1. #1
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    Die Verehrung des Zorns

    Meine Augen beginnen zu tränen,
    voller Hass und voller Wut.
    Ich brauche mich nicht schämen,
    denn der Zorn gibt mir Mut.

    Das Herz rast, in meiner Brust
    und pumpt Zorn durch die Venen.
    Tiefen des Hirns sind voller Frust,
    plötzlich entspannen sich die Sehnen.

    Meine Gefühle kommen zu Falle
    und es stellt sich mir die Frage,
    hasse ich mich oder hasse ich alle?
    Geändert von Johannes Wolf (14.02.2012 um 19:34 Uhr) Grund: Kritik

  2. #2
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    Lieber Johannes,
    ein sehr düsteres, aber gut vertontes Gedicht.
    Das LI rast vor Zorn, doch ist es sich nicht sicher, ob dieser Zorn ihm selbst oder allen anderen gilt. Da wäre jetzt wieder eine Unterscheidung zu treffen, da du nur "alle" geschrieben hast, könnten "alle anderen" ODER "alle anderen und das LI eingeschlossen" gemeint sein...
    Du hast die Gefühle gut in einen Zusammenhang gebracht, der sich sehr gut nachvollziehen lässt.
    Zwei Mängel:
    Tiefen des Hirns, sind voller Frust.
    Hier hat das Komma nichts zu suchen, denn dann würde der erste Teilsatz heißen "Tiefen des Hirns" und das ist keine Aussage, außer du setzt noch ein Verb ein...
    und pumpt Zorn durch die Venen.
    Eine sehr schöne Darstellung, doch frage ich mich, ob das überhaupt geht... Anatomisch sowieso nicht...
    Dein Lesefluss bleibt erhalten, man gerät kein einziges Mal ins Stolpern und du hast mit der Steigerung von Strophe 1 zu Strophe 2 und dem Abklingen und der alles entscheidenden Frage in Strophe 3 endlich die ersehnte Spannung erzielt
    Sehr gern gelesen
    LG P.
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  3. #3
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    Hi Peggy,danke für deine Kritik.

    Mit dem Komma bei ``Die Tiefen des Hirns, sind voller Frust´´ hast du wohl recht.
    Ich werde es wahrscheinlich ändern.
    Was das ``und pumpt den Zorn durch die Venen´´ angeht. Hier wollte ich eigentlich
    ``und pumpt Adrenalin durch die Venen´´ schreiben, aber als ich das fertige Gedicht
    gelesen habe, wirkte dies irgendwie falsch, also wechselte ich es mit Zorn aus.

    Gruß J.

  4. #4
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    Die Metapher an sich verstehe ich, ich war nur etwas verwirrt, weil ich mir das (noch) nicht bildlich vorstellen kann und wohl doch zu anatomisch gedacht habe...
    LG P.
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