1. #1
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    Ist das ein Hexameter?

    Liebe Forummitglieder,
    ich habe mir letztens den Hexameter-Thread durchgelesen und erste Versuche gemacht, in Hexametern zu schreiben. Könnt ihr mir bitte sagen, ob die Metrik stimmt? Vor allem bei kleineren Wörtchen wir "auf", "im" und "in" bin ich mir nie sicher, ob sie denn jetzt betont oder unbetont sind. Auch bei "wo-gen-de" hatte ich Probleme und bin mir immer noch nicht sicher, ob "wo" betont ist und "gende" undbetont.
    Hier mein Versuch, der ein Brief werden soll, wenn er fertig ist:

    Lieber Wolfgang, du Bild der Vollkommenheit, Herzens aus Golde,
    Unglück, aus dessen Tiefen retten du allein mich könntest,
    brach zusammen über mir, einer schäumenden Welle
    gleich, die alles verschlingt im Sturm auf wogendem Meere.


    Bitte seid nicht zu hart mit der Kritik, denn ich bin mit meinen 15 Jahren noch relativ unerfahren, was das Gedichteschreiben angeht.
    Ich würde mich sehr über Antworten freuen!!!
    Lg, Evermore
    "Mir ist wohl bei höchstem Schmerze;
    denn ich weiß ein treues Herze.
    "
    Paul Fleming

  2. #2
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    Hallo Evermore .

    Grad war ich dabei, deinen Hexameter zu betrachten, als er in die Werkstatt verschoben wurde. Nun muss ich wieder von vorne beginnen:
    Also: Der Hexameter ist ein sehr schwieriges Versmaß, das einem "Neuling" viele Probleme bereiten kann.
    Wichtig ist der sechshebige Daktylus: XxxXxxXxxXxxXxxXx
    Die Auftakte sind immer betont: Xxx .....
    Der Vers endet immer im Adoneus: ..... XxxXx
    Die Daktylen können auch durch Trochäen (XxXxXx .....) ersetzt werden, was die Gestaltung lebendiger macht.
    Übertragen auf deine Verse sieht es so aus:
    Lieber Wolfgang, du Bild der Vollkommenheit, Herzens aus Golde,
    XxXxxXxxXxXXxxXx Auftakt und Versende sind in Ordnung. Rot ist ein unschöner Hebungsprall. Sprachlich ist der Vers ziemlich daneben. Was ist "Herzens aus Golde"?
    Unglück, aus dessen Tiefen retten du allein mich könntest,
    XxxXxXxXxxxXxXx Sprachlich ein ganz schrecklicher Satz! Technisch sind rot drei Hebungen.
    brach zusammen über mir, einer schäumenden Welle
    XxXxXxXXxXxxXx Rot ist wieder ein Hebungsprall.
    gleich, die alles verschlingt im Sturm auf wogendem Meere.
    XxXxxXxXxXxxXx Hier gibts nichts zu mäkeln .
    Ich bin mir nicht sicher, ob sich ein "Frischling" mit dem Hexameter auseinander setzen sollte. Versuch doch, dein Liebesgedicht im umarmenden Reim (Reimfolge a-b-b-a) zu schreiben. Der ist, weil leichter zu packen und, wenn gelungen, liebevoller als ein missratener Hexameter.

    Ich grüße dich ganz herzlich,
    Medusa.
    Geändert von Medusa (07.02.2012 um 07:49 Uhr)

  3. #3
    ferdi Guest
    Hallo Evermore,

    schön, dass du dem Hexameter eine Chance gibst Gerade im Brief, also als "Epistel", hat er ja eine sehr lange Tradition, die du hier quasi aufnimmst.

    Im ersten Vers könntest du natürlich überlegen, das "Lieber Wolfgang" einfach aus dem Vers heraus zu nehmen und, wie in einem normalen Brief, einleitend obendrüber zu setzen. Du kannst es aber auch im Vers lassen; da wirkt es dann aber seltsam geschäftsmäßig neben dem doch sehr pathetischen "Bild der Vollkommenheit" un dem "Herz aus Gold"?! Wie wäre es, wenn du den Vers stattdessen zu 100% auf Pathos umstellst, sagen wir mal so:

    Wolfgang, Lieber! Du Herz aus Gold, der Vollkommenheit Bild du!

