Herbst,
langes Schweigen des alten Ehepaares,
goldene Blätter,
kahle, schlanke Bäume,
lange, bunt schimmernde Alleen,
das lautlose Lied des Windes.
Ein leises Lächeln des alten Mannes,
letztes aufblitzen der roten Sonne über den Wipfeln,
rote, braune, gelbe Baumkronen,
sanft raschelnde Laubteppich,
gelbes, welkes Gras.
Die müde Geste der alten Frau,
leichter, süßer moder Duft,
der Himmel leuchtet zart rot,
die letzten Vögel verlassen den Horizont
Sie weiß, er ist nicht mehr bei ihr,
die letzten Kastanien verschwinden unter den nassen Laub,
bergen neues Leben.
Resignierend, ewig rauscht der Fluss,
breite Schlammpfützen entstehen.
Sie gehen weiter, ohne sich in die Augen zu sehen,
beide wissend, doch machtlos, ohne Mut,
lachende, im Laub spielende, unwissende Kinder,
unaufhaltsam, nicht enden wollend, verrinnt ihre Zeit,
gebärt stetig eine Neue.
Der Schnee lässt alles verstummen,
der Winter ist ein stilles, zärtliches Grab,
er bringt den Tod,
doch nicht zum letzten Mal.