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  1. #1
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    Gäb' es nur ein Du

    Gäb‘ es nur ein Du


    Ich kleide mich, ich leide mich, umgebe
    Die Hülle mit der Leere, Ich zu sein.
    Ach, gäb‘ es nur ein Du, und es wär mein,
    Ich könnte fast noch glauben, dass ich lebe.

    Du strahlst mich an und weißt schon, dass ich schwebe,
    Umwölkt von falscher Hoffnung, fadem Schein:
    Ich wähnte mich so groß, bin elend klein
    Und ranke mich an Dir wie eine Rebe

    Empor zu lichten Höhen: Sonnenglut
    Soll mich verbrennen, weil ich eitel frevle!
    In mir ist wahrhaft nichts als böse Brut,

    Die ich für Dich versenge und beschwefle:
    Du bist es doch, die mich erretten soll!
    Es ist vergeblich wohl, mein Maß ist voll.

    Variante:

    Die ich für Dich versenge und beschwefle:
    Du bist es doch, der mich erretten soll!
    Es ist vergeblich wohl, mein Maß ist voll.
    Geändert von Walther (20.02.2012 um 21:15 Uhr)
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  2. #2
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    Hallo Walter,

    ein wunderschönes Gedicht... wenn man es laut vorliest, dann klingt es noch schöner. Ich finde da nichts, wo es in seiner Stimmung, also in der Kraft der Worte einknickt, finde nichts zu bemängeln.
    Die suche nach einem Du... das Ich und das Du.... das beschäftigt mich auch gerade in meinen Gedichten und auch die Leere, bloß aus anderem Anlass und Zusammenhang.
    Auch die Verbindung zum Leben stell ich wie du her.

    Die erste Strophe deines Gedichtes ist unglaublich schön, ich hab sie jetzt schon einige Male gelesen und sie ist echt super.
    Ich hab da aber mal eine Frage. Die beiden letzten Strophen sind dreizeilig und der Reim ist cdc dee. Ist das zusammen mit dem abba der ersten beiden Strophen eine bestimmte Gedichtart? Hat das einen tieferen Zweck, dass du das so gemacht hast? Ich bin in der Hinsicht noch relativ ungebildet... warum hast du das so gewählt?

    Grüße
    Andreas
    „Nicht kümmere ich mich, dass die Menschen mich nicht kennen.
    Ich kümmere mich, dass ich die Menschen nicht kenne.“


    Thema "Ich und Du": In Liebe, Das Zwischen Uns

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  3. #3
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    Lieber Walther, lieber Andreas,

    über das LI reg ich mich so auf, dass ich der, wie Andreas meint, gelungenen Form gar nicht nachgehen mag. Drastisch gesagt, ich find es krank. Die Liebe als Erettung von der “Leere”, das konnte doch nicht gut gehen.

    Sorry

    Michael

  4. #4
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    Lieber Walther.

    Ich möchte mich meinem Vorredner ganz und gar nicht anschließen.
    Die Liebe ist hier doch nicht .nur. die Errettung von der Leere. Anders, ganz anders.

    Die Leere ist auch nicht nur das Fehlen der Liebe. Es geht doch auch irgendwo um das Lieben, das die Leere nicht füllen kann. Sie ist so groß, wenn man sich ansieht, was andere Dichter über sie schreiben. Aber aus deiner Perspektive scheint es mir, als wäre sie längst nicht groß genug und ich stimme mit dir darin überein, setzt man voraus, dass meine Interpretation richtig ist.

    Die Liebe .soll. durchaus erretten, aber das ist es doch, was so ermüdend ist:
    Die Erwartung ist viel zu groß und das Glas bleibt halb leer.

    Die Form ist aus meiner Sicht nicht nur passend, sondern nahezu vollkommen. Ich bin nicht die, die sich sofort für ein Gedicht begeistert. Aber deines hier ist in seiner Aussage durchaus nicht abgenutzt und in seiner Form sehr ansehnlich.

    Letzten Endes. Es gefällt mir, aber nur dann, wenn es wirklich aussagt, was ich meine, darin zu lesen.
    Wäre es, wie Michael es sagt, würde ich es wohl auch für abgedroschen halten.

    Liebe Grüße von der Sehnsüchtigen, der die Liebe auch nie reichte.


