Kaputte Menschen

Kaputte Menschen sitzen dort am Bahnhof
und suchen ihren Weg von Bahn zum Hof.
Sie spielen, lachen, betteln um paar Scheine,
Das Freisein stinkt nach Bier und Hundekot.

Wer repariért die kaputten Seelen?
Sie löschen tiefen Frust mit hohem Brand.
Am Rande von Konsum und Fastfood-Hunger,
fällt Kleingeld zwischen Hut und Großstadt-Bank.

Die Hauptstadt duldet ihren bunten Unrat,
solange dieser nicht zum Wuchern neigt.
Dort sitzt ein Mädel, wohl kaputt – wer weiß das?
Ein Kind in ihrem Arm, das bitter schreit.

Die Muttermilch beruhigt und nährt den Säugling,
er liegt nun ruhig in ihrem Arm und schläft.
Sie ist verfallen jener süßen Droge,
die Freiheit heißt und in uns allen lebt.