    Das nimmt vom Versbau her auch zwei kleine Schwierigkeiten raus: das "-menheit" sind bei dir zwei unbetonte Silben, was geht; aber wie Medusas Beitrag zeigt, ergibt sich dieses Wissen nicht "von selbst". Und der Vers hat eine deutlich hörbare "Zäsur", einen Einschnitt (hinter dem "Gold").

    In den nächsten drei Zeilen spannst du einen weiten Sazu-Bogen, der eigentlich auch sehr schön trägt - das klingt wirklich stark! Trotzdem würde ich an den Versen noch ein wenig feilen wollen.

    Der zweite Vers macht mir am meisten Schwierigkeiten. Ändern solltest du ihn, denn er hat keine wirkliche innere Struktur (die Zäsur fehlt bzw., wenn man sie nach Tiefen liest, setzt der zweite Teil betont ein). Leider sehe ich gerade keinen Weg, das zu ändern, ohne das "Tiefen" rauszuschmeißen, um das es aber schade wäre, gerade im HInblick auf das kommende "Meer"/"Welle"-Bild. Da müsstest du noch einmal selbst überlegen ... Den Konjunktiv ("könntest") würde ich an deiner Stelle aber weglassen, er nimmt dem Text Festigkeit. Na ja, einen Vorschlag will ich wenigstens machen:

    Unglück, aus dem mich zu retten nur du alleine die Macht hast

    Im dritten Vers hast du das Problem, dass hinter der recht schwachen Hebung "mir" ein zweisilbiges Wort kommt (einer), bei dem beide Silben unbetont sein sollen. Das geht, aber es wäre besser, da nur eine unbetonte Silbe zu haben. Ich glaube, du kannst ganz gut den bestimmten Artikel setzen?!

    brach zusammen über mir, der schäumenden Welle

    Also so. Dieses "zweisilbiges Wort in der Senkung" geht am besten, wenn die Hebung davor sehr stark ist. Hier bei dir könntest du zum Beispiel so umstellen:

    brach über mir zusammen, der schäumenden Welle

    Das "brach" drückt das "über" gut runter, oder? Jetzt fehlt natürlich ein Fuß, aber denn könnte man sinnvoll einsetzen, um dem "schäumenden" noch mehr Gewicht zu geben, sagen wir:

    brach über mir zusammen, der hochaufschäumenden Welle

    Jetzt klingt es schon fast wie Homer Der letzte Vers ist nahezu perfekt, da brauchst du nichts zu ändern!

    Wolfgang, Lieber! Du Herz aus Gold, der Vollkommenheit Bild du!
    Unglück, aus dem mich zu retten nur du alleine die Macht hast,
    Brach über mir zusammen, der hochaufschäumenden Welle
    Gleich, die alles verschlingt im vom Sturm wild wogenden Meere.

    Das wäre, was ich aus deinem Gedicht gemacht habe - bitte sei nicht böse, dass ich ein wenig herumgespielt habe (Eine kleine Variante in V4 eingeschlossen)! Ich möchte ja auch auf gar keinen Fall sagen, dass die Verse so aussehen müssten, wie ich sie umgeformt habe; aber ich meine, das könnte dir helfen bei deinen eigenen Überlegungen zum Überarbeiten, einfach nur als Beispiel, was gehen könnte und wie ein Vers aussehen könnte, wenn die Schwierigkeiten, die ich sehe, angegangen werden.

    Gruß,

    Ferdi

  4. #4
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    Hallo Ferdi,
    ich möchte dir zuerst herzlichst für deine Antwort danken! Es ist sehr nett von dir, sich so eingehend mit meinem Gedicht auseinanderzusetzen. Dein Beitrag hat mir sehr weitergeholfen und außerdem hat er mir geholfen, wieder neuen Mut zu fassen. Nachdem ich Medusas Antwort gelesen hatte, wollte ich das mit dem Hexameter eigentlich fallen lassen, da sie mir schließlich völlig davon abgeraten hatte.
    Ich weiß, dass mein erster Versuch, in Hexametern zu schreiben, nicht besonders gut geworden ist, aber schließlich ist noch kein Meister vom Himmelgefallen, oder? Ich werde auf jeden Fall an meinen Hexametern arbeiten!
    Die Theorie des Hexameters habe ich mir ziemlich genau durchgelesen und verstanden, aber ich habe Schwierigkeiten dabei, herauszufinden, welche Silben betont sind, und welche unbetont.
    Deine Verbesserung meines Gedichts gefällt mir sehr gut! Vielen Dank!
    Nur beim ersten Vers bin ich mir nicht sicher, ob ich ihn so lassen kann. Ich persönlich finde ihn wunderschön, aber ich weiß nicht, ob er nicht vielleicht etwas zu übertrieben schwülstig rüberkommt.
    Und eine Sache würde ich nich gerne von dir wissen: Was hat es mit der Zäsur auf sich? Was ist eine Zäsur genau?

