Wir waren das Warten gewohnt
und über den Häusern gethront
die Sonne über den Dächern Paris
das Wetter war herrlich,
die Stimmung war mies.

Es wart der Juli siebzehn-neunvier
wir standen auf Bühnen und unten habt ihr
uns fröhlich und jubelnd, gleich Engelsgesang,
der durch die Straßen der Liebe erklang
gefeiert wie einst noch wir

die Stürmung des Tuilerienpalasts,
der Revolution wohl größte Ballast
doch fiel schon siebzehn-neununddrei
das König-Ludwig-Reich entzwei.

Ihr habt gejauchzt und vergöttert,
gebetet und gebettet, dass unser Reich uns rettet
ein Mann von großem Maße stellte
die Feinde vor Gericht
und hörte nicht, und hörte nicht,
was Hébert ist
und Danton ist
und Enragés versprechen,
sollt vor dem Tod zerbrechen
die Revolutionspflicht!

Sie nannten es Terror,
ich nannte es Tugend,
sie fällten die Worte,
verschlangen die meinen,
begann ich zu lachen,
so hört ich sie weinen,
ich stand nun hier droben,
sie stehen dort drunten,
ich bin schwarz auf weiß
und sie sind die Bunten.
Ich schließe die Augen
und höre sie schreien:
"Pour la France"
"Guillotine sei mein!"