1. #1
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    Lightbulb Im Traum Pantum

    Im Traum streift ich durch grüne Wälder
    War so vergnügt und sorgenfrei
    Ich konnte fliegen über Felder
    Stieß aus so manchen Vogelschrei

    War so vergnügt und sorgenfrei
    Ein Zauber hatte mich umfangen
    Verstand auch jeden Vogelschrei
    Konnt auf den Felsen hoch gelangen

    Ein Zauber hatte mich umfangen
    Ich fühlte mich unendlich frei
    Konnt auf den Felsen dort gelangen
    Flog auf, ins Wolkeneinerlei

    Ich fühlte mich unendlich frei
    Konnt in des Himmels Blau vordringen
    Zerstieß das Wolkeneinerlei.
    Ein Sonnenstrahl half beim Gelingen

    Wollt in des Himmels Blau vordringen
    Auf goldnen Fäden gerne reiten
    Ein Sonnenstrahl half beim Gelingen
    Und wollte mich durchaus begleiten

    Auf goldnen Fäden konnt ich reiten
    Von oben sah ich reife Felder
    Wer möchte mich da nicht begleiten
    Beim Traumflug über grüne Wälder
    ©Klatschmohn
    Überall geht ein frühes Ahnen dem späteren Wissen voraus. Alexander v. Humboldt

  2. #2
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    Hallo Klatschmohn,

    Wunderschön, wie Du die Zeilen immer wieder im nächsten Vers aufgreifst. Es schwärmt Dein Gedicht.
    Ich würd Dich sofort begleiten.

    Liebe Grüße Irene
    Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommele nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen,
    sondern lehre den Männern die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer
    von Antoine de Saint-Exupéry

  3. #3
    Derolli Guest
    Liebe Klatschmohn,

    wie du mit einer Leichtigkeit die Verse nur einen Tick veränderst, aber am Pantum festhäslt - sehr gelungen. Deine melodische Wortwahl und eben diese kleinen Veränderungen lassen bei mir nicht den Eindruck der Wiederholung, sondern der Veränderung des Hauptthemas (etwa so wie bei der Variation des Themas einer Sinfonie) entstehen. Elegant und einfach harmonisch zusammengefügt.

  4. #4
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    Hallo Klatschmohn,

    Erst mal ein kurzes Testfeedback: Das Gedicht gefällt mir. Für eine Metrumsanalyse bin ich jetzt zu faul... Aber es liest sich flüssig.

    Für ein Pantun/m sind mir die Verse dann aber doch etwas zu arg verändert. Aber das ist wohl Geschmackssache.
    Dass du dir die Binnenreime gespart hast sehe ich als nicht schlimm an, da das Gedicht ohne sie schön geraten ist.

    Es lädt in der Tat zum Mitfliegen ein. (Und ich weiß, was es heißt zu fliegen ) Die Wortwahl gefällt mir auch.

    nächtlicher Gruß, gutes nächtle und carpe noctem
    Nachteule
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    Hier stehe ich! Ich kann nicht anders! Gott helfe mir! Amen!
    (Der Buchstabe)
    Du verstehst Nachteules Kommentar nicht? Lyrisches Lexikon der Nachteule; für Einsteiger: der Kommentarfaden; wenn dir ein Kommentar besonders gefällt, kannst du ihn zur Kritik des Monats nominieren
    Drama: Das Gericht; Prosa: Fernreise als Kurztrip, Krieg im Frieden, Die Tote

  5. #5
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    Im Traum Pantum

    Hallo Klatschmöön,

    Du hast hier ein Thema gewählt und sehr schön ausgeführt, das zufällig meinem auch ähnlich ist. Es ist ein sehr schönes Gedicht, das einem Pantum sehr ähnlich ist. Natürlich schaden die Abweichungen nicht der Qualität des Gedichtes, wenn man von der Aufgabe absieht. Es ist gefühlvoll und bringt uns einem Traumflug nahe, den wir so miterleben dürfen.

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  6. #6
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    Liebe Klatschmohn .