    Ganz liebe Grüße und herzlichen Dank,
    Evermore
    Geändert von Evermore (06.02.2012 um 14:31 Uhr)
    "Mir ist wohl bei höchstem Schmerze;
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    "
    Paul Fleming

  5. #5
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    Liebe Medusa,
    der Fachmann hat schon geantwortet. Bring den "Frischling" nicht durcheinander:
    Die Daktylen können auch durch den Jambus (XxXxX .....) ersetzt werden, was die Gestaltung lebendiger macht.
    Allerdings setzt Du für das jambische Versmaß irrtümlich das des Trochäus in die Klammer.
    Liebe Grüße,
    Heinz

  6. #6
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    Lieber Kulturheinzi .

    Ach du liebe meine Güte, dir entgeht aber auch gar nichts . Recht haste und ich bin zutiefst beschämt !
    Ich ändere es oben, in Ordnung? Mein faux pas bleibt ja erhalten.

    Herzliche Grüße,
    Medusa.

  7. #7
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    Liebe Medusa,

    ich danke dir sehr für deine Antwort auf meine Frage und meinen "misslungenen" Hexameter
    Ich finde es sehr nett von dir, dass du mir das mit der Theorie noch einmal erklärt hast!

    Wichtig ist der sechshebige Daktylus: XxxXxxXxxXxxXxxXx
    Die Auftakte sind immer betont: Xxx .....
    Der Vers endet immer im Adoneus: ..... XxxXx
    Die Daktylen können auch durch den Jambus (xXxXxX .....) ersetzt werden, was die Gestaltung lebendiger macht.
    Übertragen auf deine Verse sieht es so aus:
    Das habe ich mir vor dem Schreiben natürlich alles schon durchgelesen, aber es dann wohl doch nicht durchführen können

    Du findest also, ich sollte den Hexameter vorerst einmal lassen un mich auf leichtere Verse konzentrieren. Wahrscheinlich hast dur recht damit, wenn du sagst solch ein scheiweriges Versmaß sei nichts für einen "Frischling"... Wenigstens hab ichs versucht
    Dabei finde ich den Hexameter wunderschön!
    Ferdi hat mein Gedicht, oder bessergesagt meinen Versuch eines Gedichts verbessert:

    Wolfgang, Lieber! Du Herz aus Gold, der Vollkommenheit Bild du!
    Unglück, aus dem mich zu retten nur du alleine die Macht hast,
    Brach über mir zusammen, der hochaufschäumenden Welle
    Gleich, die alles verschlingt im vom Sturm wild wogenden Meere.
    Wie findest du diese Version-genauso schrecklich?

    Vielen Dank noch einmal für deinen Beitrag und ganz liebe Grüße,
    Evermore
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    "
    Paul Fleming

  8. #8
    ferdi Guest
    Hallo Evermore,

    ich glaube, so unbedingt ausreden wollte Medusa dir den Hexameter gar nicht ... Aber wo sie halt nicht so ganz unrecht hat: Das ist ein vergleichsweise anspruchsvoller Vers, und man muss sich erst reinfinden. Wenn es dir nichts ausmacht, dass die ersten fünfzig oder sogar hundert Verse etwas seltsam klingen und Probleme machen, dann bleib auf jeden Fall dabei! Wenn man den Dreh erst mal raus hat, war es die Mühe nämlich mehr als wert.

