1. #1
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    Allegorie der brennenden Hex(ameter)

    Hallo Leute,
    da ich noch an nebenher an einer Semesterarbeit schreiben muss, wurde dieser Hexameter sicherlich nicht perfekt. Außerdem kann ich darum wohl erst morgen oder heute Abend eure Gedichte kommentieren. Um den Abgabetermin dennoch nicht zu verpassen stelle ich mein Gedicht trotzdem jetzt schon ein. Viel Spaß beim zerreißen!

    Dreizehn Männer mit brennenden Fackeln, ein Schreien und Brüllen,
    Kommen zur Hütte des kleinen, buckligen Frauchens in Hüllen.
    Eingewickelt in Leinen, verstört und toll durch die Ängste,
    Ziehen sie raus doch sie wehrt sich, verflucht die Bauern aufs Strengste.

    „Hexe“ hört man die rufen, zwischen dem ganzen Getue.
    Kein Moment ist Stille, niemals etwas von Ruhe.
    Ehe man sich versieht, da steht das Weib auf dem Haufen,
    Freiheit und Leben verwirkt- und keiner kann‘s mehr erkaufen

    Bürgermeister Emmerling möchte, ja muss sie besehen:
    Lange Warzennase, die Zähne gelb, hilft doch kein flehen.
    Keiner will hinter der Ecke den Gehörnten erblicken,
    Während die Töchter Gebete, verzweifelt, gen Himmel verschicken

    Dreizehn Mannen setzen das Feuer, sie steht auf dem Reisig.
    Jeder könnte sehen: der Teufel lächelt schon eisig.
    Leute raunen und siehe da: Flammen lecken am Leibe.
    Irrte man sich halt und Schultern zucken. Pech für dies Weibe…
    Geändert von Nachteule (13.01.2013 um 22:02 Uhr) Grund: S.u.
    Meine Sydnatur:
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    Hier stehe ich! Ich kann nicht anders! Gott helfe mir! Amen!
    (Der Buchstabe)
    Du verstehst Nachteules Kommentar nicht? Lyrisches Lexikon der Nachteule; für Einsteiger: der Kommentarfaden; wenn dir ein Kommentar besonders gefällt, kannst du ihn zur Kritik des Monats nominieren
    Drama: Das Gericht; Prosa: Fernreise als Kurztrip, Krieg im Frieden, Die Tote

  2. #2
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    Hi, Nachteule -

    ein gar grausiger Text.
    Ob das Hexameter sind, weiß ich nicht, ich vertraue Dir ganz und gar.

    Historischer Hintergrund scheint mir nicht gegeben zu sein, denn Hexen wurde nicht ohne Prozeß verbrannt.
    Warum 13 Häscher und was machte sie in den Augen derer zur Hexe.
    Allegorie? Wofür?
    Vielleicht steh ich auf der Leitung?

    LG
    Barbarossa

  3. #3
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    Allegorie der brennenden Hex(ameter)

    Hallo Nachteule,

    hier hast Du eine große Arbeit abgeliefert, was ich schon der Mühe wegen anerkennenswert finde.
    Es ist eine lange Geschichte, die sicher wegen dem Hexameterzwang in eine Aussage gebracht erscheint. Dem Verbrennen ging allerding immer ein Geständnis voraus, das durch Folter erzwungen wurde. Zur Hexametertechnik enthalte ich mich wegen Kompetenzmangel.

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  4. #4
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    Liebe Nachteule .

    Es ist bemerkenswert, dass du uns neben deiner Arbeit nicht vergessen und einen fast perfekten Hexameter gebastelt hast, toll!
    Ich arbeite schon ziemlich lange am Hexameter und habe ihn noch immer nicht verinnerlicht; trotzdem habe ich drei Stellen entdeckt, die du vielleicht überarbeiten könntest (blau). Rot habe ich Formulierungen gekennzeichnet, die mir sprachlich etwas unglücklich erscheinen.

    Nicht besonders mag ich die Reime, sehr gut gefällt mir die Erzählung, die dicht und bildgewaltig ist.

    Gerne gelesen.
    Herzliche Grüße,
    Medusa.
    Dreizehn Männer mit brennenden Fackeln, ein Schreien und Brüllen,
    Kommen zur Hütte des kleinen, buckligen Frauchens in Hüllen.
    Eingewickelt in Leinen, verstört und toll von den Ängsten,
    Ziehen sie raus doch sie wehrt sich, verflucht die Bauern aufs Strengste.

