Mein Blut brodelt, zischt,
kocht,Schmerzen, Brand
fliesst heran wie Gischt,
am Nordmeer, Heimatland.

Schlangenschlucht, zerfurcht,
früher freundlich und froh
die Rufe, dann Schreie der Furcht,
Kinderkreischen, Hütten brennen loh.

Verschwinden, davonkriechen,
Feige Flucht, Gewissensqual,
Furchtvolles Schleichen, Dahinsiechen
im wüsten Tal, aus eigner Wahl.

Giftige Schauer fließen hernieder,
Sonne grinst im eisigen Licht,
Wahn, wieder und wieder,
Hoffnung niemals nicht.

Leib ist am leiden, zittern.
Arme werden krumm,
Blut gerinnt, wird bitter,
innere Stimme wird stumm.

Wind tobt, Blitze zerreissen,
den Mantel der Nacht,
Vollmond ist am Gleissen,
in der Ferne jemand lacht.

Schemen tanzen über Sterne,
Lachen voller Leid und Lust,
nur einer, schreit von fernen,
schreit, voll Zorn,voll Frust.

Verflucht seid ihr, befreiet,
mich, von Schmerz und Pein,
kommt schon, es ist Zeit,
erlöset mich, werd euer sein.

Lachen verstummt, ist vorbei,
nun sucht er Sicherheit,
nichts zu sehn von Hexerei,
niemand hat ihn befreit.

Lässt ab von hastig Aktionen,
legt sich in Blutlachen,
Dorn und Stein, sieht Visionen,
Nachtmahre, böses Erwachen.

Am Morgen streicht ein Wind,
über Falten, kräht ein Rabe,
friedlich, doch geschwind,
offenbart sich Nurgals Gabe.

Es schlägt ein zweites Herz
in meiner abgemagert Brust,
nicht meins, verursacht Schmerz,
es ist der Seuche pustlig Kuss.

Ein Wurm kriecht um mein Herz,
frisst sich satt an meinem Leib,
labt sich an meinem Schmerz,
kann ihn nicht vertreiben.

Ein Horn bort sich heraus,
aus meiner kahlen Stirn,
meine Haare fallen aus,
verfault, verwelkt, das Hirn.

Beulen wie von Pest,
die Luft, stinkt, ächzt
Haut rau wie Asbest,
meine Kehle krächzt:

Heil dir Seuchenvater,
nun bin ich besser dran,
verteile Pest und Marter,
nehme deinen Segen an.