    Zur Zäsur: Das meint, der Vers hat ungefähr in der Mitte einen Einschnitt im Satzbau, eine Sprechpause, eine kurze Unterbrechung. Das muss sein, weil der Vers sonst zu lang und zu breit und zu "breiig" wird. Das Ohr kann ihn nicht mehr als Einheit wahrnehmen. Ach, ich zeige einfach mal ein Beispiel - vier Verse aus "Der bezauberte Teufel" von Johann Heinrich Voss; ein Teufel gibt einem ausgehungerten Mitteufel Essen:

    Sieh, wie der Teufel schmackt, und die rauen Ohren beweget!
    Und wie die Nas ihm schnaubt, und der Saft aus dem Maule herausläuft!
    Hier sind Otterneier, in Hexenbutter geschmoret,
    Fliegenschwämme mit Nafta, und junge fette Taranteln.

    In allen vier Versen wird der Sinneinschnitt in der Mitte durch ein Satzzeichen markiert, und er ist auch sehr deutlich hörbar. So deutlich muss er nicht hörbar sein, und es gibt auch nicht immer ein Satzzeichen; aber da ist er immer. Beim Schreiben musst du nur auf eins achten: Der zweite Teil des Verses muss mit einer unbetonten Silbe losgehen!

    Wenn du mal auf deinen zweiten Vers schaust -

    Unglück, aus dessen Tiefen retten du allein mich könntest,

    Da ist eigentlich kein spürbarer Einschnitt in der Mitte, keine Sprechpause, oder?! Auch deswegen habe ich den Vers umgeschrieben:

    Unglück, aus dem mich zu retten nur du alleine die Macht hast,

    Da ist eine Sprechpause, die man vernehmbar machen kann, hinter dem "retten". Dadurch gewinnt der Vers mehr Gestalt. Na ja, eigentlich muss man sich nur merken: Ein Einschnitt irgendwo in der Mitte, nach dem es unbetont weitergehen muss.

    Gruß,

    Ferdi

  9. #9
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    Hallo Medusa!

    Zitat Zitat von Medusa
    Die Daktylen können auch durch den Jambus (xXxXxX .....) ersetzt werden, ...
    Ähem ... nein! So stimmt das nicht.

    Daktylen können nicht durch Jamben ersetzt werden, sondern durch Trochäen (Trochäus = Xx, X = betont, x = unbetont).

    http://www.gedichte.com/threads/1094...-zum-Hexameter
    Zitat Zitat von ferdi
    X x (x)/ X x (x) / X x (x) / X x (x) / X x x / X x

    Soll heißen, fünf Daktylen (X x x) und ein abschließender Trochäus (X x), wobei die ersten vier Daktylen auch durch einen Trochäus ersetzt werden können.
    Geändert von MisterNightFury (06.02.2012 um 23:14 Uhr)

  10. #10
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    Guten Morgen MaXces .

    Schon mal was von Murphys Gesetz gehört? Der hatte garantiert seine Finger im Spiel .

    Zuerst stand dort Jambus mit XxXxXx in Klammern, das war nur halber Blödsinn. Dann entdeckte Kulturheinzi den Fehler und ich änderte erschreckt die Klammer in xXxXxX, das war natürlich völliger Blödsinn!

    Dass ich einen Jambus vom Trochäus unterscheiden kann, wirst du mir doch glauben, oder? Wenn solch ein Fehler bei der Erklärung für einen Lernenden passiert ist das natürlich peinlich und nicht besonders hilfreich.

    Ich danke dir sehr für den Hinweis. Jetzt ist alles in Ordnung, ich habs oben geändert.
    Herzliche Grüße,
    Medusa.




    Guten Morgen Evermore .

    Falls du bei meinem "Helden" nicht mehr nachschaust, sag ichs hier noch einmal: Selbstverständlich möchte ich dich nicht entmutigen!

    Der Hexameter ist ein sehr spannendes Versmaß, mit dem ich mich grad erneut intensiv beschäftige. Ich habe etwa ein Jahr losgelassen und mich mit anderen Formen beschäftigt. Mir hat es sehr gut getan, denn ich war verbissen, wollte es unbedingt schaffen und kein Vers lief rund.

    Nur so solltest du meinen Hinweis auf ein einfacheres Versmaß verstehen, der Hexameter lässt dich sowieso nicht mehr los .

    Bitte entschuldige die Verwirrung, die ich angerichtet habe
    .

    Ich wünsche dir viel Erfolg. Vielleicht "knackst" du ihn schneller als ich?
    Herzliche Grüße,
    Medusa.
    Geändert von Medusa (07.02.2012 um 08:28 Uhr)

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