Thema: Zauberfäden

  1. #1
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    Zauberfäden

    Unsichtbare Fäden,
    die nur wir beide,
    alleine zu sehen vermochten,
    gemeinsam gesponnen
    aus dem Duft des Jasmin,
    behutsam, in Stille
    zu zweit zum Bande gewoben.
    Mit Blütennektar getränkt
    und Liebesfaltern besetzt
    hält es uns beide
    ganz fest und für immer
    zusammen.
    hoyoko
    Geändert von hoyoko (10.02.2012 um 16:52 Uhr)

  2. #2
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    Da hat mir jemand aber eine Gänsehaut auf den Leib setzen können!

    Die Fäden, die Fäden, die haben es mir vor einiger Zeit auch schon angetan.
    Ich bin froh, dein Gedicht gefunden zu haben.
    Ich bin hin und weg von der Verwendung des Blütennektars in diesem Kontext. Sanfter hätten die Worte nicht um mich wogen können. Gleiches gilt für die Metapher des Spinnens eines Bandes aus dem Duft des Jasmin.
    Großes Kino, wenn ich das mal so salopp sagen darf.

    Mir ist das Präteritum in V. 3 nicht ganz klar, muss ich sagen. Das Band, das daraus gesponnen wurde hält ja noch immer zusammen. Um so deutlicher, müssten die Fäden zu sehen sein, oder nicht? Vielleicht täusche ich mich.


    Liebe Grüße.


    '[...] Ich entschied mich daraufhin für ein Buch von Sebastian Sick im Sonderangebot über den korrekten Umgang mit dem Plusquamperfekt, das mir von einem Freund empfohlen gewesen worden war.'
    Achim Leufker

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  3. #3
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    Hallo, liebe Sehnsucht! Ich grüße Dich ganz herzlich! Es freut mich, dass Dir mein Gedichtlein gefallen hat. Ja - ich habe sie als Zauberfäden bezeichnet - ich meine das, was zwei Liebende verbindet. Man spürt es , sogar über große Entfernungen auf der Haut als auch innerlich. Frauen blühen davon richtig auf, so wie eine Jasminblüte. Schade, dass viele eben nicht zum Weben des gemeinsamen Bandes kommen. Liegt wohl an unserer Gesellschaft und unserer Zeit. Ich wünsche Dir alles Liebe und Gute! hoyoko

  4. #4
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    Mir war klar, was du mit den Zauberfäden meintest, nicht aber, warum von ihnen im Präteritum gesprochen wird,
    kannst du mir dahingehend einen Tipp geben?

    Ich bin ja auch gegen Bänder. Das macht so verletzlich.

    Liebe Grüße.


    '[...] Ich entschied mich daraufhin für ein Buch von Sebastian Sick im Sonderangebot über den korrekten Umgang mit dem Plusquamperfekt, das mir von einem Freund empfohlen gewesen worden war.'
    Achim Leufker

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  5. #5
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    Hallo, liebe Sehnsucht! Ich hatte Dir gestern schon geantwortet, ist aber nicht zu sehen. Egal. Also -das Ehepaar, das sich immer noch liebt, blickt zurück auf die Zeit, als sie sich zum ersten mal gesehen haben, wie sie gemerkt haben dass sie gegenseitige Sympathie empfinden und sich dann immer öfter sehen wollten usw. bis es eben Liebe war und auch die Eltern, Geschwister, Freunde es mitbekommen haben. Deshalb Präteritum. Zu dem Bande: Wer in einer Beziehung leben will, der ist eben irgend wie auch durch ein Band gebunden. Fest oder lose oder wie auch, das müssen beide bestimmen mit Vernunft, Achtung, Anstand usw. Dabei muss man eben auch Kompromisse eingehen. Kann das jeder? Damit wird es wohl immer schwieriger. Die Folgen kennen wir. Ich wünsche Dir alles Gute! hoyoko

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