    „Hexe“ hört man die rufen, während dem ganzen Getue (... des ganzen Getues)
    Kein Moment ist Stille, niemals etwas von Ruhe.
    Ehe man sich versieht, da steht das Weib auf dem Haufen,
    Freiheit und Leben verwirkt- und keiner kann‘s mehr erkaufen

    Der Inquisitor möchte sie nun doch einmal besehen:
    Lange Warzennase, die Zähne gelb, da hilft kein flehen. t t statt d t
    Keiner will hinter der Ecke den Gehörnten erblicken,
    Während die Töchter Gebete, verzweifelt, gen Himmel verschicken

    Dreizehn Mannen setzen das Feuer, sie steht auf dem Reisig.
    Jeder könnte sehen: der Teufel lächelt schon eisig.
    Leute raunen und siehe da: Flammen lecken am Leibe.
    Hat man sich halt geirrt, die Schultern zucken. Pech für dies Weibe…

    Geändert von Medusa (16.01.2012 um 13:43 Uhr)

  5. #5
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    Hallo Nachteule,

    ich glaubte, dem Hexameter geht es gegenwärtig wie die arme Hexe in Deinem Gedicht. Aber im Ggs. zu ihr, ereilt ihm nun doch noch Rettung .

    Zitat Zitat von Nachteule
    Eingewickelt in Leinen, verstört und toll von den Ängsten,
    Vorschlag: Eingewickelt in Leinen, verstört, gepeinigt durch Ängste,

    Zitat Zitat von Nachteule
    „Hexe“ hört man die rufen, während dem ganzen Getue
    Vorschlag: „Hexe“ hört man sie rufen, zwischen dem ganzen Getue (oder Gebuhe?)

    Der Inquisitor brachte Deine Kritiker auf den Plan, Dir das fehlende Inquisitionsgericht vorzuhalten. Ich nehme aber an, dass Du gerade den auf Angst und Verblendung gründenden meuchelnden Mob darstellen wolltest. Hier solltest Du Dich entscheiden: Gericht her oder Inquisitor weg.

    Der Schluß ist nicht ganz nachvollziehbar. Es fehlt m.E.n. eine Erklärung für den Irrtum. Alternativ könnte vielleicht auch ein Konjunktiv herhalten.

    LG Eremit
    und lass Dich ja nicht nach Athen tragen
    Hinweis: Lyrik im Foyer 2018 in Frankfurt (Oder)

    -------------------------------------------
    Weh denen, die dem Ewigblinden
    Des Lichtes Himmelsfackel leih'n!
    Sie strahlt ihm nicht, sie kann nur zünden
    Und äschert Städt' und Länder ein. (F. Schiller)

  6. #6
    Derolli Guest
    Liebe Nachteule,

    lustig, dass wir beide Hexameter mit Hexe in Verbindung gebracht haben. Außerdem mag ich es eigentlich schon, dass du gereimt hast, ich habe das auch getan, aber so weit auseinander gezogen, dass man es nicht gleich bemerkt, dass wäre vielleicht eine Alternative, wenn man sich selbst den Anspruch auf einen Reim stellt.
    Mit der Zäsur habe ich auch meine große Mühe und muss meinen Text nochmal ganz überarbeiten. Ich bin gespannt wie du deinen verändern wirst, denn mir ist es wie Ferdi auch, eine Freude, dass du hier eine Erzählung anbietest. Ich habe mich für einen Appell entschieden und damit das Thema verfehlt, aber du hast den Hexameter genau dazu eingesetzt wozu er am besten passt. Ich hoffe, dass dein Stress bald nachlässt und du wieder die Ruhe findest dich deiner großartigen Lyrik zu widmen.

    Ich muss mir deinen Text umbedingt nocheinmal genauer ansehen, aber mir fallen schon die Augen zu. Nicht jeder hat sie Nachts weit offen.

    Bestes Gelingen für deine Klausuren.
    Geändert von Derolli (16.01.2012 um 00:41 Uhr)

  7. #7
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    Hallo zusammen,

    dann kommen also meine Kommentare! Fangen wir bei mir selbst an...

    @Barbarossa
    Warum 13 Häscher und was machte sie in den Augen derer zur Hexe.
    Dreizehn ist ja eine Unglückszahl, die auch häufiger mit den Hexen in Verbindung gebracht wird. Darum habe ich mich dafür entschieden.
    Was sie zu einer Hexe macht, wollte ich freilassen, da es eben auf alle Hexenjagden angewandt werden können soll. Darum setzt es bei dem "wütenden Mob" ein. Allerdings liegt die später genannte Nase und die gelben Zähne ja auf der Hand.

