1. #1
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    Die Kunst der Entschleunigung

    Alle sagten es sei unmöglich,
    bis welche kamen die das nicht wußten
    und es in morgendlicher Stille
    einfach geschehen ließen ...


    ... für einen kurzen Augenblick


    innehalten,
    loslassen,
    nieder sinken,
    als Namenlose
    eine gleichermaßen
    namenlose Wirklichkeit
    spontan anerkennen


    Eine weitere Kostprobe
    dieser Art von Meditation, die neben den tausend Namen
    schließlich auch das gefühlte Alter des Menschen
    als individuelles Konstrukt erkennen und
    in gewisser Weise schwinden läßt,
    folgt demnächst

  2. #2
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    ...
    tiefes Meditieren,
    ganz gleich ob (akustisch) still,
    als Gesang oder in Bewegung,
    egal zu welcher Tageszeit,
    kann allerdings bedeuten,
    seine Illusion vom EGO, jenem
    stets planenden, urteilenden, mitunter
    aus purem Stolz konstruierten Bündel
    voller Hoffnungen und Ängsten, vorübergehend
    fallen zu lassen. Auf diese Weise ebenso
    deine Herkunft vergessend, weißt du
    bald kaum noch wer du eigentlich bist.
    Sämtliche Erinnerungen sind wie ausgelöscht,
    während du einen Moment lang, selbst auf
    deine angesammelte Habe verzichtest.
    Kehrt dann allmählich Ruhe eine,
    die eine bisweilen überflüssige,
    in reiferen Lebensjahren manchmal gar
    als unangenehm empfundene Konstruktion
    unseres Zeitgefühls, mithin Alter genannt,
    ebenfalls verschwinden läßt ? Derart
    tief versunken ... kennst du nicht
    einmal mehr deinen eigenen Namen
    Geändert von nescio (19.02.2012 um 12:33 Uhr)

  3. #3
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    liegt der tiefere Sinn von Dichtung nicht manchmal darin,
    dem nahezu ruhelosen Menschen unserer Tage etwas zurückzugeben,
    das ihm weitgehend, aus welchen Gründen auch immer,
    abhanden gekommen scheint,
    ... Meditation und Stille

  4. #4
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    ... doch weshalb haben solche ausgewählten,
    im Grunde eher nach fernöstlicher Leere klingenden Verse,
    auch auf ungeübte Ohren eine zutiefst beruhigende Wirkung ?


    Vielleicht daher weil (vermeintlich) kritische,
    aus westlich psychologischer Sicht mit mentaler Aktivität
    einhergehende Begriffe wie "Geist, Bewußtsein, Achtsamkeit, Konzentration
    und so weiter" in den Versen gänzlich fehlen ?


    Was hat es mit solchen Fehlstellen eigentlich auf sich ?
    Und werfen diese Erkenntnisse nicht ein ganz anderes Licht
    auf den hierzulande üblichen, mittlerweile selbst von wissenschaftlich
    arbeitenden Personen angepriesenen Achtsamkeitskult ?

  5. #5
    Dr. Üppig Guest
    Hallo nescio,

    Das Antworten auf eigene Threads wird als Pushing definiert und ist im Forum nicht gestattet.

    Bitte stelle neue Werke in Zukunft in gesonderten Threads ein. Beachte dabei die Postingbegrenzung von zwei Werken pro Tag.

    mfG Mod

  6. #6
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    pardon,
    der thread hat sich spontan ergeben,
    werde deinen Hinweis aber künftig beherzigen

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