Bilder alter Kindertage
überschatten meinen Traum.
Bilder, die ich kaum ertrage,
schweben täglich durch den Raum.

Ich seh die Uferpromenade
die auf meine Schule zielt.
Hoff auf Mutters Gnade,
ein schlechtes Zeugnis ich erhielt.

Doch Mutters Zorn bleibt niemals aus;
werd auch heute ihn erleben.
Fliehe schreiend aus dem Haus,
bin von Einsamkeit umgeben.

Ich hör der Lehrer strenge Worte
„So wird nichts aus dir!“
Egal wo, an jedem Orte;
wen’ge kamen klar mit mir.

Glücklich war ich meist allein,
am Ort, der sich hier Heimat nennt.
Ich konnt nie wie die Andern sein;
es ward mir nicht vergönnt.

Darum, Heimat alter Tage,
darum meid ich heute Dich!
Zu umfangreich ist meine Klage.
Die Klage an mein altes Ich.

16.02.2012