1. #1
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    Interview mit einem Selbstmörder

    Interview mit einem Selbstmörder


    Moderator:
    Guten Tag, Herr Hinser.
    Sie sind heute zu uns ins Studio gekommen,
    um über Ihren Selbstmord zu sprechen.
    Eine Frage vorab:
    Ist dieser für einen späteren Zeitraum geplant,
    oder können sich unsere Zuschauer auf eine
    spontane Aktion freuen?

    Hinser:
    nimmt eine Waffe aus der Westentasche
    und legt sie auf den Tisch.
    Zuschauer raunen

    Wenn schon, denn schon.
    Zuschauer applaudieren.

    Moderator:
    Das ist sensationell.
    Meine sehr geehrten Damen und Herren,
    sie werden heute Abend Zeuge des ersten
    live übertragenen Selbstmordes
    der deutschen Fernsehgeschichte.
    Ist das toll?
    Ist das einmalig?
    Ist das nicht eine echte Sensation?
    Werbebanner von Waschmittel Vorteilspackung läuft durchs Bild.
    Und auch die heutige Sendung wurde wieder gesponsort
    von Hüttenweiß Colorwaschmittel.
    Einen Dank dafür.
    Zuschauer applaudieren.

    Aber zurück zu Ihnen, Herr Hinser.
    Also, erzählen sie uns in ein zwei Sätzen,
    wie sie zu ihrer Entscheidung kamen.

    Hinser:
    Welche Entscheidung?

    Moderator:
    Ja die, die zu ihrem Selbstmord führen wird.
    Wie kamen sie auf diese Idee?
    Was hat sie veranlasst sich dazu zu entscheiden?

    Hinser:
    Es gab keinen Grund.
    Ich mach’s nur so.

    Moderator:
    Ja, meine Damen und Herren,
    das ist das pure Leben.
    Das ist nicht gestellt, das ist echt.
    Das ist Verzweiflung.
    Nur hier live und authentisch.
    Hier, bei ihrem Sender.

    Hinser:
    Ich bin nicht verzweifelt.
    Hebt die Waffe.
    Zielt damit auf seinen Kopf.
    Zuschauer applaudieren.

    Hinser legt die Waffe wieder auf den Tisch.
    Später.
    Ein Zuschauer buht.

    Moderator:
    Geduld, meine Lieben.
    Alles wird gut.
    Herr Hinser,
    warum also möchten sie sich das Leben nehmen?
    Sagen sie es unseren Zuschauern.
    Wir hatten doch eine Geschichte. Erinnern sie sich?

    Hinser:
    Ach ja. Gut.
    Ich denke es kam, als meine Frau mich verließ.
    Irgendwie dachte ich damals darüber nach.
    Das Leben machte keinen Spaß mehr und ich wollte
    nichts mehr erleben.

    Moderator:
    Ja, das ist eine Geschichte.
    Da kommen Gefühle auf.
    Fragt das Publikum:
    Ist das traurig?
    Ist das nicht traurig?

    Zuschauer:
    Ooooooooh wie ist das traurig.

    Moderator:
    Herr Hinsen, die Zeit drängt,
    wenn sie jetzt.....

    Hinsen:
    Was?

    Zuschauer:
    im Chor
    Wir woll'n 'nen Toten seh'n,
    wir woll'n 'nen Toten seh'n,
    wir woll'n, wir woll'n 'nen Toten sehen.

    Moderator:
    Das ist eine super Stimmung hier.
    Das ist großartig, das macht Spass.
    Also Herr Hinsen.
    Reicht ihm die Waffe.

    Hinsen:
    Jetzt?

    Zuschauer:
    Stehen auf.
    Singen und applaudieren.
    Eine La ola schwingt durch die Reihen.

    Hinsen:
    Setzt Lauf an seinen Kopf.
    Drückt ab.
    Das Blut spritzt über den Tisch und auf das Hemd des
    Redakteurs.
    Eine Konfetti-Kanone schießt glitzernde Streifen ab.


    Moderator:
    Ja, meine Damen und Herren,
    das war es leider schon wieder für heute.
    Ich wünsche ihnen noch einen angenehmen Abend.
    Und vergessen sie nicht nächste Woche wieder einzuschalten
    Dann heißt es:
    Kinderschändung live.
    Zu Gast Herr Friedberg
    und sein achtjähriges Opfer Melanie.
    Ich freue mich sie dann wieder zu sehen.