    Ich habe dich sehr gern auf deiner Traumreise begleitet.
    Dein Gedicht liest sich schön flüssig, die sanfte Sprache passt perfekt und die zarten Bilder ziehen behutsam vorbei.
    So gelesen ist es ein gelungenes Werk, das eine leichte, fast fröhliche Stimmung vermittelt.
    Ein Pantum ist es allerdings nicht, dafür weichen die Wiederholungen zu stark voneinander ab.

    Herzliche Abendgrüße,
    Medusa.

  7. #7
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    Hallo Irene Kathleen,
    lieben Dank für Deine freundliche Beschreibung meines Gedichtes und das Mitschwingen im Traumflug.
    gerne kannst Du mitfliegen. Warten wir auf den nächsten Sonnenstrahl.
    Liebe Grüße,
    Klatschmohn


    Lieber Derolli,
    das hast Du wunderschön gesagt, bzw. geschrieben und ich freu mich sehr darüber. Ich denke, dass die leichten Veränderungen erlaubt sind, dadurch wird das Ganze lockerer.
    Liebe Grüße,
    Klatschmohn

    Hallo Nachteule,
    danke für Dein feedback. Ich freu mich sehr, dass Dir das Gedicht gefällt. Ich denk, das Metrum ist ein Jambus mit 8, bzw. mit 9 Silben und Binnenreime gibt es bei mir natürlich auch, schau noch mal nach.
    Abweichungen sind laut Wiki schon erlaubt und ich denke, dass ich mir da auch Grenzen gesetzt habe.
    Jedenfalls lieben Dank für das freundliche Betrachten,
    liebe Grüße,
    Klatschmohn

    Lieber Hans,
    wie schön, dass es Träume gibt, seien sie nun im Wach,- oder Schlafzustand. Da wächst man über das Alltagsleben hinaus. Da wünschen wir uns noch ein paar Flüge mehr. (es soll allerdings auch Albtraumflüge geben, die brauchen wir aber nicht).
    Danke für Deinen netten Kommentar,
    liebe Grüße,
    Klatschmohn

    Liebe Medusa,
    auch Dir dank ich für Deinen mitfühlenden und schön beschreibenden Kommentar und dass Dich die Verse erreicht haben.
    Doch, ich denke schon, dass es ein Pantum ist, es gibt auch immer Abweichmöglichkeiten und die strengen Formen kann man nehmen, muss man aber nicht. So zumindest habe ich mich informiert und fliege so meinen Traumflug weiter.
    Liebe Grüße,
    Klatschmohn
    ©Klatschmohn
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  8. #8
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    Liebe Klatschmohn,

    Pantum hin und Pantum her
    dein Gedicht gefällt mir sehr!

    Anstelle von: "Flog auf, ins Wolkeneinerlei" würd ich ja in Anspielung auf die Νεφελοκοκκυγία aus Arist0phanes' Die Vögel
    "brüt aus dort Wolkenkuckucksei" vorschlagen!

    Liebe Grüße aus dem Westend von Carlino

  9. #9
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    Hallo, Klatschmohn! Da ist Dir ein sehr schönes Gedicht gelungen. Schön flüssig mit bunten, einprägsamen Bildern.
    Ja es ist durchaus ein Pantum. Du hast zwar die entsprechenden Verse immer etwas abgeändert aber so, dass man sie wiedererkennt. Dadurch fallen dann die Wiederholungen nicht so krass ins Auge. Und das ist es eben, was uns häufig stört und als langweilig empfunden wird. Alles Gute! hoyoko

  10. #10
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    Hallo Carlino,

    Du Wolkenkuckucksei
    die Vögel sind mir einerlei!

    und wieso kann Dein PC griechische Buchstaben, staun, staun!
    Danke für Dein Lob und zwar herzlichen.
    Liebe Grüße,
    Klatschmohn


    Hallo Hojoko,
    ja ich find auch, dass ich die Verse nicht total umgeändert habe, sondern nur leicht an der Aussage gedreht. Ich denke, dass das geht.
    Nur mit den Binnenreimen habe ich mich wohl vertan. Binnenreimen- ich habe mich belehren lassen- reimen sich mitten in der Zeile. Stöhn, stöhn! Aber ich ändere jetzt nichts mehr. Mir gefällts auch so.
    Danke für Deinen Kommentar,
    liebe Grüße, Klatschmohn
    ©Klatschmohn
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