1. #1
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    Überarbeitung der Dramatikrubrik

    heyho,

    ich beantrage hiermit, die wahl zur "Überarbeitung der Dramatikrubrik" auf eis zu legen.

    das hat folgenden grund. ich habe die diskussion zur prosa nicht verfolgt, weil ich darin nicht firm bin. mir ist also entgangen, dass darin auch über die dramatik gesprochen wird. bzgl. dramatik bin ich hoffentlich firm, ich studiere das ja.

    in der wahl wird zur diskussion gestellt, eine unterteilung in "Theaterstücke und Monologe", respektive " Theaterstücke, sowie Dialoge und Monologe" zu machen. bei beiden steht, sie hätten keine nachteile. das ist aus theaterwissenschaftlicher sicht falsch. diese unterteilungen haben einen gewichtigen nachteil: sie sind nonsens. auch die dialoge und monologe, die für die theaterbühne geschrieben sind, sind theaterstücke. mit einer solchen untergliederung macht ihr euch aus wissenschaftlicher sicht ziemlich lächerlich.
    ein literaturwissenschaftlicher begriff für monologe ist u.a. das "monodrama".
    was ihr als dialoge betrachtet, ist mir nicht deutlich. da besteht für mich klärungsbedarf. evtll. könnte damit etwas gemeint sein, was ich als lazzi oder sketche bezeichnen würde, weil das kurze, pointierte texte meint, in denen eben nur zwei figuren auftauchen (in den genannten lazzi und sketchen können natürlich auch mehr oder weniger auftauchen). tatsächlich könnten sketche einen eigenen rahmen neben theaterstücke und drehbücher bekommen, da diese sowohl für die Bühne, als auch fürs fernsehen geschrieben werden.

    soweit erstmal.
    wer deutsche versbrecher findet, darf sie behalten
    oder: warum mein rechtschreibprogramm dem genitiv sein toast iszt...

    "Ein Lyriker, der glaubt, unabhängige Kunst zu schaffen, ist ein Narr, aber ein Mensch, der nicht fähig ist, seine Erfahrungen auf ein anderes Niveau zu abstrahieren, ist kein Künstler."

  2. #2
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    jetzt mal ganz praktisch: in "dramatik" sind dieses jahr (jetzt genau 2 monate) 7 fäden besprochen worden.
    die rubrik wird zwar besucht, ist aber wirklich nicht überbordend.
    wenn jetzt jeder hinter seinen titel in klammern seinen text deklariert (monolog, interview, drama in V.akten) dann sieht man, was der faden verbirgt und braucht keine unterschubladen, die monatlich nur 2mal geöffnet werden.
    meine idee dazu. aber die steht nicht zur wahl, ausser man wählt den jetzigen zustand und kanns nachher so zur regel werden lassen.

    wenn wir aber schon fachleute in unserer trauten runde haben, dann sollten die auch eingebunden werden.
    jetzt würd ich die abstimmung mal laufen lassen. und wenn sich "theaterstücke und monologe/dialoge" durchsetzt, dann kann am begriff "theaterstück" noch gefeilt werden. "theater ab 3 figuren" oder so, um wissenschaftlich korrekt zu bleiben...

    gruass lepi
    .
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  3. #3
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    einen überarbeitungsbedarf bei der niedrigen frequentierung sehe ich persönlich auch nicht unbedingt.
    "theater ab 3 figuren" oder so, um wissenschaftlich korrekt zu bleiben...
    das wäre natürlich nicht wissenschaftlich korrekt, weil ein dialog nur aus mindestens zwei personen besteht. das ist im theater nicht anders. deswegen verstört mich dieser begriff in der diskussion auch.