    Abspann läuft.

  2. #2
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    @Monique

    Hm, diese Show wird erst noch erfunden, Morgen vielleicht. Aber Ähnliche laufen schon. Wann kommt die Show:“Politiker reden Klartext.“?

  3. #3
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    Hallo Monique,
    wie krass wäre das denn, wenn nur noch solche Shows laufen würden?
    Ich mein, muss man sich sowas echt im Fernsehen antun? Ist das Leben nicht draußen schon real genug? Jetztmal stand bei uns auch einer auf'm Dach und wollte springen, da muss man sowas nicht im Fernsehen bringen... Aber auch ich denke, dass unsere Gesellschaft früher oder später auf die Idee kommt, mit so schrecklichen Sachen Unterhaltung zu machen... Irgendwann sind alle nur noch auf die Medien fixiert und da die ja eh immer alles schön reden, wird die Situation früher oder später so sein, wie du hier beschrieben hast...
    Finde ich trotzdem krass!
    Trotz allem gern gelesen
    LG P.
    Zeige denen, die dich fallen sehen wollen, dass du ohne Flügel fliegen kannst.


    Auf den Spuren der Krimikatze

  4. #4
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    Eine hervorragende Idee, wie so viele deiner Gedanken.
    Du fällst mir hier sehr positiv auf.

    Der Anfang ist sehr stark, am Ende fehlt mir aber etwas Unvorhergesehenes, zum Beispiel die Aufforderung des Suizidwilligen an den Moderator, abzudrücken. Oder Ähnliches.

    Insgesamt ein schönes Ding, wenn auch wenig 'lyrisch'. Ich lese solche langen Sachen (Gruß an den Autoren von Pygmalion von 2004 ) normalerweise selten zu Ende und dass ich es getan habe, spricht zu mindest aus meiner Perspektive für dich...

    Liebe Grüße.


    '[...] Ich entschied mich daraufhin für ein Buch von Sebastian Sick im Sonderangebot über den korrekten Umgang mit dem Plusquamperfekt, das mir von einem Freund empfohlen gewesen worden war.'
    Achim Leufker

    Noch ohne erhellenden Kommentar:
    Hafen, Solitude and Burning Faces, Erste Schritte, In zwei

  5. #5
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    Hallo Michque,

    Ich habe erst einmal Kritikpunkte:
    1.
    Hinser:
    Ich bin nicht verzweifelt.
    Hebt die Waffe. Das hier muss kursiv sein. Gerade bei einem Drama muss man auf so etwas achten. Sonst sagt er, dass er die Waffe hebt. Das wäre aber des Moderators Job.
    Zielt damit auf seinen Kopf.
    Zuschauer applaudieren.

    Hinser legt die Waffe wieder auf den Tisch.
    Später.
    Ein Zuschauer buht.
    2. Der Herr Hinser ändert zwischendrin seinen Namen. Da solltest du mit STRG F noch mal durchfahren und "Suchen und ersetzen" auswählen. Wie er heißt ist mir egal, aber er sollte nur einen Namen haben. (Dann direkt danach noch eine Rechtschreibprüfung, die stoppt bei "Spass" spätestens... )
    3. Mir fehlt trotz der Thematik irgendwie die Spannung, die ein Drama haben kann. Ich würde dem Moderator eine Stimmung geben. Sprich ich würde in mal schnell mal langsam reden lassen, mal laut mal leise, mal reißerisch, mal einfühlsam. Das würde dem Ding mehr Spannung geben.

