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  1. #1
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    Die Stimme des Bösen

    Ein Mensch,
    gefangen in der Welt
    der Hoffnungslosigkeit,
    sucht im Kosmos
    des Wandels vergeblich
    die Memoiren des
    schweigenden Orakels.
    Während seine Gedanken
    in der Unendlichkeit
    der Zeit, in einer Epoche
    der Zuversicht verharren,
    um im Labyrinth
    irrelevanter Episoden
    das verheißungsvolle Epos
    einer imaginären Ära
    zu finden.
    Da vernimmt er
    die Stimme des Bösen
    und ein Meer von Tränen
    überflutet das Tal
    der Hoffnung und
    ertränkt die Illusion
    auf Barmherzigkeit.
    Geändert von hastra (24.02.2012 um 11:34 Uhr)

  2. #2
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    @hastra

    Hmm, so ist es nun einmal. Die imaginäre Ära, hält mich fit und noch paar andere Teilchen. Und die Stimme des Bösen kann man ignorieren, ist nur eine Frage der Zeit und Gleich-Gültigkeit.
    Return:
    Hat mir gefallen, zu meckern gibt’s hier nichts.

  3. #3
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    Liebe hastra,
    auch mir gefällt dein Gedicht, die vielen Fremdwörter legen es schon fast drauf an, dass der Leser sich beschwehrt, doch dann kommen plötzlich die leicht verständlichen letzten 5 Verse und der Leser ist beruhigt, das versteht er, darum geht's, die schlechte Laune ist verflogen, gleich nochmal lesen und verstehen
    So oder so ähnlich
    Der Anfang erklärt mir, warum es im Mystischen, Spirituellen ist, das Ende zeigt mir Traurigkeit.
    Ich muss dem Horst hier recht geben, die Stimme des Bösen kann unsere Illusionen verdrängen oder vernichten, aber das passiert nur, wenn man das auch zulässt. Richtig ist demzufolge hier die Auffassung mit der Gleichgültigkeit, dem Ignorieren
    So also auch bei mir Fazit: sehr schön geschrieben und gern gelesen
    LG P.
    Bitte beachtet die Grundregeln!

    Hilfreiche Themen: Lyrisches Lexikon der Nachteule, Gedicht- und Strophenformen (Unterforum), Metrikfragen (Unterforum)

    Kommentar gewünscht? >>> Guckst du hier

    (wahrscheinlich unvollständiges) Werkeverzeichnis: Auf den Spuren der Krimikatze

  4. #4
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    Aber was ist die

    Illusion auf Barmherzigkeit?


    LG
    Barbarossa

  5. #5
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    hm?!,

    wenn so pathetisch-verquaster 08/15-blödsinn in den allerhöchsten tönen gelobt wird, und wenns keinen größeren widerstand gibt als den von rotbart gegen eine einzige von vielen sinnlosphrasen in diesem text, dann verwundert es nicht, dass andernorts die qualität im forum völlig vergeblich infrage gestellt wird, da sich dort ja die gleichen kommentatoren tummeln und dieses dingsda mit namen qualität heben wollen. eiei...
    wer deutsche versbrecher findet, darf sie behalten
    oder: warum mein rechtschreibprogramm dem genitiv sein toast iszt...

    "Ein Lyriker, der glaubt, unabhängige Kunst zu schaffen, ist ein Narr, aber ein Mensch, der nicht fähig ist, seine Erfahrungen auf ein anderes Niveau zu abstrahieren, ist kein Künstler."

  6. #6
    Dr. Üppig Guest
    Hallo Kajn Kokosknusper,

    Bitte bleibe in deinen Beiträgen doch etwas objektiver und sachlicher. Der Faden ist für die Diskussion über das jeweilige Werk gedacht und nicht zum Anprangern von allgemeinen gesellschaftlichen Forenmissständen geeignet.
    Es wäre nett, wenn man auf die eventuellen Vorzüge oder Mängel eingeht, ohne die Verkommenheit der Welt in einem Gedicht und drei Kommentaren zu entlarven.
    On topic bitte!

    mfG Mod

  7. #7
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    Wenn ich den Original kopiere und einfügen möchte, kommt nicht nur der Text - es folgt der gesamte Wurm plus Fortsatz.
    Ich versuche das später noch einmal.
    Und editiere dann.

    Barbarossa

    ***

    so, jetzt:


    Ein Mensch,
    gefangen in der Welt
    der Hoffnungslosigkeit,
    sucht im Kosmos
    des Wandels vergeblich
    die Memoiren des
    schweigenden Orakels. (lol! Die Memoiren des Hans-Peter von Binnigen kenn ich, aber hier ist vielleicht die Pythia von Bonn gemeint? Aber die waren keine schweigenden Orakel. Welches Orakel schweigt denn?))
    Während seine Gedanken
    in der Unendlichkeit
    der Zeit, in einer Epoche
    der Zuversicht verharren, (quarrren, quarren! entweder Unendlichkeit oder Epoche. Was nun?)
    um im Labyrinth
    irrelevanter Episoden (das muß man sich vor Augen führen! Labyrinth irrelevanter Episoden! der imaginären Ära...!!!
    ach nein - sie ist ja verheißungsvoll! Ach nee - das EPOS - wessen - ist ja verheißungsvoll!))
    das verheißungsvolle Epos
    einer imaginären Ära
    zu finden.
    Da vernimmt er
    die Stimme des Bösen ( er hat wieder mal was auf seinem AB ?)
    und ein Meer von Tränen
    überflutet das Tal (hach - da muß aber viel geweint werden!)
    der Hoffnung und
    ertränkt die Illusion
    auf Barmherzigkeit. (Und immer noch dieser Schnullrich!)