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  4. #4
    Jazemel Guest
    kajn,

    wie würdest du strukturieren und würdest du das überhaupt, oder dramatik so stehen lassen, wie sie ist?

    lieber gruß,

    jaz

  5. #5
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    objektiv betrachtet: würde ich keine unterforen einfügen, so wie lepi. gerade eben ist mir aber aufgefallen, dass es da eine genauere begriffserläuterung gibt: Theaterstücke, Rollenspiele und Dialoge. Das könnte man tatsächlich ändern. ich mag ja rollenspiele, aber was haben die mit dramatik zu tun? und gibts dort überhaupt rollenspiele?
    und dann eben die dialoge. theaterdialoge sind theaterstücke, filmdialoge sind schon drehbücher, auch wenn sie nur aus einer szene bestehen.
    die philosophischen dialoge platons - falls auch non-, respektive halbfiktionale dialoge gemeint sind - sind keine dramatik.

    die veränderung der definition hieße dann: theaterstücke, drehbücher und sketche.

    so tief in der thematik drin, würde ich fast vorschlagen, prosa und dramatik ohne unterkategorien zu belassen und die vierte gattung "nonfiktionale literatur" (essay, dialog, glosse etc.) einzuführen. über diese literaturen wird ja auch im prosafaden diskutiert. doch für eine solche revolution komme ich sicher zu spät.

    subjektiv betrachtet: wenn so viele leute theatrales schreiben würden, würde ich den gattungsbegriff dramatik zunächst ganz auflösen, weil sowohl brechts 'lehrstücke' las auch das 'epische (!) theater', artauds 'theater der grausamkeit' und die post(-)dramatischen theaterschreiber (müller, jelinek, hanke etc.) gezielt gegen die gattung, die mit der poetik von aristoteles verknüpft ist, verstossen haben. eine solche rubrik könnte dann theatrales heißen und beispielsweise auch poetry-slamtexte integrieren (heiner müller würde mich dafür sicher erschiessen).
    aber das ist eben meine unrealistische, subjektive haltung und würde den rahmen sprengen. ich veröffentliche meine fragmente hier ja auch nicht. habe also auch kein recht, sowas zu erwarten.

    Geändert von Kajn Kokosknusper (29.02.2012 um 14:19 Uhr) Grund: hinter hanke ein etc. eingefügt
    wer deutsche versbrecher findet, darf sie behalten
    oder: warum mein rechtschreibprogramm dem genitiv sein toast iszt...

    "Ein Lyriker, der glaubt, unabhängige Kunst zu schaffen, ist ein Narr, aber ein Mensch, der nicht fähig ist, seine Erfahrungen auf ein anderes Niveau zu abstrahieren, ist kein Künstler."

  6. #6
    Jazemel Guest
    ich weiß nicht, ob die revolution zu spät kommt, denn ich finde sowohl subjektiv, als auch objektiv sehr interessant.
    letztendlich sind die abstimmungen ein interessenscheck und das ergebnis dann kein ist-zustand, also ausbau- und veränderungsfähig.

    lieber gruß,

    jaz

  7. #7
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    Guten Abend,

    ich habe hier auch interessiert mitgelesen.

    Wir hatten zwar ein Zeitfenster für die Diskussion der Prosarubrik und der Rubrik Dramatik, aber wenn sich jetzt hier jemand zu Wort meldet, der wirklich Ahnung von der "Materie Drama" hat, dann sollte man die Vorschläge von Kajn doch berücksichtigen.
    Ich fände das gut.

    Liebe Grüße
    Minos
    Falschen Menschen kann man nichts Falsches sagen

  8. #8
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    gerade eben ist mir aber aufgefallen, dass es da eine genauere begriffserläuterung gibt: Theaterstücke, Rollenspiele und Dialoge. Das könnte man tatsächlich ändern. ich mag ja rollenspiele, aber was haben die mit dramatik zu tun? und gibts dort überhaupt rollenspiele?
    Hallo!

    Verwenden wir diese erste Abstimmung einmal als allgemeinen Stimmungsbarometer, ob überhaupt eine Änderung gewünscht wird. Ich halte den Vorschlag, die Dramatik so zu lassen, aber diesen Subtext zu ändern, eigentlich sehr gut. Wenn eine Änderung gewünscht wird, könnte man auch dort ansetzen und anstatt der Rubrik eben nur diesen Erklärungstext ändern.

    LG,
    maXces

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