Verbesserung, s.o., verstehe ich auch, warum die asklepiadische Ode mitunter
    als fröhlich bezeichnet wird, da paßt der Inhalt meines Gedichtes nicht unbedingt rein, aber
    es soll der Betonung nach eine asklepiadische Ode sein, wenn die Betonung jetzt stimmt.
    Was genau und allgemein eine Ode definiert, interessiert mich, es scheint nämlich nicht ganz
    klar zu sein. Am besten ist wohl bei Schiller nachlesen? Schön wäre, wenn das Reimschema
    nicht ausschlaggebend wäre, man ein eigenes Schema als Ode bezeichnen könnte, denn die
    reimlosen Verse passen m.M.n. sehr gut zu dieser Art von Gedichtsform, je nach Thema variabel.
    Kürzere Verse fände ich persönlich dabei klang- und ausdrucksvoller.

    Liebe Grüße
    Kalinka
    Geändert von Farbkreis (07.11.2011 um 15:14 Uhr) Grund: Erweiterung***

  10. #10
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    Hallo Kalinka! Ich hatte Dir ja den ersten Vers ge-xt und Dir gezeigt , das er mit dem vorgeschriebenen Schema nicht übereinstimmt.
    Na gut. In Deiner korrigierten Variante stimmt jetzt das Reimschema. Allerdings müsstest Du im 1. Vers Tönen groß schreiben. Es heißt bekanntlich das Tönen. Und es muss heißen :Tönen erfüllt den Raum
    Die einzelnen Verse sind für mich leider nicht immer verständlich. Wahrscheinlich hast Du immer einen Ausdruck gesucht, der zum Reimschema passt. Ich weiß, das ist recht schwer. Man muss aber darauf achten, dass die einzelnen Sätze und Verse in Zusammenhang stehen und einen Sinn ergeben. Schön ist es, dass Du experimentierfreudig bist und Dich immer an anderen Formen, Reimschemem usw. ausprobierst. Nur so kann man ja lernen. Es gelingt nicht immer, aber man lernt hinzu. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Alles Gute und Schöne für Dich! hoyoko.

  11. #11
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    Leben

    Hallo hoyoko,

    Zitat Zitat von hoyoko Beitrag anzeigen
    Hallo Kalinka! Ich hatte Dir ja den ersten Vers ge-xt und Dir gezeigt , das er mit dem vorgeschriebenen Schema nicht übereinstimmt.
    vielen Dank, daß du dich noch einmal gemeldet hast. Wie ich schon sagte, ich hatte eine
    bestimmte Melodie im Kopf, übersah dabei das Reimschema, und habe jetzt die Wörter ins
    Schema gezwungen, das Original ist keine Übung, ich sehe die ersten beiden Verse der
    jeweiligen Strophen als meine eigene Komposition, die verbesserte Version als Übung. Es
    kam mir hier auf die richtige Betonung an, m.M.n. verändert sie eher den Klang als den
    Inhalt, der jetzt allerdings an Ausdruck verliert. Das eigentliche Gedicht steht drunter, es
    darf sich nur nicht asklepiadische Ode nennen.

    Zitat Zitat von hoyoko Beitrag anzeigen
    Na gut. In Deiner korrigierten Variante stimmt jetzt das Reimschema. Allerdings müsstest Du im 1. Vers Tönen groß schreiben. Es heißt bekanntlich das Tönen. Und es muss heißen :Tönen erfüllt den Raum
    Winde säuseln das Lied / tönen erfüllt im Raum

    tönen ist hier ein Verb wie klingen, es ist außerdem mehrdeutig, tönen kann auch färben
    bedeuten und paßt auch zu "Augen sehen".

    Zitat Zitat von hoyoko Beitrag anzeigen
    Die einzelnen Verse sind für mich leider nicht immer verständlich. Wahrscheinlich hast Du immer einen Ausdruck gesucht, der zum Reimschema passt. Ich weiß, das ist recht schwer. Man muss aber darauf achten, dass die einzelnen Sätze und Verse in Zusammenhang stehen und einen Sinn ergeben.
    Bei der Korrektion, ja. Alles ist verbindend, ich habe keine Probleme im freien Ausdruck,
    sondern mit der Betonung, mein Gehör rebelliert irgendwie gegen Metrikzwang und es ist
    eine gewisse Selbstdisziplin und ein wenig Neugierde, die klassischen Formen mit eigenen
    Gedanken zu füllen.

    erfüllt ist natürlich nicht unbedingt logisch, sie klingen, ja wie? Der Mensch sucht
    Erfüllung, er ist erfüllt, hier sind es die Winde (Metapher), es ist ja ein Gedicht, keine Bedienungsanleitung

    Zitat Zitat von hoyoko Beitrag anzeigen
    Schön ist es, dass Du experimentierfreudig bist und Dich immer an anderen Formen, Reimschemem usw. ausprobierst. Nur so kann man ja lernen. Es gelingt nicht immer, aber man lernt hinzu. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Alles Gute und Schöne für Dich! hoyoko.
    Der Meister ist im Himmel, sagt man, aber wer weiß... und wieso gefallen? Oben und unten
    sind auch nur Konfusion... und welcher "Meister" hätte je Leben verständlich in Worte gefaßt?

    Liebe Grüße
    Kalinka

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