Kleines Vorwort - ich liebe lyrik, hab mich aber noch nie wirklich selbst damit beschäftigt:
also hier mein Erstlingswerk Bitte, wenn ihr ne Meinung dazu habt - schreibt sie - in eurem Kopf habe ich nichts davon ;D

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Über des leidens Flamme gespannt
des Lebens dünner Faden
Verkohlt und dünn sich windend
unter Jenseits lockender Klagen

Im Licht des flackernden Verderb
sich klammernd an den letzten Fasern
mitleidig selbstbtrauernd wartend
mit dem Ende hadern?

Wie ist er wohl, der Augenblick
getränkt von Pain - erfüllt von Glück
Erlösung oder jehes Ende
oder beides - durch die eignen Hände

Doch der Anzahl Leben so gering
Eins an der Zahl, nicht mehr nicht weniger
Welch Anmaß glaub ich der ich bin
Doch nicht des Todes Prediger

Das eine schon, es schenkt so viel
Die Liebe, Lust und Glück und Freude
Doch vergessen nicht auch der Verlust
macht jenes doch zur Lebens Fäule

Wie uns die Liebe hell erleuchtet
färbt ihr Verlust doch Grau gen Schwarz
Wie uns das Glück das Lachen schenkt
macht sein Verlust die Mimik hart

Doch ist der Schmerz nich das Gefühl
das am stärksten an all das erinnert
das wir sind und das wir leben
Blut und Herz durch Adern hämmert

Jeden Muskel lässt er Zucken
Hass und Wut zur Faust geballt
Lassen sie uns Mauern stürzen
all zu ähnlich der Liebe Gewalt

So beschwört mich fordernd meine Linke
Leb in Wut, sei einfach hart
lass dich von niemandem verletzen
Sei Stein und nicht so Fleisches zart

die Rechte steigt so gleich hinzu
sei unverletzlich, hart wie Stein
so kann dich weder Glück noch Freude
noch einmal zwingen traurig zu sein

Doch opferst du hier nicht all zu viel
wenn du den Horizont zur hälfte senkst
wenn du die Liebe, Glück und Frohsinn
einfach an die Wut verschekst?

Oder doch gar alls beendest
mit berühmtem kurzen Schnitt
verzichtest auf all kribbeln und leiden
nur weil kurzschwäche zu dir tritt?

All jene großen - Dichter, Denker
hätten nie ihr Werk vollbracht
hätten Sie nicht alls gekostet
der Engel Honig, des Teugels macht

So bleibt mir nur noch eins zu sagen
kurz und knapp und schön und gut
das Leben es bedeutet alles
Glück und Hass und Liebe und Wut