    Was positives: Ich finde die Thematik gut gewählt und durch die Form des Dramas auch in der richtigen Art und Weise dargestellt. Es zeigt, wie die Sensationgier im Fernsehn tickt. Immer einen draufsetzen, immer noch spektakulärer, immer noch reißerischer, alles für die Quote. Wobei das Schlimmste aber ist, dass es gesehen wird...

    nächtlicher Gruß, gutes nächtle und carpe noctem
    Nachteule
    Meine Sydnatur:
    Greis und Greisin miss u <3
    Hier stehe ich! Ich kann nicht anders! Gott helfe mir! Amen!
    (Der Buchstabe)
    Du verstehst Nachteules Kommentar nicht? Lyrisches Lexikon der Nachteule; für Einsteiger: der Kommentarfaden; wenn dir ein Kommentar besonders gefällt, kannst du ihn zur Kritik des Monats nominieren
    Drama: Das Gericht; Prosa: Fernreise als Kurztrip, Krieg im Frieden, Die Tote

  6. #6
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    Hallo Monique,

    eine sehr schöne Beschreibung der Mediendiktatur, wenn ich das mal so sagen darf.
    Das erinnert mich etwas an die alten Gladiatorenkämpfe. Die Sensationslust muss mit allen Mitteln in die Höhe getrieben werden, um das Publikum zu unterhalten. Ob dabei Jemand stirbt, ist erstmal Nebensache.
    Leider (ich hasse es zwar Dinge zu wiederholen, die Andere schon gesagt haben, aber es stimmt einfach) fehlt
    hier noch etwas Spannung, die den Leser wirklich mitreißt.
    Du könntest übrigens auch einen dieser sinnfreien Titel einfügen à la "Unser Thema heute ist: "Mord vor Ort" Ich begrüße dazu unseren ersten Gast. Willkommen Herr Hinser." oder etwas in der Art.
    Ist bloß ein Vorschlag.

    MfG Stanley M.
    Nimm Gegenwart und Vergangenheit, so erhälst du die Zukunft.

  7. #7
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    Nur mal so als Kommentar meinerseits (): Dein Titel hat was, Stanley, aber meinst du nicht, er ist zu lang und sagt schon zu viel aus?
    Ich will ja jetzt keinen Streit anfangen, aber....
    Zeige denen, die dich fallen sehen wollen, dass du ohne Flügel fliegen kannst.


    Auf den Spuren der Krimikatze

  8. #8
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    Zitat Zitat von Nachteule Beitrag anzeigen
    3. Mir fehlt trotz der Thematik irgendwie die Spannung, die ein Drama haben kann.
    @Nachteule



    Zitat Nachteule: „Mir fehlt trotz der Thematik irgendwie die Spannung, die ein Drama haben kann.“

    Ich denke mal, dass jenes überhaupt nicht beabsichtigt war. Hier werden die Dummheit und die Verblötung der Menschheit angeprangert.
    Hauptsache Zuschauerzahlen, Einschaltquoten, der Sinn ist egal. Da brauchst du keine Spannung mehr, die Grenzen der Sensibilität sind auf nahezu null reduziert worden. Die Frage, die im Raum steht, ist doch eine ganz andere. Wie lange dauert es noch, bis die erste Sendung, siehe Beitrag läuft? Und wie konnte es passieren, das der Mensch seine Feinfühligkeit, seine Sensibilität verlieren konnte. Ich schreibe konnte, den dieser Vorgang ist ja beinah schon abgeschlossen.

  9. #9
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    Guten Abend,

    obwohl kein neues Thema, habe ich das Interview mit einem Selbstmörder auch gerne gelesen.
    Vor Jahren liefen schon ähnliche Filme, in denen Spieler von Fernsehsendungen wirklich um ihr Leben liefen,
    leider gibt es inzwischen andere Sendungen...

    Zitat Zitat von Monique Beitrag anzeigen
    Moderator:
    Ja, meine Damen und Herren,
    das war es leider schon wieder für heute.
    Ich wünsche ihnen noch einen angenehmen Abend.
    Und vergessen sie nicht nächste Woche wieder einzuschalten
    Dann heißt es:
    Kinderschändung live.
    Zu Gast Herr Friedberg
    und sein achtjähriges Opfer Melanie.
    Ich freue mich sie dann wieder zu sehen.

    Abspann läuft.
    Das erinnert mich an eine Begebenheit, an eine grausame Vergewaltigung eines der unzählig vergewaltigten
    Kinder. Geistliche der Kirche sollten, aus welchem Grund auch immer, den Film der Vergewaltigung und des
    Mordes? ansehen. Ein Kinoabend war dafür vorgesehen, nur für "Geistliche". Als der Verdacht aufkam, die
    Kirchenväter wollten sich am Verbrechen aufgeilen, wurde ihnen der Film verboten.