    '[...] Ich entschied mich daraufhin für ein Buch von Sebastian Sick im Sonderangebot über den korrekten Umgang mit dem Plusquamperfekt, das mir von einem Freund empfohlen gewesen worden war.'
    Achim Leufker

    Noch ohne erhellenden Kommentar:
    Hafen, Solitude and Burning Faces, Erste Schritte, In zwei

  5. #5
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    Liebe “Sehnsucht”,

    dass Walthers Gedicht abgedroschen sei, habe ich nicht behauptet. Ich sage nur, dass die Liebe überfrachtet und ihr Unrecht getan wird, wenn sie vom eigenen Lebensproblem erlösen soll. Die Verbitterung, die hier deutlich anklingt, ist dann vorprogrammiert.

    Michael

  6. #6
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    Lieber Michael,

    Ich finde durchaus, von ihr wird - zumindest hier - nicht erwartet, dass sie von solchen 'Lebensproblemen' erlöst; viel mehr ist sie doch mehr AUSlöser als ERlöser. Das ist das einzige, was ich mit den vielen Worten auszudrücken suchte.
    Sie ist doch das, was die Leere erst spürbar macht. Sicher betrachte ich das Ganze eher engstirnig, das will ich gern zugeben. Trotzdem: Meiner Ansicht nach wird hier nichts gefordert.

    Dem Autoren:
    Was ich vergaß, vorhin zu erwähnen:
    Mir gefällt der letzte Vers nicht besonders. Ich finde ihn einfach unpassend banal. Mein Maß ist voll. Ein schöner Kontrast zur Leere, aber ganz und gar nicht schön ausgedrückt.


    '[...] Ich entschied mich daraufhin für ein Buch von Sebastian Sick im Sonderangebot über den korrekten Umgang mit dem Plusquamperfekt, das mir von einem Freund empfohlen gewesen worden war.'
    Achim Leufker

    Noch ohne erhellenden Kommentar:
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  7. #7
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    Lieber Michael,

    ich seh das im Grunde so wie "Sehnsucht"... die Liebe muss nicht der Erlöser der Leere sein in uns, sondern kann auch der Auslöser davon sein, so dass man sie im Grunde dann erst spürt, wenn man liebt.
    Ich bin mir aber nicht sicher, ob "Sehnsucht" das ganz genauso meint wie ich, denn ich glaube schon, dass man diese Art von Leere zu füllen vermag und zwar in der Beziehung, also in Liebe.
    Liebe ist ewig, solange sie dauert... so ungefähr hast du das ja gesagt bei unserer Dauerdiskussion und auf eine bestimmte Art hast du da auch Recht, denn sie muss immer wieder aktualisiert werden, weil man ja nicht ununterbrochen in der Beziehung stehen kann.
    Trotzdem ist sie ewig und das ist nicht paradox, denn wenn man in der Beziehung steht, ist man in der Gegenwart und die ist dann ewig (solang sie dauert).
    Die Zeit dazwischen kann mitunter als Leere empfunden werden, vor allem wenn man getrennt ist über längere Zeit und das hab ich zum Beispiel in einem meiner Gedichte verarbeitet ("Das Zwischen Uns").
    Die Erettung einer Leere, die durch Depressionen oder fehlende Selbstliebe hervorgerufen wird, kann man sicher von keiner Liebe erwarten, da bin ich völlig bei dir, wenn du das aussagen willst.

    Grüße
    Andreas

    (Edit wegen Rechtschreibfehlern)
    Geändert von Lumosianer (20.02.2012 um 20:17 Uhr)
    „Nicht kümmere ich mich, dass die Menschen mich nicht kennen.
    Ich kümmere mich, dass ich die Menschen nicht kenne.“


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  8. #8
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    Lieber Walther,
    ich finde dein Gedicht inhaltlich super, den Umbruch von 4-versigen Strophen zu 3-versigen Strophen erfrischend und hier auch passend
    Was mich persönlich stört ist, dass das LD als "sie" und das LI (unter "normalen" Umständen) dann automatisch als "er" dargestellt wird. Ich bevorzuge da eher eine neutralere Variante, denn so können sich mehr die Männer unter uns angesprochen fühlen. (Oder die weiblichen Wesen, die sich zu anderen weiblichen Wesen hingezogen fühlen, gegen die ich nichts habe, aber zu denen ich mich nicht zähle.)
    Trotzdem gern gelesen!
    LG P.
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  9. #9
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    Lb. Lumosianer,

    danke für Deinen ersten sehr freundlichen Eintrag. Ich freue mich natürlich. daß Dir dieser Text zusagt. Lyrik lebt ganz besonders davon, daß Leser sich an ihr erfreuen. Und für uns Feierabendautoren kann es nichts Schöneres geben als eine so positive Stellungnahme!

    LG W.

