1. #1
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    Das Polarlicht

    Das Polarlicht

    Es schwebt, es zittert, es leuchtet, es knallt,
    im Nordpolarmeer, das heilige Licht durchschallt.
    Gottgleich gesinnt, im Josef- und Mariatal,
    überaus treffend und feudal.

    Weiße Dächer erstrahlen, der Geist erschwillt,
    das Wetter und alles überquillt.
    Ein Feuer auf dem kalten See! Ein grüner Bogen,
    Wir sinken zu Boden, in Ehrfurcht erzogen!

    Die Vorführung hat der Natur gegolten,
    Tiere erblicken, Menschen werden gescholten.
    Erblinde doch der Humane!
    Lässt schmelzen das Eis, und seine Fahne.

    Ein letztes Mal, ewig weit,
    ich sehe schwarz, aber ich bin bereit.
    Zu besiedelt, wir leben zu dicht,
    wenn es das eine ist, was uns lehrt,
    das Polarlicht.

    Martin Römer, 2011
    Jahreszeitenleben

    Information: Dieses Gedicht stammt aus meiner Schatztruhe der etwas älteren Anfangsgedichte. Es beschreibt ein Inselleben über das Polarlicht, dass eines meiner Lieblingsthemen darstellt.
    Geändert von Martin Römer (16.03.2012 um 01:19 Uhr)

  2. #2
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    Habe ich also doch noch was gefunden um einen Kommentar zu hinterlassen. Sehr zwiespältig aber die Effekte des Polarlichts sind gut hinterlegt, besonders durch die Erblindung fällt auf, dass die Natur auch ohne uns könnte. Feudaler Einstellung etwas zu lehren kenne ich auch sehr gut, was Anfang und Schluss wirklich gut verbindet.

    LG RS
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

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