    Ich hatte eine Idee zur "Kinderschändung". Ich lese hier eine gewisse Ungeduld, man fiebert der Kinderschändung
    entgegen? Deshalb die vielen Kommentare?

    Freudig finden sich die perversen Zuschauer ein. Hundegebell. Anstatt Kinderschändung gibt es eine Überraschung:
    Hot Dog für die Hundemeute, mit Blut, statt Ketchup. Die Zuschauer, die sich auf die Kinderschändung freuten,
    spielen unfreiwillig die Hauptrolle. Die Tür wird abgeschlossen. Hosen runter, eine hungrige Hundemeute...

    Doch was geschieht erst eine Woche später?

    LG Kalinka

  10. #10
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    Interview mit einem Selbstmörder

    Zitat Zitat von Stanley Milgram Beitrag anzeigen
    @lyrisches_ich96:
    Ich möchte ja nicht spammen, aber dürfte ich vielleicht erfahren, was du mit "meinem Titel" meinst?
    Ich muss zugeben, das ich es nicht verstehe und ich würde mich sehr über deine Aufklärung freuen.^^

    MfG Stanley M.
    Guten Tag,

    Titel sind natürlich wichtig, um die Leser anzulocken. Ist Selbstmord Mord?

    Du könntest übrigens auch einen dieser sinnfreien Titel einfügen à la "Unser Thema heute ist: "Mord vor Ort" Ich begrüße dazu unseren ersten Gast. Willkommen Herr Hinser."
    Hier, zu dem Stück, hat der Autor klar geschrieben:

    Interview mit einem Selbstmörder

    In der ersten Oberschulklasse, wer "Brudermord im Altwasser" geschrieben hat, weiß ich
    schon gar nicht mehr, sollten wir eine Dissertation über den Text schreiben, und zwar mit der
    ausdrücklichen Bemerkung: Eigene, argumentierte Meinung zum Thema. Ich bewies, m.M.n.,
    dass es kein Mord war, im Sinne der Justiz, bekam daraufhin nur eine mittelmäßige Note,
    Begründung: Dass es Mord ist, steht doch schon im Titel. Der Lehrer hatte schlechte Laune,
    hatte wieder einmal den Doktortitel nicht geschafft. Damals habe ich natürlich rebelliert, heute
    sage ich aber: Der Autor von Interview mit einem Selbstmörder sagt in seinem Titel, dass es
    sich nicht um Mord handelt.

    Vielleicht kann man es auch anders herum lesen? Der Kinderschänder wurde angekündigt,

    Moderator:
    Ja, meine Damen und Herren,
    das war es leider schon wieder für heute.
    Ich wünsche ihnen noch einen angenehmen Abend.
    Und vergessen sie nicht nächste Woche wieder einzuschalten
    Dann heißt es:
    Kinderschändung live.
    Zu Gast Herr Friedberg
    und sein achtjähriges Opfer Melanie.
    Ich freue mich sie dann wieder zu sehen.

    Abspann läuft.
    Typische Schuldabweisung?

    Moderator:
    Ja die, die zu ihrem Selbstmord führen wird.
    Wie kamen sie auf diese Idee?
    Was hat sie veranlasst sich dazu zu entscheiden?

    Hinser:
    Es gab keinen Grund.
    Ich mach’s nur so.
    Es fiel in den Kommentaren auch die Bemerkung:

    Der Herr Hinser ändert zwischendrin seinen Namen.
    Hier, ohne böse Absicht aus dem Kontext gerissen, find ich einfach dazu gut:

    Wobei das Schlimmste aber ist, dass es gesehen wird...
    Ja, und wenn es gesehen (nicht mehr verschwiegen) wird, verurteilt sich der Täter vor der
    jubelnden Masse öffentlich selbst, wenn ich meinen Gedanken dazu weiterführe, ist natürlich
    nur eine der möglichen Interpretationen und: Schön wär's...