    Lb. Michael,

    meine Gedichte sind "Kopfgeburten" und haben häufig allenfalls durch Zusehen/Beobachten und abstrahierendes Verarbeiten einen Bezug zum Autor. Wenn Du mir den knappen Hinweis gestattest, dann ist Einsamkeit ein gutes Motiv für die Sehnsucht nach dem Du.

    Im Übrigens ist es in der Tat berechtigt, zu einem Text deutlich sein Mißvergnügen zu äußern und mitzuteilen, daß er nicht gefällt. Das gehört zur Meinungsfreiheit.

    LG W.

    Lb. .sehnsucht.

    die Liebe leidet an der Überförderung, die Liebenden an der gegenseitigen Überförderung, an übezogenen Erwartungen. Wieviel, was gelingen könnte, geht so zugrunde. Wie oft besteht ein Ungleichgewicht zwischen dem Geben- und dem Nehmen-Wollen!

    Lesen wir das Gedicht u.a. als satirische Persiflage dessen, dann könnten wir der Sache evtl. näherkommen; wobei das durchaus nicht die einzige beabsichtigte Lesart ist: Ich liebe diese Ambiguität in meinen Texten!

    Danke für Deine lobenden Worte, was das Formale angeht.

    LG W.

    Lb. Michael,

    daß Dir das LyrIch in seiner hoffnungslosen Selbstverliebtheit, in seinem gnadenlosen Narzismus, in seinem Grenzgängertum auf die Nuß geht, könnte Programm sein, meinst Du nicht?

    LG W.

    Lb. Lumosianer,

    Du greifst das Dialogische des Texts auf, eine Grundmuster der inneren Sonettarchitektur. Ebenso erinnerst Du in Deinem Beitrag an Tradition des Sonetts als Lehr- und Lerngedicht über die Liebe zu Gott und zum Nächsten. Wunderbar, Du kommst der Sache auf die Spur. Danke!

    LG W.

    Lb. Peggy,

    oben stehen auf Deinen Hinweis hin beide Varianten. So ist es vielfältig verwendbar. Danke für Deine klugen Hinweis!

    LG W.
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  10. #10
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    Ich kleide mich, ich leide mich, umgebe
    xXxxxXxxxXx
    Die Hülle mit der Leere, Ich zu sein.
    xXxxxXxXxx
    Ach, gäb‘ es nur ein Du, und es wär mein,
    xXxxxXxxxX
    Ich könnte fast noch glauben, dass ich lebe
    xXxxxXxxXXx

    Du strahlst mich an und weißt schon, dass ich schwebe,
    xXxXxXxxxXx
    Umwölkt von falscher Hoffnung, fadem Schein:
    xXxxxXxxxX
    Ich wähnte mich so groß, bin elend klein
    xXxxxXxXxX
    Und ranke mich an Dir wie eine Rebe
    xXxxxXxXxXx

    Empor zu lichten Höhen: Sonnenglut
    xXxxxXxXxx
    Soll mich verbrennen, weil ich eitel frevle!
    xXxXxxxXxXx
    In mir ist wahrhaft nichts als böse Brut,
    xXxXxXxxxX

    Die ich für Dich versenge und beschwefle:
    xXxXxXxxxXx
    Du bist es doch, die mich erretten soll!
    xXxxxXxXxx
    Es ist vergeblich wohl, mein Maß ist voll.
    xXxXxxxXxX

    Liebe Walter,
    das Sonett, was Du hier vorstellst erfüllt nicht im Mindesten die Anforderungen an ein Sonett. Die Metrik ist einfach haarstreubend und regelwidrig. Die logische Reihenfolge von These, Antithese, Synthese und Schlussfolgerung ist nicht andeutungsweise eingehalten.
    Der Inhalt ist nichts anderes als eine Hommage an das LI. Wer soetwas als Lyrik versteht, trifft nicht auf mein Verständnis. Die Form und Thematik erweckt den Anspruch auf hohe Kunst, die nicht im Geringesten erfüllt wird.
    Es tut mir leid, doch ich kann dem nichts abgewinnen.