    Allegorie? Wofür?
    Vielleicht steh ich auf der Leitung?
    Ich hoffe, dass du es inzwischen verstanden hast, sonst muss ich an mir zweifeln.. es gibt ja nur zwei Gründe, warum eine Bild nicht verstanden wurde... Entweder hat es der Dichter nicht geschafft, es zu vermitteln oder der Leser hat es nicht verstanden... Ich zweifle da immer erst an mir... Also:
    Das Gedicht ist eine Allegorie für die sogenannte "Hexenjagd". Man sucht sich jemanden aus, der Schuld sein könnte und jagt ihn durchs Dorf. Später merkt man, er war doch nicht Schuld, kann es aber nicht rückgängig machen. Pech gehabt. Die Hexen sollen ja, nach manchen Quellen, nicht brennen können, wie man sie auch nicht ertränken konnte, darum ist die Tatsache, dass die Flammen an ihr leckt, ein Zeichen, dass sie keine Hexe war.

    @ferdi

    erst einmal: Schön dass du dich hast ausgraben lassen! Du bist für die Kritik des Hexameters eine sehr große Hilfe! Danke! Dass du dein Passwort noch kanntest... Dein letzter Beitrag war vom 17.12.2009... das sind über zwei Jahre...

    nach Eremits Stück schon der zweite Fall gereimter Hexameter - das gehört sich aber nicht
    Sorry! Kannst du mir verzeihen? *liebgugg* Eulen kann man doch nicht lange böse sein, oder?

    Nein, kann man natürlich mal machen, aber eigentlich lebt der Hexameter ja aus der Bewegung, aus dem Spannungsbogen, und nicht aus der ordnenden Kraft des Reim-Gleichklangs heraus. Von daher sind sie schon ungereimt einleuchtender, die Hexameter.
    Das war mein erster Hexameter, darum kannte ich die wichtigen Elemente und ihre Bedeutung noch nicht. Deine Erklärung leuchtet mir ein und ich werde sie in Zukunft beherzigen! Ich dachte eigentlich, ich erhöhe die Schwierigkeit noch etwas...

    Was mir wirklich gut, gefällt, ist, dass du erzählst. Denn zu allererst ist der Hexameter ja genau das: ein Erzählvers, der epische Vers "an sich". Je mehr Wirklichkeit, je mehr Handlung, um so besser.
    Danke schön! Das habe ich mir gedacht. Ich habe schon große Balladen auf ihre Betonung hin untersucht und dabei nichts herausgefunden, daher weiß ich, dass sie von Metrenwechsel leben. Da ist der Hexameter als fester Metrenwechsel natürlich perfekt. Und die Daktylen als Handlungstreiber noch besser!

    Bei der Gestaltung deiner Verse könntest du vielleicht noch ein wenig genauer auf die Zäsur achten?!
    Werde ich auch versuchen umzusetzen. Danke für den Tipp!

    Dem Vers tät eine gewisse innere Unterteilung ganz gut?
    Das war ein Vers, den ich gerne noch etwas abgehängt hätte, in der Hoffnung, eine Zäsur unterzubringen, doch die Zeit drängte ja. Ich werde, wenn ich es irgendwie schaffe, noch etwas überarbeiten.

    Der letzte Vers scheint mir dann auf jeden Fall zu lang.
    Ja, das hatte ich sogar verdrängt... Da werde ich auf jeden Fall noch nacharbeiten.

    @Hans Plonka

    hier hast Du eine große Arbeit abgeliefert, was ich schon der Mühe wegen anerkennenswert finde.
    Danke schön! Das war schon etwas Arbeit, da auch wirklich einen Hexameter unterzubringen... Das Gedicht in seiner Grundform ging mir schnell von der Hand.

    Es ist eine lange Geschichte, die sicher wegen dem Hexameterzwang in eine Aussage gebracht erscheint. Dem Verbrennen ging allerding immer ein Geständnis voraus, das durch Folter erzwungen wurde.
    Durch ein Metrum lasse ich mir keine Aussage aufzwängen. Höchstens in Nuancen.
    Die "Gekürzte Darstellung", die auch Barbarossa bemängelte, war der Aussage geschuldet. Es sollte ja eine "Moderne Hexenjagd" geben, wie sie heute praktiziert wird.

