Thema: Das Alter

  1. #1
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    Das Alter

    Das Alter

    Sogar die Rosen höchster Kraft
    Verließ bald schicksalhaft die Blüte;
    Wie ihre Röte einst verglühte,
    So ist dein Körper nun erschlafft.

    In meeresblauen Augen glänzt
    Ein Funke altes Flammenlicht,
    Dein Rücken beugt sich lange nicht
    Der Last der Jahre, die du kennst.

    Gereift im bunten Herbst vom Leben,
    Verführerischen Reben gleich,
    Ist nun dein Herz der Süße reich,
    Die lockend rote Trauben geben.

    Gewidmet Wolfgang W.



    Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir eine Rückmeldung über mein Gedicht geben könntet!
    Liebe Grüße, Evermore
    Geändert von Evermore (12.02.2012 um 19:28 Uhr)
    "Mir ist wohl bei höchstem Schmerze;
    denn ich weiß ein treues Herze.
    "
    Paul Fleming

  2. #2
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    Hallo Evermore! Ein sehr zutreffendes, schönes Gedicht. Handwerklich alles richtig und sauber. Ein kleiner Schreibfehler
    2. Str. 2. Vers Flammenlicht. Alles Gute für Dich! hoyoko

  3. #3
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    Hallo hoyoko,
    vielen Dank für deine Antwort und das Lob!
    Liebe Grüße,
    Evermore
    Geändert von Evermore (12.02.2012 um 15:08 Uhr)
    "Mir ist wohl bei höchstem Schmerze;
    denn ich weiß ein treues Herze.
    "
    Paul Fleming

  4. #4
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    hallo evermore.
    schöner text, schöne bilder.
    metrisch ist es aber nicht einheitlich, und ich denke, du hast schon sehr traditionell geschrieben, sodass der faktor metrum auch berücksichtigt werden muss:
    Sogar die Rosen höchster Kraft -> 4 hebungen. das geht jetzt leider nicht durchgehend so zu lesen. in v2 stockts schon.

    wenn ich mal vergreifen darf:

    Sogar die Rosen höchster Kraft
    Verließ [bald] schicksalhaft die Blüte;
    Wie ihre te einst verglühte,
    So ist dein Körper nun erschlafft.

    In meeresblauen Augen glänzt
    Ein Funke altes Flammenlicht,(<-genitiv wäre hier schöner, um nicht zu sagen richtiger: "ein funke alten flammenlichts")
    Dein Rücken beugt sich lange nicht
    Der Last der Jahre, die du kennst.

    Gereift im [bunten] Herbst vom Leben, (<- "vom leben"? *knurr* lang lebe der genitiv!!)
    Verführerischen Reben gleich,
    Ist nun dein Herz der Süße reich,
    Die lockend rote Trauben geben.


    also eigentlich war da gar nicht viel zu ändern, aber du wirst den schöneren lesefluss bestimmt feststellen.
    aber das war natürlich nur ein vorschlag.

    gefällt mir.
    gruass lepi
    .
    .
    "Vielleicht fing ich an zu dichten, weil ich arm war und einer Nebenbeschäftigung bedurfte, damit ich mich reicher fühlte." ROBERT WALSER

  5. #5
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    Lieber leporello,

    vielen Dank für deine Antwort! Ich habe mich sehr über deinen Änderungsvorschlag und vor allem über dein Lob gefreut!
    Die vier Hebenugen habe ich versucht einzuhalten, aber damit habe ich noch etwas Probleme. Das eingefügte "bald" passt sehr gut und klingt auch schön. Danke
    Ein Funke altes Flammenlicht,(<-genitiv wäre hier schöner, um nicht zu sagen richtiger: "ein funke alten flammenlichts")
    Dein Rücken beugt sich lange nicht
    Du hast mit dem Genitiv auf jeden Fall recht! Natürlich heißt es "Ein Funke Flammenlichts", aber dann würde das "Lichts" sich leider nicht mehr ganz sauber auf "nicht" reimen. Oder ist das kein Problem? ich bin mir nicht sicher, aber heißt das nicht "unechter Reim"?
    Dasselbe beim "Herbst vom Leben". Das hört sich nicht nur schlecht, sondern auch falsch an, nicht wahr? Ist es denn in Ordnung, wenn ich es auf "Gereift im bunten Herbst des Lebens" umändere, auch wenn sich das "Lebens" nicht sauber auf "geben" reimt? Ich weiß es nicht.

    Danke nochmal für deine Antwort und liebe Grüße,
    Evermore
    Geändert von Evermore (12.02.2012 um 19:16 Uhr)
    "Mir ist wohl bei höchstem Schmerze;
    denn ich weiß ein treues Herze.
    "
    Paul Fleming

  6. #6
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    hallo evermore.
    dann würd ichs doch lieber ohne die s stehen lassen, weil du es sonst wirklich gross umbauen müsstest, damits bei den reimen bleibt. den begriff "unrein" gibt es, ich bin allerdings der meinung, dass es ihn nicht braucht
    wenn sichs reimt, ist es gut, und wenns unrein ist, reimt sichs eben nicht. alles oder nichts; unreine reime dem hiphop

    andererseits macht das den reiz und den fluch des dichtens aus: man hat eine idee, man hat wörter, und möchte alles ordentlich in reim und metrum zusammenbringen, ohne das eine dem andern zu opfern. da geht die arbeit los...

    g.l.
    .
    .
    "Vielleicht fing ich an zu dichten, weil ich arm war und einer Nebenbeschäftigung bedurfte, damit ich mich reicher fühlte." ROBERT WALSER

  7. #7
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    Hallo leporello,
    danke für deine Antwort! Wenn du es sagst, dann lass ich's so wie es ist, ohne den genitiv, auch wenns eigentlich falsch ist
    Lg, Evermore
    "Mir ist wohl bei höchstem Schmerze;
    denn ich weiß ein treues Herze.
    "
    Paul Fleming

  8. #8
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    hey evermore,
    ein sehr schönes gedicht. gefällt mir sehr gut.
    wirklich sehr treffend formuliert.
    lg Miss P.
    “When I first saw you I fell in love and you smiled because you knew”
    -William Shakespeare-

  9. #9
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    Hallo Miss Poetry,
    vielen Dank für deine Antwort. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass dir mein Gedicht gefällt!
    Lg, Evermore
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    denn ich weiß ein treues Herze.
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    Paul Fleming

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