1. #1
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    Anfang wie Ende

    Es war in einer dunklen Nacht,
    ne Liebe ist grad zart erwacht.
    Mit dieser inniglichen Liebe,
    da wuchsen klar auf einmal Triebe.
    Mit diesen Trieben ein Begehren,
    womit wir gleich beim Thema wären.

    Begehr nicht deines Nächsten Weib,
    schon gar nicht ihren heißen Leib.
    So war’s gemeißelt in nem Stein,
    die Schrift war zierlich und sehr klein.
    Den Stein trug Moses in der Hand,
    er wurde ihm von Gott gesandt.

    Er sprach zu seinem Volk: “Was soll es,
    es gibt ne Nachricht, doch nix Tolles.
    Wir dürfen nicht, es ist verboten,
    an Nachbars Frau mit unsern Pfoten.
    Nicht mal wenn wir dafür bezahlen,
    man droht uns gleich mit Höllenqualen.

    Ich gehe mal zur Konkurrenz
    und frag die dunkle Eminenz,
    ob er, so hab ich mir’s gedacht,
    ein bessres Angebot uns macht.
    Wir werden beide dann vergleichen,
    dass schlechtere dann einfach streichen.“

    Der Höllenfürst zu Moses spricht:
    “Ein Angebot gibt’s von mir nicht.
    Nur wenig lässt Gott in den Garten,
    auf alle andern kann ich warten.
    Da ließ das Volk in allen Ehren,
    sich halt vom lieben Gott bekehren.

    Doch am Rande vom Geschehen,
    konnte grade man noch sehen,
    weil sehr dunkel war die Nacht,
    eine Liebe zart erwacht.
    Muss ich jetzt noch groß erklären,
    dass wir schon am Anfang wären?
    Ich bin ein Niemand. Niemand ist perfekt.
    Also bin ich perfekt!

  2. #2
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    Hallo Panzerknacker,

    eine humorige und gut zu lesende Überlegung. Gefällt mir sehr. Einige kleine metrische Holperer sind angesichts der Thematik leicht zu übersehen.

    Die Frau des Nächsten zu begehren,
    will er laut Moses uns verwehren.
    Doch wird er uns dafür auch strafen,
    wenn statt begehren wir nur schlafen?

    Lieben Gruß Günter
    Geändert von G. Heimer (21.11.2011 um 09:40 Uhr)
    Gedanken eines Gedichts verraten noch nichts. Doch hat man alle gelesen, erkennt man Dichters Wesen.

    (c) auf alle Werke

  3. #3
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    Ach Günter,

    du verwöhnst mich immer wieder mit deinen Kommentaren und darum

    viele Grüße
    der Knacki
    Ich bin ein Niemand. Niemand ist perfekt.
    Also bin ich perfekt!

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