    *

    In meinen Augen ist diese Albernheit kein Gedicht.
    Sinnvoll ist das Gemurkel auch nicht.
    Ich gehe jede Wette ein, daß ich täglich derlei wie am Fließband erzeugen kann.

    Um mit Heidegger zu sprechen:
    Dieser Mensch wurde aus dem Hineingeworfensein aus dem Sein hinausgeworfen in das bewußte oder unbewußte oder unterbewußte So-Nicht-Sein resp. leider So-SeinWollen.... etc.

    Barbarossa
    Geändert von Cyparissos (24.02.2012 um 20:44 Uhr) Grund: Fadenwurm unerwünscht

  8. #8
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    Ich versuche, das Gedicht zu interpretieren: Der Mensch ist gefangen in der Hoffnungslosigkeit, kann aber im Wandel der Welt kein Mittel gegen diese Hoffnungslosigkeit finden, weil ihm dazu die notwendige Hilfe von einer höheren Instanz fehlt. Diese höhere Instanz ist das schweigende Orakel, das ihm eben nicht hilft, sondern einfach schweigt.
    In der Unendlichkeit der Zeit richtet der Mensch deshalb seine Aufmerksamkeit auf eine Epoche der Zuversicht.
    Dies tut er, weil er dem Labyrinth irrelevanter Episoden (oder eben der Hoffnungslosigkeit) entfliehen will. Er ist genötigt, sich eine genehme Umwelt vorzustellen, also eine imaginäre Ära zu finden.
    Diese Bemühungen werden dann von der Stimme des Bösen ziemlich abrupt ertränkt.

    Ich weiss nicht, ob ich den Text richtig interpretiert habe. Aber das ist ja auch das Schöne an solch vielfältigen Texten, dass jeder Leser seine eigene Interpretation machen kann.
    Geändert von Ali (24.02.2012 um 21:29 Uhr)

  9. #9
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    Hi, anomalielalchen....

    ja, ich behaupte nach wie vor, daß ich Solchiges wie am Fließband prodzieren kann.
    Probe aufs Exempel?

    Willste es blondgelockt?
    Dunkelhaarig?

    je nach Gusto:
    Ick Marx!


    DEIN O-Ton:

    Du könntest also, wenn du nur wolltest, jeden Tag Scheiss schreiben?

    Nein. Aber Murks.

    Barbarossa
    mit liebem Gruß

  10. #10
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    liebste anamolie,
    das allein gibt für mich keinen guten Grund ab, ein an sich tiefgängiges Stück Prosa umzustechen,
    bei dem zumindest ich keine Widersprüche entdecken kann.
    am anfang heißts hier:
    "gefangen in der Welt
    der Hoffnungslosigkeit,"

    zum ende heißts dann:
    "und ein Meer von Tränen
    überflutet das Tal
    der Hoffnung"

    Wie kanns in einer welt der hoffnungslosigkeit so plötzlich ein tal der hoffnung geben? neben den "gewichtig klingenden wörtern" und bildern darf auch der gewichtig klingende genitiv natürlich nicht fehlen, um diese worte nochmals künstlich aufzublähen. allein im ersten satz haben wir drei davon:
    Ein Mensch,
    gefangen in der Welt
    der Hoffnungslosigkeit
    ,
    sucht im Kosmos
    des Wandels
    vergeblich
    die Memoiren des
    schweigenden Orakels
    .
    das könnte so als satire durchgehen, um die klassischen don'ts des gedichteschreibens zusammenzufassen: starke wörter verbunden mit einer genitivkonstruktion.
    dein text @anamolie beweist mir, dass auch dich offenbahr der genitiv (bewusst oder unbewusst?) stört, denn genau mit diesem brichst du sehr auffällig, besonders:
    ...Nichts befreit,
    such ich im Kosmos, vergeblich
    des Wandels, von Herbst und Winter,

    daher gelingt es dir auch nicht, mir den obigen text durch deinen text näher zu bringen. im gegenteil: dein text zeigt, was mit sprache möglich ist.

    @ Taras Bulba: sry, ich gewöhne mir grad das rauchen ab. nenne ich jetzt genug objektive beispiele?

    wer deutsche versbrecher findet, darf sie behalten
    oder: warum mein rechtschreibprogramm dem genitiv sein toast iszt...

    "Ein Lyriker, der glaubt, unabhängige Kunst zu schaffen, ist ein Narr, aber ein Mensch, der nicht fähig ist, seine Erfahrungen auf ein anderes Niveau zu abstrahieren, ist kein Künstler."