    @Medusa
    Es ist bemerkenswert, dass du uns neben deiner Arbeit nicht vergessen und einen fast perfekten Hexameter gebastelt hast, toll!
    Danke schön! Aber was heißt neben meiner arbeit... wer schreibt schon nachts an einer Semesterarbeit... Nein im Ernst, es hat mich schon etwas Zeit gekostet, aber es war es wert. Ich wollte schon immer mal einen Hexameter schreiben, habe mich aber nie rangetraut... Da musste ich die Chance einfach nutzen.

    Lange Warzennase, die Zähne gelb, da hilft kein flehen. t t statt d t
    Da habe ich die Betonung auf "da" verschoben, aber du hast recht eigentlich ist es "hilft"... Das wird überarbeitet!

    Keiner will hinter der Ecke den Gehörnten erblicken
    Hier wäre die Betonung des blauen Bereichs XxXxXx... Also eigentlich Ok, wenn auch "Behelfsbetont". Was mich an dem Vers störte war, dass ich keine Zäsur hineinbrachte.

    Eingewickelt in Leinen, verstört und toll von den Ängsten
    Wie wäre "toll durch die Ängste"? Dann reimt es sich auch richtig. Das "toll" würde ich gerne stehen lassen, da es ja in der Ursprungsbedeutung "teilweise veraltet: einfältig, anmaßend, verrückt, geistesgestört, besessen, schizophren" (wiktionary, da "Duden.de" spinnt) Und gerade "verrückt, geistesgestört und besessen" passen hier perfekt. Und es ist ein sehr altes Wort, was auch in die Thematik passt...

    Hexe“ hört man die rufen, während dem ganzen Getue (... des ganzen Getues)
    Das würde meinen Reim verspulen, aber Eremit hat da einen guten Vorschlag!

    @Eremit
    ich glaubte, dem Hexameter geht es gegenwärtig wie die arme Hexe in Deinem Gedicht. Aber im Ggs. zu ihr, ereilt ihm nun doch noch Rettung
    Dank dir?

    Vorschlag: Eingewickelt in Leinen, verstört, gepeinigt durch Ängste,
    Dein Vorschlag ist gut, aber ich möchte ja das "toll" erhalten. Wenn der Scharfrichter sich aber dagegen ausspricht, werde ich auf dich zurück kommen!

    Vorschlag: „Hexe“ hört man sie rufen, zwischen dem ganzen Getue (oder Gebuhe?)
    Wie oben erwähnt: Das nehme ich!

    Der Inquisitor brachte Deine Kritiker auf den Plan, Dir das fehlende Inquisitionsgericht vorzuhalten. Ich nehme aber an, dass Du gerade den auf Angst und Verblendung gründenden meuchelnden Mob darstellen wolltest. Hier solltest Du Dich entscheiden: Gericht her oder Inquisitor weg.
    Ich wurde erhört! Also war ich nicht ganz schuld! Dann eher den Inquisitor weg... und das, wo er doch so schön betont wird...

    "Bürgermeister Emmerling möchte, ja muss sie besehen:"
    XxXxXxxXx/xXxxXx
    (/=Zäsur)

    Der Schluß ist nicht ganz nachvollziehbar. Es fehlt m.E.n. eine Erklärung für den Irrtum. Alternativ könnte vielleicht auch ein Konjunktiv herhalten.
    Wie gesagt, wenn ich recht informiert bin, haben manche Quellen behauptet, Hexen könnten gar nicht brennen, darum war das Brennen selbst der Beweis des Irrtums.

    und lass Dich ja nicht nach Athen tragen
    Keine Angst, ich bleibe hier! Was soll ich auch in Athen? Da wäre mein ganzes Geld futsch! Und ich muss ja auch lernen... Ne, ne, mir gefällt es hier!

    @Derolli

    lustig, dass wir beide Hexameter mit Hexe in Verbindung gebracht haben. Außerdem mag ich es eigentlich schon, dass du gereimt hast, ich habe das auch getan, aber so weit auseinander gezogen, dass man es nicht gleich bemerkt, dass wäre vielleicht eine Alternative, wenn man sich selbst den Anspruch auf einen Reim stellt.
    Das liegt doch auf der Hand... vorallem, weil es bei mir schon lange auf meiner Todoliste stand...
    Den Reim habe ich schon erkannt, bevor er das erste Mal kam. Aber mehr in deinem Faden.
    Freut mich aber, dass er dir eigentlich gefällt!

