1. #1
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    textes dgonfls I - III

    liebe leserin, lieber leser
    weil ich mich mitschuldig fhle an der von gitano gergten textinflation hier (in einem andern forum gibt es jede menge vorbildliche user mit null beitrgen!), poste ich nun die texte en groupe und von jedem nur noch die erste und letzte zeile. ich hoffe, dass diese massnahme hilft, abgesprungene dichter wieder zum mitmachen zu bewegen.
    wilma27


    nummer eins: vakanz

    htte nicht gedacht, dass plonka hans

    ....................................................

    nichts ersetzt nen schrgen plonkareim!


    nummer zwei: abzhlvers

    ich mag das, wenn du gugerscheckst

    ..............................................

    und weizenbier zum abendbrot



    nummer drei: der inhalt

    ich male einen kreis

    ...........................

    und gehe heim

    (hommage an michel piccoli)
    Kinder, jetzt gilt's ernst!
    Sie quatschen im Cybertalk
    ber Cybersex.

    (StadtHaiku)

  2. #2
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    krek-krek,

    vielen Dank fr das herzhafte Lachen am Morgen. Der Text hat Flair und gefllt mir. Besonders nummer zwei erinnert an die gute alte Wilma.
    Damit sind wir auch schon beim Dilemma. Ja, als ich hier neulich wieder reinschaute und deine Texte las - vor gut einem Jahr noch las ich deine Texte gern - war ich sehr enttuscht. Du selbst hast damals ja befrchtet, dein Schreiben knnte sich den niedrigen Standarts hier anpassen.
    Ich kann nicht fr gitano u.a. sprechen, nur fr mich. Ja, ich leide hier, wenn ich die Texte lese. Ich leide an dem, was ich schon immer hier bemngelt habe: der mangelnden Authentizitt.
    Nun trifft es sich, dass ich auf Lesebhnen unterwegs bin. Auch dort trifft man die Reimer und Sonettisten (letztere seltener) und unter diesen die peinlichen Epigonenlyriker, die keine eigene Sprache besitzen und nur wieder-wieder-wiederkuen. Die kommen damit beim Publikum ebensowenig an wie bei mir. Wer soll das auch fr authentisch/glaubhaft halten? Was hat das mit mir zu tun? Und was hat das mit dem Autor zu tun? Goethe und Schiller sind tot. Zumindest Goethe war authentisch. Mit seinem Tod ging die Zeit verloren, in der seine Sprache authentisch war. Wie ich oft feststellte, gibt es unter den Forendichtern, die seiner Sprache nacheifern, kaum einen der wirklich mal auf Sprachforschung geht [dabei ist doch gerade der Lyriker ein Sprachforscher, dessen Strke es ist, dass er auf objektiv-wissenschaftliche Mittel verzichten darf, um an die Wurzel der Sprache zu kommen]. Tten sie das, wrden sie neben Goethes Gedichten auch dessen Prosa und vermeintliche Sachliteratur lesen und mssten feststellen, dass er dort in den gleichen Bildern mit den gleichen stilistischen Mitteln spricht/schreibt, die wir in seinen Gedichten finden, nur ohne Zeilenbrche, Reime und Metren.
    Tatschlich gibt es auch heute gute Reimer auf Lesebhnen, bei denen man nicht peinlichst berhrt ist. Die haben authentische Themen, eine glaubwrdige, zeitgemsse Sprache. Du gehrtest auch einmal dazu.
    Mir wird beim Grossteil der Texte schon beim Anlesen so bel, dass ichs beim Anlesen lasse. Mittlerweile auch bei den meisten von dir. Lyrikforen sind eben ein eigenes Metier. Das darf es auch sein. Aber es ist fr meine Texte kein Platz hier.
    Schlielich hat dieses Forum ja auch den Anspruch ein Lernforum zu sein. In meinen Ansatz ein Lehrer fr Lyrisches abseits von Goethe, George und co zu sein, habe ich versagt. Vielleicht, weil ich darin zu arrogant und provozierend war und schlicht bin. Selbst lernen kann ich hier nichts, weil ich andere Ansprche habe und deshalb andere Lehrmeister suche und brauche. Daher kann ich hier weder Lehrer noch Schler sein.

    liebe Gre
    Kajn
    Gendert von Kajn Kokosknusper (20.02.2012 um 09:32 Uhr)
    wer deutsche versbrecher findet, darf sie behalten
    oder: warum mein rechtschreibprogramm dem genitiv sein toast iszt...

    "Ein Lyriker, der glaubt, unabhngige Kunst zu schaffen, ist ein Narr, aber ein Mensch, der nicht fhig ist, seine Erfahrungen auf ein anderes Niveau zu abstrahieren, ist kein Knstler."

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