Thema: Geborgen

  1. #1
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    Geborgen

    Du schmiegst mich sanft an Dich.
    Umfängst mich mit Wärme.

    Geborgen bei Dir entschweb ich dem Hier.

    Zeit gerinnt.
    Fern ist der Tag.

    Mit Deiner Liebe im Rücken träum ich mich stark.
    Geändert von Irene Kathleen (10.02.2012 um 09:07 Uhr)

  2. #2
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    hi Irene,

    eine schönes Gedicht. Auch der Titel passt sehr gut dazu. Ich kenne dieses wunderbare Gefühl, wenn man im Arm des Anderen zur Ruhe kommt. Alle Last fällt ab, der Kopf stellt das Grübeln ein und man fühlt sich schwerelos leicht und doch geborgen in Liebe.
    Einzig die erste Zeile ließ mich stolpern. Ich kann mich an Jemanden schmiegen oder er sich an mich, aber dieses Bild finde ich etwas ungelenk.

    Trotzden, gerne gelesen!
    Grüße
    Lacrymoso
    Eine Seele ist keine Festplatte, die man nach Bedarf defragmentieren kann.

    Strandgut von der Ostsee, meine Werksammlung.
    © by Lacrymoso

  3. #3
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    Hallo Lacrymoso,

    Ich danke Dir für Deine Kommentierung.
    "Du schmiegst Dich an mich" hatte sich automatisch aufgedrängt,
    aber es war nicht das was ich als Bild im Kopf hatte.
    Denn eigentlich sucht der der sich anschmiegt Geborgenheit.
    Hier ist es aber so, daß unaufgefordert Geborgenheit gegeben wird.
    "Du ziehst mich an Dich." ist mir aber als Alternative zu technisch.

    Aber vielleicht doch flüssiger zu lesen. Daher danke für diese Rückmeldung.
    Vielleicht findet sich auch noch eine andere Alternative für diese Zeile.
    Mal sehen, was die Zeit bringt.
    Ich überlege weiter

    Liebe Grüße Irene

  4. #4
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    So vielleicht? mhhh.....

    "Du hälst mich bei Dir
    umgibst mich mit Wärme."

    Und weil das mit dem "Dir" weiter unten komisch klingt:

    "Geborgen sind wir, entschweben dem Hier."

    Beziehst Deinen Partner gleich noch mit ein und es reimt sich schöner.

    "Du hälst mich bei Dir
    umgibst mich mit Wärme.

    Geborgen sind wir, entschweben dem Hier."


    So fänd ich´s schön,
    Aber subjektiv natürlich.
    Schönes Gedicht.

    LG

    star_nebula
    Geändert von star_nebula (07.02.2012 um 20:27 Uhr) Grund: was ergänzt, was gestrichen, was verändert, der Überarbeitungskram halt, die Ideen komm´n meistens später
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  5. #5
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    Danke für Deinen Vorschlag star_nebula,

    Bei so wenigen Zeilen, will jedes Wort wohl gesetzt sein.
    Manche verstecken und zieren sich erst und man muss Umwege gehen.
    Aber irgendwann ist es dann klar, wie es sein muss.
    Ich hoffe, mir geht es mit diesem Text auch so.
    Im Moment bin ich noch nicht ganz einig mit mir.
    Aber ändern werde ich die Zeile. Sie ist ein Stolperstein.

    Liebe Grüße Irene

  6. #6
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    Stolperstein würd ich´s jetzt aber nicht bezeichnen.
    Er drückt dich und dabei berührt ihr Euch liebevoll.
    Vielleicht weil er möchte, dass Du Dich an ihn schmiegst.
    Also fordert er es liebevoll heraus, da er weiß, dass es für Euch beide wichtig ist.
    Ach, ich find das so schon gut.
    Du schmiegst mich an Dich
    Stolperstein ist es für mich so nicht.
    Und Umfangen, mit Wärme ist auch schön.
    Also wenn er Dich umarmt.
    Ach, ich empfind das schon als sehr angemessen.
    Aber das ist ja alles auch subjektiv.
    Geändert von star_nebula (08.02.2012 um 00:44 Uhr)
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  7. #7
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    So,

    Nach stundenlanger Abstimmung mit mir selbst hab ich mich so geeinigt:

    "Drückst zärtlich mich an Dich."