    Mit der Zäsur habe ich auch meine große Mühe und muss meinen Text nochmal ganz überarbeiten. Ich bin gespannt wie du deinen verändern wirst, denn mir ist es wie Ferdi auch, eine Freude, dass du hier eine Erzählung anbietest.
    Danke für den zweiten Teil!
    Ich weiß noch nicht, wie meine Zeit es hergibt. Irgendwo hatte ich schon mal jemandem versprochen, ein Gedicht von mir zu überarbeiten, habe das aber aus Zeitmangel noch nicht geschafft... Die groben Fehler werde ich aber raushacken...

    Ich hoffe, dass dein Stress bald nachlässt und du wieder die Ruhe findest dich deiner großartigen Lyrik zu widmen.
    wow, was ein Kompliment! Aber die Prüfungen fangen erst in 12 Tagen an und gehen dann noch mal 21... dazwischen wird nicht viel gehen... ich hoffe, dass ich die neue Aufgabe, wenn sie auch kompliziert ist, unterbringen werde. Auch etwas, dass ich schon immer tun wollte, mich aber noch nie getraut habe...
    Aber wenn du Gedichte von mir lesen willst, gibt es einen ganz guten Trick: Bei Gedichte.com die Füße still halten und keinen Scheiß bauen, Probleme untereinander lösen, statt die Eule um Hilfe zu bitten und dann hat die weniger Stress. ^^ Ein Gedicht umzubenennen geht in einer Minute, aber Grundregelvertöße können schon mal eine halbe Stunde Lebenszeit fressen, wenn nicht sogar mehr...

    Ich muss mir deinen Text umbedingt nocheinmal genauer ansehen, aber mir fallen schon die Augen zu. Nicht jeder hat sie Nachts weit offen.
    Tue das! Aber 0:33 ist doch noch lange nicht spät... da habe ich erst angefangen...

    Bestes Gelingen für deine Klausuren.
    Danke, dass kann man immer brauchen. Wie gesagt, fangen die Prüfungen erst später an, das war ja "nur" eine Semesterarbeit, aber es gilt dann schon mal.

    @alle
    Vielen Dank euch allen für eure Kommentare! Ich hoffe wie immer, ich habe niemanden vergessen und auch keine wichtigen Fragen ausgelassen! Falls doch tut es mir Leid und ich bitte um Entschuldigung. Ihr könnt ja einfach nochmal nachfragen.

    Gruß
    Nachteule
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  8. #8
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    Hallo Nachteule,
    gruslig, gruslig Deine Hexen Hexametergeschichte. Ja, die Menschen sind grausam und suchen die Fehler immer bei anderen, statt bei sich selbst. Die Dummen glauben es und die Cleveren benutzen es. Ist ja auch praktisch: die Hexe wird verbrannt und man kann sich den Bart streichen (so vorhanden) und sich besser fühlen.
    Hast Du da einen Film gesehen, oder hast Du Dich da von dem Wort Hexameter insperieren lassen?
    Was den Hexameter betrifft, bin ich mir nicht so sicher, dass ich da was zu sagen kann, deshalb lass ich das Gedicht auf mich wirken und denke mir, dass sich die Menschen nicht verändert haben. Heute wird auf andere Jagdt gemacht, seien sie schwarz braun oder sonst wie anders. So bleibt Dein Gedicht auch heute noch aktuell.

    Liebe Grüße,
    Klatschmohn
    ©Klatschmohn
    Überall geht ein frühes Ahnen dem späteren Wissen voraus. Alexander v. Humboldt

  9. #9
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    Allegorie der brennenden Hex(ameter)

    Hallo Nachteule,

    obwohl ich inzwischen ein wenig über den "Hexameter" gelesen habe, möchte ich mir keine Beurteilung diesbezüglich erlauben.
    Meine "übervorteilte Meinung" dazu steht auch nicht zur Debatte.

    Ich kommentiere hier des Titels wegen. Erstens sehe ich keinen Bezug zum Hexameter darin, zweitens tut er den Augen weh.
    Gab es nicht einmal eine Fernsehserie, in der die Wörter "hex, hex" vorkamen? Mehr fällt mir zum Inhalt des Gedichtes, in dem
    ich keinen tieferen Sinn erkennen kann, leider nicht ein.

    Die Klammern sind m.M.n. falsch gesetzt, was sollte -"ameter" bedeuten?

    HEX(A) ist ein Element des griechischen HEKS = 6, (sechs, six); HEXAMETER ein Vers mit 6 Massen oder 6 Füssen, na ja,
    schon irgendwie enigmatisch, eventuell auch in Beziehung zur Mathematik, Hexadezimal?

