Menschen werden durch Schulden versklavt, von Generation zu Generation.

Warum laufen sie nicht einfach weg?

Sie verbringen ihr Leben im Dreck, formen Ziegelsteine, von Kindheit an; wer würde sonst
diese Arbeit tun?

Sicher gibt es bewaffnete Wachen, auf beiden Seiten. Man darf keine Bananen pflücken,
keine Nutztiere fangen und sie zur Herde wachsen lassen, kein Feld bestellen, denn die Erde
gehört diesen Menschen nicht.

Man könnte sie doch mit sehr wenig Geld freikaufen, Spenden gibt es genug.

Wer formt dann die Steine? Welche Kinder würden sie tragen?

Die Menschen sind wie die Tiere, die Junge produzieren, um die Bauern zu bereichern. Die
Tiere werden gepflegt und gehegt, die Menschen sich selbst überlassen, sie funktionieren
im Glauben ihrer Schuld und tun, was man ihnen sagt, aus Angst? Hat die Maus keine Angst
mehr vor der Katze, läuft sie nicht weg. Hat der Mensch keinen Instinkt?

Wer steigt heute in die Minen?

Jede Auflehnung war zwecklos. Die Pferde liefen auf die Meuterer zu, die Reiter schossen
auf die Arbeiter, auch auf Kinder und der Klügere gibt nach?

Der Nichtsnutz, der gewissenlos Geld anhäuft, kann damit Wachen bezahlen, die seinen Besitz
schützen. Auch wenn er gar nicht weiß, woher die Steine kommen, noch nie einen getragen
hat, keine Ahnung vom Hausbau hat, so kann er doch viele Häuser bauen und dafür von denen,
die sie bauen und bis zum Lebensende in seiner Schuld stehen, Miete kassieren, sie werden so
bezahlt, daß sie ihre Schuld nie abbezahlen können.

Warum bauen sie nicht gemeinsam ein Haus für sich, werden Selbstversorger? Dann verfallen
die Häuser des Händlers, er kann sie nicht reparieren; will niemand mehr drin wohnen, für ihn
arbeiten, muß er selbst arbeiten, oder um ein Stück Brot betteln.

In manchen Ländern fängt man streunende Kinder; ob sie im Müll nach verkaufbaren Sachen
suchen, oder die Hand aufhalten, oder stehlen, oder als Sklaven verkauft werden, man lebt
von ihrer Arbeit. Sobald der Bettelhauptmann reich ist, wird er Erwachsene bezahlen, die ihn
ernähren und bereichern.

Diese produzieren Kinder und sorgen dafür, daß sie unterrichtet werden, lernen, wie man
später gehorsam und fleißig die Übergeordneten bereichert.

Wer klug ist, sucht sich einen ruhigen Job, macht sich ein schönes Leben und zählt darauf,
daß die Kinder der Ernährer ihn später ernähren.

Und wenn es nicht mehr so wäre?

Was hast du in deinem Leben getan?

Och, mal dies mal das studiert, einen lukrativen Traumjob gefunden, in einem sauberen Büro
Zahlen überwacht, mich in meinem Haus am Meer zur Ruhe gesetzt, einer Putzfrau, einem
Gärtner, einem Koch und einem Chauffeur einen Arbeitsplatz geboten, mit Patrioten Tennis
gespielt.

Jetzt, da ich alt bin, alles verkauft habe, will ich mich in meinem Land pflegen lassen, hier
in meinem schicken Appartement im Alterswohnheim, in dem das Personal Tag und Nacht
für mich sorgt. Sollte ich sterben, bevor ich mein Geld für mich verbraucht habe, bekommt
es das Tierheim, die Kirche, für die Grabpflege habe ich schon vorgesorgt.

Wo bleibt denn das Frühstück? Hallo!!!

Tut mir leid, mein Herr, es gab heute morgen eine wundersame Durchsage. Alle Mütter sind
bei ihren Kindern, alle Männer bei ihren Frauen, alle Töchter und Söhne bei ihren Eltern, ich
muß jetzt auch schnell weg.

Tut mir leid.