    So liegt die Betonung auf dem Wie statt auf einem Tun. Ich hätte auch ziehen genommen, aber Ziehst zärtlich mit Doppel-Z war mir auch nicht so das rechte. Und schmiegen hat ja was von zärtlich randrücken.

    Lieber star_nebula:
    Du beschreibst in Deinem Kommentar einfach perfekt, das Bild was ich vor Augen hatte. Nur viel ausführlicher. Eigentlich schon schade, daß es ein so kurzes Gedicht ist, wo man sich doch sowohl fühlt in dem Bild.

    Ich hoffe die Änderung bringt wirklich Besserung.
    Lieben Dank nochmal Irene

  8. #8
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    Ja, dass ist schön.

    Nein, warum ausführlicher.
    Dann wäre es kein Gedicht, sondern ein Gebläht.
    Und ich hatte ja anscheinend die richtige Vorstellung.
    Und anscheinend nicht nur ich.
    Ich finde das somit gut.
    Also über den Sachverhalt an sich, braucht es nicht unbedingt mehr Worte.
    Wenn Du bei jemandem damit Gefühle aufweckst, Träumereien...
    Vielleicht nicht verkehrt, wenn Dein Gedicht da jetzt vorbei ist.
    Ab jetzt hat derjenige die Möglichkeit, vielleicht für kurze Zeit, eigene Vorstellungen wirken zu lassen,
    ohne Deinen Text. Sie´s mal so.
    Geändert von star_nebula (08.02.2012 um 15:02 Uhr) Grund: Ergänzung, neuer Post wurde zwischenzeitlich geschrieben :)
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  9. #9
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    Liebe Irene,

    ein „Gebläht“ (star nebula) ist es wirklich nicht, sondern ein so verhaltenes Gedicht wie die Geste, die es beschreibt.

    Leider finde ich nicht die ursprüngliche erste Zeile, über die so viel korrespondiert wurde, an der jetzigen stört mich die Inversion, sie widerspricht dem bewusst schlichten Stil. Hast Du Dir die Alternative
    Drückst mich zärtlich an Dich.
    überlegt? Ich bin aber nicht sicher, wie es rhythmisch zu Z2 passt. Man muss bei Deiner Version darauf kommen, dass „Drückst zärtlich mich an Dich“ betont wird.

    Interessant, wie Du mit den Reimen umgehst. Dem sehr dominanten „Dir – Hier“ folgt die dezente Assonanz „Tag – stark“.

    Dass das LI sich stark (nur) träumt – höre ich da einen Zweifel an der „Geborgenheit“?

    Michael

  10. #10
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    Zitat Zitat von Michael Domas Beitrag anzeigen
    ein „Gebläht“ (star nebula) ist es wirklich nicht, sondern ein so verhaltenes Gedicht wie die Geste, die es beschreibt.
    Lieber Michael.

    Wenn Du bereit bist, meine Argumentationen noch einmal auf Dich wirken zu lassen,
    wird Dir dabei sicherlich auffallen, dass mir dieses Gedicht in keinster Weise missfällt.
    Mein Wortspiel "Gebläht" bezog sich folglich nicht auf dieses so schöne Gedicht wie es hier steht,
    sondern auf ein unnötiges Ausschmücken, welches es vielleicht nicht bedarf.
    Vielleicht magst Du meine Zeilen ja noch einmal lesen.

    LG
    star_nebula
    Geändert von star_nebula (09.02.2012 um 02:16 Uhr)
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  11. #11
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    Hallo Michael,

    ursprüngliche Zeile: "Du schmiegst mich an Dich."
    Verbesserung: "Drückst zärtlich mich an Dich."
    jetzige Überlegung: "Du ziehst mich sanft an Dich."

    Ist doch immer wieder eine hohe Kunst nachzubessern.
    Die letzte Überlegung hat den Vorteil, daß sie wieder besser zur Folgezeile passt.
    Die Betonung liegt durch die Entzerrung von mich und Dich jetzt auf sanft.
    Bevor ich erneut das Gedicht anpasse, würde ich mich über Rückmeldung zur jetzigen Überlegung sehr freuen.