    LG Ida

  11. #11
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    Lb Ida,

    leider liegst Du ungefähr so weit von der Wirklichkeit weg wie der Mond von der Sonne. So liest sich das richtig:

    Ich kleide mich, ich leide mich, umgebe
    xXxXxXxXxXx
    Die Hülle mit der Leere, Ich zu sein.
    xXxXxXxXxX
    Ach, gäb‘ es nur ein Du, und es wär mein,
    xXxXxXxXxX
    Ich könnte fast noch glauben, dass ich lebe.
    xXxXxXxXxXx

    > These / Innensicht
    Du strahlst mich an und weißt schon, dass ich schwebe,
    xXxXxXxXxXx
    Umwölkt von falscher Hoffnung, fadem Schein:
    xXxXxXxXxX
    Ich wähnte mich so groß, bin elend klein
    xXxXxXxXxX
    Und ranke mich an Dir wie eine Rebe
    xXxXxXxXxXx

    > Antithese / Außensicht

    Empor zu lichten Höhen: Sonnenglut
    xXxXxXxXxX
    Soll mich verbrennen, weil ich eitel frevle!
    xXxXxXxXxXx
    In mir ist wahrhaft nichts als böse Brut,
    xXxXxXxXxX

    > Synthese / Übergang zur Conclusio

    Die ich für Dich versenge und beschwefle:
    xXxXxXxXxXx
    Du bist es doch, die mich erretten soll!
    xXxXxXxXxX
    Es ist vergeblich wohl, mein Maß ist voll.
    xXxXxXxXxX

    > Conclusio / Moral von der Geschicht

    Wie man sieht, ist das ein lupenreiner fünfhebiger Jambus, lupenreiner geht es kaum. Ebenso stimmt das Dialogische des Sonetts in jeder Hinsicht. Reimschema: abba abba cdc dee, abgewandeltes Petrarca Schema, im deutschen Sprachraum häufig anzutreffen.

    Mein Vorschlag: Rede über Dinge, von denen Du etwas verstehst. Ansonsten schweige besser.

    LG W.
    Geändert von Walther (23.02.2012 um 10:02 Uhr)
    Keine Signatur ist auch eine. Die andere wurde gelöscht.

  12. #12
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    Lieber Walther,

    somit hat sich das nun auch erledigt, was ich gefragt hatte in meinem ersten Post und es ist ausführlich erklärt.
    Mich hatte es ja gewundert, dass Ida mit so einem Einwandt kommt, denn ich weis zwar nicht, wie ein Sonett auszusehen hat, aber dass das Gedicht einen reinen fünffüßigen Jambus hat, das hab ich auch bemerkt.
    Das Sonett ist also traditionell ein Lehr- und Lerngedicht... da lernt man einiges dazu, bei den Unterhaltungen hier.
    Ich hab gesehn, dass "Nachteule" in ihrer Signatur einen Link zu Seiten hat, wo Gedichtformen und so erklärt sind... das werd ich mir mal zu Gemüte führen.
    Mit dieser Erklärung zum Sonett wirkt das Gedicht noch schöner für mich, weil es einfach noch eine gewisse Erhöhung des Zusammenhangs von Gehalt und Form bekommt und so steigt die Ästhetik.
    Danke für deine Erklärungen zum Gedicht, das hat mir wirklich sehr geholfen.

    Grüße
    Andreas
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  13. #13
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    @Walter

    Natürlich ist es ein astreines Sonett. Und sogar eins, das fließt ohne irgendwelche metrischen Zwänge zu spüren. Ich weis nicht wo die gute Ida ihre Philosophie her hat und ihr metrisches Geschick?
    So eine Anfrage, Zitat:
    Du bist es doch, die mich erretten soll!
    Ich habe von Interpunktion wirklich wenig Ahnung, eher Bauchgefühl aber hier, würde ich hinter „Du“ ein Komma setzen. Das es Klingt wie eine Aufforderung. Oder: Du! Bist es doch, die mich…
    Was meinste dazu?
    Fazit: Das Teil gehört wieder zu einem der besseren Sonette. Wortwahl, Fantasie, die Bilder, gefällt mir.

  14. #14
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    Lieber Walther,
    schön, dass ich helfen konnte
    Jetzt liest es sich auch besser, weil jeder für sich die geeignete Variante lesen kann
    Auch, wenn nur ein Wort anders ist
    LG P.
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  15. #15
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    Lb. Lumosianer,

    gerne geschehen, das mit der Information über's Sonett. Gerne kann ich Dir ein paar Literaturstellen nennen, wenn Du magst. Das mit dem Link bei Nachteule ist eine Superidee!

    LG W.

    Hallo Horst,

    danke dafür, daß Du mir beipflichtest. Und natürlich freut mich Dein Lob. Man könnte das 2. Terzett von den Satzzeichen her auch so schreiben:
    Die ich für Dich versenge und beschwefle!
    Du bist es doch, die (der) mich erretten soll:
    Es ist vergeblich wohl! Mein Maß ist voll!
    Ich schwanke zwischen den Varianten, ehrlich gesagt.

    LG W.

    Lb. Peggy,

    ich danke Dir, und so paßt es wirklich für beinahe alle.

    LG W.
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