    Ich würde den Titel ändern, Hex(ameter) ergibt keinen Sinn.

    LG Kalinka

  10. #10
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    Hallo Klatschmohn,

    vielen dank für deine lieben Zeilen!
    Ja, die Welt ist grausam. Immer suchen sich die Menschen jemanden, den sie verfolgen können aber selten tun sie das zu recht...
    Eine wirklich Inspiration hatte ich nicht, es war jedenfalls kein Film. Ich wollte schon lange ein Gedicht über Hexenverbrennung schreiben, sah dann dass es einen Hexameter gibt und wollte das verknüpfen. Als ich dann sah, wie kompliziert so ein Hexameter in seiner Form ist, verwarf ich die Idee, beziehungsweise stellte sie hinten an. Als dann das Thema gestellt wurde, war mir klar, das gibts!
    Wenn ich jemanden mit meinen Gesellschaftsgedichten zum Nachdenken anregen kann, dann genügt mir das schon. Wenn sie dann bemerken, dass es immer noch aktuell ist, selbst wenn man es aus den Tiefen des finsteren Mittelalters geholt hat, dann ist dass umso besser.
    Danke, dass du mir deine Gedanken da gelassen hast!

    @Kalinka

    Auch dir ein Hallo. Der Titel hat sehr wohl einen Bezug zum Hexameter. Wenn du das Gedicht gelesen hast, dann siehst du, dass dort eine Hexe verbrannt wird. Somit haben wir eine im Hexameter geschriebenes Gedicht, in dem eine "Hexe" brennt. Wenn du nun den Titel auseinander nimmst, hasst du ein Allegorie. Eine Bild, das über eine einfache Metapher hinausgeht. Falls du den Faden gelesen hast, weißt du auch, warum es eine Allegorie ist, sonst solltest du dir zumindest noch mal den §5 der Netiquette durchlesen. Dann scheint dir nicht entgangen zu sein, dass etwas brennt. In dem Fall vordergründig die Hexe. Kurz "Hex". Nun der letzte Teil: Der Hexameter. Wie eingangs erwähnt, ist das Gedicht im Hexameter geschrieben. Also kann man auch sagen, "Allegorie der brennenden Hexameter", da ein Hexameter nur ein Vers ist. Ich habe 16 verwendet.

    Ein Hexameter ist, aus dem Lateinischen übersetzt "aus sechs Versfüßen bestehend". Nichts rätselhaftes. Das Hexadezimal hat nur das Hex gemeinsam, das sich jeweils auf 6 bezieht. Das wars.

    Der Titel bleibt, da er schon Sinn macht, wenn man sich damit auseinander setzt.

    Gruß
    Nachteule
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  11. #11
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    Hallo liebe Nachteule,

    meine Güte, du schreibst deinen ersten (gelungenen) Hexameter und erlegst dir freiwillig noch den Zwang des Endreims auf, das geht nicht mit rechten Dingen zu.

    Wir müssen dich wohl einer Hexenprobe unterziehen. Du hast die Wahl zwischen der Wasserprobe und der Tränenprobe, wähle weise.

    Unsere Hexenexpertin hat da sicher auch schon einen gewissen Verdacht, allerdings gibt ihr Kartoffelbrei keine klaren Antworten.

    Liebe Grüße
    Ragnar
    Dichten und dichten lassen

  12. #12
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    Hallo Ragnar,

    Vielen Dank für deinen netten Worte!

    meine Güte, du schreibst deinen ersten (gelungenen) Hexameter und erlegst dir freiwillig noch den Zwang des Endreims auf, das geht nicht mit rechten Dingen zu.
    Willst du mich der Hexerei bezichtigen? Neeeiiin! Hilfe ich will nicht brennen!
    Ab einer gewissen Verslänge kommt es (bei mir zumindest) auf den Endreim auch nicht mehr an. Und über 12 Silben sind lang genug.
    Danke für das "gelungen"!

    Wir müssen dich wohl einer Hexenprobe unterziehen. Du hast die Wahl zwischen der Wasserprobe und der Tränenprobe, wähle weise.
    Als fast schon Nichschwimmer (ich habe nicht mal die DSA-Zeit gepackt... *knirsch*) wähle ich die Tränenprobe! Eine Träne werde ich schon irgendwie abdrücken können. Und wenn ich mir dafür lachen muss! (Ich hoffe, dass Lachtränen auch gelten?)

    Danke für dein Lob und den damit einhergehenden Kommentar!

    nächtlicher Gruß, gutes nächtle und carpe noctem
    Nachteule
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