    PS: Das Geplänkel mit star_nebula ging übers Gedicht hinaus. Ich stimme ihm voll zu, daß ein Gedicht selbst nicht aufgebläht sein braucht um beim Leser einen üppigen Strauß von Bildern und Gefühlen entstehen zu lassen. In dem kann sich der Leser dann so lange aufhalten, wie er möchte Das ist auch die Herausforderung beim Lesen. Setzen lassen und in der eigenen Welt verweilen. Je besser das Gedicht, um so weniger möchte ich z.B. ein nächstes Gedicht lesen. Was allerdings meiner Neugier zuwieder läuft. Gedichte lesen ist bei mir daher Selbstdisziplin, genügend lange zu verweilen.
    Oh, ist länger geworden. Bin schon wieder abgeschweift.

    Zurück zur Gedicht-"Arbeit"
    Danke für Deine Überlegungen lieber Michael.

    Liebe Grüße und einen guten Tag heut.
    Irene

  12. #12
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    Liebe Irene,

    ob Du ziehst mich sanft an Dich „besser“ ist, weiß ich nicht genau, jedenfalls ist es nicht schlechter. Und tatsächlich schließt es rhythmische Missverständnisse aus, deshalb würde ich es vorziehen.

    Nur sag doch, wie das mit den Zweifeln ist, die ich herauszuhören meine.

    Lieber star_nebula, mein Zitat war zustimmend gemeint, deshalb kein „Geplänkel“ nicht.

    Michael

  13. #13
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    @Irene


    Hm, einfühlsam ist es, stimmt. Aber die Bilder bleiben eher sparsam, um das Wort „karg“ nicht zu benutzen. Oder, paar Zeilen mehr und man könnte sich darauf „ausruhen“, so ist es nur ein warmes Blütenblatt. Es sei denn, du verwendest paar andere Metapher.
    Zitat:
    „Geborgen bei Dir entschweb ich dem Hier.“
    Auf Deutsch: bin ich in deiner Nähe, könnt ich ausreißen, wirklich?
    Oder meinst du: Geborgen bei dir, flüchte ich ins Hier? Dann würde ich meinen, gut ausgedrückt.
    Nein keine Meckerei, nur die Aufdeckung der verschiedenen Ansichten.

    Fazit:
    Inhalt gut aber ausbaufähig.

    Ich habe mal etwas rumgebastelt an deinem Gedanken. Vorschläge dürfen ignoriert und aufgenommen werden ohne Verletzung des Gedankengutes.


    Still,
    drückst du mich zärtlich,
    zärtlich an Dich.
    Wärme,
    dein Herz nimmt mich auf.

    Und geborgen bei Dir flüchte ich dem Jetzt ins Hier.

    Die Außenzeit verrinnt
    doch dieser Augenblick gerinnt.

    Fern ist unser Tag,
    fern, dort hinter den Wolken.


    Mit Deiner Liebe an der Hand träum ich mich stark.

  14. #14
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    Hallo,

    Lieber horstgrosse2,
    Da ist ja ein ganz eigenes Gedicht entstanden bei Dir. Schön, daß ich Dich dazu animieren konnte.
    Danke für Deine Interpretation der Zeilen. Ja, auch so kann man es sehen.
    Ich bin ein totaler Fan vom "Träumen". Diese Wort ist 100% positiv besetzt bei mir.
    In dem Sinne, daß man alles werden kann, was man mal erträumt hat ist das Träumen in dem Gedicht von mir gemeint gewesen.
    Aber das Gedicht steht jetzt hier und geht mit jedem Leser sein eigenes Tänzchen ein. Das ist gut so.

    Ich sehe dieses Gedicht wie Du als einen Gedanken-Splitter an.

    Lieber Michael,
    Deine Frage: "Dass das LI sich stark (nur) träumt – höre ich da einen Zweifel an der „Geborgenheit“?" dürfte mit meiner Antwort an horstgrosse2 schon abgedeckt sein. Keine Zweifel bei mir
    Assonanz hab ich nachgelesen. Da hatte ich keine Ahnung von. Ich schreibe bisher (erst seit letzem Oktober rein intuitiv. Ich bin zum Lernen hier und freu mich über jeden Begriff, den ich spielerisch dazulerne. Ich bin mir sicher nach einiger Zeit guck ich nebenbei auch auf Kadenzen, Jamben.., Assonanzen etc. und kann mir dadurch vielleicht auch besser die Wirkung einiger meiner Textpassagen erklären und gezielter nachbessern.

    So sieht das aus bei mir

    Danke Euch herzlich.
    Irene

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