Am Samstagmorgen lebt sie auf,
sie freut sich schon seit Tagen drauf.
Dann hat sie wen, der mit ihr spricht.
Die Woche über geht das nicht.
Oft redet sie von Sohn und Frau,
dem sie's erzählt, kennt schon genau,
was die so mögen und was nicht.
Und dass sie kommen nur aus Pflicht,
zu ihr und in ihr kleines Heim,
drum ist sie dort fast nur allein.
Da fand sie ihn, der ihr gefiel.
So nahm sie vom Ersparten viel
und gibt’s nun ihm, denn er ist da.
Er hört ihr zu und ist ihr nah.
Er macht ihr manches Kompliment.
Sie mag es sehr, wenn er sie nennt,
Gnä' Frau, mit leichter Ironie.
Er hat Humor, den hat auch sie.
Was sie ihm gibt, macht ihn fast reich,
doch Geld ist ihr schon lange gleich.
Sie spürt nur Angst, denkt sie daran,
wenn sie ihm nichts mehr zahlen kann.