1. #1
    Registriert seit
    Feb 2012
    Beiträge
    3

    Es ist doch egal...

    Jetzt stehst du da,
    hast Tränen im Gesicht,
    und schreist mich an,
    du fühlst mich nicht,
    du siehst mich nicht.

    Aber wer hat Schuld
    wenn Gefühle sich verpassen
    wenn Menschen die sich eigentlich lieben
    dann plötzlich doch hassen.

    Wer hat gesagt es muss passen,
    als wir uns damals trafen?
    Wer war so vermessen,
    und muss wen hier bestrafen?

    Wer sagte als erstes ich liebe,
    und war der dann so vermessen,
    die anderen Leute, die Welt,
    und alle Eindrücke zu vergessen?

    Wer spürte als erstes die Lust,
    hatte das Messer im Rücken,
    und den Pflock in der Brust?
    Wer auch immer es war,
    er beschwor das Unglück,
    und nun ist es da!

    Es müssen wir alle gewesen sein,
    nicht du, nicht ich, nicht er allein.

    Jetzt stehst du da,
    hast Tränen im Gesicht,
    und schreist mich an,
    du fühlst mich nicht,
    du siehst mich nicht.




    Ich bin noch nicht solang unter die Hobby Schriftsteller gegangen (bin noch jung)und würde mich über feedback sehr freuen. Vielen Dank schonmal im vorraus.

    dunkelbuntkariert

  2. #2
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    Nov 2011
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    Liebe/r dunkelbuntkariert,
    dein Gedicht gefällt mir sehr, die reimlose Form passt hier sehr gut.
    An manchen Stellen lässt sich am Metrum arbeiten, aber da will ich nicht so drauf rumhacken, ich bin da selber nicht besser.
    Am besten gefällt mir folgende Textstelle:
    Wer spürte als erstes die Lust,
    hatte das Messer im Rücken,
    und den Pflock in der Brust?
    Man spürt eine gewisse Wut seitens des LI.
    Sehr schöne Darstellung.
    Tipp an das LI: ZU viel in Frage zu stellen ist auch nicht gut...
    LG Peggy
    Bitte beachtet die Grundregeln!

    Hilfreiche Themen: Lyrisches Lexikon der Nachteule, Gedicht- und Strophenformen (Unterforum), Metrikfragen (Unterforum)

    Kommentar gewünscht? >>> Guckst du hier

    (wahrscheinlich unvollständiges) Werkeverzeichnis: Auf den Spuren der Krimikatze

  3. #3
    Registriert seit
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    Beiträge
    162
    Hallo dunkelbunt...

    Dein Gedicht ist verständlich und gut lesbar.
    Du beschreibst sehr schön das Dilemma unerfüllter Erwartung.

    Was sich mir nicht erschließt, ist der Vers:
    "Es müssen wir alle gewesen sein,
    nicht du, nicht ich, nicht er allein."

    Hier geht es auf einmal nicht mehr nur um ein Pärchen und unerfüllte Erwartungen.
    "müssen" klingt für mich auch sehr zwingend. Wer ist "er"?

    Liebe Grüße
    Irene

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