  11. #11
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    Klärt mich bitte jemand darüber auf, was Prosaik ist?
    Ich kenne bisher nur den Ausdruck Prosa.
    Das englische Adverb prosaic bedeutet lt. Duden
    nüchtern, phantaielos, trocken, prosaisch.
    Ein Substantiv war nicht zu finden.

    B.

  12. #12
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    Hallo Hastra .

    Mir gefällt dein Werk auch nicht: Es ist sprachlich aufgebläht, liest sich schlecht und sagt überhaupt nichts aus. Stünde es etwas gerafft als Prosatext hier, käme es vielleicht etwas besser rüber.
    Die sinnlose Untereinanderreihung von Satzfetzen macht noch kein Gedicht. Auch freie Lyrik lebt vom Klang der Sprache.

    Herzlich,
    Medusa.




    Lieber Barbarossa .
    Anomalie # 12: wenn aus seinem Textwerk ein kleines aber feines Stück Prosaik gemacht würde,
    Barbarossa # 13: Klärt mich bitte jemand darüber auf, was Prosaik ist?
    Ich habe sämtliche Lehr- und Sachbücher sowie Lexika durchwühlt: Prosaik gibts nicht, jedenfalls nicht im Zusammenhang mit der Dichtung. Ein Prosaiker ist ein nüchterner, sachlicher Mensch, er ist halt prosaisch.
    Da ist einer Dichterin wohl die Phantasie durchgegangen .

    Herzliche Grüße,
    Medusa.
    Geändert von Medusa (25.02.2012 um 17:07 Uhr)

  13. #13
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    Danke, Medusa, für die Bestätigung.
    Da wollt sich wohl wer blähen....


    zu # 16:
    Oha, das getroffene Hündlein beißt, au weia!
    Haut die Zähne in den Prosaik-Knochen -
    vielleicht findet sich dort Lyrosa?
    Geändert von Cyparissos (25.02.2012 um 19:07 Uhr)

  14. #14
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    Die Stimme des Bösen

    Zitat Zitat von hastra Beitrag anzeigen
    Ein Mensch,
    gefangen in der Welt
    der Hoffnungslosigkeit,
    sucht im Kosmos
    des Wandels vergeblich
    die Memoiren des
    schweigenden Orakels.
    Während seine Gedanken
    in der Unendlichkeit
    der Zeit, in einer Epoche
    der Zuversicht verharren,
    um im Labyrinth
    irrelevanter Episoden
    das verheißungsvolle Epos
    einer imaginären Ära
    zu finden.
    Da vernimmt er
    die Stimme des Bösen
    und ein Meer von Tränen
    überflutet das Tal
    der Hoffnung und
    ertränkt die Illusion
    auf Barmherzigkeit.
    Hallo allerseits,

    das Gedicht interessiert mich persönlich nicht, da ich es als Zusammensetzung irgendwelcher
    nichterlebter, nichtempfundener Phrasen lese, mit einem leisen Verdacht auf « prosélytisme »,
    verstärkt durch die schon geschriebenen Kommentare, aber eigentlich habe ich keine Meinung
    dazu, denn es ist ein Text unter den vielen, die ich als Schulaufgabe: "Nun schreibt mal schön
    auf, was ihr vom Vortrag, Film etc. behalten habt", klassiere.

    Das ist nur meine persönliche Meinung, denn andererseits kann es durchaus sein, daß der Autor
    außergewöhnliche Erfahrungen hat, sie nur nicht verständlich verdichten kann, warum?
    Die Antwort erhalte ich sofort, darf sie aber nicht mitteilen.

    Durch Endreime würde sich eventuell alles aufklären? Die Sprache ist kein zufälliges Gebilde,
    das Wort hat eine Bedeutung, die Reime schaffen eine Relation, die nicht lügt, denn die Lüge
    kann man im Mißklang hören. Deshalb ist Poesie immer wahr.

    ertränkt die Illusion
    auf Barmherzigkeit.
    Die letzten Verse empfinde ich als wahr. Barmherzigkeit ist eine Illusion.

    auch mir gefällt dein Gedicht, die vielen Fremdwörter legen es schon fast drauf an, dass der Leser sich beschwehrt,
    Ich kann keine Fremdwörter entdecken.

    Klärt mich bitte jemand darüber auf, was Prosaik ist?
    Das Wort erschien in einer Interpretation. Es ist ganz einfach zu erklären:

    Prosaïque : bas lat. prosaicus, class, prosa, prose v. 1420. / Vers prosaïques

    Prosaische Verse ? Na ja,…

    Zum Vergleich :
    Mosaïque : it mosaico du lat. médiéval. mosaicum, du lat anc. musivum opus… 1498 / – Mosaik
    Mosaïque : lat mosaicus, de Moïse, relig. – mosaisch

    LG Kalinka

  15. #15
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    Ändert nichts daran, daß es das Substantiv "Prosaik" schlicht und einfach nicht gibt.
    Deine französischen Beispiele bringen hier nichts.

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