Ich stell' mir heute noch vor, wie du aufwachst.
Stell mir vor, wie du ganz leise auflachst.
So erkenntnisreich, so warm und weich.
Ich weiß, das ist für dich nicht leicht.

Ich stell' mir heute noch vor, wie du aufstehst.
Wie du langsam und leise zur Tür gehst.
Deine Mutter macht Tee, vor dem Fenster liegt Schnee.
In der Küche tut es schon nicht mehr weh.

Ich stell' mir heute noch vor, wie du losläufst.
Du zum Bäcker gehst und nochmal aufseufzt.
Du zählst leise bis drei, du bist fast wieder frei,
denn auch dieser Schmerz geht langsam vorbei.

Ich stell' mir heute noch vor, wie du einschläfst.
Du zurück in den Traum vom Verstehen gehst.
Irgendwann wirst du sehen, du kannst ohne mich gehen.
Und der Wind wird uns endlich verwehen.