    LG Kalinka


    ***

    PS:

    Der Anfang ist sehr stark, am Ende fehlt mir aber etwas Unvorhergesehenes, zum Beispiel die Aufforderung des Suizidwilligen an den Moderator, abzudrücken. Oder Ähnliches.
    Das Ende habe ich so gelesen:

    Moderator:
    Ja, meine Damen und Herren,
    das war es leider schon wieder für heute.
    Ich wünsche ihnen noch einen angenehmen Abend.
    Und vergessen sie nicht nächste Woche wieder einzuschalten
    Dann heißt es:
    Kinderschändung live.
    Zu Gast Herr Friedberg
    und sein achtjähriges Opfer Melanie.
    Ich freue mich sie dann wieder zu sehen.

    Abspann läuft.
    Hat der Kommentator es zu Ende gelesen?

    Insgesamt ein schönes Ding, wenn auch wenig 'lyrisch'. Ich lese solche langen Sachen (Gruß an den Autoren von Pygmalion von 2004 ) normalerweise selten zu Ende und dass ich es getan habe, spricht zu mindest aus meiner Perspektive für dich...
    Ich empfehle die Minimallyrik. Der hier diskutierte Text ist für die Rubrik ziemlich kurz. Ein Text, spricht er für sich,
    oder für den Autor?
    Geändert von Farbkreis (12.04.2012 um 12:37 Uhr) Grund: *** Erweiterung

  11. #11
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    Hallo!

    Ich habe soeben die letzen beiden Beiträge von lyrisches_ich96 und Kalinka gelöscht, da es sich dabei um Spam handelt.

    LG,
    maXces
    (Moderator)

  12. #12
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    36
    Halli hallo,

    ich finde -horstgrosse2- hat schon das Richtige gesagt.

    Hier werden die Dummheit und die Verblötung der Menschheit angeprangert.
    Hauptsache Zuschauerzahlen, Einschaltquoten, der Sinn ist egal. Da brauchst du keine Spannung mehr, die Grenzen der Sensibilität sind auf nahezu null reduziert worden.
    Die Idee ein "Interview mit einem Selbstmörder" zu schreiben finde ich sehr kreativ.
    Der Sinn ist die Wahrheit, wenn man sich heutzutage die "hochinformativen" Sendungen anguckt.

    Außerdem gab es in China eine ähnliche Sendung, bei der zum Tode verurteilte kurz vor ihrer Hinrichtung interviewt wurden. Ob das zur Abschreckung dient? ..mag in Frage gestellt werden.


    Lob und Grüße
    -Vielleicht-

  13. #13
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    Ich finde die Idee gut aber dramaturgisch nicht ausgereift. Da wird ein Konflikt vorgestellt und gleich gelöst. Viel besser wäre es, wenn der Moderator den Selbstmörder ausfragen würde, mehr auf ihn eingeht, bis dieser es sich anders überlegt und dann stößt der Moderator wieder zu und überredet ihn doch zum Selbstmord. - Das wäre eine abendfüllendere Version. Aber so könnte deine Show als Kurzprogramm vor den RTL II News laufen, die dann direkt davon berichten.

    Die Waschmittelwerbung ist übrigens ein super Gag. Schön makaber und pragmatisch.

  14. #14
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    quargel von anfang bis zum ende.

    ich kenne den weg resp. den plan zum SM - wenn auch nur von einem geliebten menschen. unn der issnich medienfähig. ich gehe gar nicht im detail auf die textstellen ein. nehme an mein komm wird von der josef-göbbels-mode-ration ohnedies gleich gelöscht, wie es sich in nem faschis-zensururium gehört.
    Geändert von Goldart (03.11.2012 um 22:29 Uhr)

  15. #15
    Anjuleanga Guest
    Warum denn hier quargel, lieber Goldart,

    das sollte in der Überzeichnung doch wohl nur makaber sein, und dieses ist hier in meinen Augen auch wunderbar gelungen. Ok, ist bestimmt nicht jedermanns Sache, aber was solls. Jedoch kann Göbbels, Faschos und Co und der ganz persönliche Film mit deinem SM Erlebnis diese schwarz-karikierende Realsatire für mich nicht konterkarieren. Deine Sicht wundert mich ein wenig, da du mit deinen bissigen Karikaturen letztendlich ähnliches bewirkst, wenn du die Wirklichkeit herausabrbeiten möchtest.
    Der scheinheilig überzeichnete Unterton des Moderators wird brilliant bis zum Schluss durchgezogen. Lieber Michael, das hat mich überzeugt, tolle Leistung, die die Gemüter bewegen